Mikesch hat geschrieben:Im Ganzen einverstanden:
Die Ereignisrechnung besagt also nur, das sich das Myon in seinem IS auf seinen Ortskoordinaten bleibt, was ja kein Wunder ist, da das IS so festgelegt wurde, das das Myon in seinem Ursprung ruht. In der Tat gibt es so aus x2'-x1'=0 (Das Myon bewegt sich nicht) erst einmal keine Aussage zum Abstand der Erde.
So ist es.
Die zweite Ereignisrechnung besagt aber, dass das Myon 1,15µs lang nicht zerfallen sollte, um das Ereignis E2 zu erleben. Und da kommt wieder v in Spiel, weil somit die Strecke festgelegt ist, die das IS Erde sich dem IS Myon nähert: 346m
Und das entspricht auch der bekannten Lorentzkontraktion L' für ruhende Objekte L0: L' = L0/g
Und das ist der Kritikpunkt. Der zeitlich veränderliche Abstand ist ja nicht in einem IS,(etwa im Erd-IS) als ruhend anzusehen. Dann wäre er ja im Myonen_IS bewegt. Er kann auch nicht im Myonensystem als ruhend angesehen werden. Dann wäre er ja im Erdsystem bewegt. Es handelt sich eben nicht um ein konstante Länge, welcher man definiert Ruhe oder Bewegung in einem IS zuordnen kann.
Es ist immer nur ein Ende ruhend und das andere Ende bewegt.
Dieser Abstand hat in jedem IS einen Festpunkt und einen abschmelzenden zweiten Punkt. Man kann das in keinem Fall als bewegt oder unbewegt definieren. Vielmehr hat der Abstand eine vollsymmetrische Eigenschaft. Und ist daher invariant.
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