Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 8. Mai 2011, 11:21

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Ich versuche wieder das Interferenzmuster zu interpretieren und den Meßwert von Michelson herauszufinden:

Bild

Falls die Teilstrahlen zwei verschiedene Geschwindigkeiten auf einer gleich langen Strecke haben, müssen sie logischerweise mit einem Zeitversatz am Ziel ankommen. Bei dieser Messanordnung kann jedoch einen Zeitversatz nicht direkt beobachtet bzw. nicht direkt gemessen werden, weil die Wellen um eine Ankunftsposition versetzt gleichzeitig ankommen. Dieser auf der ganzen Strecke existierende Zeitversatz zwischen den Teilstrahlen bleibt also völlig unbemerkt, auch am Ziel, und er kann nicht beim Aufprallen der zwei Wellen zusammen festgestellt werden: Der gleichzeitige Aufprall der zwei Wellen ist eine systematische optische Illusion am Ziel, die die Tatsache verbirgt, dass die Wellen zu jederzeit einen Zeitversatz auf der Strecke haben, einschließlich am Ziel.

Wenn also zwei Wellen gleichzeitig ankommen, vermitteln sie nur optisch die Illusion, dass die Teilstrahlen keinen Zeitversatz unter sich haben. Um den Zeitversatz zu merken, muss man also den gleichzeitigen Aufprall der Wellen auf der Wand, auch um eine Ankunftsposition versetzt berücksichtigen, d. h. man muß die Aufprallzonen auf der Wand auch versetzt vergleichen (= „destruktive Interferenz" verglichen mit „konstruktiver Interferenz“). Man sieht schon mit bloßen Augen am Muster, dass diese Breiten verschieden sind.

Ich stelle mir also jetzt vor, dass Michelson wie folgt vorgegangen ist:

1. Er hat jeweils die Breite eines hellen und eines dunklen Rings gemessen. Damit hat er bei einer bestimmten Anzahl von Ringen die radiale Wanderung der Strahlen bei einem Meßdurchgang ermittelt.

2. Dieselbe Prozedur hat er bei einem Meßdurchgang mit einer anderen Winkeleinstellung durchgeführt.

Die Differenz zwischen den beiden radialen Wanderungen aus den beiden Meßdurchgängen stellt die Geschwindigkeit des Ätherwinds dar (8 km/s).

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon contravariant » So 8. Mai 2011, 11:57

Bevor du dich weiter in sinnlosen Spekulationen ergehst (was zugegebenermaßen gewisse humoristische Aspekte hat), könntest du auch einfach nachlesen, was Michelson und Morley wie gemessen haben: http://www.aip.org/history/exhibits/gap ... helson.pdf . Netter Weise ist die Veröffentlichung frei verfügbar.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 8. Mai 2011, 12:03

Lieber Harald,

du beschreibst die Situation nach Deiner Auffassung mit einer Rechnung. Kaum habe ich Deine numerisch unzutreffende Rechnung korrigiert und in Übereinstimmung mit der MM Situation gebracht , läßt Du diese Deine Auffassung links liegen. Auf einmal ist sie falsch. Nur weil ich sie zahlenmäßig korrigiert habe?
Stattdessen kommst Du nun wieder zu den Läufern gesprungen. Aber nicht weit genug. ;)

Harald Maurer hat geschrieben: Nun starten wir gleichzeitig sehr viele völlig gleich aussehende Läufer hintereinander im Sekundentakt über die gleichen Strecken. Der mit der langen Strecke trifft am Ziel mit einem der Läufer aus der kurzen Strecke zusammen. Dieser Läufer kann nur 30 Minuten nach ihm gestartet sein. Von den Läufern, die vorher am Ziel durchgelaufen sind, weiß er nichts, denn da war er ja noch nicht dort. Mit dem Läufer, mit dem er zusammenkommt, kann er den Zeitversatz beim Start auch nicht feststellen, denn sie schauen alle völlig gleich aus. Jedenfalls hat er mit dem Läufer, den er am Ziel trifft, keinen feststellbaren Zeitversatz. Den gab es nur beim Start.

