Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » So 1. Dez 2013, 23:21

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben: Nein, das Myon misst den Abstand zur Erde aus seinem Ruhesystem mit vt/γ ...
Die Position der Erde in S' ist völlig uninteressant.

Das ist ja nun interessant. Der Abstand zur Erde ist interessant, die Position der Erde aber nicht?
Die Position der Erde in S' ist der Abstand zur Erde. Was denn sonst?
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&p=65321#p65319

Die Position der Erde aus dem Ruhesystem des Myons ist vt/γ.
-vtγ ist deshalb nicht interessant, weil sie weder aus dem Ruhesystem der Erde noch des Myons ermittelt wurde.

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben: Die Erde in S' ist nicht ihr Ruhesystem, das Myon in S' dagegen schon. Das miteinander zu verwursteln ist falsch und bringt falsche Ergebnisse (Symmetriebruch und ÜLG).


Das tut niemand.


Doch, du! Du nimmst den Ort aus den Erdkoordinaten in S' und die Zeit aus den Myonenkoordinaten in S'.
Da werden gleich 2 Dinge miteinander unzulässig kombiniert: Koordinaten der Erde und des Myons werden vermischt, wobei die Koordinaten der Erde in S' nicht ihr Ruhesystem sind (im Gegensatz zum Ruhesystem der Myonenkoordinaten in S')

Erde in S': [-vtγ , tγ]
Myon in S': [0 , t/γ]

Du hast es aus meiner Darstellung sogar noch rot hervorgehoben!

Zu einer gleichen Zeit t in S existieren in S' an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Zeiten. An der Erde tγ und am Myon t/γ.
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&p=65321#p65320

Was in einem IS gleichzeitig ist, ist in einem anderen IS ungleichzeitig. Das ist trivial in der SRT. Die Zeit tγ ist keine Eigenzeit, ganz im Gegensatz zu t/γ.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Dez 2013, 00:06

DerDicke hat geschrieben:Das "fürchtet" der "Relativist" nicht, sondern das hat der "Relativist" vor Wochen getan. Sie hätten das nur lesen (und verstehen) müssen. Mit Hervorhebung:

Sie hätten meinen vorhergehenden Beitrag nur lesen und verstehen müssen, um zu erkennen, dass in diesem Beitrag nicht von einer Rück-Transformation die Rede ist!
Es bewegen sich zwei Koordinatensysteme zueinander und keines davon ist absolut. Die gleichzeitige Messung der Endpunkte einer Länge kann daher in jedem System angenommen werden, wonach diese Endpunkte im jeweils anderen System ungleichzeitig gemessen werden. Die LT ist aber eine enge Einbahnstraße, auf der nur im Rückwärtsgang zurückgekehrt werden kann. Ist eines der Systeme mal als Ausgangssystem für die LT gewählt, gibt's nur noch eine Rücktransformation aus den Werten des anderen Systems. Relativitätsprinzip leb wohl!
Aber leider ist schon die Grundannahme beim Myonenszenario verfehlt. Eine Uhr fällt gewissermaßen aus 10 km Höhe und misst die Fallzeit mit 0,0000011560 s. Da ist sie entweder superluminal gefallen oder sie ist kaputt. Oder sie kommt nicht aus 10 km Höhe. Auch bei Einstein ist Geschwindigkeit Weg / Zeit. Vergeht in einem bewegten Koordinatensystem die Zeit langsamer, repräsentiert durch eine langsamer laufende Uhr, muss ein ruhender Beobachter dieses Koordinatensystem verkürzt messen. Sonst gibt's ein Problem mit dem Postulat. 10 km sind zu lang für die Annahme einer mehr als 28-fachen Zeitdilatation in 0,0000011560 s!
julian apostata hat geschrieben: Folgende ist die Quintessenz der Rechnung und sie kann sowohl in freier Wildbahn als auch im Teilchenbeschleuniger bewiesen werden.
Bild

