Superluminar hat geschrieben:Das Myon fliegt wie gehabt mit 0,994 c im Ruhesystem der Erde.
Auf der Erde steht ein 10 km hoher Berg, wie hoch ist dieser im Ruhesystem des Myons? (Nach der LT)
Nach LT wird der Berg im Ruhesystem des Myons gemessen mit 1,09380 km!
Im Erdsystem wird der Berg gleichzeitig bei t=0 gemessen.
Im Myonensystem wird der bewegte Berg ungleichzeitig über eine Strecke von x'= 91,4243324231 km gemessen, und zwar der Gipfel des Bergs erst nach 0,000303129 s. Setzt man t'=t, so muss man die Strecke, die der Berg innerhalb dieser Zeitspanne zurückgelegt hat, von der Gesamtstrecke abziehen. Also 0,000303129 s * o,994 c = 90,3305317 km. 91,4243324231 - 90,3305317 = 1,09380 km! Der Berg wird also im Myonensystem
kontrahiert gemessen,
weil er bewegt ist.
Bewegt sich ein Pion mit v=-0,994 c Richtung Erde und zerfällt, wenn es gerade den Berggipfel passiert, in ein Myon und im Erdsystem wird nun der Abstand zu diesem gerade entstandenen
Myon gemessen, so misst man im Erdsystem nicht die Höhe des Bergs, sondern ein
relativ bewegtes Koordinatensystem, das infolgedessen
kontrahiert gemessen wird. D.h. im Erdsystem kann die Entfernung vom Erdboden zu dem mit dem Myonensystem
bewegten Ereignis, dem Zerfall des Pions,
nicht gleichzeitig gemessen werden. Es ergibt sich daher in symmetrischer Weise, dass die Entstehung des Myons in einer Entfernung von 1,09380 km gemessen werden müsste!
Der angebliche Beweis der ZD mit den Myonen beruht auf der irrigen Ansicht, dass mit der Ausdehnung der Atmosphäre (oder wie in diesem Beispiel des Bergs) auch das
relativ bewegte Ereignis des Pionenzerfalls gemessen wird. Allerdings sind das zwei
unterschiedliche Messungen, der Gipfel des Bergs
ruht im Erdsystem, das zerfallende Pion
aber nicht! Die Kinematik der SRT berücksichtigt die Ursachen für Ereignisse nicht und daher hat weder eine Messung des Bergs noch eine Messung der Atmosphäre eine Relevanz für die Messungen der Koordinatensysteme zueinander. Würde man also im Erdsystem das
Ereignis selbst messen (und dies nicht mit der Ausdehnung der Atmosphäre einfach gleichsetzen, was nach SRT unzulässig ist, weil hier alles
gemessen werden muss!), so müsste man die Entstehung des Myons in 1,09380 km messen, wie sich dies auch aus der
Symmetrie der Effekte ergeben muss.
Mit der vollständigen SRT kommt es aber zu 2 Widersprüchen. Erstens müssten noch viel mehr Myonen auf dem Erdboden ankommen, weil
ZD und LK zusammen wirksam werden, und zweitens hätten Rossi und Hall auf dem Mount Washington (1917 m!) gar keine Myonen messen können.
Die Annahme, Myonen könnten aus 10 km Entfernung den Erdboden erreichen, weil für sie statt 0,000033557756 s nur dilatierte 0,00000367054975 s verstreichen, ist von vornherein falsch, weil mit v=0,994 c in 0,00000367054975 s nur 1,0938 km zurückgelegt werden können. Aus diesem Grund muss die Entstehung des Myons auch genau in dieser Entfernung gemessen werden.
Wegen der beiden genannten Widersprüche ist der angebliche Beweis der SRT-ZD somit im Rahmen der SRT mit den Myonen gar nicht möglich.
Grüße
Harald Maurer