Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Sa 20. Jul 2013, 17:56

All hat geschrieben:Einwände?

Es geht um Einwände, Kurt. Was verstehst du an Einwände nicht. Ich will die Raumzeit und Raum und Zeit gar nicht erklären, darum geht nicht.


Mein Blublublutdruck steht bei 210:90 Puls 180. Es gibt gleich einen Ausbruch.


Nur ruhig Blut.
Du fragst nach Einwänden, bist aber nicht in der Lage darzulegen was du unter deinen ganzen Wörten verstehst.
Auch wenn du "die Raumzeit" und "Raum und Zeit" nicht erklären willst, das ist aber unabdingbar damit man Einwände anbringen kann oder keine Einwände hat.
Denn eine Entscheidung darüber ist nur möglich wenn du sagst was die Begriffe, die du als Grundlage der Entscheidung ob Einwand oder nicht, verwendest, auch klar sind.

Sags halt einfach, es muss ja kein Roman sein.


Kurt
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Sa 20. Jul 2013, 18:01

Kurt hat geschrieben:
All hat geschrieben:Einwände?

Es geht um Einwände, Kurt. Was verstehst du an Einwände nicht. Ich will die Raumzeit und Raum und Zeit gar nicht erklären, darum geht nicht.


Mein Blublublutdruck steht bei 210:90 Puls 180. Es gibt gleich einen Ausbruch.


Nur ruhig Blut.
Du fragst nach Einwänden, bist aber nicht in der Lage darzulegen was du unter deinen ganzen Wörten verstehst.
Auch wenn du "die Raumzeit" und "Raum und Zeit" nicht erklären willst, das ist aber unabdingbar damit man Einwände anbringen kann oder keine Einwände hat.
Denn eine Entscheidung darüber ist nur möglich wenn du sagst was die Begriffe, die du als Grundlage der Entscheidung ob Einwand oder nicht, verwendest, auch klar sind.

Sags halt einfach, es muss ja kein Roman sein.


Kurt


Pass mal auf du bayrische Hohlbirne, dein Konzept ist es, mich auf deine Schiene zu führen, damit du mir deine Basisteilchen unterjubeln kannst.
Ich habe Begriffe gewählt die einfach zu verstehen sind. Ich habe sie auch als Konzepte bezeichnet. Wenn du nicht weißt, was Konzepte sind, kauf dir so ein Buch wo diese vielen Wörter drinstehen. Quatscht du mich noch mal an wird das hier eine so ausfallende Nummer, dass Harald wieder alles löschen muss.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Sa 20. Jul 2013, 18:50

All hat geschrieben:Pass mal auf du bayrische Hohlbirne, dein Konzept ist es, mich auf deine Schiene zu führen, damit du mir deine Basisteilchen unterjubeln kannst.
Ich habe Begriffe gewählt die einfach zu verstehen sind. Ich habe sie auch als Konzepte bezeichnet. Wenn du nicht weißt, was Konzepte sind, kauf dir so ein Buch wo diese vielen Wörter drinstehen. Quatscht du mich noch mal an wird das hier eine so ausfallende Nummer, dass Harald wieder alles löschen muss.


Du bist also nicht in der Lage zu erklären wovon du überhaupt redest.
Forderst aber auf dir zuzustimmen!

Was soll bewertet werden?
Schlagwörter denen du keinen Sinn geben kannst.

Kurt
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » Sa 20. Jul 2013, 19:30

fallili hat geschrieben:
Tja, Du machst es mir aber auch nicht leicht ;-)
Du denkst aber daran, dass ich auch noch eine Zeitangabe von Dir lesen möchte ?

Zu Deinen Auswahlmöglichkeiten:

b) ist meiner Meinung nach unsinnig, da wird niemand kürzer / schmäler nur weil irgendwas an ihm vorbeifährt.
c) ist insofern schwer, weil alles zwar schon so lang ist wie es sein sollte - aber was genau soll sich da "aufheben". Wenn ich etwas als kürzer sehen und messen kann, dann hab ich ein klares Messergebnis - da hat sich also nichts aufgehoben.

Bleibt also nur Antwort a)
Da muss man aber dann darüber nchdenken was "virtuell" bedeuten könnte.
Das könnte man als "nicht wirklich und real" interpretieren ABER in der Umgebung von SL werden aus virtuellen Teilchen plötzlich reale Teilchen und das SL "verdampft" dadurch.

Also bin ich für Antwort a, aber nicht im Sinne von "nicht wirklich vorhanden" - es bleibt meßbar und "sehbar".

Ob die LK dann reale Auswirkungen hat, muss erst noch geklärt werden - da weiß ich noch keine Antwort und hab auch noch keine klare Idee wie das nachweisbar / widerlegbar wäre - vielleicht gelingt es uns ja dies in weiterer Folge zu klären.

