Lieber Harald,
du beschreibst die Situation nach Deiner Auffassung mit einer Rechnung. Kaum habe ich Deine numerisch unzutreffende Rechnung korrigiert und in Übereinstimmung mit der MM Situation gebracht , läßt Du diese Deine Auffassung links liegen. Auf einmal ist sie falsch. Nur weil ich sie zahlenmäßig korrigiert habe?
Stattdessen kommst Du nun wieder zu den Läufern gesprungen. Aber nicht weit genug.
Harald Maurer hat geschrieben: Nun starten wir gleichzeitig sehr viele völlig gleich aussehende Läufer hintereinander im Sekundentakt über die gleichen Strecken. Der mit der langen Strecke trifft am Ziel mit einem der Läufer aus der kurzen Strecke zusammen. Dieser Läufer kann nur 30 Minuten nach ihm gestartet sein. Von den Läufern, die vorher am Ziel durchgelaufen sind, weiß er nichts, denn da war er ja noch nicht dort. Mit dem Läufer, mit dem er zusammenkommt, kann er den Zeitversatz beim Start auch nicht feststellen, denn sie schauen alle völlig gleich aus. Jedenfalls hat er mit dem Läufer, den er am Ziel trifft, keinen feststellbaren Zeitversatz. Den gab es nur beim Start.
Es ist nun mal so, daß jeder Wellenpunkt seine Startzeit als Phasenwinkel aufgeprägt bekommt. Und treffen Wellenpunkte mit unterschiedlicher Startzeit/Phasenwinkel zusammen am Ziel ein, so unterscheiden sie sich eben um ihren Phasenwinkel.
Äquivalent besitzen alle Deine Läufer eine Stoppuhr, welche beim Start gestartet wird. Die am Ziel zusammentrefffenden beiden Läufer vergleichen nun die Zeit auf ihrer Uhr. Zeigt da eine 30min und die andere 60min, so haben sie einen Startzeitversatz von 30min. Das ist ihr Phasenversatz am Ziel.
Jeder Wellenabschnitt trägt seinen individuellen Phasenwinkel der Erzeugerschwingung ebenfalls wie eine Uhr ins Ziel. Laufen nun die Langsamen immer schneller und die Schnellen immer langsamer, bis sie schließlich gleichschnell laufen, so verringert sich ihre Zeitdifferenz stetig auf Null. Sie kommen gleichphasig an. An der stetigen Veränderung der Zeitdifferenz/Phasendifferenz erkennt der Zielrichter, daß und um wieviel die Läufer anfangs unterschiedlich schnell waren.
Ich habe aber keine Lust, solche Kindergartengeschichten weiter zu verfolgen. Alle bisherigen allgemeinen und nun auch Deine (korrigierten) falschen numerischen Rechnungen zeigen den Mechanismus bei MM und deren nachgewiesene Funktionalität. Es ist mir ganz rätselhaft, wie Du Dich in Deinen Irrtum derartig festgebissen hast und die begründeten Einwürfen aller Teilnehmer hier nicht aufnehmen kannst. Nachdem ein Denkfehler ausgeräumt ist, kommst Du gleich mit dem nächsten, oft nur eine Wiederholung früherer:
Die Schlussfolgerung: konstante Frequenz, konstante Periodendauer bedeutet, es gibt nichts zu messen, ist daher berechtigt! Würden am Ziel die Phasen zueinander verschoben ankommen, würde die Frequenz shiften, sie müsste also igendwie und irgendwo verändert worden sein und die Periodendauer wäre nicht konstant geblieben. Diese Annahme lässt aber der sich überall exakt kompensierende Doppler-Effekt nicht zu!
Lieber Harald, daß Dein Compagnon das nicht versteht, ist wegen seiner ganz offensichtlichen fehlenden Grundlagen verständlich. Du aber solltest das mit links nachvollziehen:
Die Periodendauer und damit die Fequenz ist konstant. Ein Dopplereffekt ist daher ausgeschlossen. Aber es ist die Wellengeschwindigkeit variabel

Damit sind sowohl Wellenlängen als auch Laufzeiten variabel. Eine Welle hat nicht nur eine zeitliche Dimension (ihre Erzeugerfrequenz), sondern dazu eine räumliche Dimension (Geschwindigkeit, Wellenlänge). Und wegen ihrer variablen Geschwindigkeit auf beiden Strecken treffen Wellenpositionen mit unterschiedlicher Erzeugungszeit/Phase zusammen. Das ist doch elementare Physik.
Zudem verstrickst Du Dich in einen gründlichen Widerspruch:
Ernst hat geschrieben:Der Kurzschluß besteht darin, daß der Zeitversatz der interferierenden Wellenabschnitte bei gleicher Armlänge und vorhandenem Ätherwind akzeptiert wird; daß aber bestritten wird, daß damit ein Phasenversatz vorliegt. Denn ein Zeitversatz ist identisch mit einem Phasenversatz.
Der SupergGAU besteht darin, daß der Zeitversatz im bewegten Äther akzeptiert wird; der Phasenversatz aber bestritten wird. Und gleichzeitig der Zeitversatz infolge Armlängendifferenz ebenfalls akzeptiert wird; dort aber der Phasenversatz akzeptiert wird (muß, weil das praktisch einfach nachprüfbar ist).
Das ist nicht nur ein physikalisches, sondern ein logisches Desaster.
Wie willst Du diesen Widerspruch jemals lösen?
Gruß
Ernst