So wird im Ruhesystem Myon das bewegte Erdsystem gesehen! Die Erdbewohner müssten das Myonensystem ebenso sehen: dilatierte Zeit im kontrahierten Myonensystem. Ergibt LG c. Doch sie sehen 10 km und die "Uhr" Myon mit t'=t*sqrt(1-v²/c²) - wo nehmen sie t'=t*sqrt(1-v²/c²) denn eigentlich her? Das wird einfach angenommen! Doch t=0,000033376435381 s und t' ist demnach 0,0000011560 s. Und keiner merkt, dass eine Uhr in 0,0000011560 s mit v=0,9994 c nur rund 346 m zurücklegen kann! 8-)
Und was die ZD im Teilchenbeschleuniger anbelangt - auch da wird sie einfach nur angenommen ohne die Lorentzkontraktion zu berücksichtigen! Ich muss lachen, wenn ich daran denke, was für lustige Effekte herauskommen, wenn man auf die Kreisbahn der Myonen im Speicherring die LK ansetzt! Was man nämlich tun muss, wenn die ZD ihre Berechtigung haben soll! Macht aber keiner, sondern speziell in den Teilchenbeschleunigern hantiert man munter mit dem Lorentzfaktor herum ohne daran zu denken, dass in der SRT Raum und Zeit einander bedingen und dies nur mit der ZD plus der LK zum Ausdruck kommt und daher nichts ohne LT angenommen werden kann.
Eine mit v=0,9994c bewegte Uhr geht zwar lt. SRT 28,871 mal langsamer, aber welche Strecken welchen Zeiten entsprechen, ergibt sich durch die LT. Die Strecken können nicht beliebig angenommen werden.

Grüße
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Mo 2. Dez 2013, 00:37

Harald Maurer hat geschrieben:Eine Uhr fällt gewissermaßen aus 10 km Höhe und misst die Fallzeit mit 0,0000011560 s.


Das ist aber übel. Die Distanz misst du im Erdsystem (10km), die Zeit misst du im Myonensystem (1.1560μs).
Ernst tut genau das gleiche, nur sehr viel diskreter. Raus kommt aber derselbe superluminale Quatsch.

Liebe Kritiker. Vermengt doch nicht dauernd die Bezugssysteme. Die SRT ist kein Lego-Baukastensystem wo man alles wild durcheinander würfelt und ganz nach Belieben zusammensetzt.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Dez 2013, 10:20

Trigemina hat geschrieben:Das ist aber übel. Die Distanz misst du im Erdsystem (10km), die Zeit misst du im Myonensystem (1.1560μs).
Ernst tut genau das gleiche, nur sehr viel diskreter. Raus kommt aber derselbe superluminale Quatsch.

