Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon contravariant » Di 19. Jun 2012, 23:01

Highway hat geschrieben:Phasenunterschiede entsteht bei unterschiedlichen Frequenzen und gleichen Strecken, oder bei unterschiedlichen Strecken und gleicher Frequenz. Laufzeitunterschiede sind dabei nicht ursächlich sondern eher eine Folge, wenn den überhaupt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phasendifferenz
Der Phasenunterschied zwischen den beiden Teilstrahlen wird durch eine unterschiedliche Luafzeit in den beiden Armen des Interferometers verursacht. Die kann offensichtlich zwei Gründe haben, eine unterschiedliche Länge der Interferometerarme und eine unterschiedliche Lichtgeschwindigkeit entlang der Interferometerarme. Beim MM-Versuch wird aber nicht der Phasenunterschied sondern die Änderung des Phasenunterschiedes gemessen. Bei der Drehung des Interferometers sollten sich die Länge der Arme nun nicht ändern. Stellt man also eine Änderung des Phasenunterschiedes (angezeigt durch eine Änderung des Interferenzbildes) fest, dann ist diese durch eine Änderung der LG entlang der Arme verursacht worden.
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Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 20. Jun 2012, 06:05

contravariant hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Meine „Theorie“ ist hier, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition eine Mogelpackung ist und nur für den Fall gelten kann, wo der Beobachter ruht (v=0), für den Fall, wo der Beobachter eine Geschwindigkeit v>0 hat, ist die relativistische Geschwindigkeitsaddition mathematisch unzulässig und ungültig, und damit die ganze SRT, die auf dieser Geschwindigkeitsaddition aufbaut.

Also eben war sie noch experimentell unzulässig, jetzt ist sie bereits mathematisch unzulässig. Das ist natürlich insofern schön, als dass man in der Mathematik Beweise führen kann. Dann Beweise doch mal bitte, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition mathematisch unzulässig ist. Vorher solltest du allerdings noch "mathematisch unzulässig" einführen. Dabei bitte auf Wohldefiniertheit achten!


Wenn eine Annahme experimentell unzulässig ist, dann ist sie auch mathematisch unzulässig, da die Mathematik eine Annahme nur beschreibt - und vice versa, weil sowohl die Physik als auch die Mathematik gleichermaßen der Logik untergeordnet sind.

Und ich habe die ganze Zeit argumentiert, dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition für den Fall, wo der Beobachter sich bewegt (v>0) mathematisch ungültig und unzulässig ist, denn das würde bedeuten, dass man die Werte 0 und >0 gleichsetzt, die ganze Mathematik wäre im Eimer - unzulässiger geht's kaum.

Die mathematischen Formel sind nur die Beschreibung eines physikalischen Phänomens, sie sind nicht das Phänomen selbst! Und man kann in der Mathematik, wie in allen anderen Sprachen auch, ein und dasselbe Phänomen verschiedentlich ausdrücken, das steht jedem frei, die Sprachen sind flexibel, einschließlich der mathematischen Sprache.

Ich war also so frei, das Phänomen der Invarianz der LG relativ zu allen Beobachtern unabhängig von deren Bewegungszustand mit dem Ausdruck zu beschreiben: c+v=c.

Dieser Ausdruck ist zwar schlicht, aber er drückt genau dasselbe aus, was die verschnörkelte relativistische Geschwindigkeitsaddition auch ausdrückt will: Die LG ist invariant zu allen Beobachtern unabhängig von deren Bewegungszustand.

Beide Ausdrücke sind also gleichsagend. Der Vorteil dieses schlichten Ausdrucks c+v=c ist nur, dass man dann sofort auf dem ersten Blick erkennt, dass diese Annahme der SRT nur für ruhende Beobachter (v=0) gelten kann.

Die Voraussetzung, dass die Geschwindigkeit des Beobachters v=0 sein muss, gibt es zwar auch im verschnörkelten mathematischen Ausdruck der relativistischen Geschwindigkeitsaddition, aber man merkt es nicht auf dem ersten Blick. Um es zu merken, muss man eine algebraische Umformung vornehmen, und erst dann merkt man es:

c+v =(c+v)/(1+c*v/c²)
1= 1/ (1+c*v/c²)
1+c*v/c² = 1
c*v/c²=0
v=0

Hier könnte man die beiden Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt zitieren:
Der Zirkus der Mathematik hält einige Taschenspielertricks bereit, die sich nicht leicht durchschauen lassen und oft für bare Physik genommen werden. Und was dabei herauskommt, ist Mathematismus, zur Formel erstarrte Pseudo-Physik. “

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Frequenz und Wellenlänge

Beitragvon Yukterez » Mi 20. Jun 2012, 06:07

Chief hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:...
Beispiel: Werfe Steine von einer Brücke in einen Fluss mit einer bestimmten Frequenz, beobachte flussabwärts mit welcher Frequenz die Ereignisse ankommen. Die kommen alle mit der gleichen Frequenz bzw. Periodendauer an. Dabei ist es egal wie schnell der Fluss fließt.
...

