Expansion des Weltalls

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Hannes » Do 26. Mai 2011, 21:26

Hallo Ernst !
Nein. Der Beschleunigungseffekt der Rotation produziert auf der sichtbaren Seite nur Roteffekte. Blauverschiebung entsteht ausschließlich bei translatorischer Annäherung eines Objektes.Gruß
Ernst

Ich bin weder Anhänger noch Gegner der von dir vertretenen Theorie, doch ich kann mir
diese Einseitigkeit nicht vorstellen.Wo etwas auf mich zu rotiert, muss auf der anderen Seite das gleiche von mir wegrotieren. Einseitigkeit finde ich dabei nicht.
Das muss schon genauer überdacht werden.
Ich bin übrigens auch kein Vorkämpfer der Expansionstheorie, mich interessiert aber,was an den ganzen Theorien stichhaltig sein kann. Ich weiß nur, dass die Astronomen die Expansionstheorie bevorzugen und dafür starke Argumente ins Spiel bringen.
Es müsste die Rotationstheorie doch an einzelnen Objekten nachweisbar sein.
Man kann doch schon auf große Entfernungen Einzelobjekte (Sterne) gesondert nachweisen und beobachten. Lediglich Gedankenexperimente sind mir auch bei der SRT zu wenig.
Das war vielleicht vor 100 Jahren, dass man sich mit Gedankenexperimenten befasst hat.
Mit Gedankenexperimenten kann man sehr leicht danebengeraten.Heute sind reale Beobachtungen schon leichter möglich.
Hannes
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Harald Maurer » Do 26. Mai 2011, 22:30

Ernst hat geschrieben:Der Beschleunigungseffekt der Rotation produziert auf der sichtbaren Seite nur Roteffekte.


Das beruht auf der Annahme, dass lichtemittierende Atome auf der Oberfläche eines rotierenden Sterns der Zentripedalkraft ausgesetzt sind, und dies zu einer zum Zentrum gerichteten Beschleunigung abgestrahlter Photonen führt. Da diese Zentripedalbeschleunigung an allen Punkten der Oberfläche eines Sterns radial zum Zentrum gerichtet ist, könnte man annehmen, dass dies zu einer resultierenden Rotverschiebung des abgestrahlten Lichts führt. Dabei ignoriert man allerdings die Zenrifugalkraft, welche der Zentripedalkraft in gleicher Größe entgegen gerichtet ist und zu einer Kompensation beider Kräfte zu Null führt, d.h. ein Atom an der Oberfläche eines Sterns befindet sich im rotierenden Bezugsystem des Sterns in "Ruhe". Die Annahme, emittierte Photonen würden mit einer zu ihrer Richtung entgegengesetzten Beschleunigung abgeschickt, ist m.E. daher unbegründet.
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Grüße
Harald Maurer
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Hannes » Fr 27. Mai 2011, 06:39

Hallo Harald ,Ernst!
Das beruht auf der Annahme, dass lichtemittierende Atome auf der Oberfläche eines rotierenden Sterns der Zentripedalkraft ausgesetzt sind, und dies zu einer zum Zentrum gerichteten Beschleunigung abgestrahlter Photonen führt. Da diese Zentripedalbeschleunigung an allen Punkten der Oberfläche eines Sterns radial zum Zentrum gerichtet ist, könnte man annehmen, dass dies zu einer resultierenden Rotverschiebung des abgestrahlten Lichts führt.

Der ganze Zauber beruht also nur auf Annahmen und keiner einzigen Bestätigung durch Beobachtung oder Messung.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Ernst » Fr 27. Mai 2011, 15:32

Harald Maurer hat geschrieben:Das beruht auf der Annahme, dass lichtemittierende Atome auf der Oberfläche eines rotierenden Sterns der Zentripedalkraft ausgesetzt sind, und dies zu einer zum Zentrum gerichteten Beschleunigung abgestrahlter Photonen führt. Da diese Zentripedalbeschleunigung an allen Punkten der Oberfläche eines Sterns radial zum Zentrum gerichtet ist, könnte man annehmen, dass dies zu einer resultierenden Rotverschiebung des abgestrahlten Lichts führt. Dabei ignoriert man allerdings die Zenrifugalkraft, welche der Zentripedalkraft in gleicher Größe entgegen gerichtet ist und zu einer Kompensation beider Kräfte zu Null führt, d.h. ein Atom an der Oberfläche eines Sterns befindet sich im rotierenden Bezugsystem des Sterns in "Ruhe". Die Annahme, emittierte Photonen würden mit einer zu ihrer Richtung entgegengesetzten Beschleunigung abgeschickt, ist m.E. daher unbegründet.

