Harald Maurer hat geschrieben:Und ebenso klar ist es, dass Du mir niemals beistimmen wirst.
Nein, das tue ich nicht. Weil ich ganz sicher bin, daß Deine Überlegung auf einem Irrtum beruht. Der Grund, welchen Du zur Fehlfunktion des MM-Experimentes anführst ist gerade jener, welcher den Extrakt dieses Experimentes ausmacht. Wie Deine folgende Aussage verdeutlicht:
Harald Maurer hat geschrieben:Es kommen nur Wellenabschnitte zur Interferenz, die tatsächlich inline zu liegen kommen, und da ist eben einer davon ein später vom Strahlteiler abgesandter Wellenabschnitt, weil nur dieser auf die gleiche Raumlinie wie der andere zu liegen kommen kann. Dieser Wellenzug weist aber nicht den erwarteten Zeitversatz auf.
Dein Gedankenfehler ist in dieser Deiner Aussage konzentriert dargestellt. Richtig ist: Selbstverständlich interferieren da Wellenabschnitte inline, welche zu unterschiedlichen Zeiten vom Strahlteiler abgesendet wurden. Jedoch gerade diese Zeitverschiebung der ausgesendeten und an einem Ort inline einlaufende Wellenabschnitte ist der erwartete und gemessene Zeitverzug.
Man mißt für Wellenabchnitte, welche gleichzeitig am gleichen Punkt einlaufen, den Zeitversatz ihrer Aussendung vom Teiler.
Gerade dieser Zeitversatz ist ja die Meßgröße. Der Zeitversatz verursacht eine Phasenverschiebung der (inline zeitverschobenen) Wellen, welche interferometrisch gemessen wird.
Kämen da am gleichen Ort Wellenabschnitte an, welche (wie Du es forderst) gleichzeitig vom Teiler abgesendet wurden, dann wäre doch der Effekt von vornherein Null, d.h. kein Äther.
Du gehst von einem Meßprinzip aus, welches im MME nicht realisiert ist. Du beschreibst einen Wellenabschnitt, welcher gleichzeitig vom Teiler abgesendet wird und zu unterschiedlichen Zeitpunkten und am unterschiedlichen Ort am Teiler eintrifft. Dieser Zeitversatz könnte ebenfalls als Meßwert dienen. Aber wie Du richtig bemerkst, ist dieser Wert interferometrisch nicht meßbar, weil die Wellenpunkte nicht inline laufen. Das ist aber nicht das Prinzip des MMEs. Auch wenn es manche Bilder und Simulationen eventuell so suggerieren. Sondern das angewendete Prinzip entspricht der obigen Funktionalität.
Gruß
Ernst
