von McDaniel-77 » Do 26. Jun 2014, 00:56
Hi Spacerat,
Danke für Deine fundierte Antwort! Woher kommt dein Gedanke bezüglich des Spins bzw. der Rotation?
Im Universum gibt es nichts Makroskopisches, das nicht rotiert. Galaxien rotieren, Sterne rotieren sogar am Bauch schneller als an den Polen (Sonne), Planeten rotieren, Monde rotieren und elektrische Ströme wie der Van-Allen-Gürtel umkreisen die Erde.
Woher das Gerücht kommt, dass man durch Reibung Ladungsunterschiede erzeugen kann ist mir unbekannt, es muss wohl damit zusammen hängen, dass man Plastik oder nicht leitende Materialien durch Reiben gegen einander elektrostatisch aufladen kann.
Ein Blitz entsteht deshalb, weil die Spannung zwischen der Erdatmosphäre und der Erde oder einem anderen Ort so groß geworden ist, dass es zu einer Plasma-Entladung kommt. Diese Entladungen sind blitzförmig, da sie nicht an einem elektrischen Leiter entlang verlaufen sondern die Leitfähigkeit des Mediums (Luft) erst durch die enorme Spannung selbst erzeugen, es wird Luft ionisiert und dadurch in den leitenden Plasma-Zustand befördert. Auch im Vakuum kann man bei genügend hoher Spannungen zwischen zwei entfernten Kontakten einen elektrischen Strom fließen lassen. Dabei treten Elektronen aus der Oberfläche aus und werden durch den Luftleeren Raum beschleunigt bis sie auf dem anderen Kontakt auftreffen.
Protonen und Elektronen scheinen aus noch unbekannten Gründen unterschiedlich zu sein. Eigentlich kann man gar nicht davon sprechen, dass ein Elektron durch ein Proton aufgewogen wird. Elektronen verhalten sich anders. Sie werden im Magnetfeld stärker abgelenkt. Meine Vermutung ist aber, dass dieser Umstand vielleicht unserer elektronischen Welt geschuldet ist. In einer protonischen Welt könnte es vielleicht genau umgekehrt sein, aber so ist es eben nicht. Man kann keine Maschine bauen, die anstatt mit Elektronen mit Protonen funktioniert.
Du hast die Polarisierung angesprochen, also dass es "positiv" und "negativ" gibt. Das ist immer relativ zu verstehen. Ein Proton ist für ein Proton abstoßend, aber für ein Elektron anziehend. Ein Elektronenstrahl wird mit Sicherheit ein Magnetfeld induzieren, welches auf andere Elektronen wirkt. So gesehen können bewegte Elementarladungen, obwohl sich die gleiche Polarisierung haben, sich trotzdem anziehen - eben durch die EM-WW.
Die Lichtuhr im Karussell
Es kann nicht sein, dass die Uhr auf der Rotationsachse synchron mit der am äußeren Rand des Karussells läuft. Der Lichtweg ist außen verlängert und auf der Rotationsachse bleibt er konstant.
Nach der Relativitätstheorie geht dann die Zeit außen langsamer, schließlich ist die Geschwindigkeit ja proportional zur Rotationsgeschwindigkeit und dem Radius. Je weiter außen, desto langsamer vergeht die Zeit.
Konstruiert man einen Funksender, der auf der Rotationsachse sitzt und sekündlich seine Signale abgibt, dann wird eine Antenne außen am Karussell jede Sekunde ein Signal empfangen, es könnte jedoch sein, dass das Signal in der Antenne langsamer übertragen wird, weil sich die Antenne auf einer Kreisbahn befindet. Die Elektronen in der Antenne könnten durch die Rotation beeinflusst sein und somit eine Art Rotverschiebung feststellen, obwohl sich der Abstand zum Sender überhaupt nicht verändert.
Was meinst du dazu?