Es ist nun mal so, daß jeder Wellenpunkt seine Startzeit als Phasenwinkel aufgeprägt bekommt. Und treffen Wellenpunkte mit unterschiedlicher Startzeit/Phasenwinkel zusammen am Ziel ein, so unterscheiden sie sich eben um ihren Phasenwinkel.
Äquivalent besitzen alle Deine Läufer eine Stoppuhr, welche beim Start gestartet wird. Die am Ziel zusammentrefffenden beiden Läufer vergleichen nun die Zeit auf ihrer Uhr. Zeigt da eine 30min und die andere 60min, so haben sie einen Startzeitversatz von 30min. Das ist ihr Phasenversatz am Ziel. Jeder Wellenabschnitt trägt seinen individuellen Phasenwinkel der Erzeugerschwingung ebenfalls wie eine Uhr ins Ziel. Laufen nun die Langsamen immer schneller und die Schnellen immer langsamer, bis sie schließlich gleichschnell laufen, so verringert sich ihre Zeitdifferenz stetig auf Null. Sie kommen gleichphasig an. An der stetigen Veränderung der Zeitdifferenz/Phasendifferenz erkennt der Zielrichter, daß und um wieviel die Läufer anfangs unterschiedlich schnell waren.

Ich habe aber keine Lust, solche Kindergartengeschichten weiter zu verfolgen. Alle bisherigen allgemeinen und nun auch Deine (korrigierten) falschen numerischen Rechnungen zeigen den Mechanismus bei MM und deren nachgewiesene Funktionalität. Es ist mir ganz rätselhaft, wie Du Dich in Deinen Irrtum derartig festgebissen hast und die begründeten Einwürfen aller Teilnehmer hier nicht aufnehmen kannst. Nachdem ein Denkfehler ausgeräumt ist, kommst Du gleich mit dem nächsten, oft nur eine Wiederholung früherer:

Die Schlussfolgerung: konstante Frequenz, konstante Periodendauer bedeutet, es gibt nichts zu messen, ist daher berechtigt! Würden am Ziel die Phasen zueinander verschoben ankommen, würde die Frequenz shiften, sie müsste also igendwie und irgendwo verändert worden sein und die Periodendauer wäre nicht konstant geblieben. Diese Annahme lässt aber der sich überall exakt kompensierende Doppler-Effekt nicht zu!

Lieber Harald, daß Dein Compagnon das nicht versteht, ist wegen seiner ganz offensichtlichen fehlenden Grundlagen verständlich. Du aber solltest das mit links nachvollziehen:

Die Periodendauer und damit die Fequenz ist konstant. Ein Dopplereffekt ist daher ausgeschlossen. Aber es ist die Wellengeschwindigkeit variabel :!: Damit sind sowohl Wellenlängen als auch Laufzeiten variabel. Eine Welle hat nicht nur eine zeitliche Dimension (ihre Erzeugerfrequenz), sondern dazu eine räumliche Dimension (Geschwindigkeit, Wellenlänge). Und wegen ihrer variablen Geschwindigkeit auf beiden Strecken treffen Wellenpositionen mit unterschiedlicher Erzeugungszeit/Phase zusammen. Das ist doch elementare Physik.

Zudem verstrickst Du Dich in einen gründlichen Widerspruch:

Ernst hat geschrieben:Der Kurzschluß besteht darin, daß der Zeitversatz der interferierenden Wellenabschnitte bei gleicher Armlänge und vorhandenem Ätherwind akzeptiert wird; daß aber bestritten wird, daß damit ein Phasenversatz vorliegt. Denn ein Zeitversatz ist identisch mit einem Phasenversatz.

Der SupergGAU besteht darin, daß der Zeitversatz im bewegten Äther akzeptiert wird; der Phasenversatz aber bestritten wird. Und gleichzeitig der Zeitversatz infolge Armlängendifferenz ebenfalls akzeptiert wird; dort aber der Phasenversatz akzeptiert wird (muß, weil das praktisch einfach nachprüfbar ist).

Das ist nicht nur ein physikalisches, sondern ein logisches Desaster.

Wie willst Du diesen Widerspruch jemals lösen?

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 8. Mai 2011, 12:55

Die Lichtausbreitung im Äther führt zu einer veränderten Wellenlänge, wenn die Äthergeschwindigkeit relativ zum MMI größer Null ist. In gleichem Maße nimmt die Frequenz ab. Dadurch bleibt die Phasengeschwindigkeit gleich.


..............................................Bild
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 8. Mai 2011, 14:04

Hin 1,4c
Rück 0,6c
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 8. Mai 2011, 14:21

Harald Maurer hat geschrieben:Lieber Ernst!

Hier eine weitere Ausgabe aus der Reihe von Kindergarten-Vergleichen in der für Kinder gedachten einfachen Form, und er soll erklären, wie es zur Kompensation eines Start-Zeitversatzes am Ziel kommt.

