Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Hinter einander

Beitragvon rmw » Sa 11. Apr 2009, 07:47

contravariant hat geschrieben:...wie die Forderung, dass sich zwei Objekt, die sich für einen Beobachter hintereinander befinden, auch für alle anderen Beobachter (unabhängig von deren Position und Blickwinkel) hintereinander befinden sollen.


Sie sind ja auch für alle Beobachter hinter einander, nur dass man sie nicht von jedem Blickwinkel hinter einander sieht, das sollte man auseinander halten können.
Drei Punkte in einer Reihe sind ja auch für alle Beobachter in einer Reihe auch wenn man das durchaus nicht aus jedem Blickwinkel erkennen kann.

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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Harald Maurer » Sa 11. Apr 2009, 07:50

contravariant hat geschrieben:Doch hat sie. Die Forderung nach absoluter Gleichzeitigkeit ist is etwas so sinvoll wie die Forderung, dass sich zwei Objekt, die sich für einen Beobachter hintereinander befinden, auch für alle anderen Beobachter (unabhängig von deren Position und Blickwinkel) hintereinander befinden sollen.


Ganz untauglicher Vergleich! Du schreibst hier über geometrische Perspektive. Die Relativität der Gleichzeitigkeit ist aber kein perspektivisches Phänomen, sondern eine von vornherein kontradiktorische Konstruktion ("ungleichzeitige Gleichzeitigkeit"), ohne welche das Postulat von der invarianten LG nicht aufrecht bliebe.
Aber die Paradoxa, nur scheinbar auflösbar mit der RdG, sind logisch niemals aufgelöst, weil das Resultat stets ein neues Paradoxon bildet, wie beispielsweise unterschiedlich alternde Zwillingsbrüder. Um dergleichen als "logisch" darzustellen, nimmt man nicht nur veränderten Uhrengang - abhängig vom Bezugssystem - sondern auch bezugssystemabhängige Längenmessungen in Kauf, was dazu führt, dass beim Wechsel eines Bezugssystems augenblicklich eine Uhr plötzlich vorgeht und sich in einer anderen Entfernung befindet, weil andernfalls der Effekt der ZD nicht symmetrisch wäre. Dass man derartige Zauberkünststücke nicht als paradox empfindet, ist weniger ein physikalisches denn ein psychologisches Phänomen.

Am schönsten wird die Entstehung eines neuen Paradoxons bei der Lösung eines typischen SRT-Paradoxons im wunderbaren Gartenzaunexperiment von P.Ripota sichtbar, das uns Dietmar SRT-konsistent aufgelöst und vorgerechnet hat und zu ganz wunderlichen Ergebnissen führt.
http://www.mahag.com/FORUM/forum.php?gruppe=438&grup=100#12632
Hier führt die ungleichzeitige Gleichzeitigkeit dazu, dass eine unrunde Kugel entsteht - also wiederum eine Kontradiktion. Unrund muss die Kugel sein, um sich auch aus Sicht des anderen Bezugssystem durch die Gartenzaunlücke zu schlängeln. Ich zitiere aus Dietmars Erklärung:
"Da sich der Zug in positiver x-Richtung bewegt, wird zuerst die linke Seite der Kugel in Bewegung gesetzt und aufgrund der RdG einen räumlichen Vorspung 8.1 cm gegenüber der rechten Seite haben. Tja, die "Kugel" sieht jetzt sehr seltsam aus. Die linke Seite ist um ca 4cm nach vor gerückt und liegt nur noch 0,5 hinter dem vorderen Ende der Kugel, wogegen die rechte Seite (relativ zur Mitte) um 4cm nach hinten gerückt ist, und die Mitte der Kugel selbst ist an der breitesten Stelle (in y-Richtung) von 9 auf 8,6cm kontrahiert."

Dergleichen muss mit der Kugel geschehen, um das Gartenzaunparadoxon einer Lösung zuzuführen und offenbar nimmt man in Kauf, dass diese Kugel nun alles andere als eine Kugel ist. Auf Fragen, wie denn das Material einer z.B. Glaskugel dieses Martyrium überstehen könnte, antwortet man halt:
"So weit ich weiß, handelt es sich hier ja um keine mechanische Verformung. Alle in der Kugel befindlichen Kräfte werden ebenso entsprechend transformiert - d.h. das wäre sozusagen der "Normalzustand" in der angegebenen relativistischen Bewegung."


