Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Beitragvon julian apostata » Do 5. Sep 2013, 12:47

Joachim Stiller hat geschrieben:Hab ich doch gar nicht behauptet. Allein Deine Formel ist falsch...


Die selben Formeln für die LT finden sich auch auf deinem Paper. Und genau die hab ich auch korrekt angewendet, im Gegensatz zu dir.

Außerdem zeigt dein spontanes Posting (keine 3 Minuten nach mir) dass du gar nicht über Gegenargumente nachdenkst…

…so nach dem Motto. Komm mir nicht mit Fakten, ich hab meine feste Meinung.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Beitragvon Joachim Stiller » Do 5. Sep 2013, 12:59

Ach so, jetzt sehe ich das Erst, Du bist bei meinem modifizierten Zwillingsparadox... Nun, es sind klassische Minkowski-Diagramme, die man natürlich lesen können musss... Um sie Dir nicht extra erklären zu müssen (dazu sieh die den letzten Text der 2. Schrift an) folgendes: Auch der zweite Zwwilling landet irgendwann auf der Erde, ist aber wenige rgealtert, als der erste. Da wirst Du mir sicherlich zustimmen. Aber wie willst Du das begründen. Einsteins Argumentation zum Symmetriebruch funktioniert hier nicht, weil es sich um zwei völlig gleiche Raumschiffe und um völlig symmetrische Geschwindigkeiten handelt... Ich bin gespannt...

Gruß Joachim Stiller Münster
Joachim Stiller
 
Beiträge: 302
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 13:57
Wohnort: Münster

Re: Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Beitragvon realitätsphysik » Mo 9. Sep 2013, 15:36

Hallo Joachim Stiller,

nur ein Zwischeneinwurf bzw. Literaturhinweis zu Deiner Theorie weil er hier bisher nicht kam, und auch ohne auf weitere Details einzugehen:
Mansouri R., Sexl R.: A test theory of special relativity: I. simulateneity and clock synchronization. Gen. Rel. Grav. 8 (1977), 497–513.
(u.a. hier verlinkt: http://www.mahag.com/download/mansouri_sexl.pdf)
Das ist absolut etablierte und orthodoxe Literatur, die man bis heute straflos z.B. in Nature zitieren darf.
Darin heißt es unter anderem auf S. 9 bzw. 505:
... we may say that the following statement is in perfect agreement with all
experimental evidence: A preferred system of reference, the ether system,
exists.

Ich denke das ist relevant bzw. vielleicht nützt das hier.
Grüße rp
realitätsphysik
 
Beiträge: 88
Registriert: Mo 24. Jun 2013, 15:00

Re: Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Beitragvon Joachim Stiller » Mo 9. Sep 2013, 15:51

Ich spreche zwar Englsich aber so schlecht, dass ich bei wissenschaftlichen Texten praktisch kein Wort mehr verstehe. Von R. Sexl und H. K. Schmitt habe ich aber den kolleg-Band "Relativitätstheorie" im Regal stehen. Darin erweist sich gerade Sexl als augesprochener Vertreter der klassischen RT nach Einstien. Daher kann Sexl für mich absolut kein Thema sein. Anders wäre es gewesen, wenn Du jemanden verlinkt hättest, der vor mir bereits die Annahme eines absoluten Bezugssystems offensiv vertreten hätte... Was die klassische RT zum Zwillingsparadox sagt, ist mir absolut in Fleich und Blut bergegangen. Und trotzdem hat die Einstien-Mafia in dieser Frage unrecht. Und das weise ich jeder Zeit nach...

Gruß Joachim Stiller Münster
Joachim Stiller
 
Beiträge: 302
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 13:57
Wohnort: Münster

Re: Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Beitragvon realitätsphysik » Di 10. Sep 2013, 09:25

@Joachim Stiller
Vielen Dank für Deine freundlichen Antworten! Sexl ist ein wunderbares Beispiel für einen m.E. aufrichtigen Wissenschaftler, der die RTen so gründlich in zustimmender Weise bearbeitet hat, dass er gewissermaßen hinten wieder rausgefallen ist. Er hat einige (auch deutsche) Bücher geschrieben, in denen manche Zeile steht, die RT-Hardliner ziemlich erschüttern würden - wenn sie das denn konsequent weiterdenken wollten/könnten. In den GOMueller-Sammlungen müsste man die entsprechenden Verweise finden. An Sexl (nicht Saxl übrigens!) zeigt sich sehr schön, dass die RT-Kritik eine deutlich subtilere Angelegenheit ist, als es hier mitunter den Anschein erweckt. Pro und Contra ist da z.T. ziemlich nah beieinander. Dingle hatten wir ja schon, der hatte einen ähnlichen Lebensweg. Ich kann das biographisch nicht genau belegen, aber ich habe den Verdacht, dass auch Sexl ziemliche innere Kämpfe ausgestanden hat wegen der Widersprüche seiner Disziplin (siehe z.B. sein früher Tod).

