Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 17:48

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Jetzt schieb mir den Scheiß nicht in die Schuhe

Ich schieb dir in die Schuhe, daß du ihr das Wort im Halse umdrehst. Ihre Darstellungen sind physikalisch korrekt.
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Ja nee, is klar. Ich drehe die Worte im Munde herum. Geht's dir heute wirklich gut? Ich hatte eher umgekehrt den Eindruck. Deiner Reaktion entnehme ich aber, dass du auch Bedenken hast die Kräfte ungeniert zu addieren alà: „aus F1 = -F2 folgt F1+F2 = 0“.

Natürlich folgt das daraus. Das sind actio und reactio an zwei unterschiedlichen Körpern. Man darf deshalb die Summe eben nicht als für einen Körper geltend machen.
Würden die beiden Kräfte an einen Körper angreifen, dann wäre er kräfteausgeglichen unbeschleunigt.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 17:51

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Genau das erhält man, wenn man so dumm ist wie Du. Wenn man die 8.Klasse geschafft hat erhält man

m1a1=-m2a2 und a1=-a2
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F=ma

F=-ma

F=-F=FT

Bild

Und wenn Du hundertmal den vollen Text unterschlägst, der den Auszug auf das beschleunigte BS bezieht, wirst Du nicht 1 Promille glaubwürdiger mit Deine Zitatenvergewaltigungstaktik. :lol: .
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 17:55

Highway hat geschrieben:
Jürgen hat geschrieben:
Was habt ihr immer nur mit dieser zweiten Kraft am Hut?



Du brauchst zwei Impulsstromsenken, damit eine Kraft und deren Gegenkraft wirken kann. (Systemphysik)

Wie Du's gerade hinbiegst. Neulich war der Systemphysiker noch ein Spinner, als er euch die Leviten gelesen hat.
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Äußere Krafte

Beitragvon rmw » So 12. Feb 2012, 18:04

Ernst hat geschrieben:Würden die beiden Kräfte an einen Körper angreifen, dann wäre er kräfteausgeglichen unbeschleunigt.

Das gilt so nur für zwei von außen angreifende Kräfte. Die (in Summe) am Schwerpunkt angreifende Massenträgheitskraft und die von außen angreifende Beschleunigungkraft dürfen selbstverständlich am gleichen Körper angreifen. Das ist einfach eine physikslische Tatsache und seit Newton so auch bekannt.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » So 12. Feb 2012, 18:06

Highway hat geschrieben:Der Haken an der Sache ist halt nur, dass du wieder willkürlich behauptest die Zentripetalkraft zu messen, aber faktisch, wie bei jeder Messung der Zugkraft nicht unterscheiden kannst was du dort gerade misst.

Das einzige was du weißt ist, dass die Kraft vom gemessenen Wert ist. Damit lässt sich natürlich trefflich Schindluder treiben.

Um zu wissen, welche Kraft ich messe, muss ich nur darauf achten, welche Wirkung sie an der Brille zeigt. Nachdem ich weiß, dass die Brille ohne mein Festhalten geradeaus und folglich aus der Kurve fliegen würde, durch das Anlegen meiner "Handkraft" dies aber nun nicht macht, sondern eine Beschleunigung nach innen erhält, kann die gemessene Kraft ja keine sein, die nach außen wirkt, sondern nur eine die nach innen wirkt - und das ist nun mal die Zentripetalkraft. Würde ich behaupten, die Zentrifugalkraft würde die Brille dazu bringen, im PKW zu verbleiben und die Kurve mitzufahren, wäre das ja wohl nicht sehr logisch, nicht?
Ich messe also zwar diese Zentripetalkraft, und bezogen auf das BS des PKW bleibt die Brille aber in Ruhe. Jetzt führe ich eine Trägheitskraft ein, um dieses scheinbare Kräftegleichgewicht zu begründen. Diese nur im rotierenden BS einzuführende Kraft nennt sich Zentrifugalkraft und ist und bleibt eine Scheinkraft. 8-)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Brille

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 18:08

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Dann wäre da erstmal eine Zentripetalkraft auf die Brille vorhanden. Da sie von dieser Kraft aber nicht bewegt wird, wirkt scheinbar noch eine Gegenkraft, genannt Zentrifugalkraft.
So ist das im beschleunigten Bezugssytem.