Ein ruhender Beobachter sieht in diesem Fall eine "Doppler-verschobene" Frequenz.

Meinst du, wenn ich am einen Ende des Fliessbandes alle 10 sek einen Stein lege, kriegst du am anderen Ende mehr Steine wenn das Band mit 10 m/sek läuft statt mit 1 m/sek ? Ganz und gar nicht, die Frequenz [sek⁻¹] bleibt die gleiche, nur die Wellenlänge [m] bzw Abstand zwischen den Steinen wrd grösser je schneller das Band läuft / der Fluss fliesst. Die Hz bleiben gleich, nur λ ist abhängig von der Geschwindigkeit des Mediums.
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Kinderkram

Beitragvon Yukterez » Mi 20. Jun 2012, 06:17

Frau Lopez hat geschrieben:
Code: Alles auswählen
c+v =(c+v)/(1+c*v/c²)
1 = 1/ (1+c*v/c²)
1+c*v/c² = 1
c*v/c² = 0
v=0

Guter Witz (: Dass bei v=0 sowohl bei Galileo als auch bei Einstein das selbe rauskommt ist jetzt aber keine Schlagzeile wert...

Bild
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c+v=unbestimmt

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 20. Jun 2012, 06:27

Yukterez hat geschrieben:
Frau Lopez hat geschrieben:
Code: Alles auswählen
c+v =(c+v)/(1+c*v/c²)
1= 1/ (1+c*v/c²)
1+c*v/c² = 1
c*v/c²=0
v=0

Guter Witz (: Dass bei v=0 sowohl bei Galileo als auch bei Einstein das selbe rauskommt ist jetzt aber keine Schlagzeile wert


Nein, die Galilei-Geschwindigkeitsaddition setzt nicht voraus, dass v=0 sein muss, sie gilt sowohl für v=0 als auch für v>0.

Die Galilei-Geschwindigkeitsaddition ist: c+v=unbestimmt.

Die Galilei-Geschwindigkeitsaddition ist eine arithmetische Addition, sie ist mathematisch immer gültig (die Zahlen sind unendlich und können unendlich addiert werden) und sie gilt sowohl für ruhende als auch für bewegte Beobachter.

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Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon Yukterez » Mi 20. Jun 2012, 06:34

Frau Lopez hat geschrieben:Nein, die Galilei-Geschwindigkeitsaddition setzt nicht voraus, dass v=0 sein muss, sie gilt sowohl für v=0 als auch für v>0.

Das habe ich auch nie behauptet. Sie jedoch setzen das voraus mit

v=0.png
v=0.png (39.37 KiB) 7836-mal betrachtet
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Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 20. Jun 2012, 06:49

Yukterez hat geschrieben:
Frau Lopez hat geschrieben:Nein, die Galilei-Geschwindigkeitsaddition setzt nicht voraus, dass v=0 sein muss, sie gilt sowohl für v=0 als auch für v>0.

Das habe ich auch nie behauptet. Sie jedoch setzen das voraus mit


- Klassische Geschwindigkeitsaddition (Galilei): c+v=unbestimmt.
Gültig für ruhende und bewegte Beobachter.

- Relativistische Geschwindigkeitsaddition (Einstein): c+v=c
Gültig für ruhende Beobachter. Ungültig für bewegte Beobachter.

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Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon Harald Maurer » Mi 20. Jun 2012, 08:04

Highway hat geschrieben:Die Strömungsgeschwindigkeit wird kompensiert, weil sich sowohl Sender als auch Empfänger (Beobachter) gleich schnell gegenüber dem Medium bewegen. Deshalb gibt es keinen Dopplereffekt. Wir waren uns ja auch einig, dass es keine Frequenzänderung gibt. Lambda ändert sich, aber nicht die Frequenz!

Richtig! Führt man einen Versuch analog zum MM-Experiment, aber mit Schall im Medium Luft durch, erhält man ein Nullresultat. Ganz gleichgültig, ob das Medium ruht oder sich bewegt. Die vom Sender zum Medium und vom Medium zum Empfänger auftretenden Dopplereffekte kompensieren sich exakt, die Wellenlängen ändern sich proportional zu den Geschwindigkeiten und unterschiedliche Geschwindigkeiten werden dadurch wirkungslos.
Siehe http://www.dopplereffekt.de/
1. Der Wellenerreger W und der Beobachter B sind relativ zum Medium der Wellenausbreitung (z.B. Wasser, Luft, etc.) in Ruhe

c – Eigengeschwindigkeit der Welle
„ = T1*c mit T1 = 1/f1 „ = c/f1 f1 = c/„

→ es ergeben sich keine Unterschiede zu dem Bekannten, da das Medium relativ zu W und B in Ruhe ist auch wenn es sich bewegt.

