Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Mi 18. Nov 2015, 21:01

contravariant hat geschrieben:Nein. Man steckt 235J elektrische Energie rein und bekommt 2735J kinetische Energie raus. Da ist die Energie nicht erhalten. -- Kann man da eigentlich in irgendeiner Form Geld einwerfen? Wenn ja ist es ein fieser Scam.

Ist 'ne gute Geldmaschine. Generator zu 10% auf Kompressormotor und zu 90% ins Netz und beim Netzbetreiber Stromeinspeisungsvergütung abkassieren. Ohne Wind, ohne Sonne, ohne Kohle, ohne Atom.
Das sind bestimmt wieder diese Energieriesen, welche diese geniale Erfindung unterdrücken, weil sie um iheren Profit fürchten. :lol:
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon contravariant » Mi 18. Nov 2015, 22:00

Highway hat geschrieben:Bei der Kernfusion steckt man auch ein wenig Masse rein und bekommt eine riesige Menge an Energie raus. Damit hast du aber kein Problem, oder?

Richtig ein wenig *Masse*. Diese Masse entspricht aber sehr viel Energie, die man dann auch extrahieren kann. Man kann aber nicht mehr Energie extrahieren als vorhanden ist, und man kann es auch nur einmal tun. Wenn man den Wasserstoff einmal fusioniert hat, muss man neuen Wasserstoff nehmen um weiter zu machen.

Bei dem Auftriebskraftwerk kann ich nun einmal 235J reinstecken und erhalte aus einem Zyklus 2735J. Die offensichtliche Idee ist nun, von 2735J 235J abzuzweigen um einen neuen Zyklus zustarten und die übrigen 2,5kJ dann ins Stromnetz einzuspeisen oder was auch immer. Dann haben wir also einen Prozess, der sich selbst erhält und dabei auch noch Energie abgibt. Das ist eine Perpetuum mobile erster Art.

Solche Prozesse wurden bisher in der Natur nicht beobachtet. Jeder Prozess der Energie "abgibt", wandelt diese Energie aus irgendeiner Form von "Treibstoff" um. Sobald dieser "Treibstoff" aufgebraucht ist, kommt der Prozess zum erliegen. Und bei dieser Umwandlung ist die Energie erhalten. Das heißt, man kann nicht mehr Energie aus dem Treibstoff extrahieren, als dieser enthält.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Kurt » Mi 18. Nov 2015, 22:03

Highway hat geschrieben:Bei der Kernfusion steckt man auch ein wenig Masse rein und bekommt eine riesige Menge an Energie raus. Damit hast du aber kein Problem, oder?


Und dann liegt dieser Haufen Energie in der Gegend rum und keiner will ihn haben.

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Re: Energie

Beitragvon Ernst » Mi 18. Nov 2015, 22:06

Highway hat geschrieben:Ernst, du gehst langsam einfach nur noch auf den Wecker. Du hast doch offensichtlich überhaupt nicht gelesen was der Mann geschrieben hat. Du entwickelst dich zunehmend zu einem inakzeptablen Diskussionspartner. Schwere Idiotie ist es wenn man nur das Maul aufreißt ohne überhaupt die Basis dafür zu haben. Bruggmüller hat die Gesetze der Physik angewandt, hat sich aber an einem Punkt geirrt. Gut. Du blöckst nur ohne Ahnung zu haben worum es überhaupt geht. Ziemlich primitiv, wie ich finde.

Ein Schwachsinn kann gar nicht groß genug sein, daß du ihm keinen Sinn abgewinnen kannst.
Aus nix kommt nix. Ist für dich schon zu hoch.
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Berechnung

Beitragvon rmw » Mi 18. Nov 2015, 22:06

Highway hat geschrieben:Wer meinst du denn liefert die Wärme wieder, wenn die Luft wieder expandiert auf ihrem Weg von unten nach oben durch die Wassersäule?

Was soll schon sein.
Wenn die Luft isotherm expandiert dann entzieht sie dem Wasser soviel Wärmenergie wie der Kompressor Wärmeenergie abgegegebn hat. Das Wasser wird kühler.
Wenn du den Kompressor mit dem Wasser aus dem Behälter kühlst dann hast du einen geschlossenen Wärmekreislauf.
Was du aus den Berechnungen schließt geht in Wirklichkeit aus den Berechnungen nirgendwo hervor. Du saugst dir deine Schlußfolgerungen aus den Fingern.

