Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Fr 3. Mai 2013, 12:34

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:1. Trifft es zu, dass entgegen der Auskunft der PTB die Effekte der Speziellen Relativitätstheorie aufgrund ihrer Geringfügigkeit und Irrelevanz bei der routinemäßigen GPS-Anwendung nicht berücksichtigt werden?


Nein, das trifft nicht zu und das Thema habe ich auch ausführlich hier erörtert.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=478


Da haben wir das erste Problem: Es gibt nämlich auf der internationalen Ebene schon seit Jahrzehnten Experte der GPS-Technologie - worunter Du nicht gehörst


Nein, ich bin kein GPS-Experte, aber ich beherrsche einfache Realschulmathematik.

Und drüben beim Raketenseilparadoxon hab ich über mehrere Methoden vorgerechnet, wie der Verstimmungsfaktor 4,4*10-10 zustande kommt…

…das ist also der Faktor, um den man die Satellitenuhren langsamer macht, damit sie mit den Bodenuhren einigermaßen synchron laufen.

Das Einzige, was nun die “Kritiker” dem entgegen setzen konnten, ist die relativistische Erklärung zu streichen, um dafür ominöse Ortsumstände zu postulieren, das allerdings ohne den leisesten Hauch einer Begründung, worin denn diese Umstände bestünden.

Ralf Maeder hat geschrieben:Bei dieser etwas aufgeheizten Diskussion komme ich nicht umhin, ueber den Begriff "normale Menschen" zu stolpern.


Nehmen wir nur mal eine Rechenaufgabe, die auch ein “normaler” Mensch begreifen könnte, auch ohne Mathekenntnisse.

Wir haben zwei identische Zollstöcke. Einen tun wir in die Waschmaschine, den Anderen lassen wir heraußen. Nach dem Waschgang stellen wir mit Entsetzen fest, dass der gewaschene Zollstock um den Faktor 0,6 geschrumpft eingelaufen ist.

Und jetzt vergleichen wir die gewaschenen Zentimeter mit den ungewaschenen Zentimetern.

Und stellen fest: Auf 6 ungewaschene Zentimeter kommen 10 gewaschene Zentimeter.

Leute die das nicht begreifen, sind nicht normal, und es ist mehr als nur lächerlich, dass solche Blindgänger etablierte Physik in Frage stellen wollen.

Und jetzt klicken wir da drauf….

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=535

Chief hat geschrieben:Also, verkürzt heißt größer? Richtig? :lol: :lol: :lol:


Highway hat geschrieben:Ja klar, hatten wir doch schon! :mrgreen: Längenkontraktion ist das andere Wort für Vergrößerung. :lol:


Kein normaler Mensch wird ernsthaft die Beiden als normal bezeichnen können.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 3. Mai 2013, 13:09

julian apostata hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Da haben wir das erste Problem: Es gibt nämlich auf der internationalen Ebene schon seit Jahrzehnten Experte der GPS-Technologie - worunter Du nicht gehörst


Nein, ich bin kein GPS-Experte, aber ich beherrsche einfache Realschulmathematik.


Das beherrschen auch die genannten GPS-Experten, nicht nur Du... 8-)


Es ist hier übrigens völlig irrelevant, wer in der Bevölkerung Deutschlands neben Julian Apostata die einfache Realschulmathematik beherrscht oder nicht.

Relevant ist hier einzig, dass internationale Fachexperten der sehr komplexen GPS-Technologie darlegen, dass die Effekte der SRT aufgrund ihrer Geringfügigkeit keine Relevanz in der GPS-Anwendung besitzen, und dass die PTB das Gegenteil behauptet.

Und dieser Widerspruch muss nun von der PTB geklärt werden, als angesprochene zuständige und verantwortliche Stelle für die Uhrensynchronisation und der Interpretation des CERN-Experiments. Die PTB schweigt aber...

