Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 27. Apr 2014, 09:44

Harald Maurer hat geschrieben:Bild
Auf diesem Bild ist bereits eine Reflexion im Gange, die beim Phasenwinkel 0° begonnen hat! Das unterstützt Dein Argument leider nicht!

Aber doch, natürlich. Die Reflexion hat nirgendwo "begonnen" und endet nirgendwo. Das ist ein stetiger Prozess, wie gezeigt. Jeder einzelne Wellenpunkt wird nacheinander reflektiert

Und die blaue Welle trifft auch nicht am blauen Punkt auf die Welle, weil diese Amplitude nur eine grafische Umsetzung einer ansteigenden Spannung bedeutet. Oszis zeigen diesen Spannungsverlauf an, indem sie ihn in eine Elongation umsetzen, was im Zeitverlauf die Sinuskurve ergibt. Die scheinbar wandernden Felder gibt es aber nicht.

Doch die Wellen wandern; das siehst du an jeder Wasserwelle.Eine Welle ist kein Schwinger sondern ein Wanderer mit fester Gestalt..
Oszis zeigen Veränderungen über der Zeit, nicht den Verlauf über dem Weg. Und da ergibt sich der Grund für deien Mißdeutung: Wie bereits fb... mal sagte, du verwechselst eine Welle mit einer Schwingung: Eine Welle wird zwar aus phasenverschoben schwingenden Teichen gebildet. Aber die so gebildete Welle ist ein räumlich unverändertes Ding; da schwingt gar nichts mehr. Die Welle hat eine unverändert feste Gestalt und wandert auf einem Weg. Die Welle kannst du getrost durch einen sinusförmig gebogenen Draht ersetzen, der sich bewegt.
Die Welle besitzt entsprechend ihrer Gestalt eine mit dem Zollstock meßbare Wellenlänge λ. Und die Frequenz einer Welle bezüglich einem ruhenden Bezugspunkt bedeutet, wieviele Wellenlängen n an dem gewähleten Bezugspunkt in einer bestimmetn Zeitdauer hindurchlaufen. Und die Geschwindigkeit der Welle an diesem Bezugspunkt bedeutet, welcher Wellenzug n*λ in einem bestimmten Zeitraum diesen Bezugspunkt passiert. Daher lautet die allgemeine Wellenbeziehung auch

v=n*λ/t in Worten: Die Fortschrittsgeschwindigkeit einer Welle gegenüber einem beliebigen Bezugspunkt ergibt sich aus der Anzahl n der Wellenlängen pro Zeit, welche diesen Bezugspunkt passieren.

Und wie ich schon mehrmals schrieb (und was offenbar keiner liest), funktioniert ein Interferometer unter diesen Bedingungen bestens. Denn ein Interferometer misst Laufstreckenveränderungen! Alles, was die optische Wegstrecke verändert, wird zu einer zwecks Messung ausnützbaren Phasenverschiebung führen! Aber im MMI bleiben die Messarme unverändert! Hält man hingegen ein brechendes Material in einen Strahl, so entspricht das einer Weglängenänderung, weil das Licht darin langsamer läuft, was den selben Effekt wie eine Änderung der Weglänge hat. Außerdem gibt es da noch den Mitnahmekoeffizienten.

Also das ist ja alles ertstaunlich unzutreffend :!:
Ein Interferometer kann keine Strecken oder Streckenänderungen direkt messen. Und wieso ein dazwischengehaltenes Material die Wegstrecke verändern soll, bleibt auch ein geheimes Wunder. Nein, ein Interferometer mißt einzig Laufzeitdifferenzen :!:
Die können entstehen durch:
-Weglängenänderungen
-Dazwischengehaltenes Material, welches die Licht-Geschwindigkeit verändert
-Strömendes Medium
Und da das MMI ein Laufzeitdifferenzdetektor ist, kann es alle diese laufzeitverändernden Effekte messen. Auch im letzten Fall, der dem MMExperiment zugrunde liegt.

Deine ganze unzutreffende Reflexionsgeschichte geht ins Leere. Bewiesenermaßen. Denn gälte sie, würde auch im Sagnacinterferometer nichts meßbar sein :?:
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Zuletzt geändert von Ernst am So 27. Apr 2014, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 27. Apr 2014, 09:54

Harald Maurer hat geschrieben:Die Phasenverschiebung wird durch den veränderten Zeitlauf der Welle im Material und den dadurch zeitlich verschobenen Austritt aus diesem bewirkt.

Also nun doch aufeinmal doch "zeitliche" Verschiebung? Und eine zeitliche Verschiebung ergibt eine Phasenverschiebung?
Du hattest ja immer behauptet, die Laufzeit spielte gar keine Rolle :!:
Das Material dazwischen macht nichts anderes als ein Ätherstrom; es verändert die Laufzeiten.
Daß im Ätherstrom die Laufzeiten verändert werden, wurde ja wohl noch nie in Frage gestellt. Wäre ja auch eine katastrophale Verirrung.
Dann ist ja überraschenderweise alles klar. :)
MM funktioniert bestens.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » So 27. Apr 2014, 10:00

Chief hat geschrieben:Wenn sich das Medium bewegt dann bewegen sich auch die Felder. Die Welle wird auseinandergezogen oder zusammengedrückt (schwimmende Ente).