Keine mechanische Verformung sondern bloß eine Koordinaten-Transformation führt demnach beispielsweise auch zum Wunder, dass eine 20 m lange Leiter in eine 10 m kurze Garage passt, und dass dergleichen Humbug nicht als paradox erkannt wird, ist wiederum nur ein psychologisches Phänomen für mich. (http://www.mahag.com/srt/lorentz.php

Gleichermaßen nimmt man hin, dass sich Panzer gummiartig verbiegen, wenn es die RdG verlangt und der Einwand, was habe Gravitation in der SRT zu suchen, ist ein sehr schwacher, denn alle bestätigenden Experimente der SRT sind ja samt und sonders unter dem Einfluss der Erdgravitation zustande gekommen und es ist daher legitim, die Gravitation in die Konstruktion von SRT-Paradoxa einzubeziehen. Damit wird auch das rätselhafte Phänomen erklärbar, weshalb rund um CERN in sämtlichen Fleischereien immer wieder die Würste von den Haken fallen müssten, was mir ein Relativist in völliger Konsistenz mit der SRT auf folgende Weise erklärte:

"Gesehen aus dem Bezugssystem der mit relativistischer Geschwindigkeit bewegten Teilchen in den Beschleunigern von CERN nimmt die Masse der Würste in den Fleischereien gewaltig zu. Aber wegen der Lorentzkontraktion werden die Schnüre, auf welchen die Würste hängen, immer dünner - und die Tragfähigkeit dieser Schnüre hängt ja von ihrem Querschnitt ab. Es ist also klar, dass sie die vergrößerte Wurstmasse nicht mehr tragen können und zerreissen."
"Das verstehe ich jetzt nicht", sagte ich, "da müssten die Würste doch nur aus Sicht der Teilchen herunter fallen."
"Jaja", sagte der Relativist, "so ist es ja auch. Oder hast Du rund um CERN jemals Würste von den Haken fallen gesehen?"

Jedes Paradoxon einschließlich seiner ebenso paradoxen "Auflösung" ist eine Bankrott-Erklärung für die SRT. Einstein selbst wusste das. "Ich möchte auch nicht, dass plötzlich mein Haus einstürzt, weil alles relativ ist." (A. E.)

Ein Glück für uns, dass die SRT auf unserem Planeten offenbar nicht funktioniert!

Ich wünsche allen Teilnehmern frohe Osterfeiertage!

Harald Maurer
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Hannes » Sa 11. Apr 2009, 08:18

Hallo Harald !

    „Jedes Paradoxon einschließlich seiner ebenso paradoxen "Auflösung" ist eine Bankrott-Erklärung für die SRT. Einstein selbst wusste das. "Ich möchte auch nicht, dass plötzlich mein Haus einstürzt, weil alles relativ ist." (A. E.)“
Ja, wenn du noch etliche solche Paradoxien weißt, bitte nicht zu schnell bekanntgeben, denn
wir wollen noch länger köstlich unterhalten werden. Immer nur ein kleines Stück herausrücken.
So bleibt dein Forum noch lange interessant und amüsant.

Dabei brauchen wir die SRT nicht abzuschaffen. Die schafft sich selber ab.

Ich wünsche Dir und allen Forumsteilnehmern schöne Osterfeiertage.
Auch den „Relativisten !


Hannes
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Sa 11. Apr 2009, 12:01

Harald Maurer hat geschrieben:[...]Viel BlaBla[...] Ein Glück für uns, dass die SRT auf unserem Planeten offenbar nicht funktioniert!

Klar. Alle Experimente, die die Rthen belegen sind gefälscht. Von den Illuminaten, nehme ich an...

