Frage zur Lorentz-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 8. Jan 2014, 17:46

Mikesch hat geschrieben:Im Ganzen einverstanden:
Die Ereignisrechnung besagt also nur, das sich das Myon in seinem IS auf seinen Ortskoordinaten bleibt, was ja kein Wunder ist, da das IS so festgelegt wurde, das das Myon in seinem Ursprung ruht. In der Tat gibt es so aus x2'-x1'=0 (Das Myon bewegt sich nicht) erst einmal keine Aussage zum Abstand der Erde.

So ist es.
Die zweite Ereignisrechnung besagt aber, dass das Myon 1,15µs lang nicht zerfallen sollte, um das Ereignis E2 zu erleben. Und da kommt wieder v in Spiel, weil somit die Strecke festgelegt ist, die das IS Erde sich dem IS Myon nähert: 346m
Und das entspricht auch der bekannten Lorentzkontraktion L' für ruhende Objekte L0: L' = L0/g

Und das ist der Kritikpunkt. Der zeitlich veränderliche Abstand ist ja nicht in einem IS,(etwa im Erd-IS) als ruhend anzusehen. Dann wäre er ja im Myonen_IS bewegt. Er kann auch nicht im Myonensystem als ruhend angesehen werden. Dann wäre er ja im Erdsystem bewegt. Es handelt sich eben nicht um ein konstante Länge, welcher man definiert Ruhe oder Bewegung in einem IS zuordnen kann.
Es ist immer nur ein Ende ruhend und das andere Ende bewegt.

Dieser Abstand hat in jedem IS einen Festpunkt und einen abschmelzenden zweiten Punkt. Man kann das in keinem Fall als bewegt oder unbewegt definieren. Vielmehr hat der Abstand eine vollsymmetrische Eigenschaft. Und ist daher invariant.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 8. Jan 2014, 18:14

Die genauere Berechnung der Zeit:

Auswertung der vorgeblichem Messung an Myonen im Erdsystem: Starthöhe x=10km, Auftreffhöhe 0km; Flugzeit 3,3353345340537655926889467013541e-5µs,
Startzeit 0µs, Auftreffzeit auf der Erde 3,3353345340537655926889467013541e-5 µs

Relativgeschwindigkeit Myon-Erde v=-0,9994c; g = 1/sqr(1-v²/c²)= 28,87184456102242327529861961622

Bezugssystem S = Ruhesystem der Erde.
Bezugssystem S' = Ruhesystem des Myons

Transformation der Startzeit und Auftreffzeit vom Erdsystem ins Myonensystem

t'=(t-vx/c²)*g
Startzeit des Myons:
t=0;x=10km; t1'= -v*10/c²*g= 3,3313333333333333333333333333333e-5µs *g
Auftreffzeit des Myons:
t=3,3353345340537655926889467013541e-5µs; x=0; t2'=3,3353345340537655926889467013541e-5µs*g
t2'-t1' = 4,0012007204322593556133680208e-8µs * 28,87184456102242327529861961622 =1,1552204525777112887058647200418e-6s
t2'-t1' = 1,16µs
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon DerDicke » Mi 8. Jan 2014, 18:46

Wir rekapitulieren:

Ernst hat geschrieben:Die Formel der LK gilt für eine in S ruhende Länge, welche dann in S' bewegt und dort kontrahiert ist.

Nur richtig, wenn S das Erdsystem ist. Die Atmosphäre ruht in S und ist in S' (Myonensystem) bewegt und nach LK-Formel kontrahiert.


Ernst hat geschrieben:Ist hier erfüllt; Die Länge vom Startpunkt der Erde im Myonensystem und dem Koordinatenursprung des Myonensytems ist eine ruhende Länge.

Nun ist plötzlich von einer angeblich in S' (Myonensystem) ruhenden Länge die Rede


Ernst hat geschrieben:Was bist du nur für ein yyy. Als Ruhesystem S setze aus gutem Grund ich schon seit gefühlten 100 posts das Myonenruhesystem. Nicht mal das konntest du schnallen.

So stimmt das ja wohl auch wieder nicht:
viewtopic.php?f=6&t=624&start=240#p66476
Ernst hat geschrieben:x'=(x-vt)*g
x1'=10km*g=270km
x2'=0,9994*c*30µs*g=270km
Das Myon ruht in seinem Ruhesystem konstant bei 270km.