Und eine mit gleicher Geschwindigkeit nachschwimmende Ente wird von allem nichts bemerken. Auch hier gilt, dass die nachschwimmende Ente jede Welle nur dann registrieren wird, wenn sie bei ihr ankommt. Auch da treffen die Wellen im Rhytmus der Periodendauer ein! Unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit die beiden Enten schwimmen!

Das Interessante an dieser Sache ist, dass jemand so starr in seinen eigenen Vorstellungen verkrustet ist, dass er nicht im Geringsten versucht, die Argumente eines Anderen nachzuvollziehen, sondern immer nur Gegenargumente hervor kramt. Dabei kann er sich das schönste Eigentor schießen.
Denn zwei Enten, die hinter einander schwimmen, sind das einfachste Beispiel für diese Doppler-Kompensation. Die hintere Ente hätte keine Möglichkeit, vom Eintreffen der Wellen auf ihre Geschwindigkeit zu schließen. Denn Frequenz und Periodendauer bleiben konstant bei jedem v! Wenn zwei Paar Enten dies mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten machen, gibt es keinen Unterschied, vorausgesetzt die vorderen Enten verursachen mit ihrem Paddeln die gleiche Frequenz. Wenn er sich noch das Verhalten der em-Wellen an einem Spiegel dazu denkt, weiß er, dass es bei beiden Entenpaaren keine Phasenverschiebung bei einem Spiegel geben kann!
Wer gewillt ist, darüber nachzudenken, wird erkennen, wie es funktioniert!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 27. Apr 2014, 10:33

Harald Maurer hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Wenn sich das Medium bewegt dann bewegen sich auch die Felder. Die Welle wird auseinandergezogen oder zusammengedrückt (schwimmende Ente).

Und eine mit gleicher Geschwindigkeit nachschwimmende Ente wird von allem nichts bemerken. Auch hier gilt, dass die nachschwimmende Ente jede Welle nur dann registrieren wird, wenn sie bei ihr ankommt. Auch da treffen die Wellen im Rhytmus der Periodendauer ein! Unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit die beiden Enten schwimmen!

Das Interessante an dieser Sache ist, dass jemand so starr in seinen eigenen Vorstellungen verkrustet ist, dass er nicht im Geringsten versucht, die Argumente eines Anderen nachzuvollziehen, sondern immer nur Gegenargumente hervor kramt. Dabei kann er sich das schönste Eigentor schießen.
Denn zwei Enten, die hinter einander schwimmen, sind das einfachste Beispiel für diese Doppler-Kompensation. Die hintere Ente hätte keine Möglichkeit, vom Eintreffen der Wellen auf ihre Geschwindigkeit zu schließen. Denn Frequenz und Periodendauer bleiben konstant bei jedem v! Wenn zwei Paar Enten dies mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten machen, gibt es keinen Unterschied, vorausgesetzt die vorderen Enten verursachen mit ihrem Paddeln die gleiche Frequenz. Wenn er sich noch das Verhalten der em-Wellen an einem Spiegel dazu denkt, weiß er, dass es bei beiden Entenpaaren keine Phasenverschiebung bei einem Spiegel geben kann!
Wer gewillt ist, darüber nachzudenken, wird erkennen, wie es funktioniert!

Na, dann fang mal gleich an. Die stromabwärts vorausschwimmende Ente erblickt größere Wellenlängen als die stromaufwärts schwimmende Ente, welche kleinere Wellenlängen sieht. Die stromabfwärts schwimende Ente sieht die Wellen schneller auf sich zukommen und die stromaufwärts schwimmende Ente sieht die Wellen langsamer auf sich zukommen. Damit schüttelt es beide Enten mit der gleichen Frequenz. f=v/λ. Große Geschwindigkeit/große Wellenänge und kleine Geschwindigkeit/kleine Wellenlänge. Konstante Frequenz.
Geanau das "beweist" du immer wieder, obwohl niemand das bezweifelt.
Dein fataler Trugschluß liegt darin, daß du folgerst, auch die Wellenphase an beiden Enten müsse dann gleich sein. Die Wellenphase an beiden Enten ist aber allgemein unterschiedlch.

Ente spezial.png
Ente spezial.png (158.54 KiB) 3583-mal betrachtet


Das gilt natürlich für alle Äquidistanzen zur Mittelente, wie du hoffentlich nicht in Abrede stellen wirst.

Dein ausschließliches Herumreiten auf der konstanten Frequenz bedeutet überhaupt nicht, daß es dabei solche Phasendifferenzen gibt.
Geanau diese Phasendifferenzen werden im MMI gemessen. Die Ente ist ein kleines MMI. Man könnte aus der Phasendifferenz und den Wellenlängen die Bachströmung berechnen.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 27. Apr 2014, 10:36

Chief hat geschrieben:Die Phasenverschiebung ändert sich durch Drehung in diesem Fall nicht weil die Drehung keinen Einfluss auf Wellengeschwindigkeit hat. Wenn sich aber die Geschwindigkeit durch Drehung ändert (unterschiedlich für beide Messarme) dann ändert sich auch Phasenverschiebung.