Wo bleibt eigentlich deine legendäre Veröffentlichung. Also wenn ich mit dem Veröffentlichen von so bahnbrechenden Ergebnissen so trödeln würde, dann würde mir mein Chef aber mal kräftig in verlängerte Rückgrad treten...

ps: Da die SRT ja der Logik widerspricht, muss es ja in der mathematischen Herleitung der SRT einen mathematisch/logischen Fehler geben. Dieser ist?
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Sa 11. Apr 2009, 12:16

Dietmar hat geschrieben:(Zusätzlicher Fehler: So nebenbei, während bei Ihrem alten Bild die Autosicht korrekt war (Licht knallt in die Wand) haben sie diesmal vergessen, die Bewegung der Wand zu brücksichtigen - die schneidet dem Strahl nämlich den Weg ab - den Pfeil haben sie zwar gezeichnet, aber ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen. Na, ja, was soll's, hier ging's ja um die Blende)

Ok. Das heißt also, in meinem jüngsten Bild muss oben (Autofahrer) der Tunnel flacher sein (kleinerer Winkel zwischen Tunnel und positiver x-Achse). Dementsprechend ergibt dann die Transformation für den Garagier ebenfalls einen flacheren Tunnel. Die beiden Ereignisse "Austritt aus dem Lasergerät" und "Erreichen des Tunnelendes" liegen weiterhin in beiden Fällen eben dort, d.h. am Lasergerät bzw. am Tunnelende. Die Austrittsrichtung des Lichtes aus dem Lasergerät entspricht im A-System der Richtung der Längsachse des Lasergerätes, im G-System hingegen nicht.

Dietmar hat geschrieben:Aber nein. Aus Sicht des Garagiers ist die Blende ja bewegt - und zwar in positiver x-Richtung. D.h. der Strahl tritt aus der Öffnung - währenddessen bewegt sich die Blende wieter. Der Strahl kommt also auch hier vorbei. (Siehe Bild. Sie sollten langsam bemerken, wie die Erklärungsschemen funktionieren))

(Bild dazu)

Das kann zwar u.U. helfen. Wir können aber verhindern, dass es hilft, indem wir an beiden Seiten des Lasergerätes je eine Blende anbringen. Ein Lichtblitz bewegt sich im G-System unabhängig von der Bewegung der Quelle (des Automobils) von dem Ort weg, an dem er erzeugt wurde. Wir können die Blenden (im A-System) eng um den Laserstrahl legen und beliebig lang machen. Dazu ist das Lasergerät ggf. entsprechend weiter oben am Automobil anzubringen. Mit langen Blenden können wir sicherstellen, dass das Licht entweder beliebig genau parallel zur Längsachse des Lasergerätes austritt oder bereits im Rohr gegen die Rohrwand trifft.

(Ein Ausnahmefall wäre: die Geschwindigkeit v des Automobils koinzidiert mit der x-Komponente der Geschwindigkeit des Lichts. Dieser Ausnahmefall lässt sich aber verhindern.)

Aus Sicht des Garagiers liegen die transformierten Blenden ebenfalls parallel zur Längsachse des Lasergerätes während der Winkel zwischen Längsachse und Bewegungsrichung des Lichts einen endlichen Wert hat. Wir können sicherstellen, dass die Blenden den Laserstrahl behindern.

Dann explodiert die Bombe aus Sicht des Autofahrers, aus Sicht des Garagiers hingegen nicht.

Gruß und frohe Ostern
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Sa 11. Apr 2009, 13:06

Chief hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:ps: Da die SRT ja der Logik widerspricht, muss es ja in der mathematischen Herleitung der SRT einen mathematisch/logischen Fehler geben. Dieser ist?

Den Gammafaktor konnte Einstein mathematisch nicht herleiten, sondern hat es einfach künstlich "eingebaut". Die Frage ist wie eine solche vorsätzliche Manipulation normalerweise genannt wird.

