Chief hat geschrieben:Bei den Myonen verhindert das eigene magnetische Feld das Zerfallen und bei Häfele-Keating werden die Energieniveaus durch das Magnetfeld verschoben. Die Myonen sind dabei auch noch von virtuellen Teilchen umgeben (e-e+Paare), die ebenfalls dem Zerfall entgegen wirken.
Gruß
Das ist ja eine abenteuerliche "Erklärung".
Welches magnetische Feld sollte denn das Zerfallen der Myonen verhindern ?
Etwa das Erdfeld ?
Ja, ist dieses denn, wenn man Myonen im Labor erzeugt, nicht ebenfalls vorhanden ?
Wie sollten Wolken virtueller Teilchen dem Zerfall von Myonen entgegen wirken, wenn diese schnell sind ?
Was das alles ad absurdum führt, ist die Tatsache, dass der Zerfall des Myons durch die schwache Wechselwirkung zustande kommt. Diese "interessiert sich nicht" für Magnetfelder.
Die Lebensdauer eines Myons lässt sich in seinem Ruhesystem im Standardmodell übrigens sehr schön und noch relativ einfach berechnen und was herauskommt, das ist eine Konstante - eine Zahl. Dabei spielt v.a. das virtuelle W-Boson, das ja den schwachen Zerfall vermittelt, eine Rolle. Virtuelle e+ e- -Paare sind interessant, wenn man elektromagnetische Wechselwirkungen betrachtet. Der Zerfall des Myons wird aber durch die schwache Wechselwirkung vermittelt (Beta-Zerfall eines Leptons).
Gruß,
Uli
