Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon scharo » Do 23. Feb 2012, 20:22

Angelique hat geschrieben:„Die (reactio) Kraft auf die Zugkraft von Mast zieht eben von (und nicht an)
der Gondel die Mastspitze nach außen. Das ist aber nicht die Zentrifugalkraft!“

Wie gesagt, nenne diese Kraft wie Du willst. Sie ist aber existent, gleich und entgegengesetzt der Kraft mit der die Kette die Gondel zieht. Nun, wo ist diese Kraft in den Fendt & Ernst Zeichnungen? Warum bezieht Ernst diese, nach Deiner Meinung reale, Kraft bei der Erklärung der Neigung der Ketten ein? Erst dann wäre die Neigung kinderleicht zu erklären, stattdessen schreibt und zeichnet er lauter Unsinn – nur eine Kraft nach innen, die Gondel bewegt sich aber nach außen = Esoterik.
Etwas vom Schnittpunkt der Kräftewirkung bei verbundenen Körpern gehört?


„Scheinkraft heißt nicht – die Kraft hat keine Wirkung. Ganz im Gegenteil! Man sieht eine Beschleunigung und braucht dazu eine Kraft als Erklärung. Im System Auto gibt es dann dafür die Trägheitskraft. Und wie du sehen kannst, wirkt die auf den Ball und beschleunigt denn auch ganz real. Die Kraft kann man auch wie jede andere Kraft messen. Im System Auto ist das eine echte Kraft.“

Angelique, merkst Du nicht, dass keiner der Scheinkraft-Fraktion Dich bei dieser unsinnigen Aussage unterstützt? Und weißt Du warum? Weil keiner von denen, wenn auch noch so schwach in klassischer Mechanik, sich mit solcher extremen Unwissenheit blamieren möchte.

Nachmals gaaanz langsam für solche Anfänger, wie Du:
Im System Auto MEINT der festverbundene Beobachter, er sei in Ruhe. Er spürt aber eine Kraft, die auf ihm wirkt, die er aus Unwissenheit jedoch ignoriert. Er MEINT, dass auf dem sich von ihm sichtbar beschleunigt entfernenden Ball, Eisblock, oder egal auch was, das mit dem Auto nicht verbunden ist, eine Kraft wirken muss. Diese Kraft ist die Scheinkraft, da sie nicht existiert. Eine nichtexistierende Kraft kann auch nichts beschleunigen. Nachdem auf dem Körper keine reale Kraft wirkt, kann er auch nicht beschleunigt werden. Oder, die Ballbeschleunigung, die der mitbeschleunigte Beobachter BEOBACHTET, ist keine reale, sondern eine Scheinbeschleunigung.
Und entgegen Deiner Meinung, diese Kraft oder Beschleunigung sei messbar, muss ich feststellen, dass Du keine Ahnung von Messen hast:
Würdest Du eine Federwaage zwischen Anhänger und Ball montieren, ist der Ball nicht mehr frei, er ist jetzt schon mit dem Anhänger VERBUNDEN, der Ball ist dann relativ zum Auto UNBEWEGT. Du wirst dann die Kraft (reale) messen, mit der der Anhänger über die Waage den Ball beschleunigt (wie Zentripetal), oder die Kraft, mit der der Ball sich der Beschleunigung widersetzt (wie Zentrifugal).
Wenn Du jedoch eine Kraft, bzw. Beschleunigung am FREIEN Ball messen möchtest, muss Du an den Ball einen passenden Beschleunigungssensor befestigen und Dein blaues Wunder erleben.
Wenn Du optisch aus Sicht des mitbewegten Beobachters eine Beschleunigung misst, muss Du, wenn Ahnung von Physik vorhanden, zuerst Deine eigene Beschleunigung (s.o. – spürt eine Kraft) messen und letztere aus der gemessenen abziehen –> Resultat = 0 -> es war also doch nur eine Scheinbeschleunigung.
Scheinkraft oder Scheinbeschleunigung existieren nur im Kopf eines dämlichen Beobachters, der obwohl beschleunigt (er spürt eine Kraft auf ihn wirkend) sich in Ruhe glaubt.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 22:14

scharo hat geschrieben: Erst dann wäre die Neigung kinderleicht zu erklären, stattdessen schreibt und zeichnet er lauter Unsinn – nur eine Kraft nach innen, die Gondel bewegt sich aber nach außen = Esoterik.

Wenn ich solche elementaren Umkenntnisse, wie du in elementarer Mechanik, demonstriert hätte, würde ich mich nicht mit Angelique anlegen, die hier stets profundes Wissen demonstriert hat.

Daß Du die einfache Sache mit Fendt und mit den Seilen auch nach x-facher Erklärung Erklärung nicht packen kannst, ist doch einleuchtend. Du kannst nicht mit Vektoren umgehen, wie du an der "schiefen" Zentripetalbeschleunigung und der "unrichtigen" Beschleunigung betragsgleicher Geschwinigkeit gezeigt hast. Jemand, der das nicht kann, kann eben nichts verstehen auch in ganz simpler Mechanik. Der kann auch keine Kraftvektoren in Komponenten zerlegen. Wer solche simplen Sachen beherrscht, der versteht auch die Erläuterungen bzw. braucht die nicht, weil es ihm selbst sofort klar ist.

