Beobachten und Realität

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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Jan » So 10. Mai 2015, 14:08

Grundsätzlich würde ich sagen, daß es im Universum nichts gibt, was ruht. Alles ist in Bewegung.
Wenn etwas ruht, dann nur gegenüber ein definiertes Bezugssystem.
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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon fallili » So 10. Mai 2015, 14:52

Jan hat geschrieben:Wenn etwas ruht, dann nur gegenüber ein definiertes Bezugssystem.

Genau das ist ja das Problem. (Unbeschleunigte) Bewegung kann man immer nur gegen ein Bezugsystem definieren.

@Chief
Rotation hat meiner Meinung nach sehr wohl eine Bedeutung. Selbst wenn ich Mach hernehme und nicht mich als rotierend betrachte sondern sage, dass das ganze Universum um mich rotiert, kann ich Rotation in meinem eigenem System erkennen und feststellen (Fliehkräfte) ohne irgendetwas von dem System rund um mich zu kennen/sehen.
Wie eben bei allen beschleunigten Bewegungen.
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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Kurt » So 10. Mai 2015, 14:56

fallili hat geschrieben:
Jan hat geschrieben:Wenn etwas ruht, dann nur gegenüber ein definiertes Bezugssystem.

Genau das ist ja das Problem. (Unbeschleunigte) Bewegung kann man immer nur gegen ein Bezugsystem definieren.


Das Problem verschwindet wenn du es machst.

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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Kurt » So 10. Mai 2015, 15:10

All hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Nachdem momentan wohl keine Einigung über den Begriff Realität zu erzielen ist schlage ich einen anderen Weg vor.

Ich sehe eher das Problem, dass mit dir keine Einigung möglich ist ....


Und solange da keine möglich ist setze ich dieses hier fest:

Realität, das Wort Realität, steht stellvertretend/gleichbedeutend für "das Jetzt", also den Jetztzustand.
Dieser ist ja einmalig und eindeutig und kann somit als -Realitätszustand- verwendet werden.

Ist der Jetztzustand vorbei ist diese Realität obsoled, auch dann wenn dieser Zustand (wegen der Übertragungsdauer zu einem/vielen Beobachter) erst irgendwann übermittelt und dann erst gesehen wird.
Soll -diese- Realität bewertet werden ist klarzustellen um welche es sich handelt.
Nur so kann eine widerspruchsfreie Bezugsgrundlage erstellt werden.

Das dürfte die einfachste und sinnvollste Definition von "Realität" sein, denn es gibt dann nur diese eine und diese ist absolut eindeutig.
(als Anschauungsbeispiel wieder das einsame Atom, deren Zustand zu einem ganz bestimmtem Jetzt)

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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Kurt » So 10. Mai 2015, 15:26

Kurt hat geschrieben:Ist der Jetztzustand vorbei ist diese Realität obsoled, auch dann wenn dieser Zustand (wegen der Übertragungsdauer zu einem/vielen Beobachter) erst irgendwann übermittelt und dann erst gesehen wird.


Hier noch ein Anwendungsbeispiel damit das obige leichter Eingang ins Gedankengewebe findet:

Es blitzt weil -er- mit 50 in der 30 er Zone geblitzt wurde.
Der Belichtungsvorgang sei die Realität, der/dieser Realitätszustand. Dieser verschwindet wenn er abgeschlossen ist.
Kommt nun nach 3 Wochen das Bild ins Haus geflattert ist das nicht mehr die Realität dieses Vorgangs, sondern eine Realität die mit -barer Münze- einhergeht.

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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Kurt » So 10. Mai 2015, 17:10

Chief hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:@Chief
Rotation hat meiner Meinung nach sehr wohl eine Bedeutung. Selbst wenn ich Mach hernehme und nicht mich als rotierend betrachte sondern sage, dass das ganze Universum um mich rotiert, kann ich Rotation in meinem eigenem System erkennen und feststellen (Fliehkräfte) ohne irgendetwas von dem System rund um mich zu kennen/sehen.
Wie eben bei allen beschleunigten Bewegungen.

Nö, das kannst du nicht wenn "Raum" absolut leer ist. Fliehkräfte entstehen gerade wegen Bewegung gegen etwas Reales.


Und dieses Etwas das im "Raum" ist ist wohl sehr real, denn es ist es das das -magnetische- und das -elektrische- und das Lichtsignale weitergibt und dessen Weitergabegeschwindigkeit bestimmt und dafür sorgt dass das focaulsche Pendel so pendelt wie es pendelt und die Trägheit bei Beschleunigung hervorbringt.
All die vielen Ersatzeinführungen, die haufenweise erfundenen Felder usw. sind nur naive Feigenblätter um dieses Reale nicht zugeben zu müssen.
Auch dieses Naivverhalten, verbunden mit notwendigerweisen Märchenerzählungen wird vergehen.