Für heute mach ich Schluß

Gute Nacht und viele Grüße


Sorry, ich konnte nicht eher und musste mich gerade durch 4 Seiten hinweg rückwärts bis zu Dir zurücklesen :).

Sorry auch, dass ich das so schlampig ausgedrückt habe, Du hast aber ganz richtig geantwortet - ich meinte tatsächlich im Sinne von messbar und sehbar.

Jetzt wollten wir also unsere3n Versuch starten, haben aber ein Problem. Ich sehe Dich ja kürzer und Du siehst mich kürzer. Da müssten wir jetzt, bevor wir teuere Versuchsanordnungen verschwenden, zuerst nochmal über die Bedingungen nachdenken. Wie wollen wir also das Gemessene interpretieren? Zeit brauchen wir hier übrigens nicht, genauso wie Längen, wir können das alles - glaub ich - pauschal halten.

Wie fahren wir jetzt also mit unserer Versuchsanordnung fort

a) Wir lassen es gleich bleiben, weil die Kontaktplatten nicht mehr aufeinander treffen werden
b) Wir starten den Versuch, weil sich die gemessenen Effekte aufheben oder gar nicht real existieren und sich die Platten sicher trotzdem treffen.

Such Dir etwas aus ;)

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Hannes » Sa 20. Jul 2013, 20:13

Hallo All !
Du schreibst :
Ein absoluter Meter unterliegt ebenso einer Vereinbarung wie ein relativer Meter. Wer hat es vereinbart? Die Menschen oder die Natur? Richtig die Menschen, wie du bereits sagtest. Die Natur schert sich einen Teufel um den relativen oder absoluten Meter.

Eine Veränderung eines Maßes kann nur durch Vereinbarung und nie durch einen physikalischen Vorgang erfolgen.
Aus dem gleichen Grund sind Lorentzkontraktion und Zeitdilatation Unsinn.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » Sa 20. Jul 2013, 22:16

Lübecker hat geschrieben:Es bleibt eben eine Tatsache, die Länge der Strecke AB beträgt in S im Beispiel 2 Ls. Zum Zeitpunkt t = 0 s misst der Wärter die Länge des Zuges an den Punkten A und B. A' ist das Zugenende und bei t = 0 s bei A und B' der Zuganfang und bei B. Somit gilt:

AB = A'B' = 2 Ls

A'B' ist aber in S mit 0,5 c bewegt und daher ist A'B' nicht die Ruhelänge der Zuglänge in S'. Die Ruhelänge der Strecke A'B' in S' beträgt 2,3094 Ls auch wenn es den Zweiflern und Leugnern nicht schmeckt. Die Länge des Bahndamms AB beträgt hingegen in S' 1,7321 Ls. So schaut es eben aus.

Und das ist leider falsch.
Der Wärter misst ja die Länge des Zugs überhaupt nicht. Er beschreibt ein Ereignis in seinem IS Bahndamm und sagt: Zwei Blitze schlagen in meinem Koordinatensystem auf x=1 LS und x=-1 LS gleichzeitig ein. Und jetzt fragt er sich, wie das für den Schaffner im bewegten Zug, aber im Ruhesystem des Zugs, aussieht!
Der Schaffner beschreibt ebenfalls das Ereignis im Bahndamm! Er sagt, in meinem Koordinatensystem schlägt im Bahndamm ein Blitz bei x'=1,1547 LS und t'=-0,57735 s ein und später schlägt ein Blitz im Bahndamm bei x'=-1,1547 LS und t'=0,57735 s ein!
Das Ereignis im Bahndamm wird also vom Schaffner mit seinen Koordinaten und Zeiten beschrieben. Mit der Länge seines Zuges hat das überhaupt nichts zu tun!
Die LT sagt dem Wärter, wie der Schaffner das Ereignis im Bahndamm beschreiben würde. Vom Zug ist überhaupt keine Rede, denn da schlagen die Blitze ja nicht ein. Der Zug könnte beliebig lang sein. Alles, was Wärter und Schaffner feststellen, bezieht sich ausschließlich auf die Ereignisse im Bahndamm-IS ! Der Schaffner könnte auf einer 3 m langen Draisine mit 0,5 c unterwegs sein oder überhaupt mit einem Rocketeer ganz alleine dahin fliegen, so würde das an den Koordinaten und Zeiten, die er angibt, nichts ändern! Die Blitze würden für den Schaffner nach wie vor bei x'=1,1547, t'=-0,57735 s und x'=-1,1547 LS, t'=0,57735 s einschlagen, und es wird doch keiner behaupten wollen, die Draisine oder der Schaffner selbst wären nun 2x1,1547 LS lang geworden !!!
Der mit seinem Rocketeer einsam dahin sausende Schaffner misst die Blitzeinschläge im Bahndamm deshalb mit einem größeren Abstand, weil er zuerst einen Blitz früher sieht und den anderen später! In der Zeitdifferenz bewegt sich der Bahndamm aus der Sicht des Schaffners weiter!
Es ist irgendwie schon erschütternd, dass sogenannte Relativisten nicht mal wissen, was eine Koordinatentransformation im Allgemeinen und die LT im Besonderen eigentlich für einen Zweck hat! Da wird kein Ereignis des Bahndamms in den Zug übertragen, sondern vom Zug aus gesehen mit anderen Koordinaten und Zeiten bezeichnet. Und diese Werte ergeben sich mit der LT!
Der Schaffner misst das eine Ende des für ihn auf 1,732 LS verkürzten Bahndamms um t'=-0,57735 s bei x'=1,1547 LS. Das zweite Ende misst der Schaffner 1,1547 s später, inzwischen hat sich der Bahndamm negativ mit 0,5 c weiter bewegt. Das ergibt eine Strecke von 173085,17... km oder 0,57735 LS. Wenn der Schaffner das andere Ende des Bahndamms misst, befindet sich das bereits gemessene Ende an diesem Ort, also bei x'=0,57735 LS. Das andere Ende des auf 519255,76... km verkürzten Bahndamms befindet sich bei der zweiten Messung daher gerade auf 519255,76 - 173085,1756263 = x'= -346170,51... km oder -1,1547 LS! Und genau diesen Wert und den Zeitpunkt 0,57735 s gibt die LT auch an.
q.e.d.!