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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Sa 4. Mai 2013, 12:49

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Relevant ist hier einzig, dass internationale Fachexperten der sehr komplexen GPS-Technologie darlegen, dass die Effekte der SRT aufgrund ihrer Geringfügigkeit keine Relevanz in der GPS-Anwendung besitzen


http://de.wikipedia.org/wiki/GPS#Relativistische_Effekte

Dazu wird die Schwingungsfrequenz der Satelliten-Uhren auf 10,229999995453 MHz verstimmt, so dass trotz der relativistischen Effekte ein synchroner Gang mit einer irdischen Uhr mit 10,23 MHz gewährleistet ist.


Jocelyne Lopez hat geschrieben:und dass die PTB das Gegenteil behauptet


Ob jetzt Herr oder Frau PTB das Gegenteil behaupten, oder J.Lo mal wieder was falsch versteht (wobei letzteres wahrscheinlicher ist), ist völlig wurst, das hat gar nichts damit zu tun, ob die SRT richtig oder falsch ist.

Hier noch mal einer dieser dämlichen Links, die von ihr gern als “Beweis” gegen die SRT angeführt wird.

http://www.kritik-relativitaetstheorie.de/2011/09/das-ehrenfest-paradoxon-widerlegt-die-relativitatstheorie/

Gemäß Annahmen der Speziellen Relativitätstheorie wird der Umfang eines drehenden Rades kleiner, wobei der Radius des Rades unverändert bleibt!!



Richtig müsste es heißen:

wird der Umfang eines drehenden Rades größer (aus Sicht des Rades) wobei der Radius des Rades unverändert bleibt!!


Längenkontraktion heißt (jetzt aber im Beobachtersystem):

Nicht rotierendes Rad mit 100 Meter Durchmesser hat 314 “unverkürzte Meter”

Rotierendes Rad (0,19*c) mit 100 Meter Durchmesser hat 320 “verkürzte Meter”

Diese Meter sind allerdings nicht verkürzt im Radsystem, dort hat sich lediglich PI auf den Wert von 3,2 erhöht.

Hier ist es noch mal erklärt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenfestsches_Paradoxon

Chief hat geschrieben:Du scheinst tatsächlich Probleme zu haben? Bedeutet nun "Kontraktion" Vergrößerung oder Verkürzung? :shock:


Eine Verkürzung des Meters bei gleichzeitiger Vergrößerung der Meterzahl. Aber manche werden das nie begreifen.

Dass man auf solche Leute in der Fachwelt gar nicht erst reagiert, ist ja wohl offensichtlich.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 4. Mai 2013, 13:30

julian apostata hat geschrieben:
Ob jetzt Herr oder Frau PTB das Gegenteil behaupten, oder J.Lo mal wieder was falsch versteht (wobei letzteres wahrscheinlicher ist), ist völlig wurst, das hat gar nichts damit zu tun, ob die SRT richtig oder falsch ist.


Doch, die PTB behauptet, dass die Berücksichtigung der relativistischen Effekte solche präzise Messungen erlauben, dass das Postulat Einsteins c=const durch das CERN-Neutrinoexperiment bestätigt wurde: Es gilt c=const, obwohl man c=const durch c+v von Sagnac korrigiert hat... :?

Und diesen Widerspruch soll eben die PTB bzw. jetzt ihre Aufsichtsbehörde (das Ministerium für Wirtschaft und Technologie) beseitigen.

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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » So 5. Mai 2013, 03:48

Folgende Rechnung:

Unsere Erde hat exakt 40 000 km Umfang, ihre Gestalt ist perfekt kugelförmig, c beträgt exakt 300 000 km/s. Die Umlaufgeschwindigkeit am Äquator beträgt exakt 465m/s.

Unser Experiment platzieren wir im Golf von Guinea, dort wo Greenwichmeridian und Äquatorlinie sich schneiden.

Entlang eines Glasfaserkabels schicken wir entlang des Äquators zwei Lichtstrahlen nach West (Richtung Brasilien) und Ost (Richtung Afrika).

Wann treffen sich beide Lichtstrahlen?

Dazu müssen wir das Erdsystem verlassen und uns in ein Inertialsystem begeben, was bei der Erdrotation nicht mit macht.

