Angelique hat geschrieben:„Die (reactio) Kraft auf die Zugkraft von Mast zieht eben von (und nicht an)
der Gondel die Mastspitze nach außen. Das ist aber nicht die Zentrifugalkraft!“
Wie gesagt, nenne diese Kraft wie Du willst. Sie ist aber existent, gleich und entgegengesetzt der Kraft mit der die Kette die Gondel zieht. Nun, wo ist diese Kraft in den Fendt & Ernst Zeichnungen? Warum bezieht Ernst diese, nach Deiner Meinung reale, Kraft bei der Erklärung der Neigung der Ketten ein? Erst dann wäre die Neigung kinderleicht zu erklären, stattdessen schreibt und zeichnet er lauter Unsinn – nur eine Kraft nach innen, die Gondel bewegt sich aber nach außen = Esoterik.
Etwas vom Schnittpunkt der Kräftewirkung bei verbundenen Körpern gehört?
„Scheinkraft heißt nicht – die Kraft hat keine Wirkung. Ganz im Gegenteil! Man sieht eine Beschleunigung und braucht dazu eine Kraft als Erklärung. Im System Auto gibt es dann dafür die Trägheitskraft. Und wie du sehen kannst, wirkt die auf den Ball und beschleunigt denn auch ganz real. Die Kraft kann man auch wie jede andere Kraft messen. Im System Auto ist das eine echte Kraft.“
Angelique, merkst Du nicht, dass keiner der Scheinkraft-Fraktion Dich bei dieser unsinnigen Aussage unterstützt? Und weißt Du warum? Weil keiner von denen, wenn auch noch so schwach in klassischer Mechanik, sich mit solcher extremen Unwissenheit blamieren möchte.
Nachmals gaaanz langsam für solche Anfänger, wie Du:
Im System Auto MEINT der festverbundene Beobachter, er sei in Ruhe. Er spürt aber eine Kraft, die auf ihm wirkt, die er aus Unwissenheit jedoch ignoriert. Er MEINT, dass auf dem sich von ihm sichtbar beschleunigt entfernenden Ball, Eisblock, oder egal auch was, das mit dem Auto nicht verbunden ist, eine Kraft wirken muss. Diese Kraft ist die Scheinkraft, da sie nicht existiert. Eine nichtexistierende Kraft kann auch nichts beschleunigen. Nachdem auf dem Körper keine reale Kraft wirkt, kann er auch nicht beschleunigt werden. Oder, die Ballbeschleunigung, die der mitbeschleunigte Beobachter BEOBACHTET, ist keine reale, sondern eine Scheinbeschleunigung.
Und entgegen Deiner Meinung, diese Kraft oder Beschleunigung sei messbar, muss ich feststellen, dass Du keine Ahnung von Messen hast:
Würdest Du eine Federwaage zwischen Anhänger und Ball montieren, ist der Ball nicht mehr frei, er ist jetzt schon mit dem Anhänger VERBUNDEN, der Ball ist dann relativ zum Auto UNBEWEGT. Du wirst dann die Kraft (reale) messen, mit der der Anhänger über die Waage den Ball beschleunigt (wie Zentripetal), oder die Kraft, mit der der Ball sich der Beschleunigung widersetzt (wie Zentrifugal).
Wenn Du jedoch eine Kraft, bzw. Beschleunigung am FREIEN Ball messen möchtest, muss Du an den Ball einen passenden Beschleunigungssensor befestigen und Dein blaues Wunder erleben.
Wenn Du optisch aus Sicht des mitbewegten Beobachters eine Beschleunigung misst, muss Du, wenn Ahnung von Physik vorhanden, zuerst Deine eigene Beschleunigung (s.o. – spürt eine Kraft) messen und letztere aus der gemessenen abziehen –> Resultat = 0 -> es war also doch nur eine Scheinbeschleunigung.
Scheinkraft oder Scheinbeschleunigung existieren nur im Kopf eines dämlichen Beobachters, der obwohl beschleunigt (er spürt eine Kraft auf ihn wirkend) sich in Ruhe glaubt.