Wie gesagt wenn du alle Verluste berücksichtigst kommt wahrscheinlich oben so um die 20 % des Stroms heraus den man unten hinein gesteckt hat. Daran ändern deine völlig unberündeten Interpretationen einer Berechnung auch nichts.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon contravariant » Mi 18. Nov 2015, 22:25

Highway hat geschrieben:Was weißt du denn über Gravitation? So gut wie nichts. Alle anderen allerdings auch nicht! Der Punkt ist, dass Bruggmüller unfreiwillig, denn seine Intention war ja das Kraftwerk mathematisch zu widerlegen, ein Votum für das Kraftwerk ist. Er hat die physikalischen Gesetze korrekt angewendet, jedenfalls könnte ich derzeit kein Argument dagegen vorbringen, aber genau diese zeigen auf, dass Überschussenergie möglich ist. Das kann man doch nicht einfach mit irgend welchen platten Allgemeinplätzen abtun. Ein Physiker müsste doch eigentlich diese Diskrepanz aufgreifen und nach dem Fehler suchen.

Oder bist du der Meinung, dass Bruggmüller die physikalischen Gesetze falsch angewendet hat? Sind seine Ableitungen deiner Meinung nach in Ordnung, oder nicht?

Gravitation ist eine Kraft (genau wie die Auftriebskraft). Arbeit (Energie) ist nun, in linearer Näherung, Kraft mal Weg. Soll heißen, ich kann Wasser einen Berg hinunter fließen lassen und damit eine Turbine antreiben um Strom zu erzeugen. Analog kann ich Luft unter Wasser aufsteigen lassen und damit das Auftriebskraftwerk antreiben. Das Auftriebskraftwerk funktioniert nun in Analogie so, dass man Wasser den Berg hochpumpt und durch die Turbine wieder hinuter laufen lässt. Und die Behauptung dabei ist, dass die Turbine dann mehr Strom erzeugt, als zum hochpumpten benötigt wird. Da das aber niemand glauben würde, haben sie es halt umgedreht und nehmen die Auftriebskraft und verstecken ihr Perpetuum Mobile hinter expandierenden Gasen. Funktioniert trotzdem nicht.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon contravariant » Mi 18. Nov 2015, 22:37

Highway hat geschrieben:Contra, du brauchst keine Analogien zu finden. Bruggmüller hat die Physik die dahinter steckt eindeutig dargelegt. Bei der Volumenarbeit hat er sich leider, in seinem Sinn geirrt. Beantworte doch einfach mal die Frage. Hat Bruggmüller die Physik richtig angewendet oder nicht?

Dann werde die Jungs mit ihrem Auftriebskraft wohl die gesamte bekannte Physik widerlegen und scheiße reich. Man wird es sehen.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Kurt » Mi 18. Nov 2015, 23:28

contravariant hat geschrieben:Dann werde die Jungs mit ihrem Auftriebskraft wohl die gesamte bekannte Physik widerlegen und scheiße reich. Man wird es sehen.


Sie müssen doch Garnichts widerlegen, sie brauchen nur Leute zu finden die die Realität nicht sehen wollen.

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Re: Spaßratz rechnet vor

Beitragvon fallili » Do 19. Nov 2015, 08:16

Highway hat geschrieben:..........
In dieser Rechnung wird ein Volumen V1 von 0,15 m³ und einem Druck p1 von 100000 Pa (Umgebungsdruck) auf ein Volumen V2 von 0,125 m³ und einen Druck p2 von 120000 Pa (Überdruck) komprimiert. Dafür ist nach Bruggüller die Kompressionsarbeit E1 von rund 235 J, und die Volumenarbeit E2 von 2500 J, also insgesamt 2735 J, aufzubringen. Das Kraftwerk liefert E3 von 2735 J. Nach Bruggmüller ist die Energiebilanz Null.

Fakt ist aber auch, dass E2 in dem System nicht aufgewendet werden muss, wenn Kesseldruck und hydrostatischer Druck ausgeglichen sind. Das bedeutet, das System muss einmal einen Druck, welcher dem Druck im Wasser entspricht, aufbauen. Dafür ist einmalig Energie für die Kompression aufzuwenden. Danach wird lediglich weitere Energie benötigt um weitere Luft zu komprimieren, die dann ohne weiteren Energieaufwand ins Wasser strömt! E2 gehört also nicht in die Bilanz! (Siehe dazu auch Überströmversuch nach Gay-Lussac und Joule-Thomson-Effekt)
.....

Es ist alles schon viel früher erklärt worden aber damit mal Ruhe ist noch einmal von vorne - Du hast ja hier ein Beispiel mit konkreten Daten angegeben.
Nehmen wir den für Alle vorstellbare simpelsten Kompressor - eine Kolbenpumpe (also nix anderes wie ein Fahrradpumpe).

Damit es einfacher ist, lassen wir alle Wärmeeffekte und - verluste weg (könnte man ja irgendwie wiedergewinnen).

