fallili hat geschrieben:Ich hab es ja schon gesagt - das absolut gleiche wie beim Zwillingsparadoxon und daher völlig gleich zu behandeln.
Du kannst Dir auch von dem bewegten Zwillimng einfach seine Zeit (und damit sein Alter) per Funk durchgeben lassen. Und dann wirst Du feststellen, das bei 0,886 c der Zwilling zwar schon nach Deiner Zeit 4 Jahre Jahre weg ist, er aber einen Wert von 2 Jahren durchfunkt. Und das ist es auch was Du mit einem "Fernglas" auf seiner Uhr siehst.
Dass die Lichtlaufzeiten berücksichtigt werden müssen ist klar - aber genau das ist das Ergebnis - Du glaubts und misst in Deinem IS, dass er 4 Jahre älter geworden sein muss - er kann beweisen dass er nur 2 Jahre älter geworden ist.
Da kannst Du Dich drehen und wenden wie Du willst, das sagt die SRT und da ist kein wie immer gearteter logischer Fehler drin weil es auch so ist.
Das ist nicht nur logisch falsch, sondern auch nicht die SRT ! Die ZD ist lt. SRT symmetrisch in beiden Inertialsystemen vorhanden, sowohl auf der Erde aus der Sicht des Raumschiffes als auch im Raumschiff aus der Sicht der Erde. Wenn Du behauptest, auf der Erde seien 4 Jahre vergangen und im Raumschiff erst 2, dann hast Du die Erde absolut gesetzt. Das ist sie nicht, denn aus dem Ruhesystem des Raumschiffs gesehen ist die Erde das bewegte System! Das ist eine symmetrische Situation und der Gang der Uhren in den beiden Systemen wird sich daher nicht unterscheiden!
Da auf diese Weise ein unterschiedlicher Zeitenlauf in den Systemen nicht zu erzielen ist, ist nach einer Lösung gesucht worden, welche diese Symmetrie bricht, und das ist nur möglich, wenn das Raumschiff umkehrt und somit das IS wechselt, wogegen die Erde dies nicht tut. Dabei werden diverse Varianten ohne Beschleunigungsphasen oder mit solchen diskutiert, wobei jedenfalls der Altersunterschied lediglich sprunghaft beim Umkehrvorgang des Raumschiffes entsteht. Darüber hinaus werden Lösungen aus der Reisezeit oder überhaupt Erklärungen mit der Allgemeinen Relativitätstheorie angeboten. In der Literatur findet man die unterschiedlichsten Lösungsvarianten, alle mit dem Ziel, das wunderbare Märchen vom jünger gebliebenen Zwilling aufrecht zu erhalten.
Der Ursprung dieses Märchens und der SRT schlechthin liegt bloß in der Uhrensynchronisation nach der Poincaré-Einstein Methode unter Annahme einer invarianten Signalgeschwindigkeit. Würde man auf diese Art die Uhren des GPS synchronisieren, würde das GPS nicht funktionieren, weil die Uhren nicht synchron wären. Man hält daher die Uhren des GPS mit einer anderen Methode synchron. Würde man im Zwillingsszenario die Uhr auf der Erde mit jener im Raumschiff mit der GPS-Methode synchron halten, wäre es vorbei mit dem hübschen Märchen von der unterschiedlich laufenden "Zeit". Was aber sollte man von einer Theorie halten, die sofort flach fällt, bloß weil man Uhren anders synchronisiert als sich das Einstein vorstellte?
Die SRT steht auf dem Boden Einsteinscher Synchronisation und Gleichzeitigkeitsdefinition. Richtet man sich nicht danach, fällt die SRT in sich zusammen. Die Lorentztransformation entstammt nicht aus einer Herleitung aus Beobachtungstatsachen, sondern ist eine Konstruktion mit dem Ziel einer invarianten Lichtgeschwindigkeit, die von vornherein als petitio principii hineingesteckt wird.
Lieber Fallili, Du bist in dieses Forum mit großen Verständnisproblemen bezüglich der SRT eingestiegen. Diese Probleme hast Du nicht gelöst sondern nun mit blindem Glauben an diese Theorie ersetzt. Dieses psychologische Phänomen ist bei vielen Menschen zu beobachten, die fürchten für dumm gehalten zu werden, weil sie die SRT nicht verstehen. Aber wenn sie die SRT "verstehen" würden, könnten sie auch erkennen, dass die Theorie bedeutungslos wird, wenn man anders synchronisiert als Einstein.
Auch wenn das Licht die mysteriöse Eigenschaft hätte, von jedem IS aus betrachtet gleich schnell zu sein, müsste man einsehen, dass es dann die denkbar schlechteste Methode ist, Uhren mit Lichtsignal-Laufzeiten zu synchronisieren. Man sollte sich eben etwas besseres ausdenken - wie es die GPS-Ingenieure ja schließlich auch getan haben.
Grüße
Harald Maurer