Expansion des Universums

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Expansion des Universums

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Mär 2014, 09:57

1) Hast du nicht selber ein Beispiel genannt?
2) Wozu willst ausgerechnet DU das wissen?
3) siehe 4)

Kurz und bündig,

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » Mi 19. Mär 2014, 11:44

Schönes verdunkeltes Bild Yukterez,

wie auf dem Bild zu sehen ist:
Bild
Man findet sehr viele Sterne hinter Alpha Centauri und es ist unerheblich für die Falsifizierung der Lichtablenkung durch Gravitation, ob man kurz oder lang belichtet. Belichtet man nur kurz, sieht man eben nichts, sehr zum Vorteil der Verfechter der Mainstream-Meinung.

Würde ein Linseneffekt auftreten, müssten alle Lichtpunkte (Sterne) hinter Alpha Centauri verzerrt abgebildet werden, da minimale Winkelablenkungen der Lichtstrahlen auf 4,34 Lj Entfernung zu großen Verschiebungen führen. Man sieht aber keine Verzerrten Bilder sondern immer der normalen Physik gehorchende Abbildungen.

Gruß

McDaniel-77

P.S.: Möchte man die Lichtablenkung an Sternen/Massen messen, könnte man auch unsere Sonne oder den Mond dafür heranziehen, ist bedeutend näher dran, allerdings verringern sich die Verschiebungen natürlich extrem (Strahlensatz).
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Hannes » Mi 19. Mär 2014, 13:28

McDaniel,
Würde ein Linseneffekt auftreten, müssten alle Lichtpunkte (Sterne) hinter Alpha Centauri verzerrt abgebildet werden, da minimale Winkelablenkungen der Lichtstrahlen auf 4,34 Lj Entfernung zu großen Verschiebungen führen. Man sieht aber keine Verzerrten Bilder sondern immer der normalen Physik gehorchende Abbildungen.

Da eine Galaxie meistens eine linsenförmige Form hat, kann die Erscheinung von
bogenförmigen Ablenkungen des Lichtes einer Hintergrundgalaxie auch auf Lichtbrechung zurückzuführen sein. Genau wie bei einer Glaslinse.
Dass diese bogenförmigen Lichteffekte real sind, wirst du hoffentlich nicht bestreiten.
Hannes
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon fallili » Mi 19. Mär 2014, 14:03

McDaniel-77 hat geschrieben:...
Würde ein Linseneffekt auftreten, müssten alle Lichtpunkte (Sterne) hinter Alpha Centauri verzerrt abgebildet werden, da minimale Winkelablenkungen der Lichtstrahlen auf 4,34 Lj Entfernung zu großen Verschiebungen führen. Man sieht aber keine Verzerrten Bilder sondern immer der normalen Physik gehorchende Abbildungen.

Gruß

McDaniel-77

P.S.: Möchte man die Lichtablenkung an Sternen/Massen messen, könnte man auch unsere Sonne oder den Mond dafür heranziehen, ist bedeutend näher dran, allerdings verringern sich die Verschiebungen natürlich extrem (Strahlensatz).


Ich weiß nicht was Du mit "verzerrt" meinst. Was soll sich da "verzerren"? Die Gravitation von Alpha Centauri bewirkt höchstens eine Verschiebung der Sichtpunkte der Sterne rundherum.
Und wie willst Du entscheiden ob die Sterne rechts eigentlich 1 mm weiter links zu sehen sein sollten (und so weiter, radial rundherum)?

Die einzige Möglichkeit wäre es, das selbe Bild zu machen OHNE Alpha Centauri und dann zu schaun wo die Positionen aller weiter entfernten Sterne dann sind. Da es aber schwer wird Alpha Centauri zu entfernen - außer Mc-Daniel fliegt hin und verschiebt AC mal schnell ;) - und da die Umlaufbahn der Erde einen zu geringen Radius hat um auf die Entfernung noch genug Parallaxe hinzukriegen, ist aus dem Bild weder ein Beweis für noch ein Beweis gegen gravitative Ablenkung zu erkennen.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Hannes » Mi 19. Mär 2014, 15:20

Hallo Chief,
Das entscheiden die Relativisten!

Und warum sieht man keine Ringe von den Sternen die sich weit hinter Alpha C. befinden?

Relativisten sind keine Astronomen.
Vollständige Ringe sieht man sowieso nicht. Aber sichelförmige Lichterscheinungen, die aufgrund ihres
Helligkeitsmusters als Hintergrundgalaxien identifiziert werden können.
Hannes
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » Mi 19. Mär 2014, 16:26

Hi fallili,

klar können wir die Sterne nicht wegnehmen und dann einen Vorher-Nachher-Vergleich machen. Allerdings könnte man über Jahre hinweg immer wieder ein Bild machen, legt man dann die Bildserie an, könnte man selbst kleinste Abweichung mit bloßem Auge sehen.
Bild
Alpha Centauri A und B, so viel zum Doppelsternsystem. Beide Sterne können sich laut Wiki (http://en.wikipedia.org/wiki/Alpha_Centauri) auf etwa 11,2 AEs annähern, das entspricht 1.670.000.000.000 km.
Mit dieser Aussage habe ich bereits ein Problem, denn wenn man annimmt, Alpha Centauri A und B sind etwa sonnenähnliche Sterne, auch von der Größe, dann würde Alpha Centauri A (der blaue Stern) 1.000.000-mal zwischen Aphla Centauri A und B passen. Das Bild hat aber keine 1.000.000 Pixel zwischen A & B und die Sterne sind größer als 1 Pixel.
Bild
Das Bild ist 640 Pixel breit, im korrekten Maßstab dürfte Alpha Centauri A und B nur mit 0,00064 Pixel aufgelöst werden. Irgendwas stimmt doch da schon wieder nicht :mrgreen:

Grüße

McDaniel-77
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Chief Niveau

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Mär 2014, 18:33

Chief hat geschrieben:Und warum sieht man keine Ringe von den Sternen die sich weit hinter Alpha C. befinden?