Diese Vermischung der Bezugssysteme ist schon den Forschern zuzuschreiben, die im Erdsystem einen relativistischen Effekt, nämlich die 28,871-fache Verlängerung der Lebenszeit eines Myons sehen wollen. D.h. sie erwarten dies, weil sich das Bezugssystem des Myons mit 0,9994 c relativ bewegt. Aufgrund einer durch den Lorentzfaktor berechneten ZD kommt also quasi eine Uhr, die in 10 km Höhe losfliegt, nach 1.1560μs am Erdboden an und würde diese Zeit auch anzeigen müssen, denn das Myon lebt ja noch und zeigt dies auf diese Weise an. Die Zeit ist also im Myonensystem langsamer vergangen.
Mich wundert es nun wirklich, dass Relativisten offenbar nicht wissen, was das stets gemeinsame Auftreten von ZD und LK eigentlich für einen Zweck hat. Es soll verhindern, dass ein ruhender Beobachter in einem bewegten System Werte ermittelt, aus welchen sich eine Verletzung des Postulats ergeben würden. Diese Werte müssen zur LG in seinem System passen, d.h. aus der Sicht des ruhenden Beobachters muss dieses Licht auch durch das bewegte System invariant mit c hindurch ziehen. Sieht der Beobachter in dem bewegten Koordinatensystem eine kleinere Zeit, muss daher auch das Koordinatensystem im selben Verhältnis kontrahieren - und aus ZD und LK ergibt sich die LG c, die ja im System des Beobachters vorliegt und in keinem System unabhängig vom Bewegungszustand anders sein kann.
Die Transformation der Werte im Erdsystem ergibt letztlich auch für die Sicht aus dem Myonensystem die richtigen Werte. Das Myon sieht das Erdsystem verkürzt und die Uhr darin langsamer laufen als seine eigene. Es sieht also aus dem vorhin genannten Grund beides: ZD und LK! Zeit und Länge passen zusammen, um die LG c zu ergeben. Wegen der langsameren Uhr im Erdsystem ist dieses auch kontrahiert. Das ist korrekt, denn in allen Längen, die sich aus der LT ergeben, muss die LG c betragen, d.h. es ist das Postulat, welches ganz bestimmte Längen - die allesamt ja Lichtlaufstrecken sind - erzwingt.
Nun kann ein Forscher im Erdsystem nicht einfach mit dem Lorentzfaktor eine ZD bei einer mit 0,9994 c bewegten Uhr berechnen und diese über beliebige Längen fliegen lassen. Ebenso, wie vorhin erwähnt, das Myon ein bewegtes Erdsystem sieht, sieht der Erdbeobachter ein bewegtes Myonensystem. Er kann - wenn er relativistische Effekte zu sehen vermeint - nichts anderes am Myonensystem sehen als das Myonensystem am Erdsystem sieht! Andernfalls wäre das RP verletzt! Die dilatierte Uhr, die vom Myonensystem aus gesehen wird, durchfliegt in 1.1560μs nur 346 m, weil das Postulat nichts anderes erlaubt. Nun nehmen die Forscher im Erdsystem an, im bewegten Myonensystem eine um den Faktor 28,871 langsamer laufende Uhr zu sehen weil das Myon eine um diesen Faktor verlängerte Lebensdauer hat. Sehen sie das Koordinatensystem des Myons nicht verkürzt, dann sehen sie ein System von 10 km Länge, das von der dilatierten Uhr in 1.1560μs durchmessen wird, also ein System, in welchem offenbar superluminale Geschwindigkeiten vorliegen. Und das kann und darf der Erdbeobachter eben nicht sehen! Wenn er schon glaubt, diese langsamere Uhr zu sehen, muss er mit der LT ermitteln, unter welchen Voraussetzungen er diese Uhr überhaupt sehen kann. Das gibt die LT von seinem Bezugssystem in das des Myons aber gar nicht her, da erfährt er nur, wie er vom Myon gesehen wird. Um überhaupt die langsamere Myonenuhr zu rechtfertigen, kann sich diese nur mit einer direkten LT vom Myonensystem in die Sicht aus dem Erdsystem ergeben. Und da kommt natürlich erwartungsgemäß heraus, dass die langsamere Myonenuhr auch mit einer Kontraktion des Koordinatensystems, in dem sie wahrgenommen wird, verbunden ist. Ebenso wie die dilatierte Uhr gesehen vom Myonensystem aus nur 346 m durchmessen kann, kann aus Sicht des Erdsystems die dilatierte Myonenuhr nur 346 m durchmessen. Der Erdbbeobachter kann ein relativ bewegtes IS niemals unkontrahiert sehen, wenn er die bewegte Uhr dilatiert laufen sieht. Und er kann ein bewegtes IS ohnehin nie anders sehen als zeitdilatiert und längenkontrahiert! Die 10 km können aber keine kontrahierte Länge sein, weil sie nicht zur dilatierten Uhr passen. Daher ist die Annahme, das Myon könnte in der langsameren Zeit diese 10 km in 1.1560μs durchfliegen, eben leider falsch - denn es verletzt das Postulat!
Wenn Relativisten Sinn und Zweck des untrennbaren Paars ZD und LK gar nicht wissen, ist leider zu erwarten, dass sie den Fehler in ihrer Grundannahme - 28,871-fach verlängerte Lebensdauer eines Myons über eine Strecke von 10 km - auch nicht bemerken. Es ist aber nach SRT eben unzweifelhaft so, dass die Myonenuhr in diesem Fall nur 346 m in 1.1560μs durchfliegen kann und darf, wenn c=const bewahrt werden soll. Man kann nicht einfach irgendwo eine zurückgebliebene Uhr aufklauben und anhand der Differenz eine beliebige Länge annehmen, die sie durchmessen hat, denn diese Differenz impliziert eine ganz bestimmte Flugstrecke, die sich aus der LT ergibt! Weil eben die Dauer der relativistischen Bewegung diese Differenz bestimmt und damit eben auch die Strecke! Ist die Uhr 28,871 mal langsamer, ist auch die Strecke um den gleichen Faktor kürzer. Nur mit der ZD alleine ohne LK herum zu rechnen, geht eben an der SRT vorbei. Und daher ist der sogenannte Beweis der ZD mit den Myonen leider ein Irrtum, weil nicht konsistent mit der SRT. Bewegte Koordinatensysteme werden immer längenkontrahiert gesehen und die Uhr in diesen läuft langsamer. Eine ZD alleine anzunehmen ist ein Fehler, der meist den Kritikern vorgeworfen wird. In diesem Fall begehen diesen Fehler die Relativisten selbst in ihrem Bestreben, die ZD der SRT zu beweisen. Aber das ist bei Relativeffekten von vornherein gar nicht möglich.

