Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 15. Apr 2011, 15:30

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:Gut, beenden wir also das "crank" Thema.

Ein letztes Mal noch die Frage/Punkt 5:
Würdest du mir beipflichten, dass dieser Punkt hinfällig ist. (Bezüglich der Argumentation Herr Pössel will nicht mit Kritikern diskutieren).

Nein, ich pflichte Dir es nicht bei, dass dieser Punkt hinfällig ist, und dazu habe ich ja auch ausführlich Argumente aus meiner Sicht gebracht.

Aber wie gesagt, ich lasse mir hier gerne eines besseren belehren, vielleicht werden die Folgen des "Blogexperiments" von Dr. Markus Pössel wirklich eine Plattform für ernsthafte Bemühungen seinerseits um eine Auseinandersetzung mit den Gegenpositionen der Kritik - sachlich, ohne Emotionen und ohne Ressentiment - und nicht wieder eine der millionenfachen einseitigen Aufklärungen der SRT durch die etablierte Physik.

Auf jeden Fall möchte ich schon jetzt sagen, dass ich Deinen Versuch, die Fronten zu enthärten und Dich um eine Deeskalation zu bemühen sehr schätze, das kommt nicht jeden Tag vor. Ob es zum Erfolg kommt bleibt abzuwarten, aber den Versuch finde ich gut, muss ich schon sagen. :)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez


Danke für die Blumen. Allerdings kommt es mir nicht so vor, als ob mein Versuch von Erfolg gekrönt wäre.
Ich möchte abschliessend noch meine Betrachtungsweise unserer Diskussion zusammenfassen.

Meine Ursprungsfrage war (in mehrere Punkte aufgeteilt): Warum kann man nicht sachlich miteinander diskutieren.

Deine Antwort: Dazu müsste man die letzten paar Jahre wieder aufarbeiten und das will ich nicht.
Diese Antwort ist für mich akzeptabel.

Danach stelltest du mir 5 Fragen.
Die beiden ersten konnte ich mangels Informationen nicht beantworten.
Frage 3 und 4 haben wir abgehandelt.
Am Ende blieb noch Frage 5 und der Begriff "cranks" über.

"cranks"
Ich muss zugeben, dass ich die "cranks" Aussage am Anfang eigentlich nicht geglaubt habe.
Du hast mir die Aussage glaubwürdig belegt. Sie stimmt. Ich habe kein Problem damit.


Punkt 5: (Herr Pössel weigert sich in seinem Blogbeitrag mit Kritikern über die Längenkontraktion zu diskutieren)
Diese Aussage ist definitiv falsch (wie von mir oben ausgeführt und auch in dem angesprochenen Blog nachlesbar).
Wohlgemerkt: Die Aussage war nicht: Herr Pössel weigert sich grundsätzlich mit Kritikern über die Längenkontraktion zu diskutieren
sondern:
Herr Pössel weigert sich in diesem speziellem Blog (Relativitätstheorie Schritt für Schritt) mit Kritikern über die Längenkontraktion
zu diskutieren.
Und genau diese Aussage stimmt nicht (du kannst es gerne nachlesen).
Du hast weitere (allgemeine)nArgumente gebracht, die aber nicht auf diesen speziellen Punkt zutreffen.

Warum ist Punkt 5 jetzt noch strittig?
Was ist da uneindeutig?

Soll unsere Diskussion so ablaufen:
Wenn du ein Argument unzweifelhaft belegen kannst - akzeptiere ich dies (abgehakt , nächster Punkt).
Wenn ich ein Argument unzweifelhaft ausräumen kann - akzeptierst du das nicht.

Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass einer von uns beiden die Weisheit mit Löffeln gegessen hat, also wird manchmal
der eine, manchmal der andere, nach Prüfung der Fakten seine/ihre Meinung revidieren. Nur so kann konstruktiv diskutiert werden.

Was ist das Problem, wenn ich mich in einem speziellen Fall geirrt habe? Ich habe kein Problem damit.
Würde ich annehmen , immer recht zu haben, dann würde ich nicht diskutieren - wozu auch?
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 15. Apr 2011, 19:08

M.S hat geschrieben:Meine Ursprungsfrage war (in mehrere Punkte aufgeteilt): Warum kann man nicht sachlich miteinander diskutieren.

Deine Antwort: Dazu müsste man die letzten paar Jahre wieder aufarbeiten und das will ich nicht.
Diese Antwort ist für mich akzeptabel.

