contravariant hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Meine „Theorie“ ist hier, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition eine Mogelpackung ist und nur für den Fall gelten kann, wo der Beobachter ruht (v=0), für den Fall, wo der Beobachter eine Geschwindigkeit v>0 hat, ist die relativistische Geschwindigkeitsaddition mathematisch unzulässig und ungültig, und damit die ganze SRT, die auf dieser Geschwindigkeitsaddition aufbaut.
Also eben war sie noch experimentell unzulässig, jetzt ist sie bereits mathematisch unzulässig. Das ist natürlich insofern schön, als dass man in der Mathematik Beweise führen kann. Dann Beweise doch mal bitte, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition mathematisch unzulässig ist. Vorher solltest du allerdings noch "mathematisch unzulässig" einführen. Dabei bitte auf Wohldefiniertheit achten!
Wenn eine Annahme experimentell unzulässig ist, dann ist sie auch mathematisch unzulässig, da die Mathematik eine Annahme
nur beschreibt - und vice versa, weil sowohl die Physik als auch die Mathematik gleichermaßen der Logik untergeordnet sind.
Und ich habe die ganze Zeit argumentiert, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition für den Fall, wo der Beobachter sich bewegt (v>0) mathematisch ungültig und unzulässig ist, denn das würde bedeuten, dass man die Werte 0 und >0 gleichsetzt, die ganze Mathematik wäre im Eimer - unzulässiger geht's kaum.
Die mathematischen Formel sind nur
die Beschreibung eines physikalischen Phänomens, sie sind nicht das Phänomen selbst! Und man kann in der Mathematik, wie in allen anderen Sprachen auch, ein und dasselbe Phänomen verschiedentlich ausdrücken, das steht jedem frei, die Sprachen sind flexibel, einschließlich der mathematischen Sprache.
Ich war also so frei, das Phänomen der Invarianz der LG relativ zu allen Beobachtern unabhängig von deren Bewegungszustand mit dem Ausdruck zu beschreiben: c+v=c.
Dieser Ausdruck ist zwar schlicht, aber er drückt genau dasselbe aus, was die verschnörkelte relativistische Geschwindigkeitsaddition auch ausdrückt will: Die LG ist invariant zu allen Beobachtern unabhängig von deren Bewegungszustand.
Beide Ausdrücke sind also gleichsagend. Der Vorteil dieses schlichten Ausdrucks c+v=c ist nur, dass man dann sofort auf dem ersten Blick erkennt, dass diese Annahme der SRT nur für ruhende Beobachter (v=0) gelten kann.
Die Voraussetzung, dass die Geschwindigkeit des Beobachters v=0 sein muss, gibt es zwar auch im verschnörkelten mathematischen Ausdruck der relativistischen Geschwindigkeitsaddition, aber man merkt es nicht auf dem ersten Blick. Um es zu merken, muss man eine algebraische Umformung vornehmen, und erst dann merkt man es:
c+v =(c+v)/(1+c*v/c²)
1= 1/ (1+c*v/c²)
1+c*v/c² = 1
c*v/c²=0
v=0
Hier könnte man die beiden Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt zitieren:
„
Der Zirkus der Mathematik hält einige Taschenspielertricks bereit, die sich nicht leicht durchschauen lassen und oft für bare Physik genommen werden. Und was dabei herauskommt, ist Mathematismus, zur Formel erstarrte Pseudo-Physik. “
Jocelyne Lopez