Begabte Photonen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Begabte Photonen

Beitragvon Gluon » Mo 5. Mär 2012, 17:14

Hallo Juergen,

Juergen hat geschrieben:Es ist ein erster Hinweiß darauf, dass Einsteins Formeln nicht vollkommen korrekt sein können, c nicht die höchste Geschwindigkeit ist, und ein Photon sehrwohl eine Ruhemasse besitzt; die geringste uns bekannte Masse (bis jetzt).


Auf einer Weise, die du selbst wohl nicht so siehst, hast du sogar recht. Du gehst davon aus, dass jedes Objekt im Prinzip jede beliebige Geschwindigkeit annehmen kann. Du nimmst ferner an, das Photon sei mit einem klassischen Objekt vergleichbar und es gäbe ein Inertialsystem, dass sich uns gegenüber mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Aus diesen Annahmen folgerst du dann, dass die Relativitätstheorie falsch sein muss. Dass statt dessen deine Annahmen falsch sein könnten, kommt dir nicht in den Sinn.

Gruß,
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Juergen » Mo 5. Mär 2012, 21:17

Kurt
Warum die Masse wachsen kann ist in unserem Physikbuch folgendermasen erklärt:
Vorraussetzungen sind, dass man bereits an Zeitdilatation und Längenkontraktion zu glauben gelernt hat.

[][][][][][][][][][][]
[][][][][][][][][][][]
.........^
.........|
......[UFO]

[Beobachter] =====>

... sind nur Lückenfüller
v...Geschwindigkeit des Ufos = nicht relativistisch
v'...Geschwindigkeit des Ufos aus Sicht des Beobachters
V...Geschwindigkeit des Beobachters = nahe c
p...Impuls aus Sicht des Ufos
p'...Impuls aus Sicht des Beobachters

Ein Ufo bewegt sich auf eine Mauer zu und hinterlässt beim Aufprall dort ein Loch. Die Größe des Lochs hängt ab vom Impuls: p=mv
Aus Sicht des mit großer Geschwindigkeit V nach rechts bewegten Beobachters läuft die Zeit im System [Ufo und Mauer] aber dilatiert ab.
Deshalb gilt aus Sicht des bewegten Beobachters: v'<v
Die Größe des Lochs kann aber nicht vom Beobachter abhängig sein und deshlab muss gelten: p=p' :arrow: m'>m
Die Masse muss um den selben Faktor steigen, um den die Geschwindigkeit sinkt also: Quadratwurzel(1-v²/c²)
Deshalb steigt die Masse von relativ bewegten Objekten aus Sicht des relativ ruhenden Beobachters.

Anmerkung:
Würde sich der Beobachter nicht im Rechten Winkel nach rechts, sondern parallel zur Mauer bewegen würde neben der Zeitdilatation auch die Längenkontraktion wirken.
Das Ufo würde also in längerer Zeit gleichzeitig auch einen geringeren Weg zurücklegen; v würde weiter sinken.
Der Faktor müsste also sein: [Quadratwurzel(1-v²/c²)]² = 1-v²/c²
Muss man die Formel also je nach Beobachter ändern? Auch das gab mir Gelegenheit zum zweifeln. ;)

Die festgestellten Geschwindigkeiten sind immer Relativgeschwindigkeiten relativ zum Beobachter
Nach der Relativitätstheorie gilt für w=u+v die relativisitsche Geschwindigkeitsaddition. (siehe Beitrag von julian apostata)

Gluon
Es könnten sowohl meine Annahmen falsch sein, als auch die der Relativitätstheorie; aus meiner Sicht ist (noch) beides möglich.
Ich beschäftige mich mit dem Thema um herauszufinden was denn nun stimmt, und was falsch ist und deshalb taste ich mich langsam über mir bekannte physikalische Eigenschaften von Raum und Zeit an relativistische Eigenschaften desselben heran.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Kurt » Mo 5. Mär 2012, 21:25

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Irgendwo im Raum ein Planet, dieser bewegt sich mit 1/2 c in Richtung Erde, also auf uns zu.
Auf dem Planeten ein Ringbeschleuniger.
Wenn der Ausgang des Ringes in Richtung Erde zeigt dann verlassen diesen Elektronen mit einer Vorortgeschwindigkeit von 0.9 c und sausen Richtung Erde.