Zwei Läufer stehen am Start. Sie laufen gleich schnell, haben aber jeweils unterschiedliche Strecken bis zum Ziel vor sich, sodass der eine nach 60 Minuten dort ankommen würde, und der andere nach 30 Minuten. Sie hätten am Ziel also einen Zeitversatz von 30 Minuten, wenn sie gleichzeitig starten. Wenn sie aber gleichzeitig am Ziel ankommen sollen, muss der mit der kurzen Strecke dem mit der langen Strecke einen Vorsprung von 30 Minuten geben, also um 30 Minuten später starten. Wenn demnach der mit der kurzen Strecke tatsächlich 30 Minuten später startet, kommt er am Ziel gleichzeitig mit dem anderen an. Der Zeitversatz von 30 Minuten beim Start ist am Ziel nun nicht mehr vorhanden!

Schlussfolgerung: Wenn der mit der langen Strecke gleichzeitig mit dem anderen am Ziel ankommt, muss der andere genau um den Zeitversatz von 30 Minuten, den sie bei gleichzeitigem Start gehabt hätten, später losgerannt sein! Das erklärt den fehlenden Zeitversatz am Ziel.

Nun starten wir gleichzeitig sehr viele völlig gleich aussehende Läufer hintereinander im Sekundentakt über die gleichen Strecken. Der mit der langen Strecke trifft am Ziel mit einem der Läufer aus der kurzen Strecke zusammen. Dieser Läufer kann nur 30 Minuten nach ihm gestartet sein. Von den Läufern, die vorher am Ziel durchgelaufen sind, weiß er nichts, denn da war er ja noch nicht dort. Mit dem Läufer, mit dem er zusammenkommt, kann er den Zeitversatz beim Start auch nicht feststellen, denn sie schauen alle völlig gleich aus. Jedenfalls hat er mit dem Läufer, den er am Ziel trifft, keinen feststellbaren Zeitversatz. Den gab es nur beim Start.

In der Folge treffen im Sekundentakt am Ziel immer zwei Läufer zusammen. Keiner hat gegenübe dem anderen einen Zeitversatz, denn immer kommen zwei Läufer gleichzeitig an. Da sie alle gleich ausehen, kann der Start-Zeitversatz durch Vergleich der Läufer nicht festgestellt werden, obwohl sie eigentlich einen Läufer-Versatz von 1800 Läufern haben! Wenn nun zwei der gleichzeitig ankommenden Läufer den Schiedrichter fragen (der eine "Detektorfunktion" hat), welcher schneller am Ziel war, wird der sie höchstens dumm anschauen und es nicht wissen. Und bei jedem nachfolgenden Läuferpaar wird er es auch nicht wissen. Denn bei ihm kommen ja stets zwei vollkommen gleich aussehende Läufer gleichzeitig an.

Das, lieber Ernst, ist ein Beispiel für die Kompensation eines Zeitversatzes am Start, der am Ziel nicht mehr festgestellt werden kann. Und von den zuerst 1800 Läufern, die zuvor alleine daherkamen, weiß der Schiedsrichter nichts, da war er noch nicht beim Ziel, wo er sich erst hingestellt hat, als das erste Läuferpaar ankam. Und deshalb wird er von diesem Läuferversatz von 1800 Läufern auch in der Folge nichts mehr erfahren. Er kann auch nicht feststellen, ob es am Ziel einen Zeitversatz von 30 Minuten bei jedem Paar gegeben hat.

Autos statt Läufer. Aber sonst sieht man ganz klar, dass du völlig daneben liegst:
Bild
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » So 8. Mai 2011, 14:49

Highway hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Autos statt Läufer. Aber sonst sieht man ganz klar, dass du völlig daneben liegst:


Sieht man nicht, weil die Fahrzeuge nicht die Phasengeschwindigkeit wiedergeben. Das ist eine Nebelkerze. ;-)

Grüße,

Highway

Natürlich geben die Autos die Phasengeschwindigkeit wieder. Jedes Auto markiert den Start eines Wellenzuges und damit auch einen Punkt konstanter Phase.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 8. Mai 2011, 15:17

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Natürlich geben die Autos die Phasengeschwindigkeit wieder.

Selbstverständlich. Es ist eine gelungene Animation. Nur traurig, daß man neben tausenden Erklärungen noch solche aufwendigen Animationen erstellen muß, nur um den Gehalt einer einzigen mathematischen Gleichung zu untermauern. Ob´s Harald nutzt?

Seine Gegenargumente fallen schon allein aus dem Grunde, daß sie bereits für das MMI ohne Ätherwind mit einem stufenweise verstelltem Armlängenweg unvereinbar sind. In beiden Fällen wird die Phasenschiebung durch eine Laufzeitänderung verursacht.
Wenn eine Zeitverzögerung nicht detektierbar wäre, würde das MMI gar nicht funktionieren. Die Hersteller könnten einpacken.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 8. Mai 2011, 16:34

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wieso? Auch die MM-Anordnung ruht nicht relativ zum Äther,...