Eine Phasenverschiebung ist nicht möglich, weil die Frequenz konstant bleibt - und eine Phasenverschiebung ist selbstverständlich mit einer Frequenzänderung oder Änderung der Periodendauer verbunden, d.h. um die Phasen zueinander zu verschieben, muss die Periodendauer sich zumindest ein einziges Mal verändert haben. Und das ist nicht der Fall. Wenn die beiden Strahlen des Michelson-Interferometers am Umlenkspiegel zusammentreffen, haben sie nach wie vor exakt dieselbe Frequenz. Kein Strahl kann eine gegenüber dem anderen Strahl quasi "verschobene" Frequenz (und somit verschobene Phase) aufweisen, denn dann müsste ein Intervall zwischen den Amplituden - also die Periodendauer - irgendwann kürzer oder länger gewesen sein, also eine temporäre Frequenzänderung vorliegen. Und das geschieht eben nicht - wie man mit Schallwellen nachweisen kann. Wenn die Strahlen vom Umlenkspiegel mit konstant gebliebener Frequenz und nun mit derselben Wellenlänge in den Detektor kommen, kann sich eine einmal eingestellte Interferenz nicht mehr ändern - ganz egal, woher der "Ätherwind" weht bzw. wohin der Apparat gedreht wird. Ein allenfalls vorhandenes Medium für elekromagnetische Wellen kann daher mit Experimenten a la Michelson-Morley nicht nachgewiesen werden! Auch mit den modernen Experimenten nicht, weil auch hier die Doppler-Effekte wirken und die Frequenzen so bleiben wie sie sind.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon julian apostata » Mi 20. Jun 2012, 08:25

Noch was zur relativistischen Geschwindigkeitsaddition und zum Max Bornschen Gedankenexperiment. Wenn jedes der beiden zusammenstoßenden Objekte eine Masse von 800 kg hat, so haben wir vor dem Crash einen Impuls von

Bild

800kg*(15/17)*c/wurzel(1-15²/17²)=1500kg*c

Für den Fall, dass gilt: (15/17)*c°/°2=0,6*c

müssen jetzt schlagartig beim Crash 400kg neue Masse entstehen, nur dann stimmt das Impulserhaltungsgesetz.

2000kg*0,6*c/wurzel(1-0,6²)=1500kg*c

Born hat sich das ausgedacht, Jahrzehnte bevor es Teilchenbeschleuniger gab. Das zeigt wieder, welch effektives Instrument die Mathematik darstellt, man kann mit ihrer Hilfe Experimente anstellen die man real noch gar nicht machen kann! Von daher sind solche Aussagen nur oberflächlich, philosophische Haarspaltereien, die nichts mit der Realität zu tun haben.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Der Zirkus der Mathematik hält einige Taschenspielertricks bereit, die sich nicht leicht durchschauen lassen und oft für bare Physik genommen werden. Und was dabei herauskommt, ist Mathematismus, zur Formel erstarrte Pseudo-Physik. “


Und da ich mich halt mal so gern wiederhole, welche Alternativtheorie habt ihr für den Massenzuwachs im Teilchenbeschleuniger wenn (15/17)*c/2=(15/34)*c.

Wie der Astrophysiker den Tanz der Doppelsterne erklären soll, wenn die RT abgeschafft werden soll, da schweigt ihr euch auch aus.

Etwas abschaffen ist ja so leicht, aber eine funktionierende Alternative zu bieten…
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Re: Webseite "Kritische Stimmen zur RT" wieder online!

Beitragvon contravariant » Mi 20. Jun 2012, 08:39

Harald Maurer hat geschrieben:Richtig! Führt man einen Versuch analog zum MM-Experiment, aber mit Schall im Medium Luft durch, erhält man ein Nullresultat. Ganz gleichgültig, ob das Medium ruht oder sich bewegt. Die vom Sender zum Medium und vom Medium zum Empfänger auftretenden Dopplereffekte kompensieren sich exakt, die Wellenlängen ändern sich proportional zu den Geschwindigkeiten und unterschiedliche Geschwindigkeiten werden dadurch wirkungslos.

Ich verstehe nicht , wie ihr alle auf die Frequenzänderung kommt. Hätten die beiden Teilstrahlen wirklich unterschiedliche Frequenzen, dann würde sich gar kein Interferenzbild ergeben.

Bei MM wird die Phasenverschiebung durch unterschiedliche Laufzeiten hervorgerufen, die durch unterschiedlich Geschwindigkeiten entlang der Interferometerarme verursacht wird.
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