Der Außenbeobachter registriert: Beide Lichtstrahlen treffen sich nach (2/15)s

In der Zeit hat sich die Erde weiter gedreht um 465 m/s mal (2/15)s = 62 Meter.

62 Meter östlich des Ausgangspunktes des Experimentes treffen sich also beispielsweise beide Lichtstrahlen.

Würden also die Experimentatoren auf der Erde die Konstanz von c auch auf rotierende Systeme anwenden, so würden sie zu dem Schluss kommen, der Weg nach Westen zum Ausgangspunkt zurück wäre 62 Meter kürzer als der Weg nach Osten.

Um auf derartige Weise den Erdumfang zu ermitteln, müssen wir also die Konstanz von c für rotierende Systeme aufgeben. Dies ist einfache Realschulmathematik.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Es ist hier übrigens völlig irrelevant, wer in der Bevölkerung Deutschlands neben Julian Apostata die einfache Realschulmathematik beherrscht oder nicht.


Relevant ist hier jedenfalls:

Entweder beherrscht J.Lo einfache Realschulmathematik nicht, oder wenn sie sie doch beherrschte, müssen wir davon ausgehen, dass sie ihre Leser absichtlich hinters Licht führen will, indem sie die SRT verfälscht darstellt.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon gert » Mo 6. Mai 2013, 03:40

Bei meinem Beitrag habe ich mich gründlich verrannt. Ich hatte mich in die SRT ohne die Annahme eines Äthers so intensiv hineingedacht, dass ich am Ende gänzlich vergessen hatte, dass ich eben genau dieser Auffassung bin. Ich bin eine überzeugter Anhänger des TAO-Matrix-Modells von Harald Maurer und hatte diese Vorstellung bereits bevor ich dessen Beschreibung im Internet entdeckt hatte. Anstatt mir Gedanken zu machen, was sich Einstein bei der Abfassung der SRT gedacht hatte, wäre es besser gewesen, dieses Modell in einer erweiterten Form vorzustellen.

Vor einigen Jahren wurde mir ein Buch empfohlen, das so einen Äther beschreibt, allerdings mit der Bezeichnung „Planck-Äther“. In beiden Modellen gibt es „eigentlich“ nur Ätherteilchen; die gewöhnliche Materie stellt eine Art Störung, Abweichung von der Norm dar, die die Gleichförmigkeit des „leeren“ Raums unterbricht (übrigens scheint auch Einstein in [url=http://wikilivres.ca/wiki/Äther_und_Relativitätstheorie]Äther und Relativitätstheorie[/url] in dieser Richtung gedacht zu haben: „Es würde dann der Gegensatz Äther - Materie verblassen...“).

Auf dem ersten Blick scheint es einen ganz wesentlichen Unterschied bei den Modellen zu geben: im „Planck-Äther“ gibt es mehrere Arten von Ätherteilchen. Man kann sich aber vorstellen, dass es zunächst nur eine Art gegeben hat, aus denen durch Symmetriebrechung mehrere Arten entstanden sind, die durch 3 Quantenzahlen, Masse, el. Ladung und Spin, charakterisiert sind. Zusammen mit der Annahme, dass diese Teilchen in Form eines Kristallgitters (kubisch flächenzentriertes Kristallgitter) angeordnet sind, kommt der Autor, Klaus Volkamer, in Feinstoffliche Erweiterung der Naturwissenschaften, zu Modellen für die Elementarteilchen, aus denen eine, für meine Begriffe höchst erstaunliche Menge an empirisch ermittelten Eigenschaften vorhergesagt werden kann, soviele Eigenschaften, dass ich an „Zufälle“ nicht mehr glauben kann. Elementarteilchen bestehen aus mehreren Ätherteilchen, die nicht in das geordnete Gefüge des Gitters passen, einzelne „freie“ Ätherteilchen erscheinen je nach Massevorzeichen als dunkle Masse oder dunkle Energie.

