Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 5. Apr 2011, 11:54

Harald Maurer hat geschrieben:Und ebenso klar ist es, dass Du mir niemals beistimmen wirst.

Nein, das tue ich nicht. Weil ich ganz sicher bin, daß Deine Überlegung auf einem Irrtum beruht. Der Grund, welchen Du zur Fehlfunktion des MM-Experimentes anführst ist gerade jener, welcher den Extrakt dieses Experimentes ausmacht. Wie Deine folgende Aussage verdeutlicht:

Harald Maurer hat geschrieben:Es kommen nur Wellenabschnitte zur Interferenz, die tatsächlich inline zu liegen kommen, und da ist eben einer davon ein später vom Strahlteiler abgesandter Wellenabschnitt, weil nur dieser auf die gleiche Raumlinie wie der andere zu liegen kommen kann. Dieser Wellenzug weist aber nicht den erwarteten Zeitversatz auf.

Dein Gedankenfehler ist in dieser Deiner Aussage konzentriert dargestellt. Richtig ist: Selbstverständlich interferieren da Wellenabschnitte inline, welche zu unterschiedlichen Zeiten vom Strahlteiler abgesendet wurden. Jedoch gerade diese Zeitverschiebung der ausgesendeten und an einem Ort inline einlaufende Wellenabschnitte ist der erwartete und gemessene Zeitverzug.
Man mißt für Wellenabchnitte, welche gleichzeitig am gleichen Punkt einlaufen, den Zeitversatz ihrer Aussendung vom Teiler.

Gerade dieser Zeitversatz ist ja die Meßgröße. Der Zeitversatz verursacht eine Phasenverschiebung der (inline zeitverschobenen) Wellen, welche interferometrisch gemessen wird.
Kämen da am gleichen Ort Wellenabschnitte an, welche (wie Du es forderst) gleichzeitig vom Teiler abgesendet wurden, dann wäre doch der Effekt von vornherein Null, d.h. kein Äther.

Du gehst von einem Meßprinzip aus, welches im MME nicht realisiert ist. Du beschreibst einen Wellenabschnitt, welcher gleichzeitig vom Teiler abgesendet wird und zu unterschiedlichen Zeitpunkten und am unterschiedlichen Ort am Teiler eintrifft. Dieser Zeitversatz könnte ebenfalls als Meßwert dienen. Aber wie Du richtig bemerkst, ist dieser Wert interferometrisch nicht meßbar, weil die Wellenpunkte nicht inline laufen. Das ist aber nicht das Prinzip des MMEs. Auch wenn es manche Bilder und Simulationen eventuell so suggerieren. Sondern das angewendete Prinzip entspricht der obigen Funktionalität.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Di 5. Apr 2011, 16:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 5. Apr 2011, 17:00

Highway hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Noch ein Versuch mit Ersatzbild.


Widerspricht das nicht der Feststellung von euch, dass die Frequenz identisch ist?


Neinnein, es hat mit Frequenzen nichts zu tun.
Es wird von gleicher Frequenz ausgegangen.

Es handelt sich ja um eine -Ersatzdarstellung-.
Die Punkte sollen die Laufdauer symbolisieren (ersatzweise so gezeichnet).
Die Wellen die Phasenlagen zueinander.
Denn die Wellen an sich gibts ja nicht, auch wenn das bei Licht so angenommen wird.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Do 7. Apr 2011, 17:43

Chief hat geschrieben:Schwarz=Rot+Blau
MMX35.gif

Um Haralds Zweifel zu zerstreuen, wäre eine Erweiterung der Animation wünschenswert:

- Der blaue Punkt muß bis zur Wand laufen und der rote darüberhinaus.
- Auf dem blauen Punkt muß beim Auftreffen auf die Wand gleichzeitig ein zweiter roter (rosaner) Punkt der roten Welle liegen. Dieser zweite rote Punkt ist dann ja später gestartet und läuft dem ersten roten Punkt hinterher. Sein Weg sollte auch im ganzen Zeitraum dargestellt werden.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Do 7. Apr 2011, 21:08

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Schwarz=Rot+Blau
MMX35.gif

Um Haralds Zweifel zu zerstreuen, wäre eine Erweiterung der Animation wünschenswert:

- Der blaue Punkt muß bis zur Wand laufen und der rote darüberhinaus.
- Auf dem blauen Punkt muß beim Auftreffen auf die Wand gleichzeitig ein zweiter roter (rosaner) Punkt der roten Welle liegen. Dieser zweite rote Punkt ist dann ja später gestartet und läuft dem ersten roten Punkt hinterher. Sein Weg sollte auch im ganzen Zeitraum dargestellt werden.



Halt Leute, das bring nichts, das hat mit dem MMI nichts zu tun.
Denn der Ausgang der Animation ist auf einer Ersatzschaltung aufgebaut.
Darum ist auch der rote Punkt schneller.
Bei -real- würde es umgekehrt sein.
Nun macht ihr einen "Realo" daraus, das führt nur zu Unklarheiten.

Es gehört gezeichnet wie eine "Welle" auf der Anzeigefläche verteilt zu liegen kommt.
Und zwar müssen dabei mehrere "Wellenzüge" schräg einfallen.
Darüber(gelegt) kommen dann die -anderen-, verzögert einkommenden, Wellenzüge.
Deren Überlagerung zeigt dann das was beim MMI ausgewertet wird, das Überlagerungsmuster mehrerer "Wellen"

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Fr 8. Apr 2011, 17:19

Ja danke. Ausgezeichnet. So hatte ich es mir vorgestellt. So ist es geeignet, Haralds Einwand anschaulich zu entkräften. Da interferieren letztlich Wellenabschnitte, welche ungleichzeitig abgesendet wurden. Und diese Ungleichzeitigkeit wird interferometrisch dadurch gemessen, daß die Änderung des Interferenzbildes beim Drehen des MMI beobachtet wird.