Es geht eben hier nicht mehr darum, sachlich miteinander zu diskutieren: Im MAHAG-Forum, bis auf zeitweilige Übergriffe von Stalker, Pöbelern und Störfrieden, diskutiert man miteinander über die Kritik der Relativitätstheorie sehr sachlich seit Jahren. Ich bin zum Beispiel dabei seit 2005 und habe eine Menge hier über die Relativitätstheorie und ihre Kritik gelernt, entweder durch Beteiligung oder durch Mitverfolgen von Diskussionen.

Es geht jetzt nicht darum, miteinander zu diskutieren: es geht jetzt darum, von der etablierten Physik, die die Lehrmeinungen unter eigenem Namen vertreten, Klärungen auf bestimmte offene Fragen zu bekommen, die Erkenntnisfortschritt und sinnvolle Diskussionen ermöglichen können. Es geht nicht darum, dass zum Beispiel wir beiden unsere Auffassungen über die Längenkontraktion bei MAHAG oder in sonstigen Foren darlegen. Unsere persönlichen Auffassungen sind nicht relevant und bringen keinen weiter, könnten wir sie auch 30 Jahre in Foren darlegen.

Was wesentlich ist und uns alle weiterbringen kann, ist von Vertretern der etablierten Physikgemeinde eine Klärung von seit 100 Jahren strittigen Fragen zu bekommen (zum Beispiel von Dr. Pössel), die die Forendiskussionen sich seit Jahren im Kreise drehen lassen. Es müssen Untersuchungen angestellt bzw. verbindliche Aussagen getroffen werden, und zwar einzig von den Vertretern der etablierten Physikgemeinde, die die Autorität in Lehre und Forschung über die Theorie haben. Aussagen von Forenteilnehmern haben hier keinen Wert für eine sinnvolle öffentliche Debatte. Ist so. Das ist nur müßig. Die Diskussionen zeugen nur von einem gewaltigen Gesprächsbedarf, mehr tun sie nicht. Hier zum Beispiel bei der Problematik der Natur der Längenkontraktion, die intensiv bei MAHAG seit 2008 diskutiert wird, soll der Punkt unbedingt von Vertretern der universitären Lehrmeinung geklärt werden, welche unter den verschiedenen widersprüchlichen Auffassungen die in der etablierten wissenschaftlichen Gemeinde existieren und gelehrt werden als richtig angesehen werden soll und welche als falsch. Das ist doch wesentlich! Ohne das geklärt zu haben sind alle Forendiskussionen sinnlos, auch die sachlichen. Ohne Untersuchung und verbindliche Aussagen von denjenigen, die die theoretische Physik in Lehre und Forschung gestalten und tradieren, nützen keine Forendiskussionen, wir können im Kreise reden bis wir alt und grau sind oder resignieren oder vor Langeweile und Überdruß vom Stuhl fallen.

Es geht also hier nicht um die Bereitschaft der Kritiker mit Dr. Pössel zu diskutieren, sondern es geht um die Bereitschaft von Dr. Pössel als Vertreter der etablierten Physik die Theorie zu hinterfragen. Es geht um die Bereitschaft von Dr. Pössel die vielfältig aufgezeigten Widersprüche zu erkennen, sie sich anzunehmen, sie eingehend zu untersuchen, mit seinen Kollegen darüber zu diskutieren und die anstehenden Fragen der Kritiker unmissverständlich zu beantworten. Er soll sinnvollerweise eine unmissverständliche Position beziehen und uns sagen, welche der verschiedenen, widersprüchlichen Auffassungen die richtige sei. Wenn er das nicht verbindlich als Experte der Relativitätstheorie es sagen kann, dann soll er uns sagen, welche Konsequenz für die Theorie dieser Umstand bedeutet.

Wer bereit zur öffentlichen Hinterfragung der Theorie sein muss, das ist hier Dr. Pössel, und nicht die Kritiker! Die Kritiker hinterfragen ja die Theorie seit Jahren ohne ihn. Dr. Pössel soll zum Beispiel klar Position zu der anstehenden Anfrage von Peter Ripota beziehen oder zu der Autoren-Auflistung von Gertrud Walton. Der Ball ist bei ihm, nicht bei den Kritikern, auch nicht bei „Schülern ab etwa der 10. Klasse bis zu Erwachsenen, die nur noch die Grundlagen der Schulmathematik erinnern"! Die etablierten Vertreter der Theorie müssen bereit sein, die Theorie zu hinterfragen, sie müssen bereit sein, unter sich die offenen Fragen zu untersuchen und zu klären, da sie ja unter sich verschiedenen Auffassungen haben, sie müssen sich einig werden, und zwar öffentlich. Nur davon werden wir lernen und nur dadurch werden wir weiterkommen, nicht aber durch sich endlos im Kreise drehende Diskussionen oder durch einseitige Belehrungen. Der Erfolg der Aufklärung von Dr. Pössel hängt weder von Dir noch von mir, noch von allen möglichen Forenteilnehmern, sondern von der Bereitschaft der etablierten Physikgemeinde die Theorie zu hinterfragen und sich über die wesentlichen offenen Fragen der Theorie einig zu werden.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 15. Apr 2011, 20:32

