Mathematik und Jondalar

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Energie

Beitragvon Jondalar » So 11. Aug 2013, 20:46

rmw hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Damit ist aber die Überlichtgeschwindigkeit mit einem "normalen" Treibwerk in Gefahr!

Nur dann wenn die notwendige Energie für die Beschleunigung so überporotinal zunimmt wie von der RT behauptet.
Dafür gibt es aber keinen Nachweis.


Selbst IN der RT bewegt sich das Raumschiff in seinem eigenen IS und steht somit immer still. Es kann immerzu beschleunigen, so lange es Treibstoff hat. Für das Raumschiff müsste das restliche Universum an Masse zunehmen, weil es sich gegen das RS bewegt.

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Energie

Beitragvon Jondalar » So 11. Aug 2013, 21:27

Chief hat geschrieben:Genau und die Energie die dabei zu Masse kondensiert heißt Apostataenergie! :mrgreen: Aber diese Energieumwandlung kann man nur dann sehen wenn man die ganzen "Vorgänge" vom ruhenden Bezugssystem aus betrachtet! :lol:


Dann darf man also nach der Apostataenergieregel davon ausgehen, dass ständig Raumschiffe mit c herumflitzen und daher den Raum regnen lassen. Endlich blicke ich durch, man lernt ja nie aus.

Herzliche Grüße
8-)
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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon All » Mo 12. Aug 2013, 07:42

Highway hat geschrieben:Richtig. Auf der Erde stützt jedes Teilmasse die nächste, in der ISS stützen sich die Teilmassen untereinander nicht mehr wie auf der Erde, weil die Zentrifugalkraft die Gewichtskraft jeder Teilmasse kompensiert. Mathematisch ist es im Ergebnis gleich, aber physikalisch völlig anders.

Grüße


Philophisch gesehen könnte man auch sagen, dass man hier auf der Erde deshalb Druckstellen am Hintern bekommt, wenn man zu lange sitzt.

Man sollte doch mal auf die Philosophen hören, die können sogar erklären warum Pi unendlich ist.

Gruß


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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon All » Mo 12. Aug 2013, 09:02

Highway hat geschrieben:Richtig. Auf der Erde stützt jedes Teilmasse die nächste, in der ISS stützen sich die Teilmassen untereinander nicht mehr wie auf der Erde, weil die Zentrifugalkraft die Gewichtskraft jeder Teilmasse kompensiert. Mathematisch ist es im Ergebnis gleich, aber physikalisch völlig anders.


Das bestätigt doch aber auch das, was ich eingangs sofort im ersten Beitrag dieses Threads geschrieben habe:

Mathematik legt die Relation zwischen den Strukturen fest. Es erklärt ja nicht die Strukturen, sondern sucht das identische in Ihnen, um zu ordnen und dann ein verallgemeinertes Ergebnis zu präsentieren.

Letztlich bedeutet das doch, das die Mathematik niemals über den Tellerrand schauen kann, sondern immer nur das Problem zwischen den gewählten Strukturen löst. Es ist eine isolierte Betrachtungsweise, aus der man innerhalb eines eng gesteckten Systems Ableitungen oder Formeln kreieren kann. Diese Ableitungen haben aber keine allgemeine Gültigkeit, sondern können immer dort angewendet werden, wo das zu beschreibende System nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert.

Gruß

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Zuletzt geändert von All am Mo 12. Aug 2013, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon All » Mo 12. Aug 2013, 09:09

Das bedeutet ja sogar noch mehr.

Wenn unterschiedliche Systeme, die eigentlich nicht kompatibel sind, so miteinander verknüpft werden, dass sie eine vermeintliche Einheit bilden, dann ist die Verarsche komplett.

Gruß

All
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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon M.S » Mo 12. Aug 2013, 09:47

All hat geschrieben:Das bedeutet ja sogar noch mehr.

Wenn unterschiedliche Systeme, die eigentlich nicht kompatibel sind, so miteinander verknüpft werden, dass sie eine vermeintliche Einheit bilden, dann ist die Verarsche komplett.

Gruß

All

Stimmt. Und deshalb kann man Mathematik auch studieren, und da erfährt man halt unter anderem, was und wie man verknüpfen kann und was nicht. Die Argumentation/Schlussfolgerung, die hier immer wieder hervorgeholt wird, dass Mathematik falsch angewandt, natürlich falsche Ergebnisse liefert, ist doch trivial, oder?
M.S
 
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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon All » Mo 12. Aug 2013, 09:56

M.S hat geschrieben:
All hat geschrieben:Das bedeutet ja sogar noch mehr.