Grüße
Harald Maurer

Korrektur: zweimal statt Bahndamm "Zug" geschrieben. wurde ausgebessert auf "Bahndamm!"
Harald Maurer
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Sa 20. Jul 2013, 23:02

Jondalar hat geschrieben:Sorry, ich konnte nicht eher und musste mich gerade durch 4 Seiten hinweg rückwärts bis zu Dir zurücklesen :).

Sorry auch, dass ich das so schlampig ausgedrückt habe, Du hast aber ganz richtig geantwortet - ich meinte tatsächlich im Sinne von messbar und sehbar.

Jetzt wollten wir also unsere3n Versuch starten, haben aber ein Problem. Ich sehe Dich ja kürzer und Du siehst mich kürzer. Da müssten wir jetzt, bevor wir teuere Versuchsanordnungen verschwenden, zuerst nochmal über die Bedingungen nachdenken. Wie wollen wir also das Gemessene interpretieren? Zeit brauchen wir hier übrigens nicht, genauso wie Längen, wir können das alles - glaub ich - pauschal halten.

Wie fahren wir jetzt also mit unserer Versuchsanordnung fort

a) Wir lassen es gleich bleiben, weil die Kontaktplatten nicht mehr aufeinander treffen werden
b) Wir starten den Versuch, weil sich die gemessenen Effekte aufheben oder gar nicht real existieren und sich die Platten sicher trotzdem treffen.

Such Dir etwas aus ;)

Herzliche Grüße


Ich dachte schon, das Du mal wenig Zeit hattest.

Zu Deinen Fragen: Weder a noch b.
a) Bleiben lassen wäre ja unsinnig, wo wir schon mal damit angefangen haben.
b) geht nicht weil sich die Platten NICHT treffen.

Nach all den diversen Beurteilungen (die mir eigentlich zu früh kommen) bin ich der Meinung, dass wir nun endlich das Experiment sprechen lassen. Dann hat man Ergebnisse und darüber was die dann aussagen kann man dann Urteile fällen.

Bisher hast Du die Fragen so gestellt, dass sie im Rahmen der SRT beantwortbar waren.

Meine, SRT konformen Antworten, hast Du mal akzeptiert. Ob Du selber diese Antworten auch so geben würdest, wird daraus nicht klar.
Aber Zur LK (und SRT) gibts nur gibt nur 2 Möglichkeiten NEIN-Blödsinn oder Ja- ist richtig.
Beide Varianten sind innerhalb von wenigen Minuten formulierbar da sie sehr simple aber zwingende Schlussfolgerungen erlauben.

Variante 1 die SRT ist ungültig es gibt keine LK oder ZD. Brauchen wir erst gar nicht an diesem Beispiel zu diskutieren, weil es dann keine ungeklärten Aussagen gibt.
Die Platten treffen sich gleichzeitig – alles klar - keine Diskussionen zu den Platten mehr möglich.
Nur wie sich dann Licht verhält müsste diskutiert werden!

