Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Mär 2009, 17:04

Ernst hat geschrieben:Hallo Hannes,

Hannes hat geschrieben:
Hallo Joachim !
Die Geschwindigkeit des Lichtes im Vakuum hängt ausschließlich von den Eigenschaften des Vakuums ab

.....und nicht von irgendeinem Beobachter !
Selbstverständlich. Davon war auch nie die Rede.


da bist Du ja nun endlich auch bei der SRT gelandet :)
Wenn Du nun dem 2.Postulat zustimmst, mußt du ja die SRT nicht mehr "weiterentwickeln". ;)

Mein Beobachter bleibt stur. Seine VakuumLG wächst, wenn er sich auf den "Strahler" zubewegt. Entweder haust er im Äther (was ich kaum annehme) oder er fliegt einfach den Photonen entgegen.

Gruß
Ernst


Hallo,

damit kann Hannes auch bei der varying speed of light cosmology gelandet sein.

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Mär 2009, 17:07

Ernst hat geschrieben:
Sebastian Hauk hat geschrieben:Und diese Kraft ist die Zentripetalkraft.

Und der Mond ist ein Klappstuhl.


Die Zentripetalkraft ist die Kraft, die benötigt wird, um einen bewegten Körper zu zwingen, der Krümmung einer Bahnkurve zu folgen. Somit ist die Zentripetalkraft für kreisförmige Bahnen ursächlich, indem sie den Körper nach innen zum Kreismittelpunkt zieht. Der Begriff leitet sich von petere (lateinisch für sich begeben, streben nach) ab.


Die Corioliskraft ist nun eine Trägheitskraft und hängt von der Größe der Masse ab. Je größer die Masse ist, desto stärker muss die Zentripetalkraft sein, um den Körper auf der Kreisbahn zu halten.

Und die Trägheitskraft ist für viele Menschen eine Scheinkraft, aber sie ist nicht identisch mit der Zentripetalkraft.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tr%C3%A4gheitskraft

Noch immer damit ein Problem oder ist das jetzt klar?
Zuletzt geändert von Sebastian Hauk am Fr 20. Mär 2009, 17:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Hannes » Fr 20. Mär 2009, 17:10

Hallo Joachim !

    Die Geschwindigkeit des Lichtes im Vakuum hängt ausschließlich von den Eigenschaften des Vakuums ab
    .....und nicht von irgendeinem Beobachter !
Mich freut es, dass wir uns in diesen beiden Punkten einig sind.
Das Verhalten des Lichtes bei Durchgang durch Glas ist sowieso eine triviale,unbestrittene Sache.

Wir müssen uns darüber klar sein, dass diese beiden Interpretationen
ganz wichtige Aussagen zum Verständnis der Denkweise des vorigen
Jahrhunderts darstellen.

Wenn nämlich das Vacuum als optisches System aufgefasst wird mit einer systemeigenen Lichtgeschwindigkeit, kann es Lichtgeschwindigkeiten von c+v,c-v nicht messen.
Die Messungen von MM mussten also zwangsläufig zu einem Nullergebnis führen.

Das + v oder – v verwandelt sich in eine Änderung der Frequenz, in eine Blau- oder Rotverschiebung wie wir es von der Beobachtung der Sternenbewegung kennen und auch täglich bei der Messung von Radialgeschwindigkleiten anwenden .

Es schließt auch eine beobachterabhängige LG aus, ein langjähriger Kritikpunkt an der SRT.

Die Messungen von MM waren aber der Anlass für die Annahme der Invarianz der LG.
Gegen eine Höchstgeschwindigkeit der EM-Wellen im hochverdünnten Raum ist nichts einzuwenden.

Da sich heute abzeichnet, dass der als „leer“ angenommene intergalaktische Raum
wahrscheinlich von einem „See“ ladungsloser Teilchen( e+e- Paare) erfüllt ist, ist auch dort die systemeigene LG des Vacuums c mit großer Sicherheit anzunehmen.
Vergleichsmessungen von Radar und Trigonometrie haben dies bestätigt.

Wenn ich mich daher gegen den intergalaktischen Raum bewege, werde ich
dieses c+ v messen können (Experiment Haralds)

Und auf das Ergebnis dieses Experiments bin ich gespannt.


Mit Gruß Hannes
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Ernst » Fr 20. Mär 2009, 17:35

Sebastian Hauk hat geschrieben:Und die Trägheitskraft ist für viele Menschen eine Scheinkraft,
Noch immer damit ein Problem oder ist das jetzt klar?

Ganz klar doch. Fahr mal mit 100 gegen eine Wand.

.................................Bild
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Mär 2009, 17:39

Die Trägheitskraft ist für viele Menschen eine Scheinkraft. Mehr habe ich nicht behauptet.

Und diese Behauptung ist zutreffend.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Fr 20. Mär 2009, 17:58

Der Begriff “Trägheitskraft“ ist in einem beschleunigten Bezugssystem eine reale wirksame Kraft, während sie in einem inertialen Bezugssystem die Bewegungen (Richtungsänderungen der Geschwindigkeitsvektoren) als “Scheinkraft“ ausgleicht und in einen formal korrekten Kontext bringt. Aus diesem Umstand heraus resultiert der irreführende Begriff der “Scheinkraft“.