Wenn unterschiedliche Systeme, die eigentlich nicht kompatibel sind, so miteinander verknüpft werden, dass sie eine vermeintliche Einheit bilden, dann ist die Verarsche komplett.

Gruß

All

Stimmt. Und deshalb kann man Mathematik auch studieren, und da erfährt man halt unter anderem, was und wie man verknüpfen kann und was nicht. Die Argumentation/Schlussfolgerung, die hier immer wieder hervorgeholt wird, dass Mathematik falsch angewandt, natürlich falsche Ergebnisse liefert, ist doch trivial, oder?


Es geht noch am Anfang eines zu beschreibenden und zu interpretierenden Systems noch gar nicht um Mathematik. Wenn du nicht mal einfache Dinge verstehst die ich hier äußere, dann halt dich doch raus. Verdammte Hacke.

Mathematisch kannst du alle verknüpften Systeme berechnen, unabhängig von dem Sinn es ganzen. Ist doch trivial, oder.


Des Weiteren gibt es folglich auch keine falschen Ergebnisse, sondern lediglich neutrale Ergebnisse. Man kann natürlich auch mathematisch falsch rechnen (2+2=5), das ist aber auch wieder etwas anderes. Das wäre dann wieder ein interner Fehler im System Mathematik.

Es ist also immer die Frage, was man mit einem mathematischen Ergebnis anfangen kann. Mehr ist das nicht und auch nicht weniger. Damit hat Mathematik lediglich einen Nutzeffekt. Ein Anspruch auf "Wahrheit" leitet sich daraus nicht ab. Wer das glaubt, der glaubt halt nur und hat nichts verstanden.

Grüße aus der Raumzeit

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Re: Rakete

Beitragvon fallili » Mo 12. Aug 2013, 10:45

Highway hat geschrieben:
rmw hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Natürlich BRAUCHEN wir den Druck. Aber nicht um die Rakete "vorne" anzuschieben, sondern um möglichst viel Materie mit möglichst hoher Geschwindigkeit nach hinten auszustoßen


Das kommt doch aufs gleiche hin. Die Moleküle stoßen sich ständig gegeneinander ab und konkret heißt das natürlich dass die Moleküle die vorne am Raketenboden anstoßen die Rakete antreiben. Ich habe das weiter vorne reichlich anschaulich erklärt, aber du verstehst genau so wenig wie die anderen auch dass das letztendlich das gleiche ist.


Genau! Die Moleküle kollidieren permanent mit den Brennkammerwänden und werden von dort reflektiert. (Boltzmann) Solange das symmetrisch erfolgt gibt es keinen Rückstoß. Erfolgt das aber nicht symmetrisch, weil auf einer Seite eine Fläche fehlt, dann ergibt das durch die Druckdifferenz den Schub. Wie an der Bande deines Billardtisches.

Damit ist aber die Überlichtgeschwindigkeit mit einem "normalen" Treibwerk in Gefahr! Dafür bin ich bei der letzten Runde fast gesteinigt worden. :evil:


Na ja - so langsam kommen wir ja an "belastbare" Aussagen.
Es ist also nicht "der Druck" der die Rakete anschiebt sondern die Tatsache das an einer Seite "eine Fläche fehlt".
Und wenn man dann überlegt ob die Größe dieser fehlenden Fläche etwas ändert, kommt man dem Raketenantrieb auch langsam näher.
Hier ist vorne irgendwo ein Bild in dem eine hinten offene Kugel dargestellt ist. Ist es da für die Schubkraft egal ob da nur ein kleines Loch mit der Nadel reingestochen wurde oder ob das Loch 10 cm Durchmesser hat ?
Wenn nur der "Druck" entscheidend wäre müsste es ja egal sein. Wenn die Fläche entscheidend wird, muss man sich fragen was da passiert?
Und die Antwort lautet eben, dass durch diese fehlende Fläche der unter Druck stehende Inhalt nach hinten ausgestoßen wird.
Und der Rest ist "reine Experimentierkunst".
Ändert sich was wenn ich statt Gasen Wasser "rausstoße"? Ja die Schubkraft nimmt zu.
Ändert sich was wenn ich den Druck erhöhe? Ja die Geschwindigkeit der hinten ausgestoßenen Materie nimmt zu.