Gruß

Man kann die LT einschließlich Gammafaktor aus den Postulaten: Äquivalenzprinzip und Symmetrie der Raumzeit ableiten. Du kannst ja mal den Artikel lesen, den ich für Jocelyne rausgesucht hatte. Als nix mit Manipulation...
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon contravariant » Sa 11. Apr 2009, 13:24

Chief hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Man kann die LT einschließlich Gammafaktor aus den Postulaten: Äquivalenzprinzip und Symmetrie der Raumzeit ableiten. Du kannst ja mal den Artikel lesen, den ich für Jocelyne rausgesucht hatte. Als nix mit Manipulation...

Das habe ich schon gelesen, das stimmt aber leider nicht. Das Äquivalenzprinzip ist auch falsch.

Gruß

Stimmt wohl.
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SRT am Ende?

Beitragvon Faber » Sa 11. Apr 2009, 21:57

Edit: Dieser Beitrag ist nicht korrekt. Es ist ein Fehler in der Software, mit der das Bild erstellt wurde. Es ergibt sich kein Widerspruch in der SRT

Man betrachte das Bild im Anhang.

.) Das Bild ist per Software erzeugt

.) Das Bild zeigt oben das Automobil in Eigenlänge
.) Der Tunnel erscheint gegenüber unten um den Faktor 2 in x-Richtung gestaucht
.) Fahrbahn und Tunnel sind relativ bewegt mit γ = 0.5, v = 0.866c
.) Das Lasergerät ist im Winkel arctan(1/1) angebracht
.) Der Lichtblitz bewegt sich mit c im Ruhesystem des Automobils
.) Der Lichtblitz bewegt sich in x-Richtung mit 0.707c
.) Der Lichtblitz bewegt sich langsamer in x-Richtung als der Tunnel in -x
.) Der Tunnel ist im Winkel von 24.20° angebracht
.) Der Lichtblitz durchläuft den Tunnel berührungslos

.) Das Bild zeigt unten den Tunnel in Eigenlänge
.) Das Automobil erscheint gegenüber oben um den Faktor 2 in x-Richtung gestaucht
.) Der Winkel des Tunnels ergibt sich zu 12.66°
.) Das Ereignis "Blitz abgesendet" ereignet sich zum Zeitpunkt t = t' = 0
.) Der Lichtblitz bewegt sich mit c im Ruhesystem des Tunnels
.) Der Lichtblitz bewegt sich unabhängig von der Quelle
.) Der Lichtblitz bewegt sich in x-Richtung mit 0.976c
.) Der Lichtblitz (0.976c) ist in x-Richtung schneller als das Fahrzeug (0.866c)

Das Bild zeigt folgenden Widerspruch in der SRT: Der Lichtblitz ist aus Sicht des mit dem Tunnel ruhenden Beobachters durch die Blende, die am Lasergerät angebracht ist, blockiert. Dies bedeutet, dass die am Tunnelende vom Lichtblitz ausgelöste Bombe aus Sicht des Autofahrers explodiert und aus Sicht des Tunnelfritzen nicht.

Frohe Ostern
Faber

P.S.: Der animated-gif-encoder, den ich verwendet habe, hat leider Farbprobleme. Der Lichtblitz sollte eigentlich rot sein.
P.P.S: Um das Bild ganz zu sehen, einfach mit der Maus draufklicken.
Dateianhänge
SRTContradiction.gif
SRTContradiction.gif (172.8 KiB) 5902-mal betrachtet
Zuletzt geändert von Faber am Mo 13. Apr 2009, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Faber » Sa 11. Apr 2009, 23:02

@Chief

Wir machen uns hier gerade Sorgen über erhöhten Reifenverschleiß, weil die Räder durchdrehen.

Gruß
Faber
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Re: Scheinbares? Garagenparadoxon --- reloaded and exploded

Beitragvon Harald Maurer » So 12. Apr 2009, 08:40

pauli hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:Gleichermaßen nimmt man hin, dass sich Panzer gummiartig verbiegen, wenn es die RdG verlangt und der Einwand, was habe Gravitation in der SRT zu suchen, ist ein sehr schwacher, denn alle bestätigenden Experimente der SRT sind ja samt und sonders unter dem Einfluss der Erdgravitation zustande gekommen und es ist daher legitim, die Gravitation in die Konstruktion von SRT-Paradoxa einzubeziehen.

