Bist Du eigentlich noch gescheit? Das ist eines der besten Bilder, welches ich damals gefunden habe. Das Bild habe ich damals scharo gezeigt, weil der der unsinnigen Meinung war, die Corioliskraft würde nur bei einer radialen Bewegung auf der Scheibe auftreten. Er hat das bis heute nicht verstanden. Kein Wunder nach seinem Wissensdefizit in mechanischen Grundlagen (Feder-Masse).
Bei Dir hätte ich aber anderes erwartet. Also gib Dir Mühe.
Das v in dem Bild ist die Bewegung relativ zur Scheibe (im Bezugssystem Scheibe). Im Bild ruht also die Scheibe. Bei der eingezeichneten Bewegungskurve von v im Bild kann man selbstverständlich dem v kein ω zuordnen. Denn die Bewegung ist ja eine "irgendwie krumme" Kurve. In unserem
Spezialfall ist die Kurve aber ein Kreis um den Mittelpunkt, wodurch das v senkrecht zu R zu liegen kommt. (Bei uns entgegen der Drehrichtung der Scheibe.) Das heißt, in diesem Sonderfall liegt eine Kreisbewegung der Masse auf der Scheibe vor, und zwar eine Kreisbewegung auf dem Radius R mit der Geschwindigkeit v. Und für solche Bewegung kann man bekannterweise eine Kreisfrequenz definieren ω=v/R, wobei ω die Kreisfrequenz dieser Kreisbewegung ist. Und daher habe ich v durch ω*R ersetzt. v und ω*R sind ganz identische Ausdrücke. Dieses ω (von mir als ωm bezeichnet) ist aber ganz etwas anderes als das ω der Scheibe hier im Bild (von mir als ωs bezeichnet). Ich habe sie erst so bezeichnet und dann, weil wir als weiteren
Sonderfall ωs=ωm betrachten, ωs=ωm=ω bezeichnet. (Andersherum bedeutet dieser Sonderfall einfach v=ωs*R. (ω bedeutet in dieser verbalen Beschreibung immer Betrag(ω).)
Also hör auf zu bellen und denk darüber nach.
Gruß
Ernst