Harald Maurer hat geschrieben:deejey hat geschrieben:Macht man die Experimente einzeln nacheinander, dann verkürzt sich die Fallzeit zwar (minimal) für den Hammer, aber nicht weil er schneller fällt sondern weil ihm der Boden (minimal) entgegen kommt, sich die Fallstrecke bis zur Berührung also verkürzt.
Das ist falsch. Ob der Hammer und die Feder hintereinander fallen oder gleichzeitig, macht keinerlei Unterschied! Die Fallbeschleunigung des Zentralkörpers ändert sich nicht, wenn mehrere Körper fallen oder nur einer. Kommt der Boden einem fallenden Körper "entgegen", dann sind die Massenverhältnisse offenbar so, dass dieser fallende Körper eine so große Masse hat, dass er den Zentralkörper bewegen kann, er aber auch wegen der größeren Trägheit eine dementsprechend kleinere Beschleunigung erfährt. Im Bezug zum Boden wird er daher nicht schneller fallen. Das würde ja das Äquivalenzprinzip (Schwere Masse = Träge Masse) sofort in die Tonne befördern!
Das Fallgesetz lautet "Alle Körper fallen gleich schnell!" Dass dies nur der Fall wäre, wenn sie gleichzeitig fallen, wird man in keinem Physiklehrbuch finden!
"Alle Körper fallen gleich schnell!" ... das ist doch nur idealisiert denn der Unterschied der Fallzeit zwischen Dingen unserer Umgebung ist praktisch unmessbar und deshalb in Bezug auf astronomische Objekte vernachlässigbar klein. Aber Fakt ist doch dass zwei Massen sich
gegenseitig anziehen, d.h. z.B. der gemeinsame Schwerpunkt von Erde und Mond liegt
nicht exakt im Mittelpunkt der Erde sondern ist zum Mond hin verschoben... genau so ist es mit Mond/Hammer, nur ist der Effekt natürlich wesentlich geringer.
Folglich zieht der Hammer wenn auch minimal den Mond an, der ihm einen Tick entgegen kommt. Er kommt ja auch der Feder entgegen, nur noch weitaus geringer. Deshalb ist die Fallzeit des alleine losgelassenen Hammers minimalst kürzer. Das Äquivalenzprinzip wird dadurch
nicht verletzt, denn die Fallzeit ist einen Hauch geringer weil die Fallstrecke einen Hauch
kürzer ist.