Zu Deinem Postulat eines absoluten Bezugssystem: Es tut mir leid, Dir sagen zu müssen, dass diese Idee unter den RT-Hardlinern der Akademien mit einem "wissen wir längst" abgekanzelt würde. Und es stimmt auch, dass das manche dort wissen, weil die Lorentz-Transformation zwischen zwei Bezugssystemen eine Art absoluten Ruhepol hat (siehe Zitat oben oder hier http://de.wikipedia.org/wiki/Lorentzsche_%C3%84thertheorie ). Offensiv vertreten haben das in der "Community" diverse Leute, z.B. eben Lorentz selbst bis zu seiner Bekehrung zur SRT. Aber die meisten haben das nicht sehr lange gemacht, weil so einer bald nicht mehr Ernst genommen wird (Eiferer schätzt man im "Club" nur, wenn sie auf Linie bleiben, ansonsten werden sie sehr "höflich" zum Schweigen gebracht).

Die Lorentz'schen Äthertheorie ist eine reine Deutungsalternative zur SRT und formal so gut wie identisch. Das ist nämliche die tückische Spezialität der SRT: man kann mit ihr sehr gut "Sichtweisen" bzw. Deutungen aus dem Hut zaubern. Und je vertrackter eine Theorie, desto "freier" muss man ihre formalen Elemente "deuten". Tragischerweise bieten unsinnigen Theorien besonders viel Spielraum...

Das gilt erschreckenderweise für SÄMTLICHE mathematischen Theorien. Mathematik ist heutzutage eine Wissenschaftler-ABM. Gegen diesen vernichtenden Befund wird oft angführt, dass unsere Technik aber doch so gut funktioniere WEGEN dieser Theorien. Jedem/r, der/die das glaubt, empfehle ich, mal einen praktizierender Techniker zu befragen, am besten aus der Hochfrequenztechnik, und am besten einen, der Mathematik nicht schon von Haus aus hasst.

Mit Gruß aus dem Labor der
realitätsphysik
realitätsphysik
 
Beiträge: 88
Registriert: Mo 24. Jun 2013, 15:00

Re: Meine Neubegründung der Relativitätstheorie

Beitragvon Joachim Stiller » Di 10. Sep 2013, 10:57

@ realphysiker,

danke für Deinen aufschlussreichen ud durchaus wohlwollenden Beitrag... Mag sein, dass ich eine gewisse Nähe zur Äthertheorie von Lorenz habe, alerdings kommt es mir auf den Äther selbst nicht an, sondern nur auf das absolute Bezugssystem. Dass Einstein den Äther über Bord warf, war sicherlich eine Kluge Entscheidung. Nicht klug hingegen war es, auch noch das absolute Bezugssystem über Bord zu werfen. Aber das konnte Einstein natürlich nicht wissen. Von seinem Standpunkt aus "musster" er praktisch so handeln, wie er tat... Daraus würde ich ihm eigentlich keine Vorwurf machen wollen. Aber als man bei der Untersuchung der kosmsichen Hintergurndstrahlung die Dipolansiotropie fand, mit deren Hilfe eine relative "Eigenbewegung" der Galaxis (Milchstraße) im Raum genauestens gemessen und bestimmt werden konnte, hätte man eigentlich hellhörig werden müssen. Dieses Phänomen ist nämlich nur erklärber, ich meine wirklcih plausibel erklärbar, wenn man eine Relativbewegung zu einem absolutne Bezugssystem unterstellt, wobei das absolute Bezugssystem dann der (ruhend gedachte) Raum selbst ist. Ich meine, es wird immer nur gesagt, auch in Wiki-Artikeln, man hätte durch die Untersuchungen von COBE usw. festegestellt, dass es winzige Ungleichförmigkeiten in der kosmsichen Hintergurndstrahlung gibt, die Hintergundstrhalung sei eben "nicht" gnaz homogen. Das es da einen viel größerne Efffekt der "Anisotropie" gibt wird heute konsequent unterschlagen und ausgeblendet. Und dabei hat sich die Komsologie diesen Effekt längst zunutze gemacht, um die exakte Relativbewegung der Milchstraße "im an sich ruhenden Raum" zu bestimmen... Mit welchem Recht sollte man das denn durchgehen lassen? :D

Hier einmal die in meiner Jugend veröffentlicheten Simulationen auf Grund dere COBE-Daten: Für die zweite Graphik wurde die Dipolanisotropie der ersten Graphik "herausgerechnet". Für die dritte Graphik wurde auch noch das Wärmeband der Milchstraße "herausgerechnet"...

http://www.scilogs.de/kosmo/gallery/6/C ... lkyway.gif

Gruß Joachim Stiller Münster
Joachim Stiller
 
Beiträge: 302
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 13:57
Wohnort: Münster

Vorherige

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 35 Gäste