Kritik des 1. newtonschen Axioms

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Sa 4. Apr 2009, 13:30

Sorry, es will mir nicht gelingen, die für ein besseres Verständnis erforderliche Zeichnung hochzuladen. Wie pauli beweist, kommt sonst nur Hauptbahnhof rüber.
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Hannes » Sa 4. Apr 2009, 13:56

Hallo Pauli !

    genau, nach ein paar Gläsern Wodka dreht sich auch alles!

......und es kann sogar passieren, dass einem die Straße ins Gesicht fällt !

Aber Spass beiseite:Es gibt wirklich keine geradlinige Bewegung in unserem Weltall.
Manches schaut nur so aus.

Mit Gruß Hannes
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Faber » Sa 4. Apr 2009, 15:54

Das erste Newtonsche Gesetz sagt nicht, dass eine geradlinige, gleichförmige Bewegung tatsächlich irgendwo stattfinde. Es sagt nur, dass eine solche Bewegung -wenn dann- kräftefrei sei.

Das zweite Newtonsche Gesetz sagt: "Die Änderung der Bewegung einer Masse ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht nach der Richtung derjenigen geraden Linie, nach welcher jene Kraft wirkt.“

Das wird allerhäufigst fälschlicherweise mit der (Leibnizschen) Formel F = dp/dt (bzw. F = ma) wiedergegeben.

Newton sagt aber: F ∝ Δp. (man vergleiche mit dem Text)

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Formeln besteht darin, dass die Leibnizsche, die in der klassischen Mechanik verwendet wird, eine instantane Wirkung dp/dt beschreibt. Die Kraft F bewirkt instantan dp/dt. Leibniz wirft damit den Kausalzusammenhang über den Haufen. Er formuliert einen Zusammenhang nach dem Prinzip aequat causa effectum (die Ursache gleicht der Wirkung). Das aber ist ein logischer Fehler. Nach Leibniz ist Bewegung zwar stetig, ansonsten aber beliebig. Zu behaupten, es gebe keine geradlinige Bewegung, ist (gemäß Leibniz) genauso sinnlos, wie zu behaupten, es gebe keine Kreisbewegung oder keine Bewegung entlang einer Parabel oder keine Bewegung entlang irgendeiner vorgegebenen stetigen Kurve.

Newton hingegen spricht von endlichen Änderungen Δp der Bewegung. Zwischen mehreren solchen vergeht eine gewisse Zeitspanne, die es überhaupt erst ermöglicht, dass die Wirkung der Ursache nicht instantan folgen muss. Newton beschreibt einen echten Kausalzusammenhang.

Das zweite Newtonsche Gesetz beschreibt den Kausalzusammenhang aller Bewegungen. Dabei sind die Bewegungen stückweise geradlinig und gleichförmig. Diskrete Kräfte bewirken diskrete Änderungen.

Gruß
Faber
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Sa 4. Apr 2009, 17:26

Hallo Faber,

ich weiß nicht, was Newton so alles gesagt hat. Ich beziehe mich auf das 1. Axiom, welches sinngemäß lautet: "Zwei Körper ziehen sich an mit einer Kraft, die ... ( auch berechenbar ist ). Jede Abweichung von der Geraden ist auf das Einwirken bestimmter Kräfte zurückzuführen."

Auf diesen Grundsatz baut sich doch die ganze klassische Physik ff auf. Und eben diesen Grundsatz bezweifle ich.

Weil es nämlich gar keine erkennbaren Kräfte gibt und auch keine gradlinige Bewegung möglich ist. Die ganze ernstzunehmende Naturwissenschaft gründet sich erstaunlicherweise auf zwei angenommene Begriffe.

Eine Begründung meiner Zweifel findest Du unter:

http://www.theoysoma.de/net/debatten/mueller/

Diese Aufsätze sind zwar immer abgelehnt, aber nie sachlich kommentiert worden. Vielleicht bekomme ich hier einmal etwas zu hören, was ich nicht selbst schon in einschlägigen Fachbüchern gelesen habe? Ich will doch nur wissen, was an meiner Betrachtung falsch sein soll.