Damit Du den Druck in der Kolbenpumpe auf 120 000 Pa erhöhst, musst Du eine bestimmte Kraft aufwenden und den Kolben ein Stück reindrücken.
Über Energie = Kraft mal Weg also E = F*s kannst Du die Energie ausrechnen und es wird E1 von 235 J herauskommen (muss man natürlich integrieren da F ja nicht konstant ist).

Jetzt hast Du im Kolben den selben Druck wie im Wasser !!!!!!!!
Du musst aber ständig mit einer Kraft von 12 N / cm2 Kolbenfläche auf den Kolben drücken - machst Du das nicht, schiebt sich der Kolben wieder heraus.
Dann öffnen wir daher ein Ventil und wollen die Luft im Kolben in das Wasser unter das Auffanggefäß bringen.
Dazu müssen wir konstant mit dieser Kraft ( von 12 N /cm2 Kolbenfläche) auf den Kolben drücken bis der Kolben leer ist.

Je nach Kolbenfläche brauchen wir dabei bei großer Kolbenfläche viel Kraft und wenig Schubweg oder bei geringer Kolbenfläche wenig Kraft und viel Schubweg,
Aber die dabei aufzubringende Energie ist immer - laut Formel - E2 = F * s und wird immer 2500 J betragen.

Da "verschwindet" kein Energieanteil, nur weil in der Pumpe der selbe Druck herrscht wie im Wasser !!!!
Du vergisst, dass der Außendruck noch immer 10 000 Pa ist.

Nur wenn der Außenluftdruck selbst 12 000 Pa wäre, dann hättest Du recht.
Damit das wirklich unmissverständlich und den Letzen hier auch klar ist:

Im Wasser sind 12 000 Pa - in der Pumpe sind 12 000 Pa und der Außenluftdruck sei nun auch 12 000 Pa .
JETZT kannst Du den Kolben der Pumpe loslassen (F = 0) und er wird sich nicht bewegen.
JETZT kannst Du mit infinitesimal kleiner Kraft (F praktisch Null) den Kolben auch weiterschieben und die Luft wird in das Wasser reingedrückt, bei einem Energieaufwand von E = F * S = F * 0 = 0 ------ Also E2 gleich NULL.

JETZT könnte das Auftriebskraftwerk funktionieren, wenn wir nicht ein winzigkleines Problemchen hätten.
Der Druck im Wasser ist nämlich nur dann 12 000 Pa wenn die Schaufeln sich direkt an der Oberfläche befinden.
Dann haben wir die "wunderbare" Situation, dass das Auftriebskraftwerk Null Energie braucht damit die Luft reinströmt, mit dem "winzig kleinen Nachteil", dass die Schaufel schon an der Wasseroberfläche sein muss damit der Druck von 120 000 Pa herrscht - also der zurücklegbare Weg der Schaufeln ist Null und die "gewinnbare" Energie mit E = F*s ist halt leider auch Null.
Keine Energie E2 reingesteckt und daher auch keine Energie rauszuholen!!!!!!!!!!
Ganz so wie es jeder normale Mensch auch erwartet und wissen müsste.

Möchten wir bei einem Außenluftdruck von 12 000 Pa wieder 2 m unter der Wasseroberfläche die Luft in Auftriebsschaufeln reinkriegen, brauchen wir jetzt leider 14 000 Pa Druck im Kolben, weil der Druck in 2 m Wassertiefe halt ohne Zweifel 14 000 Pa beträgt.
Und schon haben wir die selbe Situation wie am Anfang oben beschrieben und es kostet wieder Energie E2 um die Luft ins Wasser zu kriegen.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Do 19. Nov 2015, 09:58

Highway hat geschrieben:Bruggmüller hat die Physik die dahinter steckt eindeutig dargelegt. Bei der Volumenarbeit hat er sich leider, in seinem Sinn geirrt. Beantworte doch einfach mal die Frage. Hat Bruggmüller die Physik richtig angewendet oder nicht?

Irgendwie bist du im falschen Film. Bruggmüller hat ja gerade nochmal vorgerechnet. daß das Auftriebskraftwerk keine überschüssige Energie liefern kann:
http://gaia.ws1.eu/files/Wirkungsgrad_eines_Auftriebskraftwerks_pb.pdf
Das heisst nicht, dass ein Auftriebskraftwerk der hier beschriebenen Art nicht funktioniert.
Es wird sich in Bewegung setzen, wenn man den Kompressor einschaltet. Es wird allerdings
niemals mehr elektrische Energie am Generator abgeben können, als der Kompressor
braucht.

Wieso denn berufst du dich mit deiner eklatant idiotischen These der "Energieerzeugung aus nix" gerade auf ihn?
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