Variante 2 – die SRT ist gültig – Deine Folgerungen aus den bisherigen Aussagen zum Versuch:

1) Du hast festgestellt, das ich „dünner / kürzer“ geworden bin – ICH merke nichts davon.
2) Da es unmöglich ist, dass ich dünner / kürzer werde und der Bahnsteig aber keiner LK unterliegt, ist der Bahnsteig daher auch kürzer (wäre ja auch messbar)
3) Die Länge laut sRT kann man ausrechnen, die Werte für 0,5 c kennt man aber schon, der Bahnsteig ist 0,866 ls lang.
4) Bei einer Geschwindigkeit von 0,5 c wird es 1,73 Sekunden dauern (0,866/0,5) bis die vordere Kontaktplatte des Zuges die vordere Kontaktplatte des Bahnsteigs erreicht.
5) Du selber hast nicht gemerkt, dass Du dünner wärst (warum auch), also ist Dein Zug auch noch immer 1 ls lang.
6) Wenn die vorderen Kontaktplatten sich berühren, sind die hinteren Kontaktplatten daher noch 0,133 ls voneinander entfernt-
Deine Schlussfolgerung müsste aus diesen Experimentalergebnissen daher lauten: Es ist NICHT möglich, dass sich die vorderen und hinteren Kontaktplatten gleichzeitig berühren.


Variante 2 – die SRT ist gültig – meine Folgerungen.

1) Ich stelle fest dass Du dünner geworden bist.
2) Wie oben, kann ich davon ausgehen / sogar messen, dass der Zug kürzer ist
3) Ich messe, dass Dein Zug 0,866 ls lang ist.
4) Bei einer Geschwindigkeit von 0,5 c werden Deine hinteren Kontaktplatten in 1,73 Sekunden die hinteren Kontaktplatten des Bahnsteigs treffen.
5) Mein Bahnsteig ist, wie für mich deutlich sichtlich, noch immer 1 ls lang.
6) Wenn die hinteren Kontaktplatten sich treffen, sind die vorderen Kontaktplatten daher noch 0,133 ls voneinander entfernt.
Meine Schlussfolgerung: Es ist NICHT möglich, dass sich die vorderen und hinteren Kontaktplatten gleichzeitig berühren.

Wie zu erwarten, sagt die SRT aus, dass es unmöglich ist, das sich vordere und hintere Platten gleichzeitig treffen, weil eines der Plattenpaare noch 0,133 ls entfernt ist, wenn das andere Plattenpaar sich trifft.
Die SRT ist auch insoferne widerspruchsfrei, dass sie dies ausagt egal wer sich als ruhend oder bewegt definiert.

Was aber meiner Meinung nach hochinteressant ist:
Für Dich im Zug treffen sich ZUERST die beiden vorderen Platten DANN erst die hinteren. Für mich am Bahnsteig treffen sich ZUERST die beiden hinteren Platten DANN erst die vorderen.

Interessant ist dies daher, da die SRT zwar LK und ZD erlaubt aber KEINE Kausalitätsverletzung. Platt gesagt, wenn Person A um 10:00:00 Uhr einen Unfall hat und Person B um 10:00:05 Uhr dann gibt es KEIN Initialsystem in dem Person B seinen Unfall VOR Person A hat.
Kausalitätsverletzungen DARF es nicht geben. Man könnte ja sonst eine absurde (aber vollkommen reale) Situation konstruieren: Ein Bankräuber erschießt eine Geisel und wird dann sofort von der Polizei erschossen.
Wie soll in irgendeinem IS dann gesehen werden, dass der Bankräuber ZUERST von der Polizei erschossen wird?
Wie soll der tote Bankräuber dann noch wen erschießen?

Ich hoffe in den ganzen Schlussfolgerungen keine Fehler gemacht zu haben und würde Dich bitten sie einzeln nachzuvollziehen und zu bestätigen / widerlegen.

Falls Du aber keinen Fehler findest, wäre es wesentlich einfacher, nicht weiterhin von mir Beurteilungen von diversen Aussagen und Teilsituationen zu verlangen - dann wäre ja auch schon geklärt, das laut SRT die Platten sich laut SRT nicht gleichzeitig berühren KÖNNEN - , sondern sich darauf zu konzentrieren ob hier eine Kausalitätsverletzung vorliegt.

So auf den ersten Blick, kommt es mir zwar ziemlich komisch vor, dass wir da unterschiedlich beurteilen welches Plattenpaar ZUERST Kontakt hat.
Da die Kontakte aber nicht voneinander abhängig sind, bin ich nicht sicher ob hier Kausalitäten verletzt werden. Immerhin liegen, im Gegensatz zu dem Bankräuberbeispiel, die beiden Ereignisse 1 ls auseinander, das könnte eine wichtige Rolle spielen.

Aber, wie gesagt komisch ist es erst einmal schon.

Nehmen wir an, wir vereinbaren VOR dem Experiment, dass in dem Moment, wo im Zug die
vorderen Kontaktplatten sich berühren, dann gleichzeitig die hintere Kontaktplatte weggesprengt wird. Die Zeiten können ja vorher berechnet werden und die Sprengung daher ohne weiteren Eingriff über eine Zeitschaltuhr vorprogrammiert sein.

