Chief hat geschrieben:scharo hat geschrieben:...Mein Gedanke betraf genau diesen unteren Totpunkt, wo die Kugel zum Stillstand kommt und wo nach meiner Meinung für eine kleine Zeitspanne die Beschleunigung gleich Null sein muss. v = 0; Fres. = 0; demzufolge ist auch a = 0.
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Der Fehler liegt darin, dass Du das dynamische Gleichgewicht mit dem statischen gleichsetzst. Kräftegleichgewicht bedeutet hier nicht dass daraus Beschleunigung a=0 resultiert, sondern dass die Trägheitskraft gleich der verursachenden Kraft ist. Die Trägheitskraft entsteht gerade wegen der Beschleunigung a=F/m, wobei F die verursachende Kraft ist.
Lieber Chief, wenn dem tatsächlich so wäre, würde im Raumschiffbeispiel die Kugel ja nie beschleunigt werden, denn eine Kraft und eine gleichgroße Gegenkraft müssen sich ja aufheben, so dass es keine Beschleunigung mehr gibt. Mit dem seltsamen Effekt, dass die Kugel mit ihrer Trägheitskraft dann ja sogar das ganze Raumschiff am Fortkommen hindern würde.
Das kann ja aber nicht sein. Es muss doch also so sein, dass es nur eine Kraft gibt. Die der Feder auf die Kugel nämlich. Reactio wäre dann die der Feder auf das Raumschiff, denn bezüglich der Beschleunigung des Raumschiffes übt die Feder ja tatsächlich eine bremsende Gegenkraft aus.