Wieviel ändert es sich? Messen - einen mathematischen Zusammenhang suchen und - hoppla, schon kriegen wir die bekannte Raketengleichung die von Geschwindigkeit und Masse der ausgestoßenen Materie abhängt und in der der Druck interessanterweise nicht mehr vorkommt. Nicht weil der Druck "unnötig" ist, sondern weil er die Geschwindigkeit der ausgestoßenen Materie bestimmt und damit nicht noch irgendwo zusätzlich noch mal berücksichtigt werden muss.

Und wenn ich in einer Formel finde, das der Druck nicht mehr vorkommt, probier ich doch gleich ob ich die Rakete auch "ohne Druck" antreiben kann?
Also z.B. Moleküle ionisieren und elektrisch beschleunigen. Krieg ich da auch einen Schub? Experiment - ausprobieren und, voila, es klappt auch und liefert den Schub den auch die Raketengleichung vorhersagt..
Also wird die Raketengleichung eindeutig stimmen - und wenn in dieser Gleichung der "Druck" kein Faktor ist, wird auch nicht "der Druck" für den Antrieb sorgen.

PS: Dass Du mit der Überlichtgeschwindigkeit gesteinigt wirst kann ich mir vorstellen. Meiner Meinung nach kannst Du aber ewig mit z.B. ein g beschleunigen und daher müsstest Du "eigentlich Überlichtgeschwindigkeit" erreichen.
Das Problem dabei ist, das die SRT hier aber eigene Vorstellungen hat. Du kannst mit dem Raketentriebwerk z.B. eine Geschwindigkeit von 0,9 c "locker" verdoppeln (und auch mehr), aber die SRT sagt, dass Du dann nicht 1,8 c hast sondern noch immer unter c liegst.
Aber SRT ist ein eigenes Kapitel mit dem ich weiterhin nicht zurecht komme - bin noch am Nachdenken und sehe, dass ich in vielen Bereichen Haralds Auffassungen immer näher komme (vielleicht mach ich da doch mal einen neuen Thread auf - da hab ich schon wieder einige Fragen und Probleme)
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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon M.S » Mo 12. Aug 2013, 11:17

All hat geschrieben:
Es geht noch am Anfang eines zu beschreibenden und zu interpretierenden Systems noch gar nicht um Mathematik. Wenn du nicht mal einfache Dinge verstehst die ich hier äußere, dann halt dich doch raus. Verdammte Hacke.

Da bin ich aber gespannt, wie du dann dein "System" beschreiben wirst. Mathematik scheidet offenbar aus. Bleibt eigentlich nur noch Prosa - oder wirst du eine eigene "Beschreibungssprache" entwickeln ?
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Re: Mathematik und Jondalar

Beitragvon All » Mo 12. Aug 2013, 11:44

M.S hat geschrieben:
All hat geschrieben:
Es geht noch am Anfang eines zu beschreibenden und zu interpretierenden Systems noch gar nicht um Mathematik. Wenn du nicht mal einfache Dinge verstehst die ich hier äußere, dann halt dich doch raus. Verdammte Hacke.

Da bin ich aber gespannt, wie du dann dein "System" beschreiben wirst. Mathematik scheidet offenbar aus. Bleibt eigentlich nur noch Prosa - oder wirst du eine eigene "Beschreibungssprache" entwickeln ?


Nein, Mathematik scheidet nicht aus. Es geht nicht um mein System, sondern um Systeme allgemein. Bei der Mathematik geht es lediglich darum, den funktionalen Charakter eines Systems zu beschreiben. Funktional im Sinne von funktionieren.

Ich definiere noch mal System. System bedeutet nicht anderes als Ordnung schaffen. Du kannst das Wort System auch anderweitige Synoynme benutzen, Modell oder Theorie. Alles hat eins gemeinsam, den Ordnungscharakter, der von der Mathematik bestätigt wird.

Ob du jetzt im Einzelhandel Lagerbewegungen oder im Universum Planetenbewegungen hast, ist egal. Du kannst im Planetensystem sogar die Sonne mit Bällen oder Punkte ersetzen und kommst mathematisch zu ein und demselben Ergebnis. Das hat natürlich zur Folge, dass du rückwärts als auch vorwärts "rechnen" kannst. Du kannst Voraussagen treffen, die aber nicht mathematisch bestimmt sind, sondern in dem zu bescheibenden System verankert sind

Theoretisch dürften wir gar nicht merken, wenn das Sonnensystem eine andere Richtung (rückwärts) einnimmt. Es funktioniert rückwärts als auch vorwärts. Das liegt offenabr an der systematischen Mechanik, die in allen Ordnungsstrukturen liegen.
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