Gibt es dann „eine Welt des Zuges“ in der die vorderen Kontaktplatten sich berühren – die hinteren aber nicht, weil eine davon ja vor der Berührung weggesprengt wird?

Und eine „zweite Welt des Bahndammes“ in der die hinteren Kontaktplatten sich berühren – weil ja die hinteren Kontaktplatten sich aus dieser Sicht VOR den vorderen den Kontakt herstellen, also der Kontakt eindeutig schon stattgefunden hat, bevor dann der Sprengbefehl kommt?

Wie ich sehe, wird es notwendig sein, die laut SRT zutreffenden Zeiten zu berechnen, um hier eine Antwort zu finden.

Wenn die SRT richtig ist, dann kann da nur mehr über die ZD eine widerspruchsfreie Lösung gefunden werden.

Daher wäre ich sehr dafür, dass wir beide mal versuchen, hier genau zu untersuchen WANN nun was genau passiert.
Ich würde vorschlagen, das wir den Zeitpunkt, in dem der Zug in den Bahnhof einfährt und sich die vordere Kontaktplatte des Zuges mit der hinteren des Bahnhofs trifft als Start, also NULL annehmen und ab da zu berechnen was wann passieren wird.
Hab ich ja oben eigentlich schon gemacht - aber keine ZD berücksichtigt.

Also ich hoffe sehr, dass über die ZD diese mir einstweilen eher komisch vorkommende Situation klärbar wird.

Viele Grüße

PS: ImPrinzip wollen wir herausfinden ob an der LK "was dran" ist. Im Gegensatz zu anderen "Relativisten" bin ich der Meinung, dass die LK der SRT keine WIRKLICHEN Längenveränderungen beschreibt.

Warum soll ich (1.80 m groß - oder lang, wenn ich mich hinlege) irgendwie verändern, nur weil irgendjemand auf die Idee kommt in einem Raumschiff mit 0,5 c an mir vorbeizufliegen ?
Also ich bin fast sicher, dass die LK nicht in dem Sinn real ist, das irgendetwas wirklich kürzer wird - sei es weil vielleicht Atome plötzlich kleiner werden oder näher zusammenrücken (was sowieso alles eindeutig Blödsinn wäre)!

Und ich finde Dein Plattenbeispiel wirklich gut, hier mal mit der von der SRT geforderten LK (sofern man sie nicht prinzipielle ablehnt) etwas verständnismäßig weiter zu kommen.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon fallili » Sa 20. Jul 2013, 23:08

Bin auch gespannt wie die "zweite Privatdiskussion" zwischen Harald und Lübecker weitergeht.
Bin zwar etwas müde und bei den Zahlen der letzen Zeilen war es für mich schon etwas schwer zu lesen und verstehen - aber die obige letzte Antwort von Harald scheint perfekt und die Situation vollkommen richtig zu beschreiben
Zuletzt geändert von fallili am Sa 20. Jul 2013, 23:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » So 21. Jul 2013, 00:28

fallili hat geschrieben:Ich dachte schon, das Du mal wenig Zeit hattest.

Zu Deinen Fragen: Weder a noch b.
a) Bleiben lassen wäre ja unsinnig, wo wir schon mal damit angefangen haben.
b) geht nicht weil sich die Platten NICHT treffen.

Nach all den diversen Beurteilungen (die mir eigentlich zu früh kommen) bin ich der Meinung, dass wir nun endlich das Experiment sprechen lassen. Dann hat man Ergebnisse und darüber was die dann aussagen kann man dann Urteile fällen.

Bisher hast Du die Fragen so gestellt, dass sie im Rahmen der SRT beantwortbar waren.

Meine, SRT konformen Antworten, hast Du mal akzeptiert. Ob Du selber diese Antworten auch so geben würdest, wird daraus nicht klar.
Aber Zur LK (und SRT) gibts nur gibt nur 2 Möglichkeiten NEIN-Blödsinn oder Ja- ist richtig.
Beide Varianten sind innerhalb von wenigen Minuten formulierbar da sie sehr simple aber zwingende Schlussfolgerungen erlauben.

Variante 1 die SRT ist ungültig es gibt keine LK oder ZD. Brauchen wir erst gar nicht an diesem Beispiel zu diskutieren, weil es dann keine ungeklärten Aussagen gibt.
Die Platten treffen sich gleichzeitig – alles klar - keine Diskussionen zu den Platten mehr möglich.
Nur wie sich dann Licht verhält müsste diskutiert werden!