Vermutlich ist der schnelle Panzer gemeint, der über einen Graben fährt und reinfallen soll.
Das Problem an diesem Gedankenexperiment ist imho, dass Gravitation wichtiger Bestandteil dessen ist, ohne Gravitation ist das Experiment witzlos, weil "ohne" kann der Panzer nie in eine Grube fallen. Das trifft auf andere, von dir oben erwähnte SRT-bestätigende Experimente nicht zu.

Merke: wer anderen eine Grube gräbt ist ein Bauarbeiter :)


Gedankenexperimente unter Gravitationseinwirkung, besonders Überlegungen zum freien Fall und waagrechtem Wurf waren der Grund, dass Einstein erkannte, dass seine SRT innerhalb unseres Lebensraums keine Entsprechung findet. Die SRT ist ein Papiertiger mit idealisierten Voraussetzungen, die nur im Schulbuch existieren. Wer die bestätigenden Experimente, die alle im Gravitationsfeld stattfanden, gelten lässt, muss auch Paradoxa, die durch das Gravitationsfeld entstehen, gelten lassen! Das Gravitationsfeld der Erde wird von Relativisten ohnehin ganz allgemein als "vernachlässigbar" klein bezeichnet, wenn es um die SRT geht. Dass der SRT-Papiertiger völlig zahnlos ist, zeigt sich, wenn man zur Auflösung paradoxer Situationen die ART zu Hilfe holen muss.

Nicht immer sind Paradoxa und Argumentationsbrüche so einfach wie z.B. je schneller ein Auto fährt, desto langsamer müsste wegen der Zeitdehnung sein Motor laufen, oder Kugeln passen durch Zwischenräume eines vorbeiziehenden Zaunes nur dann, wenn sie aufhören, Kugeln zu sein.
Hier ein komplizierteres Paradoxon: Ein U-Boot, das sich fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, erscheint für einen landansässigen Beobachter verkürzt und seine Masse vergrößert sich. Daher verliert es an Auftrieb und sollte auf den Grund sinken. Vom Standpunkt der Bootsmannschaft aus ist die Situation allerdings gerade umgekehrt, und das U-Boot sollte nach oben steigen.

Die Lorentz-Kontraktion müsste das U-Boot, das im ruhenden System die gleiche Dichte wie Wasser aufweist und daher auf konstanter Höhe schwimmt, zum Sinken bringen, da dessen Dichte aufgrund der Kontraktion zunimmt. Vom Bezugssystem der Bootsmannschaft allerdings ruht das Boot, und das Wasser schnellt vorbei. Daher erscheint es dichter als das Boot, und in Folge dessen sollte das Boot aufsteigen.
Versucht doch mal, dieses Paradoxon ausschließlich mit der SRT zu lösen!

contravariant hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:[...]Viel BlaBla[...] Ein Glück für uns, dass die SRT auf unserem Planeten offenbar nicht funktioniert!

Klar. Alle Experimente, die die Rthen belegen sind gefälscht. Von den Illuminaten, nehme ich an...

Wo bleibt eigentlich deine legendäre Veröffentlichung. Also wenn ich mit dem Veröffentlichen von so bahnbrechenden Ergebnissen so trödeln würde, dann würde mir mein Chef aber mal kräftig in verlängerte Rückgrad treten...

ps: Da die SRT ja der Logik widerspricht, muss es ja in der mathematischen Herleitung der SRT einen mathematisch/logischen Fehler geben. Dieser ist?


Wieso sollte es in der SRT-Mathematik einen logischen Fehler geben? Die Herleitung geht von falschen Voraussetzungen aus (Postulate) - und deshalb ist die Theorie falsch. Auch die korrekteste Mathematik kann eine Theorie nicht retten, wenn die Ausgangsbasis falsch ist. WENN die Lichtgeschwindigkeit tatsächlich jene mystische Eigenschaft hätte, von welcher die SRT ausgeht, wären Mathematik und Theorie richtig, hat es diese Eigenschaft (insbesonders die Unabhängigkeit vom Beobachter) aber nicht, so ist die Mathematik richtig aber die Theorie falsch. Dein Argument geht daher ins Leere.