Wie schnell kommen diese bei uns an.


Und was die Rechenaufgabe anbelangt.
Eine möglichst simple Begründung hab ich doch schon vor Jahren hier geliefert

http://www.windhauchworld.de/index.php?id=59


Das Seltsame an der Lichtgeschwindigkeit ist ja, dass sie konstant ist und weder von der Geschwindigkeit des Beobachters, noch von der Geschwindigkeit der Lichtquelle abhängt.


Was soll da seltsam sein, der Beobachter beobachtet ja nur, er misst ja nicht.
Und wenn er sich beim Beobachten bewegt dann ändert das an der Messerei nichts.
Wenn er selber messen würde dann würde er das nicht behaupten.
Es sei denn er bewegt sich nicht.

Frage:
Was hat das mit der LG mit meiner Frage zu tun?


Gruss Kurt
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Gluon » Mo 5. Mär 2012, 21:53

Juergen hat geschrieben:Es könnten sowohl meine Annahmen falsch sein, als auch die der Relativitätstheorie; aus meiner Sicht ist (noch) beides möglich.


und du glaubst wirklich es sei gleich wahrscheinlich, dass die Fachleute seit über 100 Jahren auf dem Holzweg sind oder dass du dich irrst, der du nach eigenen Angaben wenig Ahnung von Physik hast?

Ich befürchte, hier bist du falsch. Besorg dir doch einfach mal ein populärwissenschaftliches Buch zur Relativitätstheorie, in dem das erklärt wird. Es ist wirklich nicht so schwer, wenn man sich nicht von einigen Leuten hier an der Nase herum führen lässt.

Gruß,
Gluon
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Kurt » Mo 5. Mär 2012, 23:00

Hallo Juergen,
Juergen hat geschrieben:Kurt
Warum die Masse wachsen kann ist in unserem Physikbuch folgendermasen erklärt:
Vorraussetzungen sind, dass man bereits an Zeitdilatation und Längenkontraktion zu glauben gelernt hat.


hast du das schon, oder wehrst du dich noch?

Frage: was ist Zeit?

Gruss Kurt
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon julian apostata » Di 6. Mär 2012, 00:16

Kurt hat geschrieben:Was hat das mit der LG mit meiner Frage zu tun?


Wenn du vielleicht nur ein klein wenig mehr gelesen hättest, als nur den von dir zitierten Satz, dann wärest du auf diese Grafik gestoßen und es wäre völlig klar, wie man den relativistischen Impuls, plus Wachstum der Ruhemasse (der sich in jedem Teilchenbeschleuniger offenbart) aus dem unelastischen Zusammenstoß zweier gleichartiger Teilchen ableitet.

Welchen Impuls hat also das eine Objekt, wenn es von (15/17)*c auf 0,6*c abgebremst wird? Wieviel Ruhemasse haben Beide nach dem Zusammenstoß?

Bild

Das Gedankenexperiment stammt übrigens von Max Born, die Grafik allerdings von mir.
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Gluon » Di 6. Mär 2012, 09:18

Juergen hat geschrieben:Vorraussetzungen sind, dass man bereits an Zeitdilatation und Längenkontraktion zu glauben gelernt hat.


Glauben musst du in der Physik gar nichts. Es reicht, wenn du verstanden hast, wie anderen auf Zeitdilatation und Längenkontraktion gekommen sind.

Gruß,
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 6. Mär 2012, 09:29

Gluon hat geschrieben:
und du glaubst wirklich es sei gleich wahrscheinlich, dass die Fachleute seit über 100 Jahren auf dem Holzweg sind oder dass du dich irrst, der du nach eigenen Angaben wenig Ahnung von Physik hast?