Grüße
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mo 2. Dez 2013, 10:58

Trigemina hat geschrieben:Die Position der Erde aus dem Ruhesystem des Myons ist vt/γ.
-vtγ ist deshalb nicht interessant, weil sie weder aus dem Ruhesystem der Erde noch des Myons ermittelt wurde.

Da hast du nwohl eine neue LT ausgegraben.
Die alte liefert die Erdposition in S':
x'(x=0;t)=(0-vt)γ=-vtγ

Du nimmst den Ort aus den Erdkoordinaten in S' und die Zeit aus den Myonenkoordinaten in S'.

Natürlich, weil das hier erforderlich ist. Der Ort der Erdkoordinate ist gleichzeitig der Abstand Myon-Erde und die Lebenszeit ist die Zeit am Myon.
Alles andere trifft die Sache nicht. Als Myonlebenszeit die Zeit auf der Erde zu setzen, wäre grotesk.

Zu einer gleichen Zeit t in S existieren in S' an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Zeiten. An der Erde tγ und am Myon t/γ.
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&p=65321#p65320
Was in einem IS gleichzeitig ist, ist in einem anderen IS ungleichzeitig. Das ist trivial in der SRT. Die Zeit tγ ist keine Eigenzeit, ganz im Gegensatz zu t/γ.

Das Ausweichen auf gleichzeitige/ungleichzeitige Ereignisse ist der allgemeine Verschleierungstrick dafür, daß unabhängig von Ereignissen in S' dort an jedem Ort eine andere Zeit vorhanden ist, wenn in S eine urtsunabhänige Zeit herrscht. Dieser Fakt, daß an jeder Stelle in S' die Uhren eine ungleiche Zeit anzeigen, wird immer wieder bestritten. Weil das ein fürchterlicher physikalischer Unsinn ist, welcher die SRT ad absurdum führt.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Mo 2. Dez 2013, 14:21

Harald Maurer hat geschrieben:Und keiner merkt, dass eine Uhr in 0,0000011560 s mit v=0,9994 c nur rund 346 m zurücklegen kann!


Und wieso soll das keiner merken? Das geht doch ganz klar aus der LT hervor.

Aufgrund deiner Vorgaben hab ich doch schon ausgerechnet, wann das Myon stirbt, nämlich zum Zeitpunkt t2'=t3'’

julian apostata hat geschrieben:s=10km

Bild


Bild



Bild





Bild


Bild


Eine ganz simple Rechnung zeigt doch, dass die Laufstrecke von -s bis 0 um den Wurzelfaktor (1-v²/c²) kontrahiert ist (im Myonensystem S’)

Und eine meterlangen Kommentare kannst du dir sparen, wenn du mir nicht konkret und kurz und knapp den Fehler in meiner Rechnung aufzeigen kannst.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Dez 2013, 16:31

julian apostata hat geschrieben:Und eine meterlangen Kommentare kannst du dir sparen, wenn du mir nicht konkret und kurz und knapp den Fehler in meiner Rechnung aufzeigen kannst.