@Kurt
Doch das bringt was. Weil es anschaulich das Prinzip darstellt und daher Harald eventuell überzeugen kann.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Fr 8. Apr 2011, 17:40

Ernst hat geschrieben:@Kurt
Doch das bringt was. Weil es anschaulich das Prinzip darstellt und daher Harald eventuell überzeugen kann.


Ernst, es bring warsch. nichts.
Denn es geht -verkehrtrum- und zwar deswegen weil es von einer Umsetzung, welche die Masstäbe und Längen verändert, herkommt.
Und es bringt nichts weil es das was Highway macht, Wellen aufeinanderlegen, auch macht.
Es geht nur wenn die Überlagerungsfläche beachtet wird.
Hier ist stillschweigend wiederum um die "Wellenecke" nur ein Punkt betrachtet.

Auf der Anzeigefläche gehören mehrere "Wellen" aufgelegt, die -anderen- die vom anderem Arm, dann darübergelegt.
Und dann wird sichtbar wie sich das Muster verschiebt.
Das Muster kann nur entstehen wenn "Wellen" mit unterschiedlicher Phasenlage zueinander auf den Punkten der Anzeigefläche miteinader interferieren.
Dazu müssen sie unterschiedlich -lang- sein.
Das bedeutet sie müssen schräg auf die Anzeigefläche auftreffen.
Je weiter weg sie dann auftreffen desto flacher kommen sie auf, desto länger sind sie.

Das bedeutet dass die Wellen nicht überall gleich sich überlagern dürfen, sondern auf der Überlagerungsfläche unterschiedliche Längen haben müssen.
Denn sonnts entsteht kein Muster!!

Die Musterwanderung geschieht dann automatisch wenn die überlagerten -Wellen- ihre Phasenlage, aufgrund von Laufzeitunterschieden, ändern.

Die Problematik um die ganze Nichtversteherei liegt auch darin dass jeder in Wellen und in Lichtstangen denkt.
Wenn in dem was ist gedacht würde, in longitudinalen Druckwirkungen, daraus sich ergebenden Resonanzen, dann wärs viel einfacher.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Fr 8. Apr 2011, 18:01

Kurt hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:@Kurt
Doch das bringt was. Weil es anschaulich das Prinzip darstellt und daher Harald eventuell überzeugen kann.


Ernst, es bring warsch. nichts.
Denn es geht -verkehrtrum- und zwar deswegen weil es von einer Umsetzung, welche die Masstäbe und Längen verändert, herkommt.

Quatsch, in der Animation von Chief ändern sich keine Maßstäbe und keine Längen. Das siehst du doch. Weder ändert die "Taktung" ihren Rhythmus (Zeitmaßstab) noch ändert das Bild seine Größe (Längenmaßstab). Wenn du meinst, dass da was von einer Umsetzung, "welche die Masstäbe und Längen verändert, herkommt" dann musst du das schon sehr viel genauer begründen als einfach einen flapsigen Kommentar in die Welt zu setzen - das reicht bei weitem nicht.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Fr 8. Apr 2011, 19:58

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Quatsch, in der Animation von Chief ändern sich keine Maßstäbe und keine Längen. Das siehst du doch. Weder ändert die "Taktung" ihren Rhythmus (Zeitmaßstab) noch ändert das Bild seine Größe (Längenmaßstab). Wenn du meinst, dass da was von einer Umsetzung, "welche die Masstäbe und Längen verändert, herkommt" dann musst du das schon sehr viel genauer begründen als einfach einen flapsigen Kommentar in die Welt zu setzen - das reicht bei weitem nicht.


Naja, vielleicht seh ich es auch nicht richtig.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Fr 8. Apr 2011, 20:03

Kurt hat geschrieben:Denn es geht -verkehrtrum ....

Da geht nichts verkehrtrum. Das ist auch nicht 1:1 das MME. Aber es zeigt genau das Wesentliche, das Prinzip der Messung. Es zeigt das, was Harald zwar benennt, aber nicht richtig einordnet. Daß nämlich Wellenabschnitte am identischen Ort interferieren, welche nicht gleichzeitig ausgesendet wurden. Diese Ungleichzeitigkeit wird prinzipiell gemessen.

Gruß
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Fr 8. Apr 2011, 21:10

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Denn es geht -verkehrtrum ....

Da geht nichts verkehrtrum. Das ist auch nicht 1:1 das MME.


Eben, und darum gings mir.
Highway hat das mit den angeblich gleichen Frequenzen angemahnt.
Das Bild zeigt aber unterschiedliche.
Darum mein Einwand weil das Bild, wenn man nicht seine Geschichte kennt, einen falschen Eindruck vermittelt.
Laut Bild, in "Realo", müsste der rote Punkt nacheilen.
Ist aber nicht so weil es von einer Transformation abstammt.

Ich bleib dabei, um das MMI richtig und leicht verstehen zu können, bestimmt Einwände selber als falsch zu erkennen, ist eine andere Sichtweise notwendig.
Die die in der Natur vorkommt, die mit der Leuchtfläche, den dabei auftretenden unterschiedlichen Ausleuchtungsflächen pro "Welle".


Gruss Kurt
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