Seit 100 Jahren haben sich z.B. Tausende und Tausende von Fachleuten mit der Lösung des Zwillingsparadoxons beschäftigt, vergebens... :( :( :(

1) Es kursieren verschiedene, widersprüchliche Lösungen
Siehe zum Beispiel hier eine tiefgreifende Studie, wohl die umfangsreichste, die in 100 Jahren von Fachleutem und für Fachleute durchgeführt wurde: NPA – Twin Paradox Report

2) Prominente Vertreter des Mainstream sind nicht in der Lage, ihre bevorzugte Lösung zu begründen und ein einfaches Fragebogen zur eindeutigen Klärung von sich ergebenen Fragen auszufüllen, siehe hier Survey Questionnaire

    - Zum Beispiel Prof. Hermann Nicolai, Direktor vom Albert Einstein Institut und Experte der Relativitätstheorie, der die mathematische Beschreibung von Minkowski als Lösung heranführt, ist nicht in der Lage das Fragebogen auszufüllen und eine physikalische Ursache für den Altersunterschied zu nennen. Siehe hier: Mainstream Response
    Dabei wurden doch die Experte von Albertz Einstein Institut vom Ministerium für Bildung und Forschung als zuständig und kompetent genannt, um Frage um die Relativitätstheorie zu klären... :|

    - Dr. Markus Pössel scheint nachträglich seine eigene Aussage bestreiten zu wollen, dass die Längenkontraktion keine materielle, physikalische Verkürzung der bewegten Objekte bedeutet... Außerdem hat er die Zwillingsparadoxon Studie und die Anfrage von NPA komplett ignoriert, obwohl er von NPA als Experte der SRT persönlich eingeladen wurde, seine Auffassung mitzuteilen.

    - Eine gutes Dutzend von weiteren prominenten Vertretern des Mainstream im deutschsprachigen Raum wurden auch von NPA eingeladen, Kenntnis von dieser Studie zu nehmen und das Formular zur Klärung der offenen Fragen um das Zwillingsparadoxon auszufüllen: Kein einziger hat geantwortet.

Zitat Dr. Joachim Schulz alias "Gluon":

Ich befürchte, hier bist du falsch. Besorg dir doch einfach mal ein populärwissenschaftliches Buch zur Relativitätstheorie, in dem das erklärt wird. Es ist wirklich nicht so schwer, wenn man sich nicht von einigen Leuten hier an der Nase herum führen lässt.

Ich befürchte wiederum, dass es woanders keine Bereitschaft der Mainstream-Vertreter existiert, die offenen Fragen um die SRT zu klären, auch nicht in populärwissenschaftliche Büchern. Ich habe zum Beispiel eine Menge populärwissenschaftliche Literatur über die SRT gelesen, und ich habe nie darin die Beantwortung der offenen Fragen gefunden... :(

Da Du zu uns kommst um uns zu belehren und uns zu warnen, uns nicht an der Nase herum führen zu lassen, Dr. Joachim Schulz , es ist doch viel besser als ein populärwissenschaftliches Buch zu lesen: Du bist herzlich eingeladen Kenntnis von der NPA-Studie Twin Paradoxon zu nehmen, das Formular zur eindeutigen Klärung von offenen Fragen auszufüllen und eine physikalische Ursache für die Längenkontraktion und den Altersunterschied der Zwillinge zu nennen. Das ist von Dir als Experte des "Relativitätsprinzips" wohl nur eine 5 Minute Sache, oder? Das wäre weiterbringend. :)

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Re: Begabte Photonen

Beitragvon julian apostata » Di 6. Mär 2012, 10:44

Juergen hat geschrieben:Vorraussetzungen sind, dass man bereits an Zeitdilatation und Längenkontraktion zu glauben gelernt hat.


In gewissem Maße muss man den Experimentatoren schon ein wenig vertrauen. Die Geschichte könnte irgendwo weit da draußen aber auch umgekehrt ablaufen.