Die Kraft ist tatsächlich vorhanden, sonst könntest du sie nicht messen.

Eine Scheinkraft ist eine Scheinkraft. Sie besitzt nicht das Vermögen, eine Reaktionskraft zu erzeugen. Etwas, was nicht reagiert, kann man nicht messen.
Die rechnerisch eingeführte Zentrifugalkraft im beschl. BS ist nur indirekt über die Zentripetalkraft meßbar.
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Zuletzt geändert von Ernst am So 12. Feb 2012, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Äußere Krafte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 18:15

rmw hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Würden die beiden Kräfte an einen Körper angreifen, dann wäre er kräfteausgeglichen unbeschleunigt.

Das gilt so nur für zwei von außen angreifende Kräfte. Die (in Summe) am Schwerpunkt angreifende Massenträgheitskraft und die von außen angreifende Beschleunigungkraft dürfen selbstverständlich am gleichen Körper angreifen. Das ist einfach eine physikslische Tatsache und seit Newton so auch bekannt.

Du wirst es niemals fassen:
BS IS. Wird ein Körper durch eine Kraft beschleunigt, dann ist die eine Beschleunigung a=F/m. So ist das seit 400 Jahren. So rechnet das jedermann. Keine weitere Kraft. Da kannst Du noch so lange zusätzliche "Trägheitskräfte" ausdenken. Es bleibt nicht verstandene oder nicht gelernte Physik.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 18:22

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F = m*a

Wird von einigen hier irrtümlich interpertiert als Gleichgewicht zweier Kräfte. Dem ist aber nicht so.

Erstens ist in dieser Gleichung nur eine Kraft enthalten; dazu eine Masse und eine Beschleunigung. Die Interpretation ist daher:
Die Kraft F bewirkt an der Masse m die Beschleunigung a.

Zweitens kann das auch formell kein Gleichgewicht sein, denn dann müßte da stehen F1 = - F2.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » So 12. Feb 2012, 19:12

Hallo Harald !
Ich messe also zwar diese Zentripetalkraft, und bezogen auf das BS des PKW bleibt die Brille aber in Ruhe. Jetzt führe ich eine Trägheitskraft ein, um dieses scheinbare Kräftegleichgewicht zu begründen. Diese nur im rotierenden BS einzuführende Kraft nennt sich Zentrifugalkraft und ist und bleibt eine Scheinkraft.

Dass im rotierenden System diese Kraft Fliehkraft heißt, ist selbstverständlich.
In einem geradlinig beschleunigten System wirken wieder andere Kräfte.

Bitte überlege einmal: Wenn du die Brille an keiner Federwaage befestigt hast,
kannst du keine Zentripetalkraft feststellen.Die Brille rutscht eben weg, ohne dass eine Kraftwirkung auftritt.Das ist das, was du als Scheinkraft bezeichnest.
Wenn du die Brille aber befestigt hast, dann ist eine Kraft messbar. Und zwar genau soviel Kraft, als die Brille Widerstand leistet.Nicht mehr und nicht weniger.

Doch versuche einmal mit mir mitzudenken:

1.Du hast ein 30 cm langes Schienenstück einer Spielzeugeisenbahn mit einem
kleinen Prellbock an einem Ende.
Du stellst einen Spielzeugwaggon auf das Geleise und gibst dem Waggon einen Schubs, sodass er gegen den Prellbock läuft.
Was sagst du dazu: Der Waggon ist mit eingeprägter Kraft gegen den Prellbock gelaufen. Stimmt das nach deiner Version ?

