acadam hat geschrieben:1. Warum wird besonders gern auf Einstein "herumgehackt"? Es gibt noch so viele andere Wissenschaftler mit weitaus angriffsfähigeren Theorien
Der Mensch ist ohne seinen geistigen Überbau ein Stück Frischfleisch, welches von Wölfen verzehrt wird.
Wenn der geistige Überbau falsch gemacht wird, dann geht es der gesamten Spezies richtig dreckig, z.B. Weltkriege und Nuklearwaffen-Einsätze.
Insofern ist Wissenschaft nicht nur Jux und Dollerei, sondern eine Angelegenheit, die etwas vernünftig gehandhabt werden sollte. Wenn dann Albert Einstein und seine RT-Anhänger ankommen und verbreiten, dass bewegte Uhren langsamer gehen, dass ein mit c beförderter Zwilling langsamer altert und dass von einem Lichtstrahl verschieden schnell bewegte Fahrzeuge gleich schnell überholt werden, dann haben Nobelpreisträger wie Philipp Lenard und viele andere Wissenschaftler solange etwas dagegen, wie sie noch den Mund auftun können.
acadam hat geschrieben:2. Warum werden Einstein-Gegner, welche nach ihren eigenen Angaben bessere Erklärungen zu relativistischen Phänomenen haben, immer sehr unwissenschaftlich und persönlich in ihrer Argumentation? Es wird oft von "ART ist absurd" gesprochen oder es werden ihm "böse Tricks" angedichtet.
Das klingt etwas nach einseitiger negativer Stimmungsmache, da du die Milliarden Beleidigungen gegen die Gegner der RT einfach übersiehst. Es funktioniert immer nach demselben Schema, dass ein RT-Kritiker 1000Mal beleidigt worden ist und dann einmal zurückkeilt und dann aus dem Forum fliegt und überall lesen muss, dass es nur immer die RT-Kritiker wären, die - wie du es auch einfach so in den Raum stellst - unwissenschaftlich und persönlich in ihrer "Argumentation" wären. Kannst mal meinen oder andere Klarnamen von RT-Kritikern mit irgendeinem Schimpfwort in die Suchmaschine eingeben, dann lernst du, in welchem Kontext solche Beleidigungen Verwendung finden.
acadam hat geschrieben:Mir ist nicht bekannt, dass seriöse Wissenschaftler so mit anderen Wissenschaftlern umgehen, welche Ihr leben lang hart gearbeitet haben um phys. Theorien (ob richtig oder falsch) zu entwickeln.
Das sind alles Klischee-Vorstellungen, die als Textbausteine solange veröffentlicht werden, bis deren Autoren sie selber verinnerlicht haben und glauben. Dann lies bitte einmal was Philipp Lenard, der nun wirklich als Nobelpreisträger ein seriöser Wissenschaftler war, über die - formalistische - Relativitätstheorie und ihren Autor gesagt hat. Der seriöse Wissenschaftler Albert Einstein hat Deutschland sogar einen A-Bomben-Einsatz gewünscht. Wo überhaupt siehst du in den Foren deine "seriösen" Wissenschaftler? Da sehe ich unter Klarnamen nur Maurer, Friebe, Lopez, Kemme und weitere, die man aus dem Blog von Ekkehard Friebe entnehmen kann.
acadam hat geschrieben:Auch Einstein hat Newton nicht "fertig" gemacht
Sir Isaac Newton hat vom 4. Januar 1643 bis zum 31. März 1727 gelebt. Da Newton kein Zeitgenosse Einsteins war, kann es auch keine direkten Konflikte gegeben haben und Albert Einstein konnte mit dem geistigen Erbe Newtons nach Gutdünken verfahren. Wie gesagt, kannst du die Frage, ob es Kontroversen gab, nur bezüglich Zeitgenossen beantworten und da lies bitte einmal, was Johannes Stark und Philipp Lenard und andere qualifizierte Wissenschaftler sich mit Einstein rumgezofft haben.
acadam hat geschrieben:im Gegenteil, Newton wird von allen Wissenschaftlern verehrt, obwohl es neue Erkenntnisse und bessere Modelle gibt.
Erst verwendest du die sprachliche Diktion eines Fragenden und dann kommen doch knallhart die sich wiederholenden Negativurteile. Meines Erachtens, ist Newton unübertroffen.
acadam hat geschrieben:Außerdem ist Einstein wohl auch nicht Multimillionär durch die ART/SRT geworden. Also steckte ja keine böse Absicht hinter seiner Arbeit. Warum also will man ihm das immer wieder andichten?
Das Persönliche auch bezüglich bereits verstorbener Wissenschaftler sollte - wenn möglich - nicht Thema sein. Da kann man sich beliebigen Unsinn zusammenreimen und ich lasse soetwas einfach aus.
acadam hat geschrieben:3. Mal was Phantastisches: In einem Teilchenbeschleuniger kann ein Teilchen nicht über c beschleunigt werden.
Das ist eine Behauptung, die auf Hörensagen dessen beruht, was bezüglich Beschleuniger erzählt wird. In einigen Jahren wird es eine unabhängige Beschleuniger-Technologie geben und man wird sehen, ob solche Behauptungen bestätigt oder falsifiziert werden.
acadam hat geschrieben:Könnte eine mögliche Erklärung nicht auch sein, dass die "Wirkungsgeschwindigkeit" der Kraft, welche das Teilchen beschleunigt (EM) ja selbst nur c beträgt?
Ich gehe davon aus, dass ein elektrisches Feld, d.h. die Coulomb-Kraft, schneller treiben kann als c. Doch es handelt sich sowohl als auch um Vermutungen, d.h. letzten Endes kann momentan keine Aussage über die Geschwindigkeit einer Kraftwirkung im elektrischen Feld gemacht werden.
acadam hat geschrieben:Ich stelle mir einen Radler bei der Tour de France vor: er kriecht gerade einen Berg mit 5 Km/h hinauf. Ein Zuschauer am Rand könnte nun mitlaufen und den Radler mit der Hand beschleunigen. Auf der anderen Seite des Berges rast der Radler mit 70 km/h hinab. Selbst der stärkste Mann der Welt könnte ihn nicht mehr beschleunigen, weil er nicht so schnell laufen oder seinen Arm bewegen kann. Offensichtlich liegt es nicht nur an der Größe der Kraft sondern auch an der Wirkungsgeschwindigkeit.
Bei einem Beschleuniger wäre es allerdings ein streckenabschnittsweise wiederholter Anschwung mit der Kraftwirkung eines elektrischen Feldes, welches beliebig schnell von einer Beschleunigungsstrecke mit Anode und Kathode zur nächsten wechselt, d.h. man hat ein mit fast beliebiger Frequenz umlaufendes System von Beschleunigungsanschüben. Und so wäre es nicht der mitlaufende Zuschauer, der in deinem Bild den Anschwung gibt, sondern ein auf der gesamten Strecke wiederholter Anschwung mit dem Arm von diversen Zuschauern. Wobei sich die Fragestellung wie gesagt darauf bezieht, ob ein zwischen Anode und Kathode bestehendes Hochspannungsfeld mit 380 kV prinzipiell einer Probeladung nur einen "Anschwung" bis maximal c mitzugeben vermag. In einigen Jahren werden wir mehr wissen, wenn die unabhängige Forschung eigene Versuchsanlagen zur Verfügung hat.
mfg