Es geht also hier nicht um die Bereitschaft der Kritiker mit Dr. Pössel zu diskutieren, sondern es geht um die Bereitschaft von Dr. Pössel als Vertreter der etablierten Physik die Theorie zu hinterfragen. Es geht um die Bereitschaft von Dr. Pössel die vielfältig aufgezeigten Widersprüche zu erkennen, sie sich anzunehmen, sie eingehend zu untersuchen, mit seinen Kollegen darüber zu diskutieren und die anstehenden Fragen der Kritiker unmissverständlich zu beantworten. Er soll sinnvollerweise eine unmissverständliche Position beziehen und uns sagen, welche der verschiedenen, widersprüchlichen Auffassungen die richtige sei. Wenn er das nicht verbindlich als Experte der Relativitätstheorie es sagen kann, dann soll er uns sagen, welche Konsequenz für die Theorie dieser Umstand bedeutet.

Wer bereit zur öffentlichen Hinterfragung der Theorie sein muss, das ist hier Dr. Pössel, und nicht die Kritiker! Die Kritiker hinterfragen ja die Theorie seit Jahren ohne ihn. Dr. Pössel soll zum Beispiel klar Position zu der anstehenden Anfrage von Peter Ripota beziehen oder zu der Autoren-Auflistung von Gertrud Walton. Der Ball ist bei ihm, nicht bei den Kritikern, auch nicht bei „Schülern ab etwa der 10. Klasse bis zu Erwachsenen, die nur noch die Grundlagen der Schulmathematik erinnern"! Die etablierten Vertreter der Theorie müssen bereit sein, die Theorie zu hinterfragen, sie müssen bereit sein, unter sich die offenen Fragen zu untersuchen und zu klären, da sie ja unter sich verschiedenen Auffassungen haben, sie müssen sich einig werden, und zwar öffentlich. Nur davon werden wir lernen und nur dadurch werden wir weiterkommen, nicht aber durch sich endlos im Kreise drehende Diskussionen oder durch einseitige Belehrungen. Der Erfolg der Aufklärung von Dr. Pössel hängt weder von Dir noch von mir, noch von allen möglichen Forenteilnehmern, sondern von der Bereitschaft der etablierten Physikgemeinde die Theorie zu hinterfragen und sich über die wesentlichen offenen Fragen der Theorie einig zu werden.




Das wird so nicht funktionieren.
Wenn man nicht bereit ist, zumindest die minimalsten Regeln einer wissenschaftlichen Diskussion zu beachten
( Ordentlich Zitieren, Offene Fragen Punkt für Punkt abzuhandeln, Begriffe eindeutig zu definieren,Messergebnisse anzuerkennen,
ein Minimum an Diskussionskultur an den Tag zu legen) wird kein etablierter Naturwissenschaft(l)er, keine staatliche Institution,
und auch keine Universität auch nur zuhören.

Solange die Mehrzahl der Kritik mit den Worten "Die jahrzehntelange Unterdrückung ...... usw) beginnt, wird niemand den Rest des
Beitrags lesen.


Sei dem wie es sei,
Was mich betrifft, so wurden meine ursprünglichen Fragen (zumindest indirekt) beantwortet.
Ich weiss nun, warum diese Art der Kritik erfolglos ist.

Ungeachtet dessen,
Besten Dank für diese Diskussion und ich wünsche allen Beteiligten noch viel Erfolg (auch wenn ich nicht daran glaube).

.
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 15. Apr 2011, 21:18

Chief hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:
...
2. Wie erklärt man die sog. "Längenkontraktion" relativ schlüssig?


Ich versuche, beide Fragen an einem Beispiel zu erläutern:

Antwort von Hrn. Pössl auf die Frage ob die Längenkontraktion materiell ist:
... Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. ...