Variante 2 – die SRT ist gültig – Deine Folgerungen aus den bisherigen Aussagen zum Versuch:

1) Du hast festgestellt, das ich „dünner / kürzer“ geworden bin – ICH merke nichts davon.
2) Da es unmöglich ist, dass ich dünner / kürzer werde und der Bahnsteig aber keiner LK unterliegt, ist der Bahnsteig daher auch kürzer (wäre ja auch messbar)
3) Die Länge laut sRT kann man ausrechnen, die Werte für 0,5 c kennt man aber schon, der Bahnsteig ist 0,866 ls lang.
4) Bei einer Geschwindigkeit von 0,5 c wird es 1,73 Sekunden dauern (0,866/0,5) bis die vordere Kontaktplatte des Zuges die vordere Kontaktplatte des Bahnsteigs erreicht.
5) Du selber hast nicht gemerkt, dass Du dünner wärst (warum auch), also ist Dein Zug auch noch immer 1 ls lang.
6) Wenn die vorderen Kontaktplatten sich berühren, sind die hinteren Kontaktplatten daher noch 0,133 ls voneinander entfernt-
Deine Schlussfolgerung müsste aus diesen Experimentalergebnissen daher lauten: Es ist NICHT möglich, dass sich die vorderen und hinteren Kontaktplatten gleichzeitig berühren.


Variante 2 – die SRT ist gültig – meine Folgerungen.

1) Ich stelle fest dass Du dünner geworden bist.
2) Wie oben, kann ich davon ausgehen / sogar messen, dass der Zug kürzer ist
3) Ich messe, dass Dein Zug 0,866 ls lang ist.
4) Bei einer Geschwindigkeit von 0,5 c werden Deine hinteren Kontaktplatten in 1,73 Sekunden die hinteren Kontaktplatten des Bahnsteigs treffen.
5) Mein Bahnsteig ist, wie für mich deutlich sichtlich, noch immer 1 ls lang.
6) Wenn die hinteren Kontaktplatten sich treffen, sind die vorderen Kontaktplatten daher noch 0,133 ls voneinander entfernt.
Meine Schlussfolgerung: Es ist NICHT möglich, dass sich die vorderen und hinteren Kontaktplatten gleichzeitig berühren.

Wie zu erwarten, sagt die SRT aus, dass es unmöglich ist, das sich vordere und hintere Platten gleichzeitig treffen, weil eines der Plattenpaare noch 0,133 ls entfernt ist, wenn das andere Plattenpaar sich trifft.
Die SRT ist auch insoferne widerspruchsfrei, dass sie dies ausagt egal wer sich als ruhend oder bewegt definiert.

Was aber meiner Meinung nach hochinteressant ist:
Für Dich im Zug treffen sich ZUERST die beiden vorderen Platten DANN erst die hinteren. Für mich am Bahnsteig treffen sich ZUERST die beiden hinteren Platten DANN erst die vorderen.

Interessant ist dies daher, da die SRT zwar LK und ZD erlaubt aber KEINE Kausalitätsverletzung. Platt gesagt, wenn Person A um 10:00:00 Uhr einen Unfall hat und Person B um 10:00:05 Uhr dann gibt es KEIN Initialsystem in dem Person B seinen Unfall VOR Person A hat.
Kausalitätsverletzungen DARF es nicht geben. Man könnte ja sonst eine absurde (aber vollkommen reale) Situation konstruieren: Ein Bankräuber erschießt eine Geisel und wird dann sofort von der Polizei erschossen.
Wie soll in irgendeinem IS dann gesehen werden, dass der Bankräuber ZUERST von der Polizei erschossen wird?
Wie soll der tote Bankräuber dann noch wen erschießen?

Ich hoffe in den ganzen Schlussfolgerungen keine Fehler gemacht zu haben und würde Dich bitten sie einzeln nachzuvollziehen und zu bestätigen / widerlegen.

Falls Du aber keinen Fehler findest, wäre es wesentlich einfacher, nicht weiterhin von mir Beurteilungen von diversen Aussagen und Teilsituationen zu verlangen - dann wäre ja auch schon geklärt, das laut SRT die Platten sich laut SRT nicht gleichzeitig berühren KÖNNEN - , sondern sich darauf zu konzentrieren ob hier eine Kausalitätsverletzung vorliegt.

So auf den ersten Blick, kommt es mir zwar ziemlich komisch vor, dass wir da unterschiedlich beurteilen welches Plattenpaar ZUERST Kontakt hat.
Da die Kontakte aber nicht voneinander abhängig sind, bin ich nicht sicher ob hier Kausalitäten verletzt werden. Immerhin liegen, im Gegensatz zu dem Bankräuberbeispiel, die beiden Ereignisse 1 ls auseinander, das könnte eine wichtige Rolle spielen.

Aber, wie gesagt komisch ist es erst einmal schon.