Nein Harald. da liegt ein Mißverständnis vor. Mit Kräften hat das gar nichts zu tun. Die Rotverschiebung ist das Resultat der Bewegung der Oberflächenpunkte des Sterns in Richtung Sichtlinie zur Erde.
Nimm vereinfachend an, die Rotationsachse liegt senkrecht zur Sichtlinie. Ein Punkt, etwa am Äquator des rotierenden Sterns, taucht meinetwegen am rechten Rand des Sterns auf, nähert sich uns zunächst, bis er mittig auf der Sternoberfläche liegt, und wandert dann, sich wieder entfernend, an den linken Sternenrand, um danach wieder zu verschwinden.

Diese Bewegung des Punktes mit dem Sternenradius R in Richtung Erde erfolgt so:
(Winkel ωt=0 für Position des Punktes am rechten Sternenrand; von der Erde sichtbarer Winkel ωt=0 bis ωt=π)

Wegkomponente in Richtung Erde: s = R * sin(ωt)
Geschwindigkeit: v = Rω * cos(ωt)
Beschleunigung: a = -Rω² * sin(ωt)

Beschleunigung: a = -K*sin(ωt)

Im gesamten sichtbaren Bereich 0 bis π tritt folglich eine negative Beschleunigung des Sternenpunktes auf. Am größten ist sie in Sternenmitte.
Es wird also stets der Anfangspunkt einer elektromagnetischen Welle mit einer größeren Geschwindigkeit in Richtung Erde abgesendet als der Endpunkt der Welle. Der Effekt ist winzig, saldiert sich aber in den unendlich großen Zeiträumen zu einer Längung der Welle. Rotverschiebung.

Der Effekt wurde von Lothar Pernes beschrieben.

Gruß
Ernst
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Hannes » Fr 27. Mai 2011, 16:12

Hallo Ernst !
Im gesamten sichtbaren Bereich 0 bis π tritt folglich eine negative Beschleunigung des Sternenpunktes auf. Am größten ist sie in Sternenmitte.
Es wird also stets der Anfangspunkt einer elektromagnetischen Welle mit einer größeren Geschwindigkeit in Richtung Erde abgesendet als der Endpunkt der Welle. Der Effekt ist winzig, saldiert sich aber in den unendlich großen Zeiträumen zu einer Längung der Welle. Rotverschiebung.
Der Effekt wurde von Lothar Pernes beschrieben.

Das weiß ich schon, dass Lothar Pernes das so beschrieben hat.
Nur gemessen wurde dieser Effekt noch nirgends.Ist eine reine Spekulation, ob mit oder ohne Mathematik. Genau wie die Invarianz der SRT.
Wenn Lothar Pernes Meßergebnisse vorlegt, dann kann man darüber reden.
Da die Astronomie möglichst jede Messung mit einer Kontrollmessung in einem anderen Verfahren absichert ist die Glaubwürdigkeit wesentlich höher.
Selbst da kommen oft Ergebnisse zustande, die selbst die Fachleute nicht glauben wollen.
Kennst du Meßergebnisse zu Lothar Pernes` Beschreibungen ?
Diese Ergebnisse müssten an einzelnen Objekten sichtbar sein, ein Mittelwert hat keine Aussagekraft.
Hannes
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Kurt » Fr 27. Mai 2011, 16:16

Ernst hat geschrieben:Es wird also stets der Anfangspunkt einer elektromagnetischen Welle mit einer größeren Geschwindigkeit in Richtung Erde abgesendet als der Endpunkt der Welle. Der Effekt ist winzig, saldiert sich aber in den unendlich großen Zeiträumen zu einer Längung der Welle. Rotverschiebung.