...
Also, ich kann nicht erkennen, was an diesem Text unklar ist. Es wurde eine klare Frage gestellt, und diese wurde ebenso klar
beantwortet.


Also, laut Antwort gibt es keine materielle Längenkontraktion.

Relativistische Längenkontraktion kann somit als ein Scheineffekt gedeutet werden... Oder nicht?

Gruß



Man kann natürlich jede Aussage aus dem Zusammenhang reissen und dadurch die Aussage abändern/verfälschen

Nachstehend nochmals die gesamte Aussage des Herrn Pössel:
Fettgedruckt dein Teilzitat.
Fettgedruckt und unterstrichen der dazugehörige Teil, den du ausgelassen hast, der aber notwendig ist um zu verstehen, was Herr
Pössel meint.


Zur Realitaet der Laengenkontraktion: Das Ergebnis einer Laengenmessung ist in der Speziellen Relativitaetstheorie keine intrinsische Eigenschaft eines Koerpers, sondern vom Bezugssystem abhaengig (denn, wie gesagt: Laenge ist relativ) Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen.
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 15. Apr 2011, 21:34

Highway hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:
Man kann natürlich jede Aussage aus dem Zusammenhang reissen und dadurch die Aussage abändern/verfälschen



Natürlich kann man das, wurde hier aber nicht gemacht. ;-)

Hier wurde der Kern der Aussage frei gestellt ohne diesen zu verfälschen. Siehst du doch bestimmt auch so - oder?


Grüße,

Highway


Nein.
Der unterstrichene Teil der Aussage stellt explizit klar, dass die Messung aus physikalischer Sicht real ist.
Ohne diesen Teil der Aussage kann der Eindruck entstehen, dass Herr Pössel behauptet, die Messung ist eine Fata Morgana.

Dieses Manöver, Aussagen aus dem Zusammenhang zu reissen und damit den Anschein zu erwecken, dass genau das Gegenteil
gemeint ist, ist mir bei dieser Thematik (in verschiedenen Foren) schon mehrfach aufgefallen.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 15. Apr 2011, 21:51

Highway hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:
Nein.
Der unterstrichene Teil der Aussage stellt explizit klar, dass die Messung aus physikalischer Sicht real ist.
Ohne diesen Teil der Aussage kann der Eindruck entstehen, dass Herr Pössel behauptet, die Messung ist eine Fata Morgana.



Der unterstrichene Teil stellt nur die geistige Rolle rückwärts dar. Er wiederspricht sich ohne rot zu werden von einem auf den anderen Satz. :-)

M.S hat geschrieben:Dieses Manöver, Aussagen aus dem Zusammenhang zu reissen und damit den Anschein zu erwecken, dass genau das Gegenteil
gemeint ist, ist mir bei dieser Thematik (in verschiedenen Foren) schon mehrfach aufgefallen.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.


Ja, ja ... Blah blah....

Kenne wir alles schon zur Genüge. Das wollen wir uns gegenseitig schenken. ;-)

Grüße,

Highway



Es geht hier aber nicht darum, was du meinst, oder was ich meine.
Es geht darum, was wollte Herr Pössel mit seiner Aussage ausdrücken.
Ob diese Aussage nun richtig ist - oder nicht - darüber kann man selbstverständlich geteilter Meinung sein.
Aber wenn man sich schon auf Herrn Pössel beruft/zitiert/kritisiert, dann sollte seine Aussage unverfälscht/unverkürzt wiedergegeben
werden.
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Fr 15. Apr 2011, 22:12

Highway hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:Es geht hier aber nicht darum, was du meinst, oder was ich meine.
Es geht darum, was wollte Herr Pössel mit seiner Aussage ausdrücken.
Ob diese Aussage nun richtig ist - oder nicht - darüber kann man selbstverständlich geteilter Meinung sein.
Aber wenn man sich schon auf Herrn Pössel beruft/zitiert/kritisiert, dann sollte seine Aussage unverfälscht/unverkürzt wiedergegeben
werden.


Deine Aussage und somit Meinung war:

M.S hat geschrieben:Man kann natürlich jede Aussage aus dem Zusammenhang reissen und dadurch die Aussage abändern/verfälschen werden.


darauf hast du als Antwort bekommen:

Highway hat geschrieben:Hier wurde der Kern der Aussage frei gestellt ohne diesen zu verfälschen.


Wo ist der Kern der Aussage falsch oder verfälscht worden?

Chief hat das, wie üblich kurz und prägnant beim Namen genannt.