Was ich mir in meinem Forum sparen kann, obliegt allein meiner Entscheidung! Ich schreibe hier auch für Mitleser, die unter Umständen mit ein paar hingeschmissenen Formeln nichts anfangen können!
julian apostata hat geschrieben:Eine ganz simple Rechnung zeigt doch, dass die Laufstrecke von -s bis 0 um den Wurzelfaktor (1-v²/c²) kontrahiert ist (im Myonensystem S’)

Das ist schon richtig. Aber weil die Laufstrecke kontrahiert ist, ist auch die Zeit um den Wurzelfaktor dilatiert! Muss so sein wegen c=const!
Laufstrecke 10 km --> 10*0,0346358196 = 0,346358196 km
Zeit t = 0,000033376435381 s -->0,000033376435381*0,0346358196 = 0,00000115602 s = Zeit t'
t_Laufstrecke 10 km/c=0,0000333564 s
Lichtlaufzeit t'= 0,0000333564*0,0346358196 = 0,000001155326582632 s
Kontrahierte Strecke / dilatierte Zeit:
0,346358196 / 0,000001155326582632 = c !

Nun nehmen die Forscher im Erdsystem an der bewegten Uhr beim Myon, das sich über 10 km bewegt, die ZD nach Formel t'=t*sqrt(1-v²/c²) an, was wie im obigen Fall aus Sicht des Myonensystems 0,00000115602 s ergibt. Ist aber die Zeit im Myonensystem dilatiert, muss auch die Strecke um den gleichen Faktor kontrahieren! Und die kann dann nicht 10 km sein, sondern muss ebenfalls kontrahiert auf 0,346358196 km gemessen werden! Weil andernfalls vom Erdsystem aus ein bewegtes Koordinatensystem gesehen wird, in welchem das Licht die 28,871-fache LG haben müsste! Man kann nicht einfach die ZD-Formel alleine anwenden, sondern die ZD muss sich aus einer LT ergeben! Mit welcher LT ergibt sich denn die Sicht aus dem Erdsystem auf eine um den Wurzelfaktor dilatierte Uhr im bewegten Myonensystem? Und wie lang darf die Strecke aus Sicht des Erdsystems sein, damit sich im bewegten Myonensystem die LG mit c ergibt?
Deine hier x-mal vorgeführte LT in das Ruhesystem des Myons ergibt die Sicht des Myons auf eine bewegte, daher dilatierte Uhr im Erdsystem. Und jetzt zeig mal vor, mit welcher Lorentztransformation Du auf eine ebenso dilatierte Uhr im Myonensystem aus Sicht des Erdsystems kommst!

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Mo 2. Dez 2013, 18:33

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Die Position der Erde aus dem Ruhesystem des Myons ist vt/γ.
-vtγ ist deshalb nicht interessant, weil sie weder aus dem Ruhesystem der Erde noch des Myons ermittelt wurde.

Da hast du nwohl eine neue LT ausgegraben.
Die alte liefert die Erdposition in S':
x'(x=0;t)=(0-vt)γ=-vtγ
Eingefügt aus viewtopic.php?f=6&t=600&p=65324#p65334

Nein, nichts Neues. Aus den Myonenkoordinaten in S'

S': [0 , t/γ]

folgt für die Entfernung der Erde in S' allereinfachste Arithmetik:

x' = v'*t/γ mit v'=-v

Und dass die Beziehung v'=-v gilt, wurde über die Erdkoordinaten in S' bewiesen:

S': [-vtγ , tγ] mit v'=-vtγ/(tγ)=-v

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Du nimmst den Ort aus den Erdkoordinaten in S' und die Zeit aus den Myonenkoordinaten in S'.

Natürlich, weil das hier erforderlich ist. Der Ort der Erdkoordinate ist gleichzeitig der Abstand Myon-Erde und die Lebenszeit ist die Zeit am Myon.


Das ist erstens alles andere als erforderlich, sondern eine Todsünde, Partialkoordinaten aus einem anderen Datensatz zu klauen; und zweitens könntest du doch endlich mal die Zeit tγ verwenden, die neben deinem -vtγ liegt.

