fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Kurze Zusammenfassung:
Harald Maurer behauptet: Die LK und die ZD der SRT sind Messeffekt aufgrund der RDG verursacht durch die Einsteinschen Uhrensynchronisation
fb557ec2107eb1d6: Das kann nicht sein, da z.B. die Selleri-Transformation keine RDG besitzt und trotzdem LK und ZD darstellt.
Einstein-Lorentz: t=T / γ(v) - v x / c^2
x=γ(v) ( X - v T )
Selleri: t=T / γ(v)
x=γ(v) ( X - v T )
Die Zeitdilatation ist in beiden Trafos (T / γ(v)) vorhanden und die Relativität der Gleichzeitigkeit nur bei Einstein
(- v x / c^2). Die Gleichungen für x beinhalten bei beiden Trafos die zeitliche Verschiebung des Nullpunktes (X - v T) und über den Gamma-Faktor γ(v) die Längenkontraktion.
Die Selleri-Transformation verzichtet zwar auf die Relativität der Gleichzeitigkeit, setzt ersatzweise aber voraus, dass nur die Zwei-Weg-Lichtgeschwindigkeit in jedem Inertialsystem in alle Richtungen gleich zu sein habe und die Zeit bei Koordinatentransformationen um den Lorentzfaktor verlangsamt wird (T / γ(v)).
Grundsätzlich sind beide Formalismen ähnlich, Selleri ersetzt nur die RdG mit der Bedingung nach invarianter Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit. Die Zeitdilatation wird völlig unbegründet einfach vorausgesetzt. Die Selleri-Variante wird dadurch synchronisationsunabhängig, indem sie die Zweiweggeschwindigkeit des Lichts von vornherein akzeptiert, es handelt sich dadurch aber lediglich um eine besondere Form der Äthertheorie. Dass die SRT-Zeitdilatation einfach übernommen wird, kann natürlich nicht beweisen, dass das Phänomen tatsächlich existiert.
Was fb557ec2107eb1d6 mit diesem Argument ausdrücken will, bleibt wohl im Dunkeln. Wenn die Forderung nach invarianter Einweg-Lichtgeschwindigkeit wegfällt, braucht man die RdG natürlich nicht. Dann kann und soll man extern synchronisieren (was allerdings ein Bezugssystem bevorzugt).
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Harald Maurer: Widerspricht und behauptet, dass nur mit einer Synchronisation durch z.B. Radiowellen des Jupiters eine Anisotropie des Lichts nachgewiesen werden kann, so wie er es mit seinem Experiment gemacht hat.
fb557ec2107eb1d6: Lt. Mansouri und Sexl können mit Messungen, die einen geschlossenen Lichtpfad verwenden, keine Effekte 1. Ordnung nachgewiesen werden.
Es gibt keine geschlossenen Lichtpfade beim Jupiter Experiment.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Harald Maurer: Beim Jupiterexperiment liegen keine geschlossenen Lichtpfade vor.
fb557ec2107eb1d6: Rechnet vor, dass unter Voraussetzung eine Äthers mit dem Jupiterexperiment keine Laufzeitunterschiede messbar sind
Die Rechnung geht von falschen Voraussetzungen aus.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Harald Maurer: Widerspricht mit dem Argument, dass die Messstrecke parallel zur Wellenfront ausgerichtet wird und führt damit die Ätheraberration ein (von fb557ec2107eb1d6 zur Unterscheidung von der klassischen Aberration so bezeichnet)
fb557ec2107eb1d6: Unter der Annahme eines Äthers und der Galilei-Transformation sind im Bezugssystem der Erde Wellenvektor und die Ausbreitungsrichtung nicht parallel. Was also ist die "Sichtachse"? Von der physikalischen Wirkung abgeleitet kann nur die Ausbreitungsrichtung die "Sichtachse" bestimmen, dann aber gibt es keine Ätheraberration
Die Ätheraberration wird von fb557ec2107eb1d6 nicht bestritten und so benannt. Sichtachse und Wellenvektor sind aber in diesem Fall dasselbe. Denn der Wellenvektor bezeichnet die Ausbreitungsrichtung einer Lichtwelle oder der Photonen. Photonen können nicht von der Seite detektiert werden und fallen auch nicht seitlich in ein Fernrohr. Wenn es ein lichttragendes Medium gibt, dann gibt es auch Aberration - ob man das Ätheraberration nennen will oder sonstwie ist nebensächlich.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Harald Maurer: Es gilt nicht die Galilei-Transformation, sondern die Lorentztransformation und das Jupiter-Experiment soll die LET von der SRT unterscheiden.
Soweit, so gut. SRT und LET verwenden den exakt selben Formelapparat, nämlich die Lorentz-Transformation. Damit liefern SRT und LET genau die selben Erklärungen und die selben Vorhersagen. Mit einem Experiment kann also nicht ZWISCHEN den beiden unterschieden werden. Es können nur BEIDE bestätigt oder BEIDE widerlegt werden.
SRT und LET liefern nicht dieselben Erklärungen. In der LET verändern sich materielle Prozesse, in der SRT sind Raum und Zeit relativ. Die relativistischen Effekte werden daher unterschiedlich erklärt. Dass beide denselben Formelapparat verwenden, beweist nur, dass zwischen der Natur der Phänomene und der Mathematik kein Zusammenhang besteht.
Fazit:
fb557ec2107eb1d6 geht davon aus, dass Sichtachse und Wellenvektor 2 unterschiedliche Identitäten sind und bei ein und derselben Ausbreitung von Wellenfronten unterschiedliche Richtungen haben können. Damit begründet er die Unmöglichkeit eines experimentum crucis zwischen SRT und LET.
Ich sage, dass der Ausdruck "Sichtachse" nichts anderes als den Wellenvektor meint und daher keine unterschiedlichen Richtungen vorliegen können, sondern es der Wellenvektor ist, der immer die Ausbreitung einer Lichtwelle oder einer Wellenfront bezeichnet. Er steht somit auf jeder Wellenfront senkrecht, weil sich eine Wellenfront nur dann ergibt, wenn die Photonen dieselbe Strecke in derselben Zeit zurückgelegt haben. Das schließt eine Neigung der Front gegenüber dem Wellenvektor aus.
Definition Wellenfront: Die Wellenfront ist bei Wellenausbreitung in einem Medium eine Fläche,
auf der alle Punkte die gleiche Laufzeit zu einem Sender besitzen.Definiton Wellenvektor: Der Wellenvektor gibt die
Ausbreitungsrichtung einer Welle an.
Wellenvektor und Impuls: Bei Photonen sowie bei Materiewellen gibt der
Wellenvektor über einen einfachen, proportionalen Zusammenhang deren
vektoriellen Impuls an:


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Grüße
Harald Maurer