Frage zur Lorentz-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon julian apostata » Sa 21. Dez 2013, 10:08

Superluminar hat geschrieben:Auf der Erde steht ein 10 km hoher Berg, wie hoch ist dieser im Ruhesystem des Myons? (Nach der LT)


Hab ich doch grad wieder beantwortet! Zeile 2.

Die Highway-Ernstfraktion kann Zeile 1 nicht begründen.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=600&p=66049#p66049
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Harald Maurer » Sa 21. Dez 2013, 10:52

Superluminar hat geschrieben:Das Myon fliegt wie gehabt mit 0,994 c im Ruhesystem der Erde.
Auf der Erde steht ein 10 km hoher Berg, wie hoch ist dieser im Ruhesystem des Myons? (Nach der LT)

Nach LT wird der Berg im Ruhesystem des Myons gemessen mit 1,09380 km!
Im Erdsystem wird der Berg gleichzeitig bei t=0 gemessen.
Im Myonensystem wird der bewegte Berg ungleichzeitig über eine Strecke von x'= 91,4243324231 km gemessen, und zwar der Gipfel des Bergs erst nach 0,000303129 s. Setzt man t'=t, so muss man die Strecke, die der Berg innerhalb dieser Zeitspanne zurückgelegt hat, von der Gesamtstrecke abziehen. Also 0,000303129 s * o,994 c = 90,3305317 km. 91,4243324231 - 90,3305317 = 1,09380 km! Der Berg wird also im Myonensystem kontrahiert gemessen, weil er bewegt ist.

Bewegt sich ein Pion mit v=-0,994 c Richtung Erde und zerfällt, wenn es gerade den Berggipfel passiert, in ein Myon und im Erdsystem wird nun der Abstand zu diesem gerade entstandenen Myon gemessen, so misst man im Erdsystem nicht die Höhe des Bergs, sondern ein relativ bewegtes Koordinatensystem, das infolgedessen kontrahiert gemessen wird. D.h. im Erdsystem kann die Entfernung vom Erdboden zu dem mit dem Myonensystem bewegten Ereignis, dem Zerfall des Pions, nicht gleichzeitig gemessen werden. Es ergibt sich daher in symmetrischer Weise, dass die Entstehung des Myons in einer Entfernung von 1,09380 km gemessen werden müsste!

Der angebliche Beweis der ZD mit den Myonen beruht auf der irrigen Ansicht, dass mit der Ausdehnung der Atmosphäre (oder wie in diesem Beispiel des Bergs) auch das relativ bewegte Ereignis des Pionenzerfalls gemessen wird. Allerdings sind das zwei unterschiedliche Messungen, der Gipfel des Bergs ruht im Erdsystem, das zerfallende Pion aber nicht! Die Kinematik der SRT berücksichtigt die Ursachen für Ereignisse nicht und daher hat weder eine Messung des Bergs noch eine Messung der Atmosphäre eine Relevanz für die Messungen der Koordinatensysteme zueinander. Würde man also im Erdsystem das Ereignis selbst messen (und dies nicht mit der Ausdehnung der Atmosphäre einfach gleichsetzen, was nach SRT unzulässig ist, weil hier alles gemessen werden muss!), so müsste man die Entstehung des Myons in 1,09380 km messen, wie sich dies auch aus der Symmetrie der Effekte ergeben muss.

Mit der vollständigen SRT kommt es aber zu 2 Widersprüchen. Erstens müssten noch viel mehr Myonen auf dem Erdboden ankommen, weil ZD und LK zusammen wirksam werden, und zweitens hätten Rossi und Hall auf dem Mount Washington (1917 m!) gar keine Myonen messen können.

Die Annahme, Myonen könnten aus 10 km Entfernung den Erdboden erreichen, weil für sie statt 0,000033557756 s nur dilatierte 0,00000367054975 s verstreichen, ist von vornherein falsch, weil mit v=0,994 c in 0,00000367054975 s nur 1,0938 km zurückgelegt werden können. Aus diesem Grund muss die Entstehung des Myons auch genau in dieser Entfernung gemessen werden.
Wegen der beiden genannten Widersprüche ist der angebliche Beweis der SRT-ZD somit im Rahmen der SRT mit den Myonen gar nicht möglich.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Harald Maurer » Sa 21. Dez 2013, 11:11

Superluminar hat geschrieben:Gut, nun nächste Frage, auf dem Berg steht ein Bergsteiger, Entfernung zum Boden im Erdsystem sind 10 km.
Nach der LT ist die Entfernung des Bergsteigers im Ruhesystem des Myons 1,0938 km.

Richtig! Der Berg wird kontrahiert gemessen, und der arme Bergsteiger auch. Das wird wohl hoffentlich schmerzfrei für ihn sein ;)

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Titus » Sa 21. Dez 2013, 11:52

selbst gelöscht
Zuletzt geändert von Titus am Sa 28. Dez 2013, 08:30, insgesamt 1-mal geändert.
Titus
 
Beiträge: 21
Registriert: So 22. Jan 2012, 21:00

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Titus » Sa 21. Dez 2013, 13:31

selbst gelöscht
Zuletzt geändert von Titus am Sa 28. Dez 2013, 08:30, insgesamt 2-mal geändert.
Titus
 
Beiträge: 21
Registriert: So 22. Jan 2012, 21:00

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Titus » Sa 21. Dez 2013, 13:46

selbst gelöscht
Zuletzt geändert von Titus am Sa 28. Dez 2013, 08:29, insgesamt 1-mal geändert.
Titus
 
Beiträge: 21
Registriert: So 22. Jan 2012, 21:00

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon julian apostata » Sa 21. Dez 2013, 17:51

K=Erdsystem K’=Teichennsytem (Start bei Berggipfel=x=t=x’=t’=0)(s=10km=Erdbodenkoordinate)(v=0.994*c)(Teilchen ruht bei x’=0)

Harald Maurer hat geschrieben:Nach LT wird der Berg im Ruhesystem des Myons gemessen mit 1,09380 km!