Grüße,

Highway



Ich habe weiter oben (in meiner vorvorigen Antwort) bereits erläutert, warum die Aussage ohne den letzten Satz verfälscht wird.

Als Antwort bekam ich
Zuerst: blah,blah,blah
Und jetzt: "Wo ist der Kern der Aussage falsch oder verfälscht worden?

Auf meine Erläuterung bekam ich keine Antwort (der Pössel windet sich und bla blah bla ist für mich keine Antwort).
Soll ich die Erläuterung wiederholen?
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 16. Apr 2011, 07:34

M.S hat geschrieben:Man kann natürlich jede Aussage aus dem Zusammenhang reissen und dadurch die Aussage abändern/verfälschen werden.

Nein, die Kernaussage von Dr. Pössel, dass es keine materielle Längenkontraktion gibt, ist keinesfalls verfälscht worden und ist auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen worden (der Zusammenhang ist ja die SRT). Sie kann auch nicht verfälscht werden, weil sie schon in sich alleine grammatikalisch und von der Bedeutung her einen kompletten Satz darstellt, der seinen Sinn ohne weitere Zusätze bis zum Semikolon unmissverständlich enthält: "Die Längenkontraktion geht nicht mit materiellen Veränderungen des Körpers einher;"

Es gibt jedoch im kompletten Passus von Pössel mehrere Aussagen, die für sich alleine stehen und für sich allein einen separaten Sinn ergeben und verschiedene Aspekte der Frage behandeln oder präzisieren. Man darf in einem Text natürlich jede in sich geschlossene Aussage für sich selbst untersuchen, zitieren und kommentieren, ohne dabei beschuldigt werden zu können „Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen". Wenn Du zum Beispiel eine ganze Seite eines Buches kommentierst, die aus mehreren Duzenden von Sätzen besteht, darfst Du jeden einzelnen Satz, der grammatikalisch und sinngemäß für sich allein steht und dadurch auch eine eigenständige Bedeutung enthält, auch für sich allein zitieren und kommentieren. Ist ja auch gängig und völlig normal. Du bist ja nicht verpflichtet, die ganze Seite oder gar das ganze Buch zu zitieren oder zu kommentieren, um nicht beschuldigt zu werden, die verschiedenen einzelnen Gedankengänge und Aussagen „aus dem Zusammanhang zu reißen“, das wäre ja absurd. :?

Im kompletten Passus von Dr. Markus Pössel gibt es nunmal mehrere, in sich geschlossenen verschiedenen Aussagen, die separat untersucht werden dürfen, und die wir ja auch seit 2008 separat untersucht haben, zum Beispiel in diesem langen Thread, falls Du ihn gelesen haben solltest:

    1. Die Objekte verkürzen sich nicht materiell.
    2. Messungen und Meßergebnisse sind real
    3. Die gemessenen Meßwerte sind keine optischen Täuschungen
    4. Die gemessenen Meßwerte sind Messeffekte
    5. Die gemessenen Meßwerte hängen von der Geschwindigkeit des Messenden ab (vom Bezugssystem)

- Die Aussage 1 ist eine Kernaussage, die unter Relativisten selbst bestritten ist.
- Die Aussage 2 ist trivial.
- Die Aussage 3 ist eine Kernaussage, die unter Relativisten selbst bestritten ist.
- Die Aussage 4 ist eine Kernaussage, die unter Relativisten selbst bestritten ist.
- Die Aussage 5 ist eine Kernaussage, die unter Relativisten unbestritten ist.

Bei den Aussagen 1, 3 und 4, die unter Relativisten selbst bestritten sind, erkennt man zum Beispiel die verschiedenen, widersprüchlichen Auffassungen der Relativisten aus der Autoren-Liste, die von Gertrud Walton dokumentiert wurde:

Zitat Gertrud Walton:

Note: Checking on a source revealed a discrepancy which, apart from deleting the offending item, I have solved by the wholesale demotion of all quotations to the status of summaries.

The reciprocal effect of length contraction and time dilation, which appears by logical necessity to emerge from the kinematic part of the special theory of relativity, has been variously explained as:

1. true but not really true (guess who)
2. real
3. not real
4. apparent
5. the result of the relativity of simultaneity
6. determined by measurement
7. a perspective effect
8. mathematical.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon M.S » Sa 16. Apr 2011, 09:00

Ich beziehe mich auf folgende Aussage von Chief:


Antwort von Hrn. Pössl auf die Frage ob die Längenkontraktion materiell ist:

... Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher; die Verschiedenheit der Werte ergibt sich allein daraus, dass von unterschiedlichen Bezugssystemen aus gemessen wird – ganz analog dazu, wie sich die verschiedenen Werte fuer Relativgeschwindigkeiten ergeben. ...


