Jocelyne Lopez hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
Im Übrigen ist das Argument von deejey richtig. Wir kennen die Gründe für Fritsches Freitod nicht. Spekulationen sind daher völlig unangebracht.
Ach ja, mindestens 7 Jahre tagtägliches brutalstes Cybermobbing, das noch dazu seine Existenzgrundlagen vernichtet hat, wogegen man sich nicht juristisch wehren kann, und wogegen Claus Fritzsche sich mit allen Kräften vor unseren Augen jahrelang gewährt hat, das ist für Dich eine "Spekulation" für einen Freitod? Wer kann so etwas durchhalten? No comment, Harald Maurer.
äh ... auch wenn du wie vermutet keinen Schimmer über die Gründe seines Freitodes hast und seinen Tod nur für deine Zwecke benutzt wollen wir festhalten, dass Fritzsche im Austeilen und Tricksen ein hartgesottener Profi war. Seine Existenzgrundlage finanzierten Hersteller von Homöopathischen Wundermitteln, dafür hat Fritsche Homöopathiekritiker mit allerlei Tricks öffentlich angegriffen. Falls der Geldregen der Wundermittel-Lobby also durch den Bericht der Süddeutschen 2012 tatsächlich versiegt ist, wäre das nur zu begrüßen.
Arzneimittelhersteller finanzieren einen Journalisten, der die Kritiker ihrer Produkte namentlich an den Netz-Pranger stellt. Bei jedem herkömmlichen Pharmakonzern wäre dies ein Skandal. Doch die Globuli-Hersteller sehen darin kein Problem, sondern einen "konstruktiven Dialog".
...
Googelt man den Journalisten Max Rauner, erscheint als einer der ersten Treffer eine Seite des Blogs des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). Der Titel: "Max Rauner glänzt mit Halbwissen über Edzard Ernst". Dem mehrfach preisgekrönten Journalisten Rauner wird in dem Beitrag schlechte Recherche und Verletzung seiner Sorgfaltspflicht als Journalist unterstellt. Rauner habe die Wahrheit für eine gute Story geopfert.
Was war Rauners vermeintliches Vergehen? Er hatte in dem Magazin "Zeit Wissen" ein Porträt über Edzard Ernst veröffentlicht, Professor für Alternativmedizin an der University of Exeter. Ernst erforscht Nutzen und Risiken alternativer Heilmethoden, unter anderem auch die der Homöopathie. Wie viele Forscher vor ihm auch kam er zu dem Ergebnis: Die Zuckerkügelchen wirken nicht besser als eine Scheinpille. Seitdem ist Ernst für Homöopathen ein rotes Tuch - so wie jeder, der die Zuckerkügelchen oder ihre Befürworter kritisiert.
Verantwortlich für den Beitrag über Max Rauner ist Claus Fritzsche. Kritisiert man Fritzsches Beiträge, reagiert er nach dem gleichen Muster und bastelt daraus gleich die nächste "Nachricht": "Jens Lubbadeh (Autor Süddeutsche) kritisiert DZVhÄ."