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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon All » So 10. Mai 2015, 17:21

Kurt hat geschrieben:
Hier noch ein Anwendungsbeispiel damit das obige leichter Eingang ins Gedankengewebe findet:

Es blitzt weil -er- mit 50 in der 30 er Zone geblitzt wurde.
Der Belichtungsvorgang sei die Realität, der/dieser Realitätszustand. Dieser verschwindet wenn er abgeschlossen ist.
Kommt nun nach 3 Wochen das Bild ins Haus geflattert ist das nicht mehr die Realität dieses Vorgangs, sondern eine Realität die mit -barer Münze- einhergeht.


Ja Kurt, das ist aber eine idealisierte, systematisierte künstlich hergestellte „Realität“, die abhängig ist von Strukturen, die ordnungsspezifisch in Bezug auf einen isolierten Vorgang genutzt werden. Alles andere außerhalb dieses Vorgangs nimmt nicht mehr teil. Das hat mit “Realität“ nicht annähernd etwas zu tun. Hier wird lediglich die Natur für Spielchen benutzt. Du hast damit ein Strukturproblem erster Güte und merkst es nicht.

Deine Realität ist eine Märchenwelt, die du selbst konstruiert hast. Auch wenn du der Meinung bist, dass deine Märchenwelt weniger Märchen enthält als andere, bleibt es immer noch ein Märchen.

Deine Realität ist offenbar auch nur ein Märchen. Aber so hast du wenigstens was Eigenes. Gratuliere.

Kurt hat geschrieben:Geht's denn ohne Märchenwelt? Nein!!!
Meine Märchenwelt sollte weniger Märchen enthalten als andere, das ist mein Anspruch!
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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Kurt » So 10. Mai 2015, 17:38

All hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Hier noch ein Anwendungsbeispiel damit das obige leichter Eingang ins Gedankengewebe findet:

Es blitzt weil -er- mit 50 in der 30 er Zone geblitzt wurde.
Der Belichtungsvorgang sei die Realität, der/dieser Realitätszustand. Dieser verschwindet wenn er abgeschlossen ist.
Kommt nun nach 3 Wochen das Bild ins Haus geflattert ist das nicht mehr die Realität dieses Vorgangs, sondern eine Realität die mit -barer Münze- einhergeht.


Ja Kurt, das ist aber eine idealisierte, systematisierte künstlich hergestellte „Realität“

Nein, ich habe eine künstlich hergestellte Realität verwendet, würde es so verlaufen wäre es die reale Realität.

All hat geschrieben:, die abhängig ist von Strukturen, die ordnungsspezifisch in Bezug auf einen isolierten Vorgang genutzt werden. Alles andere außerhalb dieses Vorgangs nimmt nicht mehr teil.


Und, wenns nicht interessiert!, das ändert nichts daran dass alles andere auch real ist!!

All hat geschrieben: Das hat mit “Realität“ nicht annähernd etwas zu tun. Hier wird lediglich die Natur für Spielchen benutzt. Du hast damit ein Strukturproblem erster Güte und merkst es nicht.


Zeig halt deine Realitäten auf, mach ein Beispiel dazu.

All hat geschrieben:Deine Realität ist eine Märchenwelt, die du selbst konstruiert hast. Auch wenn du der Meinung bist, dass deine Märchenwelt weniger Märchen enthält als andere, bleibt es immer noch ein Märchen.


Und? es mag in deinen Augen eine Märchenwelt sein, ändert nichts daran dass Vorgänge real stattfinden und dabei real sind. Und wie das gehändelt werden kann habe ich anhand eines erfundenen Beispiels aufgezeigt.

All hat geschrieben:Deine Realität ist offenbar auch nur ein Märchen. Aber so hast du wenigstens was Eigenes. Gratuliere.


Danke, das ändert aber nichts daran dass umgangssprachlich ausgedrückt: "die Realität" existiert, und zwar in dem Sinne wie ich es notgedrungen festgelegt habe.

All hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Geht's denn ohne Märchenwelt? Nein!!!
Meine Märchenwelt sollte weniger Märchen enthalten als andere, das ist mein Anspruch!


Das ist er und den versuche ich zu erfüllen!

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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon All » So 10. Mai 2015, 17:50

Kurt hat geschrieben:Nein, ich habe eine künstlich hergestellte Realität verwendet, würde es so verlaufen wäre es die reale Realität.


Die reale Realität. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Ja Kurt, ist gut. Du hast Glück, dass Sprachmissbrauch kein Straftatbestand ist.
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Re: Beobachten und Realität

Beitragvon Jan » So 10. Mai 2015, 18:28

Da fällt einem die Dunkle Materie ein.
Wurde bisher nicht beobachtet.
Keiner weiß woraus sie besteht.
Aus dem Verhalten von sichtbarer Materie schließt man auf das Vorhandensein von DM.
Dies gilt als indirekter Beweis. Indiz
Die Existenz bzw. das Vorhandensein wird als real angenommen.
Vergebliche Suche gilt als Bestätigung.
So funktioniert die Wissenschaft um ART.
Wer widerspricht wird nicht ernst gnommen.
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