Der Effekt wurde von Lothar Pernes beschrieben.


Hallo Ernst, wie sollte denn die Saldierung gehen?
Licht reist bekanntlich unabhängig der Erzeugergeschwindigkeit/-bewegung.


Gruss Kurt
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Ernst » Fr 27. Mai 2011, 16:28

Kurt hat geschrieben: Hallo Ernst, wie sollte denn die Saldierung gehen? Licht reist bekanntlich unabhängig der Erzeugergeschwindigkeit/-bewegung.

Hallo Kurt, die These basiert auf der Emissionstheorie, wonach die LG konstant ist zur Quelle. Der rotierende Sternenpunkt (Quelle) nähert sich uns zum Zeitpunkt des Aussendens des Wellenanfangspunktes mit einer größeren Geschwindigkeit als zum Zeitpunkt des Aussendens des Wellenendpunktes. Der Anfangspunkt läuft also relativ zu uns mit c+v1, der Endpunkt mit c+v2, wobei v1>v2. Der Anfangspunkt der Welle reist schneller zu uns als der Endpunkt. Der Geschwindigkeitsunterschied ist winzig, führt aber in den unermeßlichen Zeiträumen doch zu einer Wegdifferenz; einer größeren Wellenlänge.

Gruß
Ernst
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Ernst » Fr 27. Mai 2011, 16:39

Hannes hat geschrieben: Nur gemessen wurde dieser Effekt noch nirgends.Ist eine reine Spekulation, ob mit oder ohne Mathematik.

Die entfernungsabhängige Rotverschiebung wurde millionenfach gemessen. Die Interpretationen gehen auseinander. "Bewiesen" aber ist der Mechsnismus gar nicht. wird es auch niemals sein.
Es geht um eine Einordnung in ein physikalisches Gerüst.
Da gibt es nun die Urknallthese mit der Expansion der Raumzeit. Sehr "gewöhnungsbedürftig". Wenn Du das vertrittst, akzeptiert.
Die Pernes-These setzt auf klassische Physik im Euklidischen Raum. Liegt meiner Intention mehr; den Urknall halte ich für eine Fixion.
Andere Thesen zur Rotverschiebung, außer der physikalisch nicht haltbaren "Ermüdung", sind (mir) nicht bekannt.

Gruß
Ernst
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Hannes » Fr 27. Mai 2011, 16:49

Hallo Ernst !
Es geht um eine Einordnung in ein physikalisches Gerüst.
Da gibt es nun die Urknallthese mit der Expansion der Raumzeit. Sehr "gewöhnungsbedürftig". Wenn Du das vertrittst, akzeptiert.
Die Pernes-These setzt auf klassische Physik im Euklidischen Raum. Liegt meiner Intention mehr; den Urknall halte ich für eine Fixion.

Deiner Erklärung kann ich im Wesentlichen zustimmen. Ist auch keine Sache, die
uns direkt berührt. Es geht nur um Weltanschauung.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Expansion des Weltalls

Beitragvon Kurt » Fr 27. Mai 2011, 17:20

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: Hallo Ernst, wie sollte denn die Saldierung gehen? Licht reist bekanntlich unabhängig der Erzeugergeschwindigkeit/-bewegung.

Hallo Kurt, die These basiert auf der Emissionstheorie, wonach die LG konstant ist zur Quelle.


OK

Ernst hat geschrieben: Der Anfangspunkt der Welle reist schneller zu uns als der Endpunkt.


OK

Ernst hat geschrieben:
Der Geschwindigkeitsunterschied ist winzig, führt aber in den unermeßlichen Zeiträumen doch zu einer Wegdifferenz; einer größeren Wellenlänge.


OK, verständlich. Jedoch nicht als realistisch anzunehmen.
Denn das würde Effekte geben die keine einzige Spektrallinie erhalten würde.
Diese würden bei -nahen- Quellen sehr beitbandig sein, bei fernen total ineinander verschwimmen.
Also eher was für die Akten.

Gruss Kurt
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