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 4. Apr 2009, 17:58

Hallo mmgarbsen,

Warum sich in dieser Welt nichts gradlinig bewegt: Weil auch in der Natur alles der größten Wahrscheinlichkeit folgt und sich kreisförmig bewegt, ohne von irgendwelchen Kräften dazu gezwungen zu werden. Alle Sterne im Himmel ziehen auf kreisförmigen Bahnen dahin. Jedes Schiff auf dem Ozean würde ohne Navigationshilfe hoffnungslos im Kreise fahren. Jeder Wanderer in der Wüste wird ohne Kompaßhilfe mit tödlicher Sicherheit im Kreise laufen. Im ganzen Universum findet man nirgends ein Beispiel gradliniger Bewegung. Gradlinigkeit ist sicherlich eine Tugend, aber im naturwissenschaftlichen Bereich ein folgenschwerer Trugschluß.


das mit dem Wanderer und der Wahrscheinlichkeit können Sie selber mal ausprobieren. Gehen Sie einfach mal davon aus, dass ein Wanderer 10 m geradeaus geht und danach mit einer Wahrscheinlichkeit von jeweils 1/3 nach links nach rechts oder weiter geradeaus geht. Dieses Beispiel können Sie natürlich auch auf ein kariertes Blatt Papier übertragen. Ein Qudrat auf dem karierten Blatt Papier sollen 10 m sein. In der Mitte des Papiers machen Sie sich dann ersteinmal einen Punkt. Das soll der Wanderer sein. Dann lassen Sie ihn ein Quadrat in irgendeiner Richtung weitergehen. Nun nehmen Sie sich einen Würfel. Bei einer 1 und 2 lassen Sie ihren Wanderer ein Feld nach links gehen. Bei einer 3 und 4 nach rechts gehen und bei einer 5 und 6 nach vorne gehen. Das führen Sie dann 20 mal durch und können dann damit zeigen, wie nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit eine Bewegung aussehen würde.

Jedes sich bewegende Objekt - auch ein Lichtstrahl - wird abweichen nach oben oder nach unten, nach rechts oder nach links oder irgendwo dazwischen. Auf einer 360° Skala hat der Lichtstrahl 360 Möglichkeiten, die gerade Linie zu verlassen. Zählt man die Gradminuten hinzu, dann sind das mehr als 20 000 und mit den Gradsekunden über 1,2 Mio. Möglichkeiten, um von der geraden Richtung abzuweichen. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Lichtstrahl von der Geraden abweicht ist unendlich vielmal zu eins. Auch die Natur folgt immer der größten Wahrscheinlichkeit und nicht einer einzelnen Ausnahme. Die geringste Abweichung ist bereits der Beginn einer kreisförmigen Bewegungsbahn. Je geringer die Abweichung ist, um so größer wird der beschriebene Kreisbogen sein. Und wenn die Abweichung noch so klein ist, es entsteht daraus eine unendliche Kreisbewegung. Eine gradlinige Bewegung kann nur als Fiktion bestehen, in der Realität ist diese Bewegungsform


Ein Laserstrahl bewegt sich m. W. geradlinig.

Gruß

Sebastian
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » Sa 4. Apr 2009, 19:40

Hallo Sebastian,

das Beispiel mit dem Wanderer habe ich selbst schon ausprobiert. Ich habe versucht auf einem gefrorenen See von 32 qkm mit geschlossenen Augen wenigstens eine kleinere Strecke geradeaus zu gehen. Es ist mir nicht gelungen. Es ist auch nicht richtig, die Richtung Links, rechts oder gradeaus mit jeweils 1/3 anzugeben.

