Ernst hat geschrieben:Und das ist der Kritikpunkt. Der zeitlich veränderliche Abstand ist ja nicht in einem IS,(etwa im Erd-IS) als ruhend anzusehen. Dann wäre er ja im Myonen_IS bewegt. Er kann auch nicht im Myonensystem als ruhend angesehen werden. Dann wäre er ja im Erdsystem bewegt. Es handelt sich eben nicht um ein konstante Länge, welcher man definiert Ruhe oder Bewegung in einem IS zuordnen kann.
Es ist immer nur ein Ende ruhend und das andere Ende bewegt.
Dieser Abstand hat in jedem IS einen Festpunkt und einen abschmelzenden zweiten Punkt. Man kann das in keinem Fall als bewegt oder unbewegt definieren. Vielmehr hat der Abstand eine vollsymmetrische Eigenschaft. Und ist daher invariant.
Das verstehe ich nicht. Von einem zeitlich veränderlichen Abstand war bisher gar nicht die Rede. Es geht doch nur um die Distanz zwischen den Ereignissen E1 und E2 im jeweiligen IS, aber nicht darum, zu welchem Zeitpunkt das Myon/die Erde sich wo auf dieser Strecke sich befindet. Oder?
Die Ereignisskoordinaten E1 und E2 sind im IS Erde ruhend, d.h. unabhängig von dem Zeitpunkt der Vermessung sind die Ereignisse immer am selben Ort. Damit ist die Strecke auch immer konstant 10km.
Die Ereignisskoordinaten E1 und E2 sind im IS Myon bewegt, d.h. abhängig vom Zeitpunkt der Vermessung sind die Ereignisse immer an einem anderen Ort. In diesem Fall muss die Längenmessung (346m) zum gleichen Zeitpunkt t1'=t2' erfolgen. Dabei ist es unerheblich, wann genau die Messung erfolgt, die Längenmessung ergibt den selben Wert. (Nur für das Myon ist das von Bedeutung, denn in einem Fall existiert es möglicherweise noch nicht, im anderen Fall ist es schon zerfallen.)
Ergibt die Längenmessung einen veränderlichen Wert in Abhängigkeit der Zeit, ruhen die Ereignisse E1 und E2 niemals im selben IS, dass ist aber ein anderes Szenario. (Dazu müsste die Myonenzählung in Abhängigkeit der Zeit in unterschiedlichen Höhen erfolgen.)
Mike