Ich frage mich immer wieder, wie du mit diesem gezeigten Wissensdefizit irgendwas zur Mechanik verlauten läßt?

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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 22:27

Chief hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Der Körper beschleunigt obwohl die Summe aller Kräfte gleich Null ist

Das ist deshalb auch der größte GAB (größer anzunehmender Blödsinn).


Klar! :mrgreen: Siehe z.B. hier.
Bild


Das ist ein Bild für Hannes, da bewegt sich ja gar nichts. Für andere mit etwas Vorstellungskraft ist da ein fallender Fahrstuhl und ein fallender Kerl zu sehen. Und das tun sie weil

Chief hat geschrieben: Der Körper beschleunigt obwohl die Summe aller Kräfte gleich Null ist


Jeder Vernunftbegabte weiß allerdings, daß auf einen fallenden Körper im Schwerefeld einzig die Gravitationskraft wirkt.

Chief hat geschrieben: Der Körper beschleunigt obwohl die Summe aller Kräfte gleich Null ist


..............................................................................................Bild

..........................................................................................GAB vom DAU.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 22:36

Highway hat geschrieben: Ernst, das hat dir nun wirklich niemand vorgeworfen....

Du hast kein Rückgrat. Daß scharo in den angesprochenen elementaren Punkten Unfähigkeit gezeigt hat, hattest Du ja als einer der wenigen bestätigt. Er hat einfach keine Ahnung von Mechanik
Aber "höherwertiges" nimmst Du ihm ab.
Es geht dir zwischenzeitlich gar nicht mehr um die Sache, sondern die bist nur noch Chiefs Pöbellackei. Schade, du warst mal ernstzunehmen.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 22:42

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Jeder Vernunftbegabte weiß allerdings, daß auf einen fallenden Körper im Schwerefeld einzig die Gravitationskraft wirkt.
...

Deine Behauptung steht leider im Widerspruch zum Experiment. :mrgreen:

Das Niveau deiner Physik nähert sich der Fahrstuhletage: 6. Kellergeschoß.

Jeder Vernunftbegabte weiß allerdings, daß auf einen fallenden Körper im Schwerefeld einzig die Gravitationskraft wirkt.
Und in deiner Legasthenie hast was überlesen:

Da steht Vernunftbegabte :!:
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 22:52

Chief hat geschrieben: Der Körper beschleunigt obwohl die Summe aller Kräfte gleich Null ist


Chief hat geschrieben:Jeder Vernunftbegabte weiß, dass auf einen frei fallenden Körper im Schwerefeld in Summe KEINE Kraft wirkt.


Dümmer gehts nimmer.

Damit können wir's bewenden lassen.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 22:57

Highway hat geschrieben: Kein Rückgrat...?

Ja kein Rückgrat. Es war nicht die Frage nach mir, sondern Deine Affinität zu scharo, obgleich Du seine Defizite benannt hast. Und da kneifst Du.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Do 23. Feb 2012, 23:11

Gut, dass Ljudmil den Beschleunigungssensor erwähnt. Das erinnert mich daran, dass wir seinerzeit im Unterricht die Zentripetalbeschleunigung mit so einem Sensor gemessen haben.
So ein Sensor setzt die Trägheit einer Testmasse ein und zeigt damit die Richtung der Beschleunigung an.
sensor.jpg
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Das ist bei linearer Beschleunigung der Fall - und ebenso bei einer Kreisbewegung. Damit lässt sich eindeutig nachweisen, dass bei der Kreisbahn eine Beschleunigung nach innen vorliegt, also nur die Zentripetalbeschleunigung real in jedem Bezugssystem ist! Es lässt sich also messtechnisch zweifelsfrei feststellen, welche Beschleunigung tatsächlich vorliegt. Mit einem Kraftmesser ist das nicht eindeutig feststellbar.
F_ma.png
F_ma.png (1.68 KiB) 4251-mal betrachtet

Nach wie vor wird hier der Unterschied zwischen Kräftegleichgewicht und Wechselwirkung actio-reactio nicht verstanden! Und da es nicht verstanden wird, kommt es zu so lustigen Dingen wie
F1=-F2
F1+F2=0
was natürlich völliger Unsinn ist, denn die Kräfte kann man nicht addieren, da sie auf unterschiedliche Körper wirken.

Ein Beschleunigungssensor bringt es an den Tag. Lässt man ihn in einem rotierenden System aus, so wird er sich zwar nach "außen" bewegen, aber keine Beschleunigung anzeigen, da die Bewegung von der Freigabe weg inertial ist. Die Zentrifugalbeschleunigung existiert daher nicht!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 23. Feb 2012, 23:20

Highway hat geschrieben: Wissenschaftlicher Geist ist dir unbekannt, Dafür müsstest du nämlich aus deinem Schneckenhaus heraus und Farbe bekennen.

Du meinst Wissenschaftlicher Geist ist das, wenn man deinen Vorstellungen recht gibt?
Etwas Selbsteinschätzung und Bescheidenheit wäre angebracht.

Weniger angebracht ist deine zunehmende sprachliche Verrohung.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Do 23. Feb 2012, 23:52

Chief hat geschrieben:Wozu braucht man einen Beschleunigungssensor, die kleine Masse drückt ganz sicher entgegen der beschleunigenden Kraft. Und wenn die Schachtel nicht ganz fest ist, fliegt sie raus.

sensor2.jpg
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Grüße
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