Bei den Abweichungen nach links oder rechts sind nämlich auch unendlich viele verschiedene Radien möglich. Unter geradeaus gibt es dagegen nur eine einzige Wahrscheinlichkeit. Weil sich die Meisten ein solches Verhalten nicht mehr vorstellen können, wollte ich dies an einer Skizze zusätzlich erläutern. Geht aber leider nicht.

Unter dem im vorigen Beitrag angegebenen Link kann man diese Skizze allerdings im Aufsatz "Gegen die Gradlinigkeit" betrachten.

Außerdem, wie kann man bei einem Laserstrahl feststellen, ob dieser gradlinig ist oder ein Kreisbogen mit Radius = x Lichtjahre?

MfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Sebastian Hauk » Sa 4. Apr 2009, 20:23

Hallo,

oh, jetzt ist er auch schon zu einem Experimantalphysiker mutiert :shock: was mag da noch kommen?



was ist denn daran schlecht? Ich find es gut. 8-)


Gruß

Sebastian
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon Heinrich Katscher » Sa 4. Apr 2009, 23:10

Zu dieser Frage habe ich schon im Jahre 2004 Stellung genommen. In meiner Arbeit
http://www.volny.cz/katscher/Hypothese_ ... #_ftnref22
weise ich im Zusammenhang mit der Betrachtung der Impulsgrösse I = Summe i der Elemente eines Körpers darauf hin, dass diese Grösse jeden Wert (Null eingeschlossen) annehmen kann. Laut Kapitel 2.4 entscheidet dieser Wert absolut darüber, ob bzw. wie sich der Körper im Raum bewegt (oder nicht). Ich zitiere:

"Bei vk = 0, d.i. wenn der Körper seiner Umgebung gegenùber in Ruhe verbleibt , ist sowohl die statische, als auch die translative Impulsgrösse
J = Jk = ΣN u i = N vk = 0 (2.7)
gleich Null, unabhängig von den Werten der Nukleongeschwindigkeiten ui

was mit dem 1 Newtonschen Axiom in Einlang steht, sofern man dieses invertiert.
Dies geht auch aus den Anmerkungen (21) und (22) hervor:

[21] ) Die Aussage : "Ursache der Bewegung eines Körpers im Raum ist seine Impulsgröße Jk "kann als Inversion des 1. Newton´schen Axioms angesehen werden, das besagt: " Der Bewegungszustand eines Körpers bleibt unverändert, solange auf diesen keine Kraft einwirkt".

[22] ) Die Relativität einer Bewegung bezieht sich stets auf die unmittelbare Umgebung eines Körpers. Sie schließ jedoch die Möglichkeit nicht aus, dass sich die Umgebung mit dem Körper zusammen im Raum selbst oder anderen Körpern samt ihrer Umgebung eigenständig bewegt.

mfG

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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » So 5. Apr 2009, 10:26

Dem Beitrag des Herrn Katscher entnehme ich, daß auch er nur von Hypothesen ausgeht oder sich mit althergebrachten Vorstellungen befaßt. Herr Katscher redet in gespreizter Form von Impulsgrößen, Nukleonengeschwindigkeit oder Elementarpartikeln, ohne zu erklären, was er überhaupt damit meint.

Vermutlich erwartet Herr Katscher für sein Blabla einen Nobelpreis? Ich kann jedenfalls mit diesem Gesulze nichts anfangen.
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Re: Kritik des 1. newtonschen Axioms

Beitragvon mmgarbsen » So 5. Apr 2009, 10:40

Hallo Chief,

nein, ich wurde nicht von der Corioliskraft auf eine Kreisbahn gezwungen. Es gibt doch gar keine Corioliskraft, sondern nur einen solchen Effekt, der immer dann eintritt, wenn sich ein Körper gleichzeitig in zwei verschiedene Richtungen bewegt. Ich wurde auch nicht auf eine Kreisbahn gezwungen. Ich bin lediglich von der Geraden abgewichen.

Vielleicht kannst Du mal etwas genauer beschreiben, wo ich ein "Editier-Feld" finde und den Knopf zum Hochladen. Danke!

MfG

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