Nein, nein, nein und wieder nein. Michelson hat gemessen, dass die Erde relativ zum Äther ruht. Um über MMX weiter diskutieren zu können muss zuerst diese Tatsache vorbehaltlos anerkannt werden.

Eine Analogie:

Der Michelson-Interferometer ist in einem U-Boot montiert, das eine Strecke A-B fährt.

- Am ersten Tag fährt das U-Boot die Strecke mit einer bestimmten Motorkraft und misst mit dem Interferometer seine eigene Geschwindigkeit relativ zum Wasser mit 30 km/h.

- Am zweiten Tag fährt das U-Boot die Strecke mit genau derselbe Motokraft und misst seine eigene Geschwindigkeit relativ zum Wasser mit 22 km/h.

Was kann man aus diesen zwei Zweiwegmessungen berechnen, obwohl bei jeder Messung den Doppler-Effekt sich völlig kompensiert hatte?

1. Am 1. Tag fuhr das U-Boot die Strecke in einem völlig ruhenden Wasser.
2. Am 2. Tag herrschte auf der Strecke eine Strömung von 8 km/h.

Der Doppler-Effekt kompensiert sich zwar vollständig bei jeder Zweiwegmessung - was ja normal ist, der Wert einer Zweiwegmessung ist ja nur ein mathematisch gemittelter Wert.

Und trotzdem kann man aus den Laufzeit- bzw. Geschwindigkeitsunterschied von 2 Zweiwegmessungen das Vorhandensein eines ruhenden oder bewegten Wassers feststellen, und die Geschwindigkeit einer Strömung berechnen.

Oder nicht?

Das ist dasselbe Prinzip wie beim MM-Experiment:

Das U-Boot ist die Erde, die mit einer Geschwindigkeit von 30 km/s im Raum/Äther fliegt.
Der Beobachter ist der Interferometer
Das Wasser ist der angenommene Äther
Die Strömung ist der Ätherwind.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Harald Maurer » So 8. Mai 2011, 16:49

Bild
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Autos statt Läufer. Aber sonst sieht man ganz klar, dass du völlig daneben liegst:

Sehr nette Animation! Hat aber mit meinem Läufer-Beispiel nichts zu tun. In meinem Beispiel startet ein Läufer ja später und kommt gleichzeitig mit einem anderen am Ziel an.
Deine Animation entspricht daher nicht der Ansicht von Ernst, welcher den Zeitversatz am Start wähnt, denn Deine Autos starten gleichzeitig. Du musst sie ungleichzeitig starten, nämlich um den Zeitversatz, den sie in Deiner Animation am Ziel haben. Ernst meint ja, dass sie am Ziel gleichzeitig ankommen und der Zeitversatz ("Autoversatz") des Starts am Ziel erkennbar wäre. Das wäre er natürlich nicht, denn die Wellenzüge im MMI sind ja nicht rot und grün gefärbt, sondern gleichen sich völlig.
Wenn Du etwas ganz anderes animierst, als ich mit meinen Läufern beschreibe, kannst Du nicht behaupten, ich liege völlig daneben. Dann liegt wohl eher Deine Animation daneben.
Deine Animation ist aber insofern richtig, dass sie wenigstens dem korrekten Messprinzip des MMI entspricht. Selbstverständlich ergibt sich der Zeitversatz gleichzeitig gestarteter Autos (Wellenzüge) erst am Ziel und nicht am Start. Aber die Animation hat leider den Schönheitsfehler, dass sie die besondere geometrische Situation am Umlenker nicht enthält und die Frequenz ist nicht konstant. Die roten Autos kommen mit einer höheren Frequenz am Ziel an als die grünen. Schon am Spiegel sind die Frequenzen unterschiedlich! Also kann auch die Periodendauer nicht konstant sein. Das ist aber kein Fehler in der Animation (die ist präzise), sondern es ist logisch, dass die roten Autos auf der durchgehenden Strecke mit sqrt(c²-v²) schneller sein müssen als die Autos auf der Strecke mit c+/-v! Sie kommen daher auch jeweils schneller ans Ziel als die grünen - und das ergibt eine höhere Frequenz! Die Frequenz ist also bei den beiden Autoreihen unterschiedlich und entspricht somit nicht dem Vorgang im MMI - denn da ist Periodendauer und Frequenz konstant.
Im übrigen ist es auch logisch, dass die Frequenz nicht konstant geblieben sein kann, wenn Phasen zueinander verschoben im Detektor ankommen. Deine Animation zeigt demnach den Trugschluss, welcher im MMI-Messprinzip stecken muss, deutlich auf!

Grüße
Harald Maurer
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