Die Beschreibung und die Diskussion dieser Modelle gehört noch zu den, für einen Laien wie mich, noch verhältnismäßig leicht verständlichen Teilen des Buches und sie sind auch besonders gut geeignet, den Wert dieser Theorie als eine grundlegende Beschreibung der Wirklichkeit nachzuweisen. Ich will hier ein paar Beispiele bringen, nicht zu viele (je mehr ich bringe, desto größer die Gefahr, dass ich etwas falsch darstelle), aber soviele, dass ich damit ein Interesse wecke (wie ich hoffe).

Als Beispiele seien die relative Stabilität der Teilchen und ihre möglichen Zerfallsprodukte erwähnt, oder warum in bestimmten Teilchenfamilien nur genau die Anzahl an Gliedern möglich sind, die auch tatsächlich aufgefunden wurden. Mit einer Formel, bestehend aus einem Hauptterm (der leicht zu berechnen ist) und mehreren Nebentermen (die schwer zu berechnen sind), die er als Näherungsformel benutzt, indem er die Nebenterme weglässt, kann er die Ruhemassen der Elementarteilchen teilweise extrem genau voraussagen. In anderen Fällen ergeben sich (mit der Näherungsformel) etwas größere Abweichungen, die aber gut begründbar sind und deshalb die Theorie abermals bestätigen.

Ich erwähne auch beispielhaft, dass auch das Quarkmodell in gewisser Weise in diesem Modell sichtbar wird, da die Nukleonen aus drei Teilen zusammengesetzt angesehen werden können (drei "Urbindungslinien"), die dann zu 1/3 und 2/3 aufgeteilt werden können. Die Nukleonen haben in diesem Modell die Form eines Oktaeders (drei nicht benachbarte Kanten, "Urbindungslinien" definieren ein Oktaeder!). Die Mesonen, als aus 2 Quarks bestehend betrachtet, sind im Modell durch 2 Urbindungslinien charakterisiert und besitzen die Form eines gleichseitigen Tetraeders. “Neben der Vermeidung gebrochener elektrischer Ladungen +(2/3)キe und -(1/3)キe zusätzlich zur elektrischen Elementarladung e wie beim Quarkmodell, ..., erklärt das Oktaedermodell auch zwanglos, warum keine freien “Quarks” existieren: Freie Subkomponenten im geometrischen Oktaeder- oder Tetraedermodell sind automatisch entweder das das Elektron oder die Neutrinos als Grundbausteine (UR-Teilchen) jeder Teilchenart.”. Ähnliches auch bei den Photonen: Photonen können in diesem Modell als aus 2 Neutrinos zusammengesetzt betrachtet werden (= Neutrinotheorie des Lichts nach de Broglie!).

Wie gesagt, dies sind nur Beispiele aus einem Kapitel in dem Buch mit etwa 45 Seiten, die ich nicht ganz wiedergeben kann.

In dem Buch wird (nach einigen einführenden Kapiteln) ein experimenteller Nachweis und Charakterisierung von „freien“ Ätherteilchen vorgenommen. Bei der Theoriebildung wird von der SRT ausgegangen, da sie (nach Volkamer) die einzige Theorie ist, die die bekannten 3 Materiearten (Materie, Antimaterie, elektromagnetische Strahlung) vorhersagen kann. Die SRT wird erweitert, indem in die Lorentz-Transformationsgleichungen ein Faktor i^n (i = imaginäre Größe, n =ganzzahlig) eingefügt wird, um auch die Bereiche außerhalb des Lichtkegels im Minkowski-Raum mathematisch beschreiben zu können (ich nehme an, dass dies eine Standardmethode darstellt). Aus dieser Erweiterung ergeben sich (rein mathematisch) 2 weitere 4-dimensionale Räume; nach dieser „XSRT“ ist unser Universum 12-dimensional. In diesen Räumen sind (ergibt sich mathematisch) nur Überlichtgeschwindigkeiten möglich.

