
Super! Danke chief!
Jocelyne hat angemerkt, es könne nicht sein, dass die Ereignisse an ungleichen Orten stattfinden. Das ist auch nicht der Fall, denn was die LT verändert, sind die Koordinaten - und nicht die Ereignisse selbst. Die ungleichzeitigen Blitze nimmt ja der Beobachter im blauen IS wahr - und wie man sieht, ist für ihn ein Blitz näher als der andere. Er wird daher den näheren Blitz früher wahrnehmen als den anderen. Und deshalb wird der Beobachter im roten System schließen, der blaue Beobachter müsste die Blitze ungleichzeitig wahrnehmen! Ruht aber das rote System, so verläuft das genau umgekehrt. Die Wurzel der SRT liegt ja ursprünglich in der Auswertung der Lichtlaufzeiten unter Beachtung des Postulats. Erst später hat man die Messergebnisse ontologisiert und der Relativist wird heutzutage behaupten, auch wenn man die Lichtlaufzeiten herausrechnet, würde sich an der RdG nichts ändern.
Ralf hat zurecht darauf hingewiesen, dass man das rote System auch ein wenig verzerren müsste. Und das ist korrekt, denn auch das macht die LT, indem sie das rote System verkürzt und die Uhren darin langsamer laufen lässt. Und auch das gilt gegenseitig, je nachdem, welchen Beobachterstandpunkt man einnimmt. Die LT ist eine raffinierte Methode, die Koordinaten für jeden der Beoachter so vorzuschreiben, dass das Postulat in jedem der Systeme erhalten bleibt.
Ich verstehe die Hartnäckigkeit Lübeckers, der offenbar für alle Ewigkeit in seiner unrichtigen Ansicht festgefahren ist. Er kann auf die Unlogik, die in dem ganzen Vorgang steckt, einfach nicht einsteigen! Denn die Ereignisse nach LT sind nun mal gegen die Intuition. Deshalb ist die SRT nicht ganz so leicht zu verstehen, und manche verstehen gar nichts und glauben felsenfest an ihre Richtigkeit. Und sich über Gottes - äh, ich meine Einsteins Wort hinüber zu setzen, kommt ja schon überhaupt nicht in Frage! Der Mythos dieses Mannes verhindert bei so manchen, seine diversen Ausführungen zu hinterfragen. Aber Einstein, dessen SRT ja mit großer Wahrscheinlichkeit von seiner Frau Mileva gerechnet wurde (die eine hochbegabte Mathematikerin war!) hat vielleicht selbst nicht immer den Durchblick gehabt. Aber das wäre bereits ein Argument der Kritik, und ich gehe in meinen Schilderungen davon aus, dass es sich so verhält, wie die SRT aussagt. Was ja auch der Fall sein müsste, wenn das Postulat einen realen Prozess beschriebe. Ob das tatsächlich der Fall ist (die Relativisten sagen ja, die Kritiker sagen nein) darf daher bei einem Versuch, die SRT zu "verstehen", nicht bezweifelt werden!
Die Koordinaten und Zeiten (und nicht die Ereignisse selbst) unterscheiden sich je nach Beobachter deshalb, weil jeder seinen eigenen Maßstab und seine eigene Uhr benutzt und jeder in seinem Ruhesystem das andere System ja bewegt sieht!
Für den Kritiker sollte gelten, dass er zuerst mal die SRT im kleinen Finger haben muss, um sie überhaupt hinterfragen zu können!
Petry zeigt in Wiki, wie man es richtig darstellt. Er zeigt zuerst ein Bild, das die Sicht des einen Beobachters darstellt, in dessen IS die Signale gleichzeitig ankommen und danach ein Bild des anderen Beobachters, in dessen IS die Signale auch gleichzeitig ankommen! Das müsste eigentlich schon genügen, um zu verstehen, was die LT machen muss, um diese Situationen mathematisch zu erfassen!


Wer's damit nicht begreift, dem ist nicht zu helfen!
Grüße
Harald Maurer