Erde in S': [-vtγ , tγ]
Myon in S': [0 , t/γ]

Wieso ignorierst du diese Zeit t'=tγ eigentlich? Weshalb nimmst du lieber eine artfremde Zeit aus einem anderen Koordinatenpaar?

Damit kommst du bei mir nicht durch. Das ist Koordinatenpiraterie!

Das Ausweichen auf gleichzeitige/ungleichzeitige Ereignisse ist der allgemeine Verschleierungstrick dafür...


Was du jetzt uns Relativistinnen vorwirfst, praktizieren du und Harald doch gerade selber: Ihr räubert in fremden Koordinatenpaaren herum und setzt deren Werte in andere hinein. Und schwupps, schon haben wir Superluminalität.

Ist doch phantastisch, ist es nicht?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mo 2. Dez 2013, 20:02

Trigemina hat geschrieben: Das ist Koordinatenpiraterie!

Bild

Wieso ignorierst du diese Zeit t'=tγ eigentlich? Weshalb nimmst du lieber eine artfremde Zeit aus einem anderen Koordinatenpaar?
Damit kommst du bei mir nicht durch.

Du rechnest richtig, aber die falsche Aufgabe. Was macht man mit einem Schüler der 4+4=8 richtig rechnet, vom Lehrer aber die Aufgabe 4*4 bekam?
Wo steht denn geschrieben, daß man Koordinaten nur als Paar verwenden darf. Die Verwendung von einzelnen Koordinaten wird durch die Aufgabe vorgegeben.
Nehm ich meinen Herzschlag als Zeittakt und fliege zum Mond, dann benutze ich nach der Landung zur Geschwindigkeitsbestimmung die Anzahl meiner Herzschläge und die Distanz zur Erde.
Wie das Myon. Es zählt seinen Zerfallsherzschlag und betrachtet die Distanz zur Erde.
Wenn es also um die Lebensdauer des Myons geht, kann man nur so verfahren. Die Zeit wird am Myon gemessen. Die Entfernung Myon-Erde wird gemessen.
Du berechnest einfach nur die Geschwindigkeit der Erde im Myonensystem unter Verwendung einer Erduhr; war nicht gefragt.

Das Ausweichen auf gleichzeitige/ungleichzeitige Ereignisse ist der allgemeine Verschleierungstrick dafür...

Was du jetzt uns Relativistinnen vorwirfst, praktizieren du und Harald doch gerade selber: Ihr räubert in fremden Koordinatenpaaren herum und setzt deren Werte in andere hinein. Und schwupps, schon haben wir Superluminalität.
Ist doch phantastisch, ist es nicht?

Ja, ist ja SRT. :)

Hat aber nichts mit der Groteske einer ortsabhängigen Zeit zu tun.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mo 2. Dez 2013, 22:07

Trigemina hat geschrieben:Was du jetzt uns Relativistinnen vorwirfst, praktizieren du und Harald doch gerade selber: Ihr räubert in fremden Koordinatenpaaren herum und setzt deren Werte in andere hinein. Und schwupps, schon haben wir Superluminalität.

Das würden wir doch niemals wagen, Koordinatendiebstahl ist doch verboten!
Aber da hätte ich eine einfache Frage zur SRT:
Du gehst am Strand spazieren und plötzlich knallt vor Dir eine Uhr zu Boden. Du hebst sie auf und siehst, dass sie durch den Aufprall mit der Zeitanzeige 1,1560202 μs stehen geblieben ist. Jemand sagt Dir, dass die Uhr mit t=0 ihren Fall zur Erde begonnen hat und mit v=-0,9994 c unterwegs war. Welche Strecke hat die Uhr in Deinem Bezugssystem S zurückgelegt?
Wie lang wurde diese Strecke und welche Zeit im Bezugssystem S' der Uhr gemessen?
Und: kann die Uhr, die 1,1560202 μs lang mit 0,9994 c geflogen ist, eine Strecke von 10 km in Deinem Bezugssystem S zurückgelegt haben?

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