Aus der erweiterten SRT kann Volkamer die empirisch ermittelten Eigenschaften der Ätherteilchen auch theoretisch erklären. In einer Tablle zählt er 6 Eigenschaften auf, die sowohl empirisch ermittelt, als auch theoretisch durch die „XSRT“ vorhergesagt werden. Ein siebente Eigenschaft kann er ebenfalls theoretisch ableiten.

Ich will mich hier nur mit diesen wenigen Beispielen begnügen, was alles in diesem Buch behandelt wird (das Inhaltsverzeichnis gibt weiteren Aufschluss darüber). Für meine Begriffe „passt“ in dieser Theorie alles bestens; für mich ist das die derzeit zukunftsträchtigste physikalische Theorie.

Was ich bedauere, dass es in der Vergangenheit nicht geschehen ist, und was ich mir für die Zukunft geändert wünsche: Diese Theorie sollte in Foren (wie zu Beispiel hier) diskutiert werden – sie wäre es wirklich wert!
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Mo 6. Mai 2013, 12:20

Chief hat geschrieben:Laue behauptet, dass laut Fizeau das Licht von Glas vollständig mitgeführt wird, dass also c'=c/n gilt. Erst durch Anwendung der Apostelschen Addition soll man den Fresnel-Koeffizienten erhalten: c' = (c/n+-v)/(1+-c/n*v/c²).



Kein Problem, dann lassen wir unseren Lichtstrahl eben über ein Spiegelsystem um die Erde rasen und saugen zugleich noch die Atmosphäre ab (so wie im Film “space balls“). GPS-Signale bewegen sich ja auch vorwiegend im Vakuuum.

Bild

Jedem, der ein bisschen denken kann, müsste nun (aufgrund obigen Rechenbeispiels) völlig klar sein, dass die Konstanz von c in rotierenden Systemen nicht aufrecht erhalten werden kann.

J. Lo möchte nun den Lesern hier ihr eigenstäniges Denken nehmen, mitunter auch mit so Bemerkungen wie: Um die SRT zu verstehen, bräuche man ein Studium, womit sie zu erkennen gibt, das sie gar nichts kapiert.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 8. Mai 2013, 05:02

Luebecker, danke dass du vorbeischaust.

Falls du dieses Thread lesen solltest, so wirst du aus meinen Kommentaren herauslesen, dass ich Laie bin, der sich schon ein wenig in die SRT reingelesen hat. Auf der Formel- und Matheseite habe ich zur Zeit keine grossen Staerken, aber ich denke, das sollte dem Verstehenkoennen der Konzepte keinen Abbruch tun.

Wenn ich ein kleines Resumee mache ueber meine Verstaendnisprobleme, so denke ich, dass das konsequente und richtige Umsetzen der Invarianz der Lichgeschwindigkeit das erste grosse Problem bereitet.
Es bereitet mir Probleme zu verstehen, was die konkreten Voraussagen dieses Postulates sind. So zum Beispiel der in diesem Thread von mir beschriebene Fall der beiden gleichzeitig einschlagenden Blitze:
Mein Verstaendnis sagt mir, dass aufgrund der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit fuer jedes Bezugssystem, in diesem Fall der bewegte sowie der unbewegte Beobachter die beiden Blitze im jeweils eigenen Bezugssystem als gleichzeitig wahrnehmen sollten. Das wurde von einigen bestaetigt, von anderen verneint.
Auch ist mit nicht klar, wie oder warum die Lorentz-Transformation bei der Wahrnehmung der beiden Blitze beim bewegten Beobachter ansetzt? Wenn ich doch die Blitze auch in seinem Bezugssystem als gleichzeitig annehmen kann (hier spielt wieder die Invarianz der LG ein Verwirrspiel mit einem, oder ist es die LT?).

An anderer Stelle liest man auch, dass sogar geschlagene Wissenschaftler sich darueber streiten, wie man als ruhender Beobachter die Geschwindigkeit von zwei Lichtstrahlen bewerten soll, die sich im eben diesen ruhendem Bezugssystem entgegen kommen: mit 1c oder mit 2c?
Oder Lichtstrahlen, die in ausgedachten Versuchsaufbauten in einem Bezugssytem ausgesandt werden und in einem zweiten Bezugssystem wieder diesselbe Geschwindigkeit haben und so vermeintliche Postulat- oder Logikverletzungen ausloesen sollen (nicht laut SRT).