Ein Beispiel: Die Mathematik zum Bohrschen Atommodell ist logisch einwandfrei und korrekt (da rechnete man noch brav mit Newton). Dennoch ist das Bohrsche Atommodell in der Natur nicht vertreten...

Dass die Mathematik der SRT geringe Beweiskraft hat, zeigt sich schon durch den Umstand, dass sie auch genau zur LET passt, die jedoch von völlig anderen Grundvoraussetzungen ausgeht.

Die LT kann man auf sehr einfache Weise herleiten, dazu braucht man keine tiefsinnigen Ausflüge in Raumzeit-Symmetrien und Äquivalenzprinzipien. Hier http://www.mahag.com/srt/trans.php zeige ich, wie man sie aus dem Michelson-Versuch herausrechnen kann und zeige auch, dass es sich um keine "echte" Herleitung handelt, weil man willkürliche Grundvoraussetzungen braucht. Diesen Einsatz willkürlicher Grundannahmen findet man bei jeder Herleitung der LT. Dass aus der Annahme einer Raumzeit-Symmetrie in Verbindung mit dem Äquivalenzprinzip die Existenz einer Grenzgeschwindigkeit folgt, ist durchaus nachvollziehbar, falls diese Grundannahmen zutreffen - aber die Frage, worauf sich diese Grenzgeschwindigkeit bezieht, wäre damit nicht geklärt. Man kann also mit derartigen Argumenten die SRT nicht verifizieren, weil sie auch auf die LET zutreffen oder überhaupt ebenso falsch wie willkürlich sind. Wer sich mit der SRT beschäftigt, bewegt sich stets innerhalb von Zirkelschlüssen. Auch die Herleitung von Yakovenko ist nichts anderes als ein Zirkelschluss, denn die Raumzeit ist ja gleichermaßen Aussage wie Ursache der SRT, wie auch die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit als Aussage prompt zur Ursache dieser Aussage wird. Alle diese Papiertiger beißen sich in den Schwanz. Diese Zirkelschlüssigkeit findet sich auch in allen bestätigenden Experimenten, weil sie unter Einsteinschen Bedingungen stattfinden, besonders was die Synchronisation betrifft. Denn die SRT steht auf dem Boden der Einsteinschen Synchronisation und seiner Definition der Gleichzeitigkeit. Wer also die SRT in ein Experiment hineinsteckt, bekommt sie auch heraus. Abgesehen davon, dass alle diese relativistischen Phänomene auch mit der Äthertheorie (LET) erklärt werden können.

Dazu kommt, dass (gleichermaßen wie die kanonischen von den apokryphen Schriften der Bibel getrennt wurden) die bestätigenden Experimente der SRT sofort veröffentlicht werden, hingegen die Veröffentlichung der Experimente mit anderer Aussage verhindert oder deren Aussage uminterpretiert wird. Es gibt auch eine Reihe von Experimenten, die der SRT widersprechen oder auf die Richtigkeit der LET verweisen. Viele der bestätigenden Ergebnisse oder Beweise für die RT sind aber überhaupt nur Propaganda (wie z.B. das GPS).

Was meine Veröffentlichung betrifft, so braucht gut Ding seine Weile und ich habe wenig Zeit für meine Hobbys, weil ich noch voll im Berufsleben stehe. Aber wir arbeiten daran sehr sorgfältig, denn auf alle die sachlichen wie unsachlichen Einwände, die sich gegen das Jupiter-Experiment in den Foren auftaten, wird eingegangen. Außerdem besteht kein Grund zur Eile, aber Grund zur größten Vorsicht. In der Zwischenzeit wurden nicht nur meine Mitarbeiter unter Druck gesetzt (man hat es jedenfalls versucht) sondern man hat ihnen sogar Geld für "Exklusivinterviews" angeboten. Diese Veröffentlichung hat daher schon von vornherein eine Mauer aus nahezu krimineller Energie zu überwinden. Das wird zwar jeder einzelne Relativist bestreiten, aber keiner kann für alle anderen sprechen...

Grüße
Harald Maurer
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