Ausgehend vom Linienelement der Minkowski-Metrik
ds²=c²*dt²-dx²-dy²-dz²
x=r*cos(θ+ω*t), y=r*sin(θ+ω*t)
ds²=(c²-r²*ω²)*dt²-dr²-r²*dθ²-dz²-2r²*ω*dt*dθ
ergibt sich mit einem 12er Zahnrad mit dem Radius von 1m und einer Umfangsgeschwindigkeit von v=0.8*c:
r:=1; c:=299792458; v:=0.8*c; phi:=evalf(Pi/6) = 0.5235987758rad (Zackenabstand)
omicron::= v/r = 0.2398339664e9 (Winkelgeschwindigkeit)
n:= v/evalf(2*Pi) = 0.3817076127e8 (Drehzahl)
dr:=r; dz:=0;
delta_tau:=evalf(solve((c^2-r^2*omicron^2)*dt^2-dr^2-r^2*phi^2-dz^2-2*r^2*omicron*dt*phi,dt));
Die Berührungspunkte der ineinander übergreifenden Zahnkränze weisen dort (und nur dort) eine Relativgeschwindigkeit von Null auf. So gesehen gibt es keinerlei Probleme wenn die für dieses Gendankenexperiment unendlich hohe Materialfestigkeit idealisierend vorausgesetzt wird.
Im System des rotierenden Zahnrades ergeben sich über zwei Lichtlaufzeitmessungen (Sagnac-Effekt) die beiden Lichtlaufzeiten für den zurückgelegten Winkel omicron = Pi/6:
dt1 := -0.3497418620e-8s; (dem rotierenden Zahkranz entgegen)
dt2 := 0.1125980759e-7s; (vom rotierenden Zahnkranz weg)
und die Eigenzeit des Zahnrades für das Zurücklegen des Winkels phi:
dtau:=(dt2 - dt1)/2; = 0.7378613105e-8s
Mit dem ermittelten dtau kann nun in der Minkowski-Metrik das Linienelement ds^2 bestimmt werden:
ds_square:=(c^2-r^2*omicron^2)*dtau^2-dr^2-r^2*phi^2-dz^2-2*r^2* omicron*dtau*phi; = -1.607160279
Somit ist die Metrik bestimmt und es kann in Abhängigkeit von phi und r vom Zahnradsystem ins Laborsystem transformiert werden. Für den Zackenabstand phi ergeben sich nach phi_Eigen aufgelöst:
solve(ds_square=(c^2-r^2*omicron^2)*dtau^2-dr^2-r^2*phi_Eigen^2-dz^2-2*r^2*omicron*dtau*phi_Eigen,phi_Eigen);
phi_Eigen1:= -4.062882872rad
phi_Eigen2:= 0.5235987758rad (identisch mit phi)
Als Kontrolle ergeben sich mit den eigesetzten Eigenwinkel wiederum die bei der Transformation unveränderlichen Radien -r und r:
solve(ds_square=(c^2-r_Eigen^2*omicron^2)*dtau^2-dr^2-r_Eigen^2*phi_Eigen^2-dz^2-2*r_Eigen^2* omicron*dtau*phi_Eigen,r_Eigen);
r:= -1 mit phi_Eigen1
r:= 1 mit phi_Eigen2
Über
x:= r*cos(phi_Eigen2);
y:= r*sin(phi_Eigen2);
können x und y bestimmt werden.
Im Laborsystem des stationär rotierenden Zahnrades (während bei der Zahnstange eine Translationsbewegung mit v vorliegt) greifen die beiden Zahnkränze in gleicher Weise (jedoch verbogen) an ihren Berührungspunkten. Die Zeit für den zurückgelegten Winkel phi beträgt dort:
dt:=evalf(Pi/(6*v)) = 0.2183171898e-8s
Der dabei zurückgelegte Lorentz-kontrahierte Weg ist
x:= v*dt/gamma := 0.3141592655m
und unterscheidet sich von der Eigenlänge im Zahnradsystem r*phi_Eigen2 = 0.5235987758m, ist jedoch gleich der Lorentz-kontrahierten Strecke der Zahnstange, während die Eigenzeit und Eigenlänge der Zahnstange für die zurückgelegte Strecke mit gamma:=1.666666666
dtau_Stange := dt*gamma = 0.3638619829e-8s
x_Eigen := v*dt*gamma = r*omicron*dtau_Stange; = 0.8726646257m
betragen. Jetzt ist ersichtlich, dass sich die Zahnkränze auch im Laborsystem vollständig umschliessen, so wie sie es in ihren Ruhesystemen ebenfalls tun. Die Physik darf sich ja durch die Wahl eines Bezugssystems insgesamt nicht ändern.
Anzumerken ist, dass hier keine visuellen Effekte berechnet worden sind, die durch das gleichzeitige Eintreffen von Lichtstrahlen auf der Linse oder Netzhaut bestimmt werden. Auch ist es nicht möglich eine algebraische Funktion der Zeit hinzuschreiben, was die Berechnung wesentlich erleichtert hätte und auch von mir so gewünscht worden wäre.
Gruss