Ganau. Wenn man während der Drehung das zwischengehaltene Glas entfernt, ergibt sich die Phasendifferenz.
Und im MMExperiment ändert sich während der Drehung die Laufzeit infolge der geänderten Richtung des Ätherstroms ins MMI.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Jürgen » So 27. Apr 2014, 10:53

Chief hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Wenn sich das Medium bewegt dann bewegen sich auch die Felder. Die Welle wird auseinandergezogen oder zusammengedrückt (schwimmende Ente).

Und eine mit gleicher Geschwindigkeit nachschwimmende Ente wird von allem nichts bemerken. Auch hier gilt, dass die nachschwimmende Ente jede Welle nur dann registrieren wird, wenn sie bei ihr ankommt. Auch da treffen die Wellen im Rhytmus der Periodendauer ein! Unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit die beiden Enten schwimmen!


Im gleichen Rhytmus schon, aber - und das ist das Entscheidende - die wellen kommen bei der nachschwimmende Ente früher an.


Warum?
Die vorauseilende Ente schickt diese Wellen aber auch um denselben Betrag verlängert ab. Die Paddelfrequenz bleibt konstant.
Aber die erste Ente bewegt sich ja weiter um denselbigen Betrag, wie die zweite der Ersten folgt.
Und das empfangene Signal wird sich auch nicht ändern, wenn die hintere Ente - bei konstantem Abstand zur ersten Ente - einen Kreisbogen um sie macht...sie quasi umschwimmt.

Gruß, Jürgen
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Jürgen » So 27. Apr 2014, 11:03

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Die Phasenverschiebung ändert sich durch Drehung in diesem Fall nicht weil die Drehung keinen Einfluss auf Wellengeschwindigkeit hat. Wenn sich aber die Geschwindigkeit durch Drehung ändert (unterschiedlich für beide Messarme) dann ändert sich auch Phasenverschiebung.

Ganau. Wenn man während der Drehung das zwischengehaltene Glas entfernt, ergibt sich die Phasendifferenz.
Und im MMExperiment ändert sich während der Drehung die Laufzeit infolge der geänderten Richtung des Ätherstroms ins MMI.
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Dazu musst du nicht das MMI drehen. Und da die Wegnahme des Glases bereits ohne Drehung sich schon zeigt, hat nur eine Drehung eben keinen Einfluss.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 27. Apr 2014, 11:04

Jürgen hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Die Phasenverschiebung ändert sich durch Drehung in diesem Fall nicht weil die Drehung keinen Einfluss auf Wellengeschwindigkeit hat. Wenn sich aber die Geschwindigkeit durch Drehung ändert (unterschiedlich für beide Messarme) dann ändert sich auch Phasenverschiebung.

Ganau. Wenn man während der Drehung das zwischengehaltene Glas entfernt, ergibt sich die Phasendifferenz.
Und im MMExperiment ändert sich während der Drehung die Laufzeit infolge der geänderten Richtung des Ätherstroms ins MMI.
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Dazu musst du nicht das MMI drehen. Und da die Wegnahme des Glases bereits ohne Drehung sich schon zeigt, hat nur eine Drehung eben keinen Einfluss.

Donnerwetter :!:
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Jürgen » So 27. Apr 2014, 11:27

Ernst, Sorry! Aber dein erster Satz - Wenn man während der Drehung das zwischengehaltene Glas entfernt, ergibt sich die Phasendifferenz - ist m.E. Blödsinn. Dazu muss es nicht erst gedreht werden.
Ein Donnerwetter zurück! :oops:

Das Glas zeigt dasselbe Ergebnis, wie wenn man einen Arm des MMI in seiner Länge verändern täte.
Aber das hat alles nichts damit zu tun, wenn man die Apparatur eben "nur" einer Drehung unterzieht.
Da gleicht sich alles wunderbar aus, solange die Entfernungen innerhalb des MMI konstant bleiben.
Ob mit Wind oder ohne. Ob mit Bewegung des MMI oder ohne.

Aber lassen wir's...kommt eh nur wieder ein dummer Kommentar.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » So 27. Apr 2014, 11:35

Jürgen hat geschrieben:Ernst, Sorry!

Chief hat geschrieben:Wenn sich aber die Geschwindigkeit durch Drehung ändert (unterschiedlich für beide Messarme) dann ändert sich auch Phasenverschiebung.

Und da hab ich kommentiert; wenn sich die Geschwindigkeit durch Drehung ändert (etwa infolge der Entnahme des Glases während der Drehung), dann gibts die Phasenverschiebung.
Daß sich in Abwesenheit von Ätherwind allein durch Drehung gar nichts ändert, ist profan.
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