Hier werden die gestrichenen Koordinaten dem Ruhesystem des Myons zugeordnet. Pech!

Es bleibt dabei: der Ernstel kriegt einfach nix auf die Reihe.



Ernst hat geschrieben:Und das ist der Kritikpunkt. Der zeitlich veränderliche Abstand ist ja nicht in einem IS,(etwa im Erd-IS) als ruhend anzusehen.

Das hat Ernst richtig kapiert.
Daher ist die LK-Formel in einem solchen Fall auch ungeeignet. Das kann oder will Ernst wiederum nicht kapieren.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 8. Jan 2014, 18:51

DerDicke hat geschrieben:Daher ist die LK-Formel in einem solchen Fall auch ungeeignet.

Ach nee, wer verkürzt denn denn die 10km von der Erde auf 600m im Myonensystem mittels der LK-Formel???????

Du hast 'ne Macke.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon fallili » Mi 8. Jan 2014, 20:19

@ernst

Möglicherweise gibt es, wie bei Bundestagswahlen, ein gesetzliches "Mindesttransformationsalter" von 18 Jahren.
Daher darf man die Zeit (z.B. 58 Microsekunden) vom Erdsystem ins Myonensystem transformieren - die Erde ist ja genügend alt.
Umgekehrt darf man die Zeit (2 Microsekunden) natürlich nicht ins Erdsystem transformieren, weil das Myon die gesetzliche Mindesttransformationszeit eindeutig nicht erreicht. ;)
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 8. Jan 2014, 20:46

fallili hat geschrieben:@ernst

Möglicherweise gibt es, wie bei Bundestagswahlen, ein gesetzliches "Mindesttransformationsalter" von 18 Jahren.
Daher darf man die Zeit (z.B. 58 Microsekunden) vom Erdsystem ins Myonensystem transformieren - die Erde ist ja genügend alt.
Umgekehrt darf man die Zeit (2 Microsekunden) natürlich nicht ins Erdsystem transformieren, weil das Myon die gesetzliche Mindesttransformationszeit eindeutig nicht erreicht. ;)

Möglicherweise? ;)

In einer Theorie, wo einmal die eine Uhr langsamer läuft als die andere und gleichzeitig die andere Uhr langsamer läuft als die eine, ist alles möglich.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Jondalar » Mi 8. Jan 2014, 21:13

Highway hat geschrieben: Wenn doch, dann ist die betreffende Uhr defekt!


Oder das Gehirn derer, die das glauben.

Manch einer glaubt, dass man über Wasser gehen kann, der nächste, dass 72 Jungfrauen im Paradies warten, wieder ein Anderer an Reinkarnation und wieder andere an Gummiuhren und -längen.

Ich weiss nur nicht, was diese Typen alle im Physik-Bereich des Forum suchen? Dafür gibt es doch Philosophie, oder?

Herzliche Grüße
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Mi 8. Jan 2014, 21:17

Highway hat geschrieben:Genau das ist eben nicht möglich und entlarvt den behaupteten unterschiedlichen Uhrengang als Märchen. Es sind lediglich falsche Messungen. Da läuft keine einzige Uhr unterschiedlich. Wenn doch, dann ist die Uhr defekt!

Die Uhren werden mathematisch dazu verdammt, so zu laufen, daß sie unter allen Umständen eine LG von c zu messen haben. Eine reale Uhr aber läßt sich mathematisch nicht vergewaltigen. Sie läuft und läuft stets im gleichen Takt. Sonst wär es ja auch keine Uhr, sondern ein "Stellwerk".
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Mi 8. Jan 2014, 21:42

Ernst hat geschrieben:Du hast 'ne Macke.

Wenn man die *richtige* Meinung vertritt, dann darf man auch Seiten lang andere Nutzer beleidigen.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Mi 8. Jan 2014, 21:57

Highway hat geschrieben:Wenn du nichts sachliches zum Thema beizutragen hast, dann solltest du dich aus der Diskussion heraus halten. An Relativisten Polemik sind wir nicht interessiert.

Anti-Relativistenpolemik (Ernst, chief, etc..) ist aber natürlich ok. Weil die beiden haben halt die *richtige* Meinung.
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