Auf Planet Romula weiß man noch nichts von der Konstanz von c. Allerdings stellt man in Teilchenbeschleunigern schon experimentell folgenden Impuls fest:

p=m*v/wurzel(1-v²/c²)

Diesen Ansatz verfolgte man ja auch schon auf Terra.

Beim unelastischen Zusammenprall zweier identischer Teilchen (u= nach Stoß, v=vor Stoß) wird man diese Beziehung experimentell feststellen.

Bild

Ulkigerweise ist es viel einfacher von (3) auf (2) zu kommen, als umgekehrt. Man braucht nur so umformen, dass der Wurzelfaktor allein da steht

wurzel(1-v²/c²)=v/u-1

Man quadriert auf beiden Seiten, streicht 1 weg, kürzt mit v und so spart man sich eine quadratische Ergänzung.

Bild

Leicht kommt man dann auf dass da.

Bild

Bei (1) sieht man: “u+c”=c

Man stößt zwangsläufig auf die LT, Zwillingsparadoxon,Längenkontraktion….

…allerdings erst mal nur rein theoretisch.

Und jetzt sind die romulanischen Experimentalphysiker an der Reihe…

…entweder den Mathematikern zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat…

…oder entnervt festzustellen: “Jetzt haben diese Theoriefuzzis schon wieder recht!” :twisted:

Chief hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Warum das so ist steht z.B. hier. :mrgreen:


Dann kannst du uns ja auch mit Sicherheit eine kurze Zusammenfassung geben. 8-)
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Re: Begabte Photonen

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 6. Mär 2012, 11:45

julian apostata hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Vorraussetzungen sind, dass man bereits an Zeitdilatation und Längenkontraktion zu glauben gelernt hat.


In gewissem Maße muss man den Experimentatoren schon ein wenig vertrauen. Die Geschichte könnte irgendwo weit da draußen aber auch umgekehrt ablaufen.

Die Experimentatore haben aber nie die Längenkontraktion nachgewiesen! :? Wir haben also hier nicht den Experimentatoren zu vertrauen, sie haben bei der Längenkontraktion nichts zu sagen und sind völlig außen vor: Die Längenkontraktion ist kein experimenteller Befund von Experimentatoren, sondern eine Annahme von Theoretikern, bitte nicht experimentelle Befunde und Annahmen verwechseln, das ist ja wesentlich... :(

Er wird also durchaus in der Physik auch "geglaubt": Man glaubt an eine theoretische Annahme, man nimmt sie an, man akzeptiert eine Hypothese. Das ist nichts Anderes als "glauben" im herkömmlichen Sinne, das drückt man eben anders aus.

Zwei Wissenschaftler haben geglaubt bzw. die Hypothese aufgestellt, dass bewegte Objekte sich in Bewegungsrichtung verkürzen: Lorentz und Einstein. Keine der beide hat einen experimentellen Nachweis für diese Annahme, aber beide verwenden die gleiche mathematische Beschreibung und liefern die gleichen Berechnungen (Lorentztransformation).

Lorentz hat jedoch eine physikalische Erklärung für die Annahme: der Widerstand des Äthers verursacht die Längenkontraktion.
Einstein hat keine physikalische Erklärung für die Annahme.

Jetzt meine Frage:

Warum hat man ja dann entschieden,

1) dass die Theorie von Lorentz falsch ist, obwohl ihre Berechnungen als richtig gelten und sie auf einer begründeten physikalischen Annahme basiert

2) dass die Theorie von Einstein wahr ist, obwohl ihre Berechnungen sich nicht von den Berechnungen von Lorentz unterscheiden, jedoch auf gar keiner begründeten physikalischen Annahme basiert.

Warum hat man entschieden, dass Lorentz falsch und Einstein wahr ist? :?
Das ist nicht nachvollzuziehen, warum man so etwas entschieden hat. Oder findest Du nicht?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Di 6. Mär 2012, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
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