Jondalar hat geschrieben:Ja, ich meine, das war das Beispiel - nur kurz nochmal: Ein Zug natürlich bewegt und der Bhf. Wenn O und O' sich begegnen, löst der Blitz, der über O hängt, aus. Der Blitz wird in A und B und auch in A' und B' gespiegelt und kommt dann wieder zu O und O' zurück.
Laut RT MUSS der O die gespiegelten Straheln gleichzeitig sehen, weil in seinem IS c gilt. Der O' MUSS das aber auch gleichzeitig sehen, weil in seinem IS' auch c gilt. Da ist soweit wirklich alles ok, aber:
Der Zug hat sich in der Zwischenzeit ja weiterbewegt, also muss der Zug aus dem O-c nun ein O'-c gemacht haben - ergo c+v, sonst KANN der Strahl gar nicht invariant in O' auch c haben. Chief hat da eine lustige Animation dazu gemacht, der Zug muss sich also enorm "seltsam" verhalten, um dieses c=c' zu halten. Vielleicht hält da diesmal ja der Zug im Bhf an und es vergehen diesmal für den Zug 0s?
Nein, im Ernst, das geht so nicht, da gibt es ganz klare Verletzungen der Kausalität. Der Strahl, der in IS' von O' zum Zuganfang läuft, würde einen Beobachter 1Ls weg vom Bahnhof früher erreichen, als der Strahl von O - da haben wir wieder den Kontrollsatelliten

und ein ernsthaftes Kausalitätsproblem.
Herzliche Grüße
Nachtrag, Du hast es selber eingezeichnet im IS A. Der Strahl den ich meine, erreicht "aussen" den ruhenden Beobachter in Position t=1,73 bereits nach einer Sekunde. 0,73 s später käme dann der Originalstrahl bei ihm an.
Nachtrag 2:
Nur zur Sicherheit, damit das Problem ganz klar wird: Ich stelle einen weiteren Beobachter bei x=1,73 auf und spiegle ihm mit einem halbdurchlässigen Spiegel den Lichtstrahl aus meinem Zug raus. den sieht er dann exakt 0,73s VOR dem Strahl aus O.
Du sagst: "Der Zug hat sich in der Zwischenzeit ja weiterbewegt, also muss der Zug aus dem O-c nun ein O'-c gemacht haben - ergo c+v, .."
Nein - die SRT geht davon aus das c invariant ist und daher der Lichtstrahl im eignene System IMMER eine Sekunde bis zu den Spiegel braucht.
Was von mir im Minkowski Diagramm gezeichnet wurde. Hab damals die Frage bekommen, warum ich nicht 4 Diagramme zeichne weil man die Situation ja auch aus dem anderen System betrachten kann - und meine Antwort, die anderen zwei Diagramme wären identisch zu den gezeichneten, nur muss halt überall in den Zeichnungen A durch B und B durch A ersetzt werden.
Die SRT sagt aus, dass für DEN Beobachter, der sich als ruhend definiert, die Blitze nach einer Sekunde beim Spiegel ankommen - und DER Beobachter der SICH als ruhend definiert, sieht für den anderen Beobachter eben die Blitze an den Spiegel dort NICHT gleichzeitig ankommen.
Hier gezeichnet war : A sieht Blitze gleichzeitig, egal ob er sich als ruhend oder bewegt definiert und sieht für das andere System auch immer dass die Blitze ungleichzeitig ankommen (nach 0,577 und 1,73 Sekunden).
Und identische gilt dann auch wenn B das aus seinem System betrachtet - wiederum egal ob er sich als ruhend oder bewegt definiert.
Weiter:
Du schreibst:
Nachtrag, Du hast es selber eingezeichnet im IS A. Der Strahl den ich meine, erreicht "aussen" den ruhenden Beobachter in Position t=1,73 bereits nach einer Sekunde. 0,73 s später käme dann der Originalstrahl bei ihm an.Nein, nach 0,53 kommt der Lichtstrahl bei einem Spiegel, nach 1,73 beim anderen Spiegel an (betrachtet aus dem anderen IS)
Ich weiß leider nicht, was für einen Lichtstrahl Du noch "meinen könntest" es gibt ja nur einen.
Dann:
Nur zur Sicherheit, damit das Problem ganz klar wird: Ich stelle einen weiteren Beobachter bei x=1,73 auf und spiegle ihm mit einem halbdurchlässigen Spiegel den Lichtstrahl aus meinem Zug raus. den sieht er dann exakt 0,73s VOR dem Strahl aus O.Ist der Beobachter ruhend? Nehm ich mal an.
Da kann man Beobachter auch einzeichnen.
Wenn ich mir den Punkt bei x = 1,73 eingezeichnet vorstelle (linkes Bild), dann ist dieser Punkt doch EXAKT bei S2 (das obere) wo sich der ursprüngliche Lichtstrahl am rechten Spiegel spiegelt. Und die Zeit die er auf seiner Uhr in dem Moment abliest ist 1,73 Sekunden.
Muss ja auch sein - die x und die ct Achse haben ja die selbe Bemaßung!
Und auch hier, wenn man die Buchstaben A und B in den Grafiken gegeneinander vertauscht, gilt es auch für "umgehehrt".
Du musst aber gar nicht unbedingt vertauschen - wenn Du im rechten Bild den "roten" Lichtstrahl von A nach S2 verlängerst bis er zum Punkt x' = 1,73 kommt (wo nun der bewegte Beobachter steht) dann wird dieser Punkt ebenfalls bei ct' 1,73 getroffen.
Ich hätte übrigens im linken Bild den ruhenden Beobachter auch einzeichnen können und im rechten den DANN bewegten - aber ich hab es bewusst nicht getan, es wird sonst schnell unübersichtlich, weil dann die beiden hier gezeichneten Bilder jeweils in EINEM Diagramm zusammengefügt werden.
Also leider muss ich Dir sagen - so ist der SRT nicht beizukommen. Mit Lichtstrahlen geht sie widerspruchfrei um - kein Wunder sie geht ja von c = invariant aus und berücksichtig dies absolut "perfekt" mit der Lorenz Transformation.
Deswegen bin ich ja so auf das Kontakt-Beispiel gespannt (nächste Woche hab ich mehr Zeit). Kontakte EXISTIEREN und sind garantiert nicht "invariant".