Expansion des Universums

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 3. Aug 2013, 19:26

Chief hat geschrieben:Das heißt also dass eine Gaswolke langsamer (oder schnelle) fällt als ein Festkörper gleicher Masse?


Eine Gaswolke ist kein Festkörper, da gelten eher Molekülbedingungen. Die "Front" der Gaswolke wird schneller und eher beschleunigen als das "Heck" der Gaswolke. Ein Festkörker lässt sich ja nur bedingt dehnen bis er zerreisst.

Insgesamt wird wohl die Gesamtmasse beider beteiligten Körper gleichzeitig ankommen, aber da habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken darüber gemacht.

Herzliche Grüße

Nachtrag:

Nur, damit es sich nicht wieder komisch oder missverständlich anhört: Wenn kleine Massen und/oder kurze Entfernungen ergeben, dann wird natürlich der Festkörper schneller fallen, weil er eben nicht so elastisch ist wie eine Gaswolke. Aber auf lange Entfernungen und/oder große Massen bezugen, kann sich das angleichen. Kommt halt darauf an ;)

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Harald Maurer » Sa 3. Aug 2013, 19:47

Ernst hat geschrieben:Nee. Hier war eindeutig die Rede von Fallen. Das ist die Annäherung beider Körper gegeneinander. Un das hat er nun mal richtig erkannt, wie manch anderer nicht.

Ist das so zu verstehen, dass alle Körper auf den gemeinsamen Massenschwerpunkt zufallen, und dieser bei zwei ungleich schweren auf die Erde fallenden Körpern nicht für alle drei Körper am selben Raumpunkt liegen kann? Was sagt das Äquivalenzprinzip dazu? Offenbar auch falsch?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 3. Aug 2013, 19:54

Harald Maurer hat geschrieben:Ist das so zu verstehen, dass alle Körper auf den gemeinsamen Massenschwerpunkt zufallen, und dieser bei zwei ungleich schweren auf die Erde fallenden Körpern nicht für alle drei Körper am selben Raumpunkt liegen kann?


Das kommt darauf an. Wenn die grosse Masse und die kleine Masse an der selben Seite "ziehen" kummuliert sich die Anziehung. Wenn ein Erd-Mond an Merkur im Westen und eine Feder am Merkur im Osten "zieht", wir die Feder noch länger zum Fallen brauchen, weil der Merkur während des Falls sich auf den Mond zu bewegt.

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 3. Aug 2013, 20:00

Chief hat geschrieben:Die Gaswolke wird in einen Luftballon eingeschlossen und so komprimiert dass eine gleiche "Form" wie eine Festkörperkugel entsteht. Alles ist gleich. Was fällt schneller? Einzelne Teilchen oder große Masse?


Dann sollte es lt. geltenden "Gesetzen" gleich schnell fallen.

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 3. Aug 2013, 20:08

Chief hat geschrieben:Ernsts Trolltricks


Ääääh, da habe ich wohl etwas verpasst. Was waren die Tricks ?

Herzliche Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Ernst » Sa 3. Aug 2013, 20:11

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Nee. Hier war eindeutig die Rede von Fallen. Das ist die Annäherung beider Körper gegeneinander. Un das hat er nun mal richtig erkannt, wie manch anderer nicht.

Ist das so zu verstehen, dass alle Körper auf den gemeinsamen Massenschwerpunkt zufallen, und dieser bei zwei ungleich schweren auf die Erde fallenden Körpern nicht für alle drei Körper am selben Raumpunkt liegen kann? Was sagt das Äquivalenzprinzip dazu? Offenbar auch falsch?

Das Dreikörperproblem ist komplex und kaum geschlossen zu lösen. Mit dem Äquivalenzprinzip hat das gar nichts zu tun.

Hier ging es einzig um die Frage des Fallens zweier Körper aufeinander. Und da ist es exakt so, wie ich es beschrieben habe; die Fallbeschleunigung der Körper gegeneinander ist abhängig von den beiden Einzelmassen. Ganau das wurde hier bestritten; auch von dir mit dem abgeschnittenen Teilstück einer Masse. Und das war eben falsch und die Einwürfe gegen Jondalar unberechtigt.
Man muß auch mal am Punkt bleiben.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Ernst » Sa 3. Aug 2013, 20:13

Highway hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:...
Das glaube ich auch. Und das war auch die zu lösende Aufgabe. Die Ernsts Trolltricks sind nur dazu gut die Verwirrung zu stiften!


Wieso Trolltricks? Die Beziehung wird so auch in Wikipedia angegeben.

Bild

Ich denke es ist mal wieder ein Problem der Bezugssysteme was da Verwirrung stiftet.


Da denkst du falsch. Es ist Daueridiotie.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Harald Maurer » Sa 3. Aug 2013, 20:21

Jondalar hat geschrieben:Das kommt darauf an. Wenn die grosse Masse und die kleine Masse an der selben Seite "ziehen" kummuliert sich die Anziehung. Wenn ein Erd-Mond an Merkur im Westen und eine Feder am Merkur im Osten "zieht", wir die Feder noch länger zum Fallen brauchen, weil der Merkur während des Falls sich auf den Mond zu bewegt.

Wenn zwei Massen an derselben Seite zueinander ziehen, dann ziehen sie beide gemeinsam an der Feder! D.h. die Fallbeschleunigung der zentralen Masse ist in Richtung Feder nicht dieselbe, wenn auf derselben Linie noch eine 2. Masse Gravitation auf die Feder ausübt. Das müsste sich doch addieren, oder nicht? Wenn die Kraft der Sonne und die Kraft des Mondes sich bei Sonnenfinsternis addieren, haben wir eine Springflut. Warum denn? Die Anziehungskraft zwischen Erde und Mond wird größer, weil dahinter die Sonne mitzieht. Ich fürchte, in Deinem Beispiel werden alle drei Körper gleichzeitig zusammenknallen.
Ernst hat geschrieben:Hier ging es einzig um die Frage des Fallens zweier Körper aufeinander. Und da ist es exakt so, wie ich es beschrieben habe; die Fallbeschleunigung der Körper gegeneinander ist abhängig von den beiden Einzelmassen. Ganau das wurde hier bestritten; auch von dir mit dem abgeschnittenen Teilstück einer Masse. Und das war eben falsch und die Einwürfe gegen Jondalar unberechtigt.
Man muß auch mal am Punkt bleiben.

Soll das heißen, das abgeschnittene Teilstück fällt langsamer als der Rest? Vereinigt fallen z.B. 2x0,5 kg gleichzeitig, getrennt tun sie es nicht? Da staune ich aber! Das würde dem Grundsatz Schwere Masse = Träge Masse m.E. widersprechen. Oder nicht?

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 3. Aug 2013, 20:28

Harald Maurer hat geschrieben:
Jondalar hat geschrieben:Das kommt darauf an. Wenn die grosse Masse und die kleine Masse an der selben Seite "ziehen" kummuliert sich die Anziehung. Wenn ein Erd-Mond an Merkur im Westen und eine Feder am Merkur im Osten "zieht", wir die Feder noch länger zum Fallen brauchen, weil der Merkur während des Falls sich auf den Mond zu bewegt.

Wenn zwei Massen an derselben Seite zueinander ziehen, dann ziehen sie beide gemeinsam an der Feder! D.h. die Fallbeschleunigung der zentralen Masse ist in Richtung Feder nicht dieselbe, wenn auf derselben Linie noch eine 2. Masse Gravitation auf die Feder ausübt. Das müsste sich doch addieren, oder nicht? Wenn die Kraft der Sonne und die Kraft des Mondes sich bei Sonnenfinsternis addieren, haben wir eine Springflut. Warum denn? Die Anziehungskraft zwischen Erde und Mond wird größer, weil dahinter die Sonne mitzieht. Ich fürchte, in Deinem Beispiel werden alle drei Körper gleichzeitig zusammenknallen.
Ernst hat geschrieben:Hier ging es einzig um die Frage des Fallens zweier Körper aufeinander. Und da ist es exakt so, wie ich es beschrieben habe; die Fallbeschleunigung der Körper gegeneinander ist abhängig von den beiden Einzelmassen. Ganau das wurde hier bestritten; auch von dir mit dem abgeschnittenen Teilstück einer Masse. Und das war eben falsch und die Einwürfe gegen Jondalar unberechtigt.
Man muß auch mal am Punkt bleiben.

Soll das heißen, das abgeschnittene Teilstück fällt langsamer als der Rest? Vereinigt fallen z.B. 2x0,5 kg gleichzeitig, getrennt tun sie es nicht? Da staune ich aber! Das würde dem Grundsatz Schwere Masse = Träge Masse m.E. widersprechen. Oder nicht?

Grüße
Harald Maurer


Wieder kommt es darauf an Harald,

im ersten Beispiel wird die grosse Masse mehr beschleunigt, diese beschleunigt dann aber wieder ihrerseits die kleine Masse mit - das müsste man wirklich mal durchrechnen wie sich da die kleine Masse verhält.

Wenn das Teilstück aber nicht in Linie des grösseren liegt, wird sich sicherlich ein Unterschied in den Beschleunigungen ergeben. Im Extremfall, wenn Du das Teilstück auf die andere Seite der Masse stellst, wird signifikant ein Unterschied eintreten.

Herzliche Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » Sa 3. Aug 2013, 20:40

Chief hat geschrieben:Da gibt es nichts zu spekulieren - es gilt einfach das Superpositionsprinzip! Ob die Masse in einem Stück oder "zerteilt" fällt ist egal.


Natürlich gibt es da nichts zu spekulieren und auch keine Superposition - aber es ergibt eine Vektorenrechnung wie klassisch nach Newton. M1 mit Winkel 45° zu M2 ergibt etwas anderes als M1 zu M2 mit 10° oder M1 zu M2 mit 180°

Vektoren sind hier gefragt. JEDE Masse, zieht JEDE Masse an - so oder so herum ;)

Herzliche Grüße
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