...
Also, ich kann nicht erkennen, was an diesem Text unklar ist. Es wurde eine klare Frage gestellt, und diese wurde ebenso klar
beantwortet.



Also, laut Antwort gibt es keine materielle Längenkontraktion.

Relativistische Längenkontraktion kann somit als ein Scheineffekt gedeutet werden... Oder nicht?


Gruß


Und hier auf die beiden fettgedruckten Sätze.

Speziell auf Satz 2 (Relativistische Längen........).

Hier wird impliziert, Herr Pössel sagt aus (laut Antwort), dass die relativistische Längenkontraktion ein Scheineffekt ist
Dies meint Herr Pössel aber nicht (Wie in seinem nächsten Satz ersichtlich, der hier nicht angeführt wurde-.
Die Mail von Herrn Pössel ist eigentlich recht kurz, das kann man doch bitte sehr wohl komplett zitieren).

Also:
Um die Aussage von Herrn Pössel kritisieren zu können, muss man zuerst einmal die Aussage korrekt wiedergeben.
Er sagt eben explizit , dass es sich nicht um Scheinmessungen handelt.
Das ist seine Meinung und wir müssen diese Meinung nicht teilen.Aber man kann nicht behaupten:
Herr Pössel sagt, die Längenkontraktion ist nur scheinbar.


Wenn man das realisiert hat, kann man beginnen, diese Aussagen zu kritisieren.
Wenn manche sagen: Aus dieser Aussage ergibt sich für mich, dass die Längenkontraktion nicht real ist - Darüber kann man
natürlich diskutieren. Aber man kann nicht sagen, dass Herr Pössel dies behauptet.

PS:
Und, was Frau Gertrud Walton in deinem zitierten Text so schön als sich ausschliessende Antworten erlaubt ist mir ehrlich gesagt ziemlich suspekt.
Die Frage ist nämlich ganz einfach: Was meint ein Physiker wenn er von einer physikalischen Messung und in diesem
Sinne von real spricht.
Wenn man das verstanden hat, erkennt man, dass diese "Antwortenliste" sinnlos ist.




.
M.S
 
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 16. Apr 2011, 09:23

M.S hat geschrieben:
Um die Aussage von Herrn Pössel kritisieren zu können, muss man zuerst einmal die Aussage korrekt wiedergeben.
Er sagt eben explizit , dass es sich nicht um Scheinmessungen handelt.
Das ist seine Meinung und wir müssen diese Meinung nicht teilen.Aber man kann nicht behaupten:
Herr Pössel sagt, die Längenkontraktion ist nur scheinbar.

Wenn man das realisiert hat, kann man beginnen, diese Aussagen zu kritisieren.
Wenn manche sagen: Aus dieser Aussage ergibt sich für mich, dass die Längenkontraktion nicht real ist - Darüber kann man
natürlich diskutieren. Aber man kann nicht sagen, dass Herr Pössel dies behauptet.

Nun, aus der 1. eigenständigen Aussage von Dr. Pössel über die nicht-physikalische Realität der Längenkontraktion: "Die Längenkontraktion geht nicht mit materiellen Veränderungen des Körpers einher;" geht unmissverständlich hervor, dass Dr. Pössel der Meinung ist, die bewegten Objekte verkürzen sich materiell nicht. Dabei steht er wie gesagt in Widerspruch mit anderen Relativisten, die im Gegenteil der Meinung sind, dass die Objekte sich materiell verkürzen (wie in der Lorentztheorie).

Aus der 2. eigenständigen Aussage von Dr. Pössel über die physikalische Realität von Messverfahren: "Die gemessenen Laengenwerte sind selbstverstaendlich real – so real wie die Messungen von Relativgeschwindigkeiten. Es handelt sich nicht um optische Taeuschungen oder dergleichen, sondern um die Ergebnisse konkreter Messungen", geht hervor, dass Dr. Pössel der Meinung ist, man hätte die seiner Meinung nach nicht materiell existierende Verkürzung experimentell bei konkreten Messungen nachgewiesen. Dabei steht er in Widerspruch mit anderen Relativisten, die der Meinung sind, dass die Verkürzung nicht gemessen, sondern nur mathematisch bestimmt wird (mit der Lorentzformel).

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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