Harald Maurer hat geschrieben: Chief kann die Situation nicht mit einzelnen Photonen in den Fronten korrekt darstellen. Er müsste Wellenfronten mit vielen neben einander liegenden Photonen zeigen. Achte auf das von mir eingezeichnete herunterkommende Photon. Nur die Interferenz mit diesem Photon konnte Michelson aufzeigen und nicht mit jenem, das um den den Zeitversatz früher kommt und keine gemeinsame Linie zum Detektor einnehmen kann!
Richtig ist, daß ein endlicher Bereich der Kugelwelle für den Vorgang benötigt wird und deshalb zu betrachten ist. Anders ausgedrückt; jeder Strahl ist eine Fläche. Daß da alle interferierenden Strahlen auf einer gemeinsamen Linie laufen sollen, ist deshalb keine reale Bedingung.
Richtig ist auch, daß die vertikale Welle mit schräger Wellenfront einläuft. Daraus ergibt sich einen geometrischer Einfluß dieser Schräglage der Wellenfront auf das Interferenzmuster, da ein Phasenversatz zