Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Mi 7. Dez 2011, 09:23

Bild
Ganz schön heftig für eine Scheinkraft!
Ob man die Hütte mit "geometrischer Betrachtung" bzw. kinematisch wieder "gerade ziehen" kann? 8-)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Mi 7. Dez 2011, 11:35

Harald Maurer hat geschrieben:Bild
Ganz schön heftig für eine Scheinkraft!
Ob man die Hütte mit "geometrischer Betrachtung" bzw. kinematisch wieder "gerade ziehen" kann? 8-)


Ja, ganz schön heftig.
Da sieht man was unterschiedliche Oberflächengeschwindigkeiten auf der rotierenden Erde, damit unterschiedlich lange Wege, somit unterschiedlich starke Beschleunigung von Materie (hier Luft), sowie dadurch bedingte Ausgleichsvorgänge, auf der Erdoberfläche alles anrichten.

Zum Geradebiegen der Hütte ist wohl ein, oder mehrere, Fachleute notwendig.
Z.B. Zimmermänner mit neuem Holz.


Gruss Kurt
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Ernst » Mi 7. Dez 2011, 12:50

Kurt hat geschrieben: Das habe ich mir angeschaut, das Wasser fliegt geradeaus!!


Kurt, Kurt. Wo ist Deine Auffassungsgabe. Im IS Bezugssystem fliegt´s geradeaus. Im BS der rotienden Scheibe kurvt es seitwärts. Wenn Du das nicht sehen kannszt, bist Du blind oder Du wirst niemals den Sinn eines Bezugssystems verstehen.
Und da es im BS Scheibe seitwärts kurvt, muß da eine Kraft vorhanden sein.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 7. Dez 2011, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Ernst » Mi 7. Dez 2011, 13:16

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das habe ich mir angeschaut, das Wasser fliegt geradeaus!!


Das ist nicht das was Ernst sagt! Du must schon dem Thema folgen.

Er sagt:

Das Wasser fliegt geradeaus wenn man es von aussen betrachtet. Wenn man es von innen, aus dem rotierenden System, wenn man es als Bublath betrachtet, dann fliegt es nicht geradeaus. Wenn es nicht geradeaus fliegt, dann müssen nach Newton Kräfte im Spiel sein, die aber in Wirklichkeit nicht vorhanden sind.

Darum geht's.

Das diese Kräfte lediglich Scheinkräfte sind ist auch klar, dienen aber einer in sich geschlossenen Beschreibung der Situation aus dem rotierenden System heraus. Spricht mit diesen Kräften muss Bublath rechnen um zu einem gescheiten Ergebnis zu kommen.

Du bist hier einer der wenigen, welche das Problem erfaßt haben. :) Allerdings noch ein Quäntchen: Scheinkräfte heißen sie, weil sie nicht in einem BS IS auftreten. Dennoch sind sie im rotierenden BS ganz real. Scheinkraft ist daher mißverständlich, besser verwendet man dafür den Ausdruck Trägheitskraft. Daß die Trägheitskraft Dich im bremsenden Autobus umnietet, ist dieser realen Kraft geschuldet. Ebenfalls die Materialspannung in einer schnell rotierenden Turbinenschaufel und ebenfalls die Ablenkung des Windes auf der Erde. Haralds Tornado auch.

Das "Geheimnis" dieser Trägheitskräfte, welches Du ja erkannt hast, liegt einzig darin, daß man akzeptiert, daß die Bezugssysteme gleichberechtig sind.- Daß man also nicht sagen kann, wie Kurt&Co das leider immer noch tun, die Vorgänge im IS sind "wahr" und die Vorgänge im Rotierenden System scheinbar. Dem ist nicht so. Es ist die Wahrheit, daß das Wasser im IS geradeaus fliegt und es ist die Wahrheit, daß das Wasser im rotierenden Bezugssystem kurvt. In beiden BSen kann man die entsprechende Bewegung berechnen. Im BS Scheibe erfolgt die Beschreibung mit den Trägheitskräften. Eigentlich ganz simpel. Aber Denkkrusten (nur IS ist "wahr") sind schwer zu knacken.

Letztendlich geht es dabei gar nicht um eine ideelle Beschreibung, sondern ganz praktisch um die Schaffung einer Brechnungsgrundlage zur quantitativ richtigen Beschreibung realer Vorgäng in einem rotierenden System. Womit man dann nicht nur Maschinenelemente richtig auslegen kann, sondern auch so etwas tolles, wie den Coriolisdurchflußmesser entwickeln kann.

Kraft ist dabei in jedem Fall ein theoretischer Begriff. Eine Kraft kann man nicht anfassen. ;)

Gruß
Ernst
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Ernst » Mi 7. Dez 2011, 13:44

Chief hat geschrieben: In diesem Fall sind Kräfte nicht vorhanden (es existieren keine Kraftvektoren), somit ist eine rein geometrische Betrachtung völlig ausreichend.

Das ist ja an Blödsinn kaum zu übetreffen. Die Kraftvektoten sind hier zigmal beschrieben und gezeichnet. Wenn Du irgendwann die Grundlagen der Mathematik und etwas Mechanik lernen solltest, dann irgendwann wird Dir der Sinn dieser Beziehung eventuell klar:

Bild

Alles Kraftvektoren. Das lernen Studenten im zweiten Semester. Aber nicht auswendig, sondern sie lernen dazu die elementare Herleitung und die müssen sie auch in Klausuren nachweisen. Das alles gehört zum Fundament der angewandten Mechanik. Deine aus Unkenntnis herausposaumte "Weisheit" ändert daran gar nichts. Außer an Deinem hier vorgeführten "mechanischen Glaubwissen", welches gen absoluten Nullpunkt strebt.

Gruß
Ernst
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Kurt » Mi 7. Dez 2011, 14:25

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Das habe ich mir angeschaut, das Wasser fliegt geradeaus!!


Das ist nicht das was Ernst sagt! Du must schon dem Thema folgen.

Er sagt:

Das Wasser fliegt geradeaus wenn man es von aussen betrachtet. Wenn man es von innen, aus dem rotierenden System, wenn man es als Bublath betrachtet, dann fliegt es nicht geradeaus. Wenn es nicht geradeaus fliegt, dann müssen nach Newton Kräfte im Spiel sein, die aber in Wirklichkeit nicht vorhanden sind.

Darum geht's.

Das diese Kräfte lediglich Scheinkräfte sind ist auch klar, dienen aber einer in sich geschlossenen Beschreibung der Situation aus dem rotierenden System heraus. Spricht mit diesen Kräften muss Bublath rechnen um zu einem gescheiten Ergebnis zu kommen.


Keine Einwände.

Es geht darum zu verstehen was die Ursache für diese "Kraft", besser gesagt, dieses Verhalten ist.

Und da passt Ernsts Aussage wie die Faust aufs Auge.

Scheinkraft ist daher mißverständlich, besser verwendet man dafür den Ausdruck Trägheitskraft.


Nichts anderes sag ich von Anfang an.
Wobei ich nicht Trägheitskraft schreiben würde, sondern Trägheit!

Denn sie ist es die all die vielen -Kräfte- verursacht.
Mögen sie heissen wie jeder gerne will, sie ist die Ursache dafür!

Nochmal zu den geradeaus fliegendem Wasser.
In der rotierenden Trommel -sieht- der Beobachter dass das Wasser einen Bogen macht, er sagt Corioliskraft.
Ausserhalb diese sieht er dass es gerade läuft.
Stimmt nicht, es macht auch ausserhalb einen Bogen, denn die Erde ist auch ein sich drehendes System.
Also kurft auch da das Wasser.
Erst wenn sich der Beobachter gegen den "Materiebezug" ruhend stellt sieht er das Wasser geradeaus fliegen.

Es ist also nicht angebracht zu sagen: ich sitz im IS Erde, da fliegt das Wasser gerade aus.
Denn das ist nicht richtig!
Auch dieser Beobachter sieht es krumm laufen.

Mir geht es nicht darum zu entscheiden ob die Corioliskraft als Scheinkraft oder sonstwas existiert, nein, sondern darum zu verstehen was die Ursache für dieses Verhalten ist.
Und das ist einzig und allein die Trägheit.
Dabei ist es sehr interesant dass bewegt Materie, gleichförmig bewegte, im Prinzip das gleiche Verhalten zeigt wie ruhende.
Dieses Verhalten versuche ich zu verstehen und einzuordnen.

Ein Versuchsanfang dazu steht im anderem Faden.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=4&t=13&start=190#p33352


Gruss Kurt
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Ernst » Mi 7. Dez 2011, 15:26

Kurt hat geschrieben: In der rotierenden Trommel -sieht- der Beobachter dass das Wasser einen Bogen macht, er sagt Corioliskraft.
Ausserhalb diese sieht er dass es gerade läuft.
Stimmt nicht, es macht auch ausserhalb einen Bogen, denn die Erde ist auch ein sich drehendes System.
Also kurft auch da das Wasser.

Richtig
Es ist also nicht angebracht zu sagen: ich sitz im IS Erde, da fliegt das Wasser gerade aus.
Denn das ist nicht richtig!

Wenn Du immer noch die Bezugssysteme durcheinander haust, wird´s niemals was.
Erst wenn Du anstandslos akzeptierst, daß
- im rotierenden BZ das Wasser der Wasserpistole kurvt
- im nichtrotierenden BZ (Zuschauersaal) das Wasser sich gleichförmig geradlinig bewegt,
bist Du "drin" - in der Erkenntnis.

Unde wenn Du drin bist, dann kensnst Du die Ursache und wenn Du dann noch Lernen nicht scheust, schlag nach, wie die obige allgemeine Beziehung für Kräfte in rotierenden BSen entsteht. Bis dahin hast Du einen langen Weg. Es lohnt sich aber mehr, als wenn man selbstgestrickten Phantasien nachhängt. Sonst landest Du ebenfalls in der kombinierten Coriolis & Masse-Feder-Falle des Selfmade-Experten.

Gruß
Ernst..
Zuletzt geändert von Ernst am Mi 7. Dez 2011, 15:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Kurt » Mi 7. Dez 2011, 15:40

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: In der rotierenden Trommel -sieht- der Beobachter dass das Wasser einen Bogen macht, er sagt Corioliskraft.
Ausserhalb diese sieht er dass es gerade läuft.
Stimmt nicht, es macht auch ausserhalb einen Bogen, denn die Erde ist auch ein sich drehendes System.
Also kurft auch da das Wasser.

Quatsch. "Außerhalb" im nichtrotierenden System geht´s geradeaus.

Es ist also nicht angebracht zu sagen: ich sitz im IS Erde, da fliegt das Wasser gerade aus.
Denn das ist nicht richtig!

Wenn Du immer noch die Bezugssysteme durcheinander haust, wird´s niemals was.
Erst wenn Du anstandslos akzeptierst, daß
- im rotierenden BZ das Wasser der Wasserpistole kurvt
- im nichtrotierenden BZ (Zuschauersaal) das Wasser sich gleichförmig geradlinig bewegt,
bist Du "drin" - in der Erkenntnis.


Nein, dann meinst du du bist drin, bist es aber nicht.
Drin bist du erst wenn du weisst warum das Wasser kurft.
Und dann ist auch klar warum es auf der Erde ebenfalls kurft.


Ernst hat geschrieben:Und wenn Du drin bist, dann kennst Du die Ursache und wenn Du dann noch Lernen nicht scheust, schlag nach, wie die obige allgemeine Beziehung für Kräfte in rotierenden BSen entsteht. Bis dahin hast Du einen langen Weg. Es lohnt sich aber mehr, als wenn man selbstgestrickten Phantasien nachhängt. Sonst landest Du ebenfalls in der kombinierten Coriolis & Masse-Feder-Falle des Selfmade-Experten.


Die Ursache ist bekannt und benannt.
Landen möchte ich da da wo ich kapiert habe was abgeht.
Und! warum es abgeht wies abgeht.


Gruss Kurt
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Ernst » Mi 7. Dez 2011, 15:57

Kurt hat geschrieben:Nein, dann meinst du du bist drin, bist es aber nicht.
Drin bist du erst wenn du weisst warum das Wasser kurft.
Und dann ist auch klar warum es auf der Erde ebenfalls kurft.

Prinziliell hast Du ja Recht. Auch im Zuschauerraum kurvt es, ein ganz klein bischen. Infolge der Edrotation. Aber es ist nicht zu bemerken. Jeder Zuschauer wird sagen, es bewegt sich geradeaus. Weil in dieser Betrachtung die Erdrotation vernachlässigt werden kann und sie daher quasi ein IS ist.
Dagegen bewegt sich das Wasser im rotierenden Bezugssystem sichtbar heftig "um die Ecke".

Die Ursache ist bekannt und benannt.
Landen möchte ich da da wo ich kapiert habe was abgeht.
Und! warum es abgeht wies abgeht.

Da bin ich bei Dir äußerst skeptisch. Ein Fortschritt in Deiner Erkenntnis ist überhaupt nicht zu bemerken. Du bist immer noch ganz auf Anfang.
Da beruhigt es mich, daß wenigstens ein Telnehmer mit etwa gleichen Startbedingungen jetzt so gut "kapiert, was abgeht. Und! warum es abgeht wies abgeht".
Hat man nämlich erstmal seine eingbrannten krustigen Vorstellungen durchbrochen, dann is´s ein Kinderspiel.
Erstmal sitzt Du noch in der Falle. Brech Deine Denkkruste auf. Es ist hier alles geschrieben, was dir helfen kann.

Gruß
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Re: Kraft bei geradliniger Beschleunigung

Beitragvon Kurt » Mi 7. Dez 2011, 16:25

Ernst hat geschrieben:
Kurt:
Die Ursache ist bekannt und benannt.
Landen möchte ich da da wo ich kapiert habe was abgeht.
Und! warum es abgeht wies abgeht.


Da bin ich bei Dir äußerst skeptisch. Ein Fortschritt in Deiner Erkenntnis ist überhaupt nicht zu bemerken. Du bist immer noch ganz auf Anfang.


Am Anfang bist du nicht mehr,

Ernst hat geschrieben:Prinziliell hast Du ja Recht. Auch im Zuschauerraum kurvt es, ein ganz klein bischen. Infolge der Edrotation. Aber es ist nicht zu bemerken. Jeder Zuschauer wird sagen, es bewegt sich geradeaus. Weil in dieser Betrachtung die Erdrotation vernachlässigt werden kann und sie daher quasi ein IS ist.
Dagegen bewegt sich das Wasser im rotierenden Bezugssystem sichtbar heftig "um die Ecke".


denn das zeigt dass du nun auf dem richtigem Weg bist.


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