Nehmen wir an, wir vereinbaren VOR dem Experiment, dass in dem Moment, wo im Zug die
vorderen Kontaktplatten sich berühren, dann gleichzeitig die hintere Kontaktplatte weggesprengt wird. Die Zeiten können ja vorher berechnet werden und die Sprengung daher ohne weiteren Eingriff über eine Zeitschaltuhr vorprogrammiert sein.

Gibt es dann „eine Welt des Zuges“ in der die vorderen Kontaktplatten sich berühren – die hinteren aber nicht, weil eine davon ja vor der Berührung weggesprengt wird?

Und eine „zweite Welt des Bahndammes“ in der die hinteren Kontaktplatten sich berühren – weil ja die hinteren Kontaktplatten sich aus dieser Sicht VOR den vorderen den Kontakt herstellen, also der Kontakt eindeutig schon stattgefunden hat, bevor dann der Sprengbefehl kommt?

Wie ich sehe, wird es notwendig sein, die laut SRT zutreffenden Zeiten zu berechnen, um hier eine Antwort zu finden.

Wenn die SRT richtig ist, dann kann da nur mehr über die ZD eine widerspruchsfreie Lösung gefunden werden.

Daher wäre ich sehr dafür, dass wir beide mal versuchen, hier genau zu untersuchen WANN nun was genau passiert.
Ich würde vorschlagen, das wir den Zeitpunkt, in dem der Zug in den Bahnhof einfährt und sich die vordere Kontaktplatte des Zuges mit der hinteren des Bahnhofs trifft als Start, also NULL annehmen und ab da zu berechnen was wann passieren wird.
Hab ich ja oben eigentlich schon gemacht - aber keine ZD berücksichtigt.

Also ich hoffe sehr, dass über die ZD diese mir einstweilen eher komisch vorkommende Situation klärbar wird.

Viele Grüße

PS: ImPrinzip wollen wir herausfinden ob an der LK "was dran" ist. Im Gegensatz zu anderen "Relativisten" bin ich der Meinung, dass die LK der SRT keine WIRKLICHEN Längenveränderungen beschreibt.

Warum soll ich (1.80 m groß - oder lang, wenn ich mich hinlege) irgendwie verändern, nur weil irgendjemand auf die Idee kommt in einem Raumschiff mit 0,5 c an mir vorbeizufliegen ?
Also ich bin fast sicher, dass die LK nicht in dem Sinn real ist, das irgendetwas wirklich kürzer wird - sei es weil vielleicht Atome plötzlich kleiner werden oder näher zusammenrücken (was sowieso alles eindeutig Blödsinn wäre)!

Und ich finde Dein Plattenbeispiel wirklich gut, hier mal mit der von der SRT geforderten LK (sofern man sie nicht prinzipielle ablehnt) etwas verständnismäßig weiter zu kommen.



Oha,

Du gibst ja richtig Gas jetzt ;)

Um es gleich vorne weg zu sagen - ja, genau auf diese Kausalitätsverletzung wollte ich hinaus, daher habe ich das Beispiel ja so gewählt und Dich bis zu diesem Moment geführt. Ich denke nämlich auch, mit den Lampen und Blitzen kann man sich das gar nicht wirklich vorstellen. HIER ist klar und eindeutig belegt, dass es so nicht stimmen kann. In der Tat treffen sich meine vorderen für mich zuerst, für Dich treffen sich logischerweise die hinteren zuerst. Das geht nicht und wird auch so nicht passieren. Das war auch das Beispiel mit den 2 Lichtsphären, nur halt jetzt ein wenig anders beschrieben. Darauf wollte ich übrigens auch bei Deinem Experiment mit der Rakete und Kurt hinaus, aber das brauchen wir jetzt ja nicht mehr.

So, nun zu den Einzelteilen.

Deine Antwort auf a) teile ich auch ganz, aufgeben wäre Blödsinn. Die Antwort b) jedoch teile ich natürlich ganz und gar nicht. Wir werden sehen, dass sich die Platten treffen und dass das Signal ausgelöst wird. Ein wichtiges Indiz dafür ergibt sich schon ganz von alleine aus den Forderungen und "Erklärungen" der RT. Es werden Lichtlaufzeiten gemessen und anhand derer dann Zeiten und Längen vermutet.

Die Antworten, die Du mir schon vorher gegeben hast, teile ich halb und teile sie auch halb nicht. Laut RT waren das alles, wie Du ja selber schon sagst, korrekte Antworten, aber z.B. die RdG, die LK und die ZD existieren für mich nur auf dem Papier, da würde ich Dir also im ernst durchaus widersprechen.

Da werden wir uns also tatsächlich darüber unterhalten müssen, wie das Licht sich verhält. Dazu habe ich ja oben schon geschrieben, dass das Licht sich schon durchaus so verhalten kann wie die RT das vorschreibt, aber damit ändert sich immer noch nicht das Verhalten von "normaler" Materie, das sind zwei paar Schuhe.