Richtig, und das kann man auf furchtbar umständliche Weise berechnen, so wie uns Harald das jetzt vor führt.

Harald Maurer hat geschrieben:Im Erdsystem wird der Berg gleichzeitig bei t=0 gemessen.
Im Myonensystem wird der bewegte Berg ungleichzeitig über eine Strecke von x'= 91,4243324231 km gemessen


Das ist also das x’ hier unten.


Harald Maurer hat geschrieben:und zwar der Gipfel des Bergs erst nach 0,000303129 s


Das ist das t’ hier unten.


Harald Maurer hat geschrieben:so muss man die Strecke, die der Berg innerhalb dieser Zeitspanne zurückgelegt hat, von der Gesamtstrecke abziehen. Also 0,000303129 s * o,994 c = 90,3305317 km.


Also t’*v=s*v²/c²/wurzel(1-v²/c²)


Harald Maurer hat geschrieben:91,4243324231 - 90,3305317 = 1,09380 km!


x’-|v*t’|=s*wurzel(1-v²/c²)

Alles richtig, nur für das Myonenszenario völlig belanglos, weil’s viel einfacher geht!

Bild

Harald Maurer hat geschrieben:91,4243324231 - 90,3305317 = 1,09380 km!


Gegeben seien x=s und t’=0. Ergänze x’

Und s*wurzel(1-v²/c²) erhält man auf einem viel einfacheren Weg!

Bild

Ist doch so simpel und drüben hab ich‘s auch oft genug erklärt, deshalb ist mir absolut schleierhaft, wieso Superluminar jetzt noch mal in einem Extrathread nachfagen muß.

Der folgende Satz ergibt allerdings nicht den leisesten Sinn, wenn man sich nur das Unterstrichene betrachtet.

Harald Maurer hat geschrieben:Bewegt sich ein Pion mit v=-0,994 c Richtung Erde und zerfällt, wenn es gerade den Berggipfel passiert, in ein Myon und im Erdsystem wird nun der Abstand zu diesem gerade entstandenen Myon gemessen, so misst man im Erdsystem nicht die Höhe des Bergs, sondern ein relativ bewegtes Koordinatensystem, das infolgedessen kontrahiert gemessen wird. D.h. im Erdsystem kann die Entfernung vom Erdboden zu dem mit dem Myonensystem bewegten Ereignis, dem Zerfall des Pions, nicht gleichzeitig gemessen werden.


Das Pion zerfällt beim Berggipfel, der ist schon lange vorher mit 10 km gemessen worden, also zerfällt das Pion 10 km vom Erdboden entfernt.

Und wenn ich in einem Ruhesystem was messen will, dann brauch ich nicht auf Gleichzeitigkeit achten. Will ich die Länge meines Zimmers ermitteln, dann kann ich mir beim Maßstabanlegen alle Zeit der Welt lassen.

Und wenn an der linken Wand irgendein Teilchen auftaucht, dann weiß ich, es entstand 4 Meter von der rechten Wand entfernt, weil ich das Zimmer schon vorher ausgemessen habe.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Sa 21. Dez 2013, 18:36

Titus hat geschrieben: Und in welchen System die Ruhelänge zwischen Luftteilchen und Erde gemessen wird, muss ich ja wohl nicht mehr erwähnen.

Das ist ja die reinste Spinnerei.
Bekannt ist die Myonen-Lebensdauer im Ruhesystem des Myons. Bekannt ist, welche Strecke die bewegte Erde in der Ruhelebensdauer des Myons im Koordinatensystem des Myons zurücklegt. Nämlich 300m. Diese 300m ist eine Ruhelänge im Koordinatensystem des ruhenden Myons.
Wird diese Länge 300m ins bewegte Koordinatensystem der Erde transformiert, so ergibt sich dort eine Länge von 10m. Diese Länge müßte auf der Erde gemessen werden. Stattdessen wird vorgeblich eine Länge von 10km gemessen, welche dann unkontrahiert im Myonensystem 280km betragen muß.

Was soll dieser neue Thread; es ist ja alles gesagt.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Titus » Sa 21. Dez 2013, 19:06

selbst gelöscht
Zuletzt geändert von Titus am Sa 28. Dez 2013, 08:29, insgesamt 2-mal geändert.
Titus
 
Beiträge: 21
Registriert: So 22. Jan 2012, 21:00

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Sa 21. Dez 2013, 19:44

Titus hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Bekannt ist die Myonen-Lebensdauer im Ruhesystem des Myons. Bekannt ist, welche Strecke die bewegte Erde in der Ruhelebensdauer des Myons im Koordinatensystem des Myons zurücklegt. Nämlich 300m. Diese 300m ist eine Ruhelänge im Koordinatensystem des ruhenden Myons.

Nein, das ist nicht die Ruhelänge, sondern die kontrahierte Länge.

Elementarfalsch.
Solange du das nicht mal nachvollziehen kannst, ist alles weitere Unfug.
Wenn du im Erdsystem alles durcheinanderwürfelst; dilatierte Zeit und nichtkontrahierte Länge, dann ist das deine Privatphysik, aber nicht SRT.

Es ist bereits alles vielfach erklärt. Wer's immer noch nicht kapiert, muß das alles und die SRT Grundzüge nochmal nachlesen. Ständig den gleichen Unfug zu posten, ist ein müßiges Unterfangen.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Nächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 32 Gäste