Ich sehe auf dem Bild genug Ringe Bild

Bild, Yukterez
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon fallili » Mi 19. Mär 2014, 20:31

Wenn ich das mal auf die Schnelle google ist geplant die Lichtablenkung durch Proxima Centauri zu untersuchen wenn Proxima Centauri einem Hintergrundstern genügend nahe kommt.
( http://www.spektrum.de/alias/exoplaneten/auf-planetensuche-bei-proxima-centauri/1197201

hs-2013-22-a-print.jpg.1305880.jpg
hs-2013-22-a-print.jpg.1305880.jpg (333.46 KiB) 4265-mal betrachtet


Wie man aus dem Artikel liest, ist selbst bei dieser Nähe nur ein Ablenkung im Milli-Bogensekunden-Bereich zu erwarten.
Hier werden immer die Entfernungen unterschätzt, die auf den Bildern existieren.
Wie hier richtigerweise schon von Anderen festgestellt wurde gilt für die Gravitation ein 1 /r2 und das Licht muss daher schon (für astronomische Verhältnisse) verdammt nahe an Proxima Centauri "vorbeizischen" um da einen Effekt zu sehen.

@Mc-Daniel: Du gehst anscheinend immer noch davon aus, dass die "Flecken" etwas über die Größen der abgebildeten Objekte aussagt.
Daher noch einmal - bei diesen Entfernungen sind generell nur Punkte real zu sehen - das hier Flächen auftreten sagt gar nix aus - außer dass solche Bilder nicht so einfach zu machen sind wie ein Foto vom Haustier auf der Erde ;)
fallili
 
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Yukterez » Mi 19. Mär 2014, 21:22

fallili hat geschrieben:@Mc-Daniel: Du gehst anscheinend immer noch davon aus, dass die "Flecken" etwas über die Größen der abgebildeten Objekte aussagt.
Daher noch einmal - bei diesen Entfernungen sind generell nur Punkte real zu sehen - das hier Flächen auftreten sagt gar nix aus - außer dass solche Bilder nicht so einfach zu machen sind wie ein Foto vom Haustier auf der Erde

Sehr richtig. Pinzipiell taugen Bilder, auf denen nicht angeschrieben steht, welches FOV da überhaupt drauf ist, und wie lange und mit welchem Gerät belichtet wurde, recht wenig, um daraus irgendwelche Schlüsse über die abgebildeten Distanzen zu ziehen.

Die Einhaltung der akademischen Mindeststandards einfordernd,

Yukterez
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon McDaniel-77 » Do 20. Mär 2014, 01:01

Danke Chief! Du verstehst es wenigstens!

Lieber fallili,

vielen Dank für den Hinweis und den Link zur Untersuchung der angeblichen Lichtablenkung mittels Proxima Centauri. Hier ein Auszug aus dem Quellenlink:

...wenn Proxima im Oktober 2014 und Februar 2016 dicht an zwei Hintergrundsternen vorbeiziehen wird.
Dann beeinflusst das Schwerefeld von Proxima den Lichtweg der Hintergrundsterne, da seine Masse den Raum geringfügig krümmt und somit ihr Licht ablenkt. Dadurch verändern sich scheinbar die Positionen der Hintergrundsterne am Himmel, wenn Proxima in deren Sichtlinie gerät. Diese feinen vorübergehenden Änderungen lassen sich mit dem Weltraumteleskop Hubble messen. Auf Grund ihrer großen Nähe bewegt sich Proxima recht schnell über den Himmel und verschiebt ihre Position in 500 Jahren um die Breite des Vollmonds.


Vielleicht ist es ein Tippfehler, aber eine Verschiebung von der Breite des Vollmondes, kann man mit bloßem Auge sehen. Diese Verzerrung sind aber nicht zu sehen.

Und noch einmal, das was wir als Photos bekommen, sind angeregte Pixel auf einem Mikrochip. Allerdings muss Licht diese Pixel erreichen. Wenn Sterne nur die relative Größe eines Punktes hätten, wie ist es dann möglich, dass bei hochauflösenden Bilder, mehrere bis tausende von Pixeln aktiviert werden?

Auf dem HUDF-Bild kann man einzelne Galaxien sehen und das mit Details, welche nicht auf einer "Überbelichtung" basieren, sondern tatsächlich die Strukturen der Galaxie zeigen.
Bild
Quelle Wiki

Pixelanzahl und tatsächliche Größe sind perfekt korreliert. Das habe ich bereits bei den Jupitermonden bewiesen:
Bild
Wie man sieht, lässt sich die tatsächliche Größe sehr einfach ermitteln.

Grüße

McDaniel-77
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