2. Du stellst den Waggon auf die Schiene und ziehst so an der Schiene, dass der Waggon ebenfalls auf den Pellbock auffährt.
Wie sagst du jetzt dazu ?
Der Waggon hat sich mit einer Scheinkraft auf den Prellbock zubewegt und ist mit dieser Scheinkraft auf den Prellbock aufgefahren.

Wenn du eine Zeichnung anfertigst, musst du einmal die Bewegung des Waggons zeichnerisch darstellen, das andere mal die Bewegung der Schiene. Wenn du das nicht machst, weiß beim zweiten Beispiel kein Mensch, warum der Waggon auf den Prellbock aufgelaufen ist.

Bei der Zeichnung mit dem Mädchen, das von seinem Vater herumgeschleudert wird, ist die Drehbewegung nicht eingezeichnet.Ein Beobachter kann sich deswegen nicht erklären, wieso die Hände des Vaters schräg liegen.
Ich habe Ernst ersucht , mir das zu erklären. Er hat mich lieber für dumm erklärt.
Vielleicht kannst du es besser erklären.

Eine Rotation ist eine andauernde Beschleunigung eines Körpers. Wenn ich jetzt ein Karussell zeichne, und in die Zeichnung diese Rotation nicht explizit einzeichne, stimmt etwas nicht.
Dann hängen plötzlich die Seile schräg und man weiß nicht, warum die Seile schräg hängen.Und zwar bei jeder Drehzahl verschieden schräg.
Wenn nämlich die Rotation eingezeichnet wäre, würde man erkennen, dass eine Kraft an der Masse der Gondeln zieht. Diese Kraft bräuchte nicht ziehen, wenn die Gondel keinen Widerstand erzeugen würde. Dieser Widerstand ist genau so eingeprägte Kraft wie die Bewegungskraft eines antriebslos laufenden Eisenbahnzuges.
Und dort ist der Trugschluss:
Bei einer bewegten Masse von eingeprägter Kraft zu sprechen und bei einer relativ unbewegten Masse genau diese Eigenschaft als Scheinkraft zu erklären.

Mit Gruß
Hannes
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Seit Newton

Beitragvon rmw » So 12. Feb 2012, 19:53

Harald Maurer hat geschrieben:Würde ich behaupten, die Zentrifugalkraft würde die Brille dazu bringen, im PKW zu verbleiben und die Kurve mitzufahren, wäre das ja wohl nicht sehr logisch, nicht?

Das behauptet ja auch kein Mensch. Das Ziehen der Brille an deiner Hand ist dagegen allerdings die Zentrifugalkraft.

Ernst hat geschrieben:Eine Scheinkraft ist eine Scheinkraft.

Eine Scheinkraft ist überhaupt keine Kraft die gibt es auch nicht.

Ernst hat geschrieben:Die rechnerisch eingeführte Zentrifugalkraft im beschl. BS ist nur indirekt über die Zentripetalkraft meßbar.

Eine rechnerisch eingeführte Kraft würde keinen Sinn machen. Entweder es wirkt eine Kraft oder wirkt keine. Die Zentrifugalkraft ist mit einer Federwaage anstandlos meßbar, sie ist die Gegenkraft zur Zentripetalkraft.

Ernst hat geschrieben:Wird ein Körper durch eine Kraft beschleunigt, dann ist die eine Beschleunigung a=F/m.

Kein Mensch behauptet etwas anderes.

Ernst hat geschrieben:F = m*a

Wird von einigen hier irrtümlich interpertiert als Gleichgewicht zweier Kräfte. Dem ist aber nicht so.

Kein Mensch interpretiert das so. Es ist einfach der Betrag der Beschleunigungskraft. Die Massenträgheitskraft ist betragsmäßig gleich und der Beschleunigungskraft entgegen gerichtet. Das ist in der Tat seit Newton so bekannt.
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