Ich denke die emotional aufgewühlte Diskussion darüber beruht auf nichts anderem als Missverständnissen, weil der eine von einem Inertialsystem ausgeht, der andere sich im beschleunigten Bezugssystem des Rotationskörpers wähnt und von dort aus seine Sicht der Dinge beschreibt; und wiederum ein anderer irgendwelche Zwangskräfte durch radiale Schienen einführt, auf die die Corioliskraft im System des Rotationskörpers messbar wirkt; und noch ein anderer die Kugel auf einer rotierenden Scheibe ohne Schienenführung nach innen rollen lässt oder wirft und eine Ablenkung in Rotationsrichtung feststellt, die sich mit der gleichen Corioliskraft als Trägheitskraft erklären lässt, die zur Bahnabweichung beiträgt.

Sowohl Aufgabenstellung als auch das Bezugssystem sollten klar definiert sein, sonst nimmt diese Diskussion darüber das Ausmass einer unglückseligen Sysiphos-Arbeit an.

Ich möchte ungern Partei ergreifen in einer Diskussion, an der ich mich kaum beteiligt habe, jedoch haben Ernst und Faber aus meiner Sicht stets sachlich korrekt, formal einwandfrei als auch didaktisch geschickt darüber berichtet. Und dies mit nicht geringem Aufwand!

Gruss
Zuletzt geändert von Trigemina am Fr 20. Mär 2009, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Mär 2009, 18:03

Hallo Trigemina,


Faber hat geschrieben:
7.) Es gibt eine mechanische Kraft in tangentialer Richtung auf die Kugel, die auch bei konstanter Winkelgeschwindigkeit wirkt. Es ist die Corioliskraft. Gäbe es diese Kraft nicht, dann könnten wir die Schiene auch entfernen, ohne dass sich dadurch die Trajektorie der Kugel ändert.


wenn wir die Schiene entfernen, dann fährt der Zug geradeaus weiter und folgt nicht der Drehung der Erde. Aus diesem Grund ist für Faber die Kraft die von der Schiene auf die Bahn wirkt die Corioliskraft und das ist falsch.

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Mär 2009, 18:06

Wieso zutreffend? Scheinkraft bedeutet, es ist keine Kraft sondern eine Täuschung.
Wieso kann Trägheit für viele Menschen eine Täuschung sein? :mrgreen:


Hallo Chief,

zutreffend ist die Behauptung, dass viele Menschen die Trägheitskraft als eine Scheinkraft ansehen. Warum sie dieses tun ist für den Wahrheitsgehalt dieser Aussage egal.

Gruß

Sebastian
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 20. Mär 2009, 18:08

Hallo Joachim,

Das war nie eine Behauptung der SRT. Dieser Kritikpunkt beruht auf einem Missverständnis. Das Relativitätsprinzip sagt ja gerade, dass die Lichtgeschwindgkeit unabhängig vom Beobachter mit c gemessen wird.


diese Aussage ist aber nur dann zutreffend, wenn von einem Lichtäther ausgegangen wird. Andernfalls kann die Lichtgeschindigkeit auch variabel sein.

Das würde aber auch bedeuten, dass für alle Lichtäther Anhänger im Grunde das RP nicht mehr gilt.

Gruß

Sebastian
Zuletzt geändert von Sebastian Hauk am Fr 20. Mär 2009, 18:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Längenkontraktion ist in der SRT nicht materiell

Beitragvon Trigemina » Fr 20. Mär 2009, 18:14

Hallo Sebastian
Sebastian Hauk hat geschrieben:
Faber hat geschrieben:
7.) Es gibt eine mechanische Kraft in tangentialer Richtung auf die Kugel, die auch bei konstanter Winkelgeschwindigkeit wirkt. Es ist die Corioliskraft. Gäbe es diese Kraft nicht, dann könnten wir die Schiene auch entfernen, ohne dass sich dadurch die Trajektorie der Kugel ändert.

...wenn wir die Schiene entfernen, dann fährt der Zug geradeaus weiter und folgt nicht der Drehung der Erde. Aus diesem Grund ist für Faber die Kraft die von der Schiene auf die Bahn wirkt die Corioliskraft und das ist falsch.


Das ist falsch. Wenn wir die Schienen entfernen, wird der Zug in Fahrtrichtung Süd-Nord auf der Nordhalbkugel in östliche Richtung (nach rechts) abgelenkt - vergleichbar mit einem ballistischen Geschoss, welches ebenfalls von der Corioliskraft abgelenkt wird. Fährt der Zug auf Schienen (was den Normalfall darstellt), bewirkt die Corioliskraft eine ausgleichende Zwangskraft, die sich als stärkere Abnutzung des rechten Schienenstrangs bemerkbar macht. Wenn ich mich nicht falsch erinnere hast du mal darüber etwas geschrieben oder einen Link gesetzt.

Gruss
Trigemina
 
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