Highway hat geschrieben:ich gehe gedanklich von der nachfolgend dargestellten Situation aus:

Die Massen m1 und m2 werden in Bezug zur Oberfläche m3 dieselbe Fallgeschwindigkeit bzw. Fallbeschleunigung haben! Das bezieht sich jeweils auf die Massenmittelpunkte, es versteht sich daher von selbst, dass die größere Masse m2 die Oberfläche von m3 früher berühren wird!
Um das zu verstehen, betrachte man zuerst nur das System m1 - m3 und denke sich die Masse m2 mal weg. Es ergibt sich zwischen m3 und m1 eine bestimmte Fallbeschleunigung ungeachtet der Masse m1. Es spielt nun keine Rolle, ob das Massensystem m1 - m3 im Weltraum
ruht oder sich bewegt, in allen Fällen bleibt die Fallbeschleunigung in Bezug zur Oberfläche m3 konstant, egal ob sich das gesamte System in Richtung m1 oder in Richtung m3 bewegt. Die Erde bewegt sich z.B. um die Sonne mit 30 km/s, dennoch ist die Fallbeschleunigung in Richtung dieser Bewegung genau dieselbe wie in Gegenrichtung! Es spielt also für die Masse m1 keine Rolle, ob sich die Masse m3 bewegt oder nicht, weil im Gesamtsystem sich die Fallbeschleunigung immer auf den Mittelpunkt von m3 beziehen wird. Das gleiche gilt aber auch für die Masse m2, auch hier wird die Beziehung zwischen den Massen, die eine bestimmte Fallbeschleunigung bewirkt, durch Bewegung nicht verändert. Das heißt, absolut gesehen - wie zum Beispiel in Richtung der Erdbewegung oder in die Gegenrichtung, ergeben sich unterschiedliche Fallgeschwindigkeiten etwa in Bezug zur Erdbahn, in Bezug zur Erdoberfläche selbst bleiben sie aber konstant.
Könnte man experimentell zeigen, dass die Massen m1 und m2 unterschiedliche Fallbeschleunigungen aufweisen, wäre das Äquivalenzprinzip widerlegt. Das wäre eine Weltsensation!
Im Kurztext: zieht die Masse m2 die Masse m3 etwas zu sich, dann zieht die Masse m3 die Masse m1 um denselben Betrag ebenso mit, sodass die Fallbeschleunigung in Bezug zu m3 unverändert bleibt. Ergo: stets gleiche Fallbeschleunigungen links und rechts von m3.
Grüße
Harald Maurer