Variante 2 lehne ich also aus o.g. Gründen sowieso ab. HIER ist die RT nicht gültig und an einer Stelle, an der man sie entsorgen muss.

Für mich hast Du also keinerlei Fehler in Deiner Schlussfolgerung, das Problem tritt einfach auf und ist so nicht lösbar. Da das aber in der Tat eine Kausalitätsverletzung nach sich ziehen könnte, ist diese Möglichkeit einfach und komplett ab zu lehnen.

Deine Zeitschaltuhr funktioniert aber leider auch nicht, das wäre die nächste Kausalitätsverletzung. Du kannst keinen Timer einbauen, der eine Sprengung veranlasst, bevor sich die Platten treffen, WEIL sie sich treffen, das geht auch nicht ;) Da müsstest Du zumindest den exakten Zeitpunkt kennen, zu dem sie sich treffen - die Frage war aber, wie das dann für Dich aussieht und für Dich würde dann auch die Sprengung vor dem Kontakt erfolgen.

Was wir aber machen können, wir stellen uns das Problem einfach vor. Ich kann das jetzt nicht im Kopf überschlagen, aber ich bin mir sicher, dass die ZD das richtig auflösen kann - nur gibt es die ZD eben auch nicht, auch das ist eine Aussage über Lichtlaufzeiten, nicht über Realitäten. Dazu habe ich ja auch schon Beispiele gebracht. Das eine funktioniert nicht ohne das Andere, aber beides ist so überflüssig wie eine Mücke auf einer Pizza.

Wenn Du Dir mal die Minkowski-Diagramme ansiehst, erkennst Du auch gleich, dass es immer nur darum geht, wann wer welches Signal bekommt. Da die geforderterweise immer c haben, ergeben sich die Notwendigkeiten für ZD und LK, das ist aber nur so, weil man irgendwie die Zeiten und Längen wieder "reinholen" muss, anstatt sie einfach mal so sein zu lassen, wie sie halt sind. Harald hat dazu auch ganz gute Beispiele mit dem Besen usw gebracht, das bringt es gut auf den Punkt.

Herzliche Grüße und gute Nacht.
Jondalar
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Harald Maurer » So 21. Jul 2013, 01:02

Lübecker hat wieder irgend etwas geschrieben...und sieht seinen Fehler nicht ein.
Meine Vorgabe war, dass die Blitze Zugenden und Bahndammenden durchschlagen, und das wurde in weiterer Folge von den Relativisten bestritten, mit der Behauptung, die Blitze könnten nur entweder in den Bahndamm oder in den Zug einschlagen. In diesem Sinn hat auch Trigemina das Szenario dann vorgerechnet und die Blitzeinschläge nur auf den Bahndamm bezogen.
Jetzt auf einmal ist es doch möglich, dass die Blitze sowohl den Zug als auch den Bahndamm treffen. Nur - dann schlagen aus Sicht des Schaffners auch die Blitze in den Zug gleichzeitig ein! Denn dann kann der Schaffner ja nicht dem Licht in seinem Zug davonlaufen oder ihm entgegen! Und die Uhren des Zugs sind synchron zueinander, zeigen also beim Blitzeinschlag in den Zug dieselbe Zeit!
Also man muss sich entscheiden! Entweder bezieht man die Blitzschläge auf den Bahndamm, dann sieht es der Schaffner ungleichzeitig. Oder sie schlagen in den Zug, dann sieht es der Wärter ungleichzeitig. Und schlagen die Blitze sowohl in den Zug als auch in den Bahndamm, kann es nur für beide Systeme gleichzeitig sein.
Wieso sollten die Blitze in den Zug ungleichzeitig einschlagen, wenn sich beide Systeme in diesem Moment einander gegenüber befinden und beide in ihren Systemen synchron laufende Uhren haben? Wieso sollte der Schaffner einen Blitz früher sehen und den anderen später, wenn die Ereignisse "Blitze durchschlagen Zug UND den Bahndamm" zeitlich gar nicht trennbar sind! Da gelangt das Licht gleichzeitig in beide Systeme! Und da heißt es dann, man müsse sich entscheiden, für welches System nun die Gleichzeitigkeit gelten soll! Nur, wir können das nicht entscheiden, sondern Wärter UND Schaffner können sich für die Gleichzeitigkeit entscheiden. Und die Lösung für diese spezielle Situation lautet dann eben, jeder empfängt die Lichtsignale der Blitze gleichzeitig, nimmt dies aber beim anderen ungleichzeitig an!
Aber in allen Fällen sind die Ruhesysteme invariant, die Anfangsbedingung war, beide Ruhesysteme mit 2 LS. Und das verändert sich nie!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
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