Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 8. Jul 2012, 13:29

Hallo zusammen,

Ich mache auf meinen Eintrag im Blog der Webseite "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie" aufmerksam: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackung

sowie auf die anschließende Diskussion.

Ich habe zum Beispiel heute in diesem Zusammenhang folgende Fragen an einen Teilnehmer im Blog der Bundeskanzlerin Verbannung der Relativitätstheorie aus Forschung und Lehre gestellt:

    1) Da die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Geschwindigkeitsdifferenz zwischen c und einem bewegten Beobachter mit Eigengeschwindigkeit v>0 immer nur c als Ergebnis auswirft, was passiert mit der Geschwindigkeit v>0 des Beobachters in der Natur?
    Wird sie durch Beschluß oder mathematischen Hokus-Pokus als v=0 verwandelt?
    Können die Mathematik oder die SRT die Natur verändern?


    2) Finden Sie die Ausdrucksweise, dass "ein Beobachter in seinem bewegten Koordinatensystem ruht" überhaupt nachvollziehbar, um die Bewegung eines Beobachters zu beschreiben? Oder soll diese abstruse Ausdrucksweise eher vertuschen, dass die SRT nur für ruhende Beobachter gelten kann und für bewegten Beobachter ungültig ist?


    3) Meßvorgabe sind völlig unabhängig davon, welche physikalischen Eigenschaften die Objekte besitzen: Es wurde hier nun mal gemessen, dass diese Objekte mit einer bestimmten Geschwindigkeit sich in der Natur bewegen. Diese Vorgaben hat die Mathematik zu verarbeiten. Wenn die Mathematik eine Meßvorgabe verändert, wie könnte man es nennen? Vielleicht Datenmanipulation? Ich nenne es Datenmanipulation: Die SRT manipuliert grundsätzlich die Meßdaten von bewegten Beobachtern.

Was meint Ihr?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Kurt » So 8. Jul 2012, 20:20

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die SRT manipuliert grundsätzlich die Meßdaten von bewegten Beobachtern.
Was meint Ihr?


Was ist ein bewegter Beobachter?

Gruss Kurt
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 9. Jul 2012, 12:07

Kurt hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die SRT manipuliert grundsätzlich die Meßdaten von bewegten Beobachtern.
Was meint Ihr?


Was ist ein bewegter Beobachter?

Gruss Kurt


Das ist ein Beobachter, wofür ein Meßergebnis v>0 vorliegt.

Ich habe zum Beispiel folgende Konstellation zugrundegelegt (von Harald irgendwo übernommen), um den Unterschied zwischen einem ruhenden und einem bewegten Beobachter zu veranschaulichen:

    1) Ich STEHE vor einer leuchtenden Stehlampe in meinem Wohnzimmer

    - Das Licht der Lampe kommt mir mit c entgegen (gemessen relativ zur Eroberfläche)
    - Meine Geschwindigkeit ist v=0 (gemessen relativ zur Erdoberfläche)


    2) Ich LAUFE auf eine leuchtende Stehlampe in meinem Wohnzimmer zu

    - Das Licht der Lampe kommt mir mit c entgegen (gemessen relativ zur Erdoberfläche)
    - Meine Geschwindigkeit ist v>0 (gemessen relativ zur Erdoberfläche)

Im ersten Fall bin ich eine ruhende Beobachterin des Lichts (v=0).
Im zweiten Fall bin ich eine bewegte Beobachterin des Lichts (v>0)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jingle » Mo 9. Jul 2012, 12:27

Hallo,

(gemessen relativ zur Erdoberfläche)


Alle Geschwindigkeiten sind also im Bezugssystem "Erdoberfläche" angegeben.

Im ersten Fall nähern sich Jocelyne und Licht mit der Geschwindigkeit c,
Im zweiten Fall nähern sich Jocelyne und Licht mit der Geschwindigkeit c+v,

Jeweils von der Erdoberfläche aus betrachtet. Wo ist das Problem?

Viele Grüsse
Tina
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Hannes » Mo 9. Jul 2012, 12:56

Hallo Kurt !
Die SRT manipuliert grundsätzlich die Meßdaten von bewegten Beobachtern.
Was meint Ihr?
Was ist ein bewegter Beobachter?

......eine unvollständige Angabe eines Zustandes, ob ich von einem "bewegten" oder von einem "ruhenden" Beobachters ausgehe. Bevor ich nicht sage: relativ zu was, fehlt ein Angabeparameter. Jeder "ruhende" Beobachter kann relativ zu einem anderen Objekt "Bewegt" sein. In der Umgangssprache setzt man als Bezugsobjekt meistens die Erdoberfläche ein. Muss aber nicht sein.
Sollte jemand sagen: relativ zu einem IS, muss er trotzdem den Bewegungszustand dieses Inertialsystemes relativ zu einem anderen Objekt angeben.
Hannes
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 9. Jul 2012, 13:14

Jingle hat geschrieben:
Alle Geschwindigkeiten sind also im Bezugssystem "Erdoberfläche" angegeben.

Im ersten Fall nähern sich Jocelyne und Licht mit der Geschwindigkeit c,
Im zweiten Fall nähern sich Jocelyne und Licht mit der Geschwindigkeit c+v,

Jeweils von der Erdoberfläche aus betrachtet. Wo ist das Problem?




Das Problem besteht nur für bewegte Beobachter bei der Annahme der SRT, wonach das Licht immer nur c beträgt unahängig von der Geschwindigkeit des Beobachters: Das Problem ist bei dieser Annahme, wo meine Geschwindigkeit v>0 bei der Berechnung der Geschwindigkeitsdifferenz in der Natur bleibt.

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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jingle » Mo 9. Jul 2012, 13:32

...das ist doch ganz einfach:
Der Beobachter betrachtet sich selbst immer als ruhend. Es gibt keinen Unterschied zwischen ruhendem und gleichförmig bewegtem Beobachter - ohne externen Bezug.

Jedoch kann natürlich ein Beobachter seinen Bewegungszustand z.B. in Bezug auf die Lichtquelle angeben, einmal mit v=0 oder v>0.

viele Grüsse
Tina
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon HD116657 » Mo 9. Jul 2012, 14:23

Jingle hat geschrieben:...das ist doch ganz einfach:
Der Beobachter betrachtet sich selbst immer als ruhend. Es gibt keinen Unterschied zwischen ruhendem und gleichförmig bewegtem Beobachter - ohne externen Bezug.

Jedoch kann natürlich ein Beobachter seinen Bewegungszustand z.B. in Bezug auf die Lichtquelle angeben, einmal mit v=0 oder v>0.

genau Definition kann man auf 2.Seite von Originalarbeit nachlesen
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 9. Jul 2012, 14:55

Jingle hat geschrieben:...das ist doch ganz einfach:
Der Beobachter betrachtet sich selbst immer als ruhend. Es gibt keinen Unterschied zwischen ruhendem und gleichförmig bewegtem Beobachter - ohne externen Bezug.

Jedoch kann natürlich ein Beobachter seinen Bewegungszustand z.B. in Bezug auf die Lichtquelle angeben, einmal mit v=0 oder v>0.


Was interessiert mich, ob ein Beobachter sich als ruhend betrachtet, wenn er sich bewegt.
Es interessiert mich allerdings auch nicht, ob ein Lichtstrahl sich als ruhend betrachtet, wenn er sich bewegt.
Ich möchte Physik betreiben, und nicht Psychologie oder Fantastereien.

Also existieren die Geschwindigkeit c des Lichts und die Geschwindigkeit v>0 eines Beobachters in der Natur, ob sie es beide merken oder nicht, ob sie sich beide als ruhend betrachten oder nicht. Diese Geschwindigkeiten wurden auch konkret gemessen und liegen als Meßergebnisse vor. Es sind Meßdaten, keine Fantastereien.

Wo bleibt die Geschwindigkeit v>0 bei der Geschwindigkeitsdifferenz zwischwen Licht und Beobachter nach der relativistischen Geschwindigkeitsaddition?

Wird sie von der Mathematik restlos aus der Natur entfernt?
Wird sie auf die Geschwindigkeit c übertragen?
Was passiert mit meiner Geschwindigkeit v>0?

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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jingle » Mo 9. Jul 2012, 15:26

..die Fragen machen keinen Sinn: ein Beobachter ruht immer in seinem eigenen Bezugssystem, also v=0. Das hat mit Einstein übrigens gar nichts zu tun, das war schon bei Galilei so.

Was Du meinst ist: Du beobachtest den Beobachter von der Erdoberfläche aus und stellst fest: der bewegt sich mit v>0. Aber ein Beobachter, der sich selbst beobachtet, sieht sich selbst in Ruhe. :roll:

Du musst Dich schon festlegen, wer jetzt der Beobachter sein soll: jemand auf der Erdoberfläche oder Jocelyne.
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