Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Fr 30. Dez 2011, 21:26

Hallo Ernst !
Du hast mich mit deiner Aufgabe einer Spezialrechnung, die du selbst nichteinmal machen könntest, weil dir die notwendigen Angaben fehlen, sehr unfair ins Eck gedrängt.
Aber jetzt muss ich dich fragen:
Auf welche Kraft stützt sich eine Rakete, die einen Satelliten in seine Umlaufbahn bringt ?
Doch nicht vielleicht auf die Trägheitskraft der ausgestoßenen Gase ? Oder doch , Herr Ingenieur ? Ist sicher keine unfaire Aufgabe für dich.

Hannes
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Re: Scheinkraft

Beitragvon Kurt » Fr 30. Dez 2011, 21:31

Ernst hat geschrieben:Ich weiß nicht, was Du Dir unter "Massenträgheitskraft" vorstellst. Eine eigenständige eingeprägte Kraft ist das nicht.


Es ist eine Kraft die nur dann vorhanden ist wenn die Trägheit wirkt.
Ich sollte meinen Satz entsprechend erweitern.
Trägheit ist die Grundlage/Ursache aller Kräfte welche bei Änderung des Materiebewegungszustandes existieren.


Ernst hat geschrieben:Es ist gar keine Kraft. Trägheit ist ein Widerstand gegen Beschleunigung und die Beschreibung dieses Widerstandes erfolgt im zweiten Newtonschen Axiom mittels der Quantifizierung der Trägen Masse.


Es ist ein Zustand, der Zustand von Materie der die Kraft -erzeugt- wenn dieser Zustand verändert wird.
Dabei spielt es keine Rolle wer diesen Zustand zu ändern versucht.
Somit sind die resultierenden Kräfte Universalkräfte die nur entsprechende Namen benötigen um die Ursache der jeweiligen (Universal)Kraft zu benennen.

Warum sollte denn diese Kraft geringwertiger sein als z.B. die Kraft die die gespannte Feder zeigt?
Es sind immer Kräfte, also Umstände die etwas verändern/bewirken, zu bewirken versuchen.

Bei der Feder sind es die Umstände das die Atombausteinabstände nicht so sind wie sie es gerne wären, bei den aus der Trägheit resultierenden Kräften ist es ähnlich.
Es sind nicht die Abstände zueinmander, es ist die Änderun die notwendig wird wenn eine Anpassung an den Bewegungszustand ansteht.

Es läuft aus Gleiche hinaus, immer auf "Optimalzustand erreichen".


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Fr 30. Dez 2011, 21:36

Hallo Kurt !

Es ist ein Zustand, der Zustand von Materie der die Kraft -erzeugt- wenn dieser Zustand verändert wird.
Dabei spielt es keine Rolle wer diesen Zustand zu ändern versucht.
Somit sind die resultierenden Kräfte Universalkräfte die nur entsprechende Namen benötigen um die Ursache der jeweiligen (Universal)Kraft zu benennen.

Sehr gut formuliert !Ist ein ganz anderer Gesichtspunkt.

Hannes
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Re: Kraft

Beitragvon Ernst » Fr 30. Dez 2011, 22:53

rmw hat geschrieben: was irgendwer irgendwann definiert hat kratzt mich überhaupt nicht.

Wenn Du Deine eigenen festgelegten Definitionen verwendest, ist eine Kommunikation nicht möglich.

Die Sache mit der Integration der Trägheit in das zweite Newtonsche Axiom negierst du auch nach mehrmaliger Erläuterung harnäckig. Und sattelst immer wieder eine weitere Kraft drauf. Es gibt sie nicht :!: :!: Und daß da nichts instantan fällt, ist eben die Folge dieser Gestzmäßigkeit. Wie rechnest du denn den Fall einer Kugel. Doch einzig mit der Schwerkraft m*g. Dafür berechnest Du die Beschleunigung:

d²s/dt²=F/m=m*g/m=g
v=ds/dt=g*t
s=g*t²/2

Wo bitte hast Du da zur Berechnung der Geschwindigkeit und des Wegs noch eine "Trägheitskraft" zusätzlich verwendet? Wo bitteschön?

Gruß
Ernst
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Fr 30. Dez 2011, 22:58

Hannes hat geschrieben:Hallo Kurt !

Es ist ein Zustand, der Zustand von Materie der die Kraft -erzeugt- wenn dieser Zustand verändert wird.
Dabei spielt es keine Rolle wer diesen Zustand zu ändern versucht.
Somit sind die resultierenden Kräfte Universalkräfte die nur entsprechende Namen benötigen um die Ursache der jeweiligen (Universal)Kraft zu benennen.

Sehr gut formuliert !Ist ein ganz anderer Gesichtspunkt.


Hallo Hannes, ehrlicherweise muss ich sagen dass ein solcher Gedanke nur von jemanden kommen kann, kommt, der keine Ahnung hat.
Ich staune immer wieder über die Leistungen die Menschen wie Ernst vollbringen.
Sie haben ein Grüsst dass wirklich gut und leitungsfähig ist!!
Meine Hochachtung.

Was ich mir fürs neue Jahr wünsche ist dass es etwas weniger "Angriffsvoll" hier im Forum und den anderen Foren auch, zugeht.
Sind wir doch mahl ehrlich, es zieht eigentlich jeder am selben Strang, jeder will die Natur ein bisschen besser verstehen.
Jeder macht es aus seiner "Ecke" heraus.
Diese Ecke ist halt ein bisserl eingefärbt.
Soll egal sein, jeder hat die Toleranz in sich dies zu akzeptieren und anzuerkennen.
Gemeinsam gehts besser, das ist halt nunmal so.
Nichts gegen Differenzen, sie sind notwendig, denn sie bringen die nötige Spannung.
Jedoch sollen sie immer so -gehändelt- werden dass nie die -Sicherung- durchbrennt.
Es geht!
Denn Spannung ist notwendig damit Strom fliesst.
Jedoch sollte man auch wissen dass nicht die Spannung den Menschen/Tier/Gerät umbringt, sondern der dadurch fliessende Strom.
Er ist es der schadet wenns zu viel ist.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Fr 30. Dez 2011, 23:01

contravariant hat geschrieben:Behauptung: Nach Newton kann es keine Beschleunigung geben.
Beweis: Aus der Newtonschen Bewegungsgleichung folgt:
F = m*a
=> F/m = a
=> F/m - a = 0
Beschleunigungen treten also immer paarweise auf, sodass sie sich aufheben.
q.e.d.


Highway hat geschrieben:Da hast du vollkommen recht. Das beschäftigt mich auch schon einen, auf zwei Tage. Ich denke aber, dass dies auch ein gedanklicher Kurzschluß deinerseits ist.


Contravariant meint seinen "Beweis" nicht ernst. Er weiß sicher, dass die Auswirkungen für zwei Körper unterschiedlich ausfallen, auch wenn die Kräfte zwischen ihnen gleich groß und entgegengesetzt gerichtet sind. Denn die jeweilige Beschleunigung hängt ja von ihren Massen ab. Fällt ein Stein zur Erde, so wirkt auf ihn bei einer Beschleunigung von 9,81 m/s² und einer Masse von 0,1 kg eine Kraft von 1 N, mit welcher ihn also die Erde anzieht. Mit dieser gleich großen Kraft von 1 N zieht nun aber auch der Stein die Erde an. Dennoch ist es der Stein, welcher in Richtung Erde beschleunigt wird. Denn der Masse des Steins 0,1 kg steht die Masse der Erde mit rund 6 x 10^24 kg gegenüber, und die Kraft von 1 N, mit welcher der Stein die Erde anzieht, führt zu einer Beschleunigung der Erde von etwa 1,67 x 10^-25 m/s². Das ist viel zu gering, um als Beschleunigung aufwärts zum Stein wahrgenommen zu werden.
Legt man das Reaktionsprinzip falsch aus, könnte man ja keinen Karren vom Fleck ziehen, weil der ja mit derselben Kraft zurückzieht, mit der man zieht. Ob man ihn ziehen kann oder nicht, hängt aber von den beteiligten Massen und den Reibungskräften ab. Und da der Karren Räder hat, gibt es da kein Problem! Nur wenn die Massen gleich sind und auch die Reibungskräfte, wird das Reaktionsprinzip sichtbar. Dann bewegen sich beide Massen, jene die zieht und jene die gezogen wird, aufeinander zu und treffen sich in der Mitte.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Gegenkraft

Beitragvon Ernst » Fr 30. Dez 2011, 23:04

rmw hat geschrieben: Wie schon früher gesagt, die Kraft die deiner Hand entgegen wirkt wenn du in eine Kugel schlägst. (Wie gesagt besser nicht in eine Stahlkugel, die Lektion könnte etwas hart ausfallen.).

Immer wieder. Das ist eine Kraft und eine Reaktionskraft. Die eine Kraft wirkt auf die Hand und die andere wirkt auf die Kugel. Nirgends wirken hier zwei Kräfte auf ein Objekt. Aber für die Kugel am Seil behauptest Du das. Da ist auch nur eine Kraft, welche auf die Kugel wirkt und eine Kraft, welche auf die Hand wirkt. Auch schon 22 mal beschrieben; sehr anschaulich von Harald.

Das kann aber nur von deinen Ausführungen und ihrem eigenen Mißverständnis kommen.

Nee. Mein Lieber. Wir kennen sie hier als exzellente Physikerin. Sie braucht meine Ausführungen nicht, um zu erkennen, welche Unkenntnisse hier beharrlich und teils aggressiv vertreten wird.

Gruß
Ernst
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Re: Kraft

Beitragvon galactic32 » Fr 30. Dez 2011, 23:06

Ernst 23:53 hat geschrieben:Wie rechnest du denn den Fall einer Kugel. Doch einzig mit der Schwerkraft m*g. Dafür berechnest Du die Beschleunigung:

d²s/dt²=F/m=m*g/m=g
v=ds/dt=g*t
s=g*t²/2

Wo bitte hast Du da zur Berechnung der Geschwindigkeit und des Wegs noch eine "Trägheitskraft" zusätzlich verwendet? Wo bitteschön?
Nein.
Träge Masse = schwere Masse ...

Gruß
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Fr 30. Dez 2011, 23:22

Kurt hat geschrieben: Hallo Hannes, ehrlicherweise muss ich sagen dass ein solcher Gedanke nur von jemanden kommen kann, kommt, der keine Ahnung hat.

Kurt, ich schätze es, wenn Menschen stets hinterfragen und ganz neue Ideen und Gesichtspunkte ausprobieren. Und wenn man darüber unvoreingenommen reden kann. Wie eben mit Dir. Das bringt neben der Unterhaltung auch manchmal völlig neue Einsichten. Das sollte aber, wie das mit Dir funktioniert, ergebnisoffen sein. Und natürlich müssen sich erdachte Alternativmodelle an der Praxis beweisen. Und das ist in dieser Diskussion der Knackpunkt. Einige Teilnehmer negieren hier, daß die Mechanik, wie sie angewendet wird, zutreffende Ergebnisse erzielt. Das Extrem und stellvertretend für die anderen Themen dazu ist die Bessewisserei zum Federmasse-System, wo eifrig und aggressiv vorstellend die Beschleunigungsnull in der Amplitude konstruiert wird. Die Mechanik lehrt anderes. Und richtiges, denn die Beschleunigung kann man mit einem Sensor Messen. Das frustriert.

Dir auch ein gesundes neues Jahr
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Fr 30. Dez 2011, 23:25

.
Harald Maurer hat geschrieben:Contravariant meint seinen "Beweis" nicht ernst.

Natürlich nicht. Es ist eine Persiflage auf die verquere Denkweise einiger Teilnehmer hier. Hat nur niemand bemerkt. Da sagt auch schon viel.

Gruß
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