Wie gesagt, die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit ist die groesste Verstaendnishuerde. Wie soll man sie korrekt umsetzen um nicht in Paradoxa oder vermeintlichen Postulatverletzungen zu verfallen?
Natuerlich ist die Lorentz-Transformation mit ihrer Zeitdilatation und Laengenverkuerzung auch ziemlich schwer verdaulich, ahnlich den Konsequenzen der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit, aber dann kannst du ja gleich die ganze SRT nochmal erklaeren. Ich waere schon froh, wenn ich ein kleines Aha-Erlebnis erlangen koennte.

Gruss Ralf.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon julian apostata » Mi 8. Mai 2013, 12:47

Lübecker hat geschrieben:Nun sind zwei sehr schnelle Rennwagen gegeben, jeder hat eine Geschwindigkeit von v = 0.9c, beide fahren wieder einander entgegen. Der Beobachter am Straßenrand stellt fest, der Abstand zwischen beiden Wagen ändert sich mit 1.8 c und das steht nicht im Widerspruch zur SRT.

Jetzt kommt der Bezugssystemwechsel, wie schnell misst der eine Fahrer den anderen Wagen auf sich zukommen?

Nach Newton mit 1.8 c, nach der SRT gilt (0,9c + 0,9c) / (1 + 0,9c * 0,9c) = 0.99447513812 c

Zweifler stolpern hier leider sehr oft. Sie glauben nach der SRT dürfte auch der Beobachter am Straßenrand für die Änderung des Abstands nie v > c messen


Und aus dem Grunde bin ich dafür, dass man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlägt, wenn das möglich ist. Deshalb hier noch mal meine grafische Umsetzung des Bornschen Gedankenexperimentes.

Bild

Aus Erdsicht verringert sich der Abstand zwischen beiden Raketen tatsächlich mit 1,2*c, das ist aber keine Geschwindigkeit, sondern nur eine Abstandsverringerung.

Im Ruhesystem der einen Rakete kommt allerdings die andere Rakete mit dem “relativistischen Doppel” von 0,6*c daher, das wären dann (15/17)*c

Und im System der 3.Rakete (nicht kollidierende Rakete) kommt die stoßende Rakete mit (15/17)*c daher um nach dem Stoß mit 0,6*c weiter zu ziehen.

Und somit wären auch Fliege Nummer 2 und 3 erledigt.

Der relativistische Impuls und die Umwandlung von kinetischer Energie in Masse (E=m*c²)

Wer es selbst bei Max Born nachlesen will, sei vorgewarnt. Das Ganze ist so extrem umständlich beschrieben, dass es wohl die Wenigsten kapieren.

Auch ich hab’s erst kapiert, als ich das Buch weggelegt habe und anhand eigener Skizzen (und Animationen) mir die Sache klar gemacht habe.
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Re: Gibt es eine relativistisch-konstante Lichtgeschwindigkeit?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Mai 2013, 18:49

Chief hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:...Aus Erdsicht verringert sich der Abstand zwischen beiden Raketen tatsächlich mit 1,2*c, das ist aber keine Geschwindigkeit, sondern nur eine Abstandsverringerung.
...

Und wie nennt man diese Abstandsverringerung pro Zeiteinheit wenn zwei Raketen aufeinander zu fliegen? :mrgreen:


Ich würde tippen auf Relativgeschwindigkeit...

Eine Abstandsänderung zwischen zwei Objekten gibt es nicht ohne Bewegung, logisch, und eine Bewegung ist nicht meßbar ohne Zeiteinheit, auch logisch.

Der Satz "das ist aber keine Geschwindigkeit, sondern nur eine Abstandsverringerung" ist völlig sinnfrei, Physik ist das auf jeden Fall nicht. 8-)
.
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