Schall(iges)

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Re: Schall(iges)

Beitragvon Tontechniker » Mo 4. Feb 2013, 00:56

Kurt hat geschrieben:Was sagst du zum Wind der konstant weht, kommen da die 1000 Hz beim Mikrophon an oder nicht?


Kommt darauf an. Möglicherweise kommt von der Schallwelle gar nichts mehr beim Miko an. Der Wind trägt die Schallwellen nicht voran, sondern konkurriert mit ihnen. Schallwellen sind Luftdruckschwankungen, die Luftatome in eine periodische Schwingung versetzen, die sich auf andere Luftatome überträgt. Wind raubt einem Schallereigis zuerst einmal Energie, weil der die Luftatome beeinflusst, er hat aber keine Auswirkung auf die Frequenz der der Schallwelle.

Was das alles mit einem Szenario zu tun haben soll, bei dem die Schallgeschwindigkeit für einen Beobachter anders als für das Medium ist, will sich mir nicht erschliessen. Die Windgeschwindigkeit ist nicht gleichbedeutend mit der Schallgeschwindigkeit des Mediums Luft.
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Re: Schall(iges)

Beitragvon Kurt » Mo 4. Feb 2013, 01:20

Tontechniker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Was sagst du zum Wind der konstant weht, kommen da die 1000 Hz beim Mikrophon an oder nicht?


Kommt darauf an. Möglicherweise kommt von der Schallwelle gar nichts mehr beim Miko an. Der Wind trägt die Schallwellen nicht voran, sondern konkurriert mit ihnen.

So würde ich das nicht sehen.
Es stimmt dass Wind die Schallereignisse -kaputtmacht-, wir geren hier aber vom -idealem Wind- aus, also von Wind der schön gleichmässig weht.
Und der macht dem Schall nichts aus.

Tontechniker hat geschrieben:Schallwellen sind Luftdruckschwankungen, die Luftatome in eine periodische Schwingung versetzen, die sich auf andere Luftatome überträgt. Wind raubt einem Schallereigis zuerst einmal Energie, weil der die Luftatome beeinflusst, er hat aber keine Auswirkung auf die Frequenz der der Schallwelle.


So sehe ich es auch, die Frequenz bleibt gleich, denn was soll Wind da schon verändern können.
1000 Schwingungen abgesetzt ergeben 1000 Schwingungen empfangen.
Und das alles in einer Sekunde.
Wie schnell diese 1000 beim Mikro ankommen ist ja schliesslich egal.
Gut, wir sind uns also einig das Wind keinen Einfluss auf die Empfangesfrequenz ausübt.

Tontechniker hat geschrieben:Was das alles mit einem Szenario zu tun haben soll, bei dem die Schallgeschwindigkeit für einen Beobachter anders als für das Medium ist, will sich mir nicht erschliessen. Die Windgeschwindigkeit ist nicht gleichbedeutend mit der Schallgeschwindigkeit des Mediums Luft.


Ich suche jemanden der mir beim Denken hilft, du hast dich halt angeboten, es soll nicht zu deinem Nachteil ausgehen!

Es läuft darauf hinaus dass Licht von Galaxien die sich mit 5-facher Lichtgeschwindigkeit von uns entfernen trotzdem bei uns ankommt.
Und dazu möchte ich Schall verwenden, denn er funktioniert analog zu Licht.
Es wird bei Schall zwar ein anderes Medium verwendet, das spielt aber keine Rolle.
Ich versuche zu zeigen das Schall, der von einem Wind getragen wird der sich mit 5-facher Schallgeschwindigkeit(weg) bewegt, auch noch beim Mikro ankommt das "ruht".

Es ist einfach eine andere/eine érweiterte Denke notwendig.
Das versuche ich gerade anzutesten.
Denn meine Gedanken dazu sind noch lange nicht fertig, wenn du mir dabei hilfst dann ist das gut!!


Kurt
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Re: Schall(iges)

Beitragvon Yukterez » Mo 4. Feb 2013, 01:25

Wenn sich der Wind zwischen Sender und Empfänger nur mit 10m/sek gleichmäßig bewegt, so haben wir an beiden Orten die selbe Frequenz. Wenn der Wind allerdings in Richtung Sender oder Empfänger beschleunigt, oder während das Signal unterwegs ist die Richtung ändert, dann haben wir einen Dopplereffekt. Der Wind bewegt immerhin das Medium Luft, durch welches sich der Schall durchkämpft.

Kurt hat geschrieben:Denn meine Gedanken dazu sind noch lange nicht fertig

Aber dein Ergebnis steht schon fest ? Na Hauptsache 5c.
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Re: Schall(iges)

Beitragvon Tontechniker » Mo 4. Feb 2013, 03:05

Yukterez hat geschrieben:Wenn der Wind allerdings in Richtung Sender oder Empfänger beschleunigt, oder während das Signal unterwegs ist die Richtung ändert, dann haben wir einen Dopplereffekt. Der Wind bewegt immerhin das Medium Luft, durch welches sich der Schall durchkämpft.


Ich bin mir bei dieser Frage nicht sicher, denn mit solchen Problemen hatte ich in der Praxis noch nie zu tun, aber ich vermute mal, dass auch ein die Richtung ändernder Wind keinen Einfluss auf die Frequenz einer Schallwelle hat. Eine Schallwelle ist eine durch Luftmoleküle transportiere Information, der Wind transportiert aber nicht diese Information, sondern nur die Luftmoleküle. Und er nimmt keine Rücksicht darauf, ob ein Luftmolekül gerade sinnlos in der Luft herum hängt oder daran beteiligt ist, eine Schallwelle zu transportieren. Er nimmt das betroffene Molekül einfach mit und beraubt es seiner aktuellen Aufgabe. Um Schall zu übertragen müsste das Luftmolekül sich in der Frequenz des Schalls hin und her bewegen können, also auf eine zu einem Windstoss vergleichbar geringe Energie reagieren, nämlich auf den sinkenden Luftdruck im negativen Bereich der Schallwelle. Das Luftmolekül müsste sich also rückwärts bewegen, obwohl es vom Wind in viel stärkerem Mass nach vorne geblasen wird. Das halte ich für unmöglich.
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Re: Schall(iges)

Beitragvon Yukterez » Mo 4. Feb 2013, 03:32

Bei einem Wind mit Turbulenzen ist das freilich so, aber bei einem gleichmässigen Wind, wenn wir uns das idealisiert vorstellen, wäre es m.M. das gleiche, wie wenn die Luft ruht, während Sender und Empfänger beide in die selbe Richtung beschleunigen. Auf Wikipedia las ich: "Ähnlich lautet die Begründung dafür, dass man mit dem Wind besser hört als gegen den Wind, obwohl die Bewegung des Mediums Luft angesichts der Größe der Schallgeschwindigkeit die Schallausbreitung kaum beeinflusst" - das "kaum" interpretiere ich als "durchaus". Ich werd mich da mal einlesen.
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Re: Schall(iges)

Beitragvon Kurt » Mo 4. Feb 2013, 15:35

Tontechniker hat geschrieben:Was das alles mit einem Szenario zu tun haben soll, bei dem die Schallgeschwindigkeit für einen Beobachter anders als für das Medium ist, will sich mir nicht erschliessen. Die Windgeschwindigkeit ist nicht gleichbedeutend mit der Schallgeschwindigkeit des Mediums Luft.


Ganz spontan und kurz.


Die Windgeschwindigkeit ist nicht gleichbedeutend mit der Schallgeschwindigkeit des Mediums Luft.


Die Schallgeschwindigkeit ist eine Eigenschaft des Mediums.
Die Windgeschwindigkeit ist eine Aussage eines Beobachters,
eines Beobachters der auf der Stasse festgenagelt ist.

Nimm die Strasse weg dann hast du keine Windgeschwindigkeit mehr.
Dann ist die Schallgeschwindigkeit nachwievor eine (vom Wind unbeeinflusste) Eigenschaft des Mediums.
Alle Überlegungen die zu Wind/mit Wind, gemacht werden sind eigentlich unnütz, denn das ist ja nur eine Aussage des Beobachters.
Strasse weg, Beobachter mit dem "Wind" mitreisend, schon ist der Umstand "Wind" verschwunden.
Somit ist der Denkapparat frei in -Schallgeschwindigkeit im Medium- zu denken.

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Re: Schall(iges)

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 4. Feb 2013, 17:00

Als Quer- und Spät-Einsteiger in die Debatte will ich nicht mit Zitaten eurer Beiträge arbeiten, sondern nach Durchsicht dieses Threads einige Aussagen machen:

Wenn von einer Schallquelle ein Signal mit 1000 Hz gesendet wird, dann ist es ziemlich egal, welches Medium sich zwischen Lautsprecher und Mikrofon befindet - es wird auch eine Frequenz von f=1000 Hz empfangen. Begründung mit der Formel c=λ/T: Die Periodendauer T ist gleich bei Quelle und Detektor, die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist ebenfalls gleich bei Lautsprecher und Mikro - somit kann die Wellenlänge λ berechnet werden, die somit auch gleich ist - dann ist die Frequenz f als f=T^-1 ebenfalls gleich.

Die Schallgeschwindigkeit kann auch rechnerisch ermittelt werden - eine Formel ist: c=sqrt(κ * p/ρ)=sqrt(1,402 * 101325 N/m² / 1,2041 kg/m³)=343,47 m/s
Siehe: http://de.theoriefinder.wikia.com/wiki/Schallgeschwindigkeit. Wobei der (Luft-)Druck z.B. durch Änderung der Temperatur des Gases änderbar wäre und die Dichte durch Kompression und Evakuierung.

Bei der Schallübertragung bleiben die (Luft-)Moleküle weitgehend an ihrem Platz - mit Schallgeschwindigkeit breitet sich ein Druckimpuls aus.
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Re: Schall(iges)

Beitragvon Kurt » Mo 4. Feb 2013, 20:16

Lübecker hat geschrieben:Es gilt das Relativitätsprinzip,
...
Etwas anderes ist es, wenn der Beobachter im Medium ruht und sich die Schallquelle mit Überschallgeschwindigkeit entfernt. Hier erreicht das Signal natürlich den Beobachter.


Hier in diesem Faden geht es nicht um Überschallgeschwindigkeit, auch kommt diese hier nicht vor.
Mache bitte einen eigenen Faden auf wenn du da was bereden willst.

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Re: Schall(iges)

Beitragvon Kurt » Mo 4. Feb 2013, 21:48

Lübecker hat geschrieben:5 c_schall ist fünffache Schallgeschwindigkeit und das ist ja wohl Überschallgeschwindigkeit!


Warts ab, vielleicht kannst dus dann verstehen.
Auch bei 5c tritt nirgends "Überschall" auf!

Bitte einen eigenen Faden wenn du Überschall bereden willst, hier stört es nur.


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Re: Schall(iges)

Beitragvon Yukterez » Di 5. Feb 2013, 01:20

5-fache Licht- oder Schallgeschwindigkeit ist also keine Überschallgeschwindigkeit ? Na das ist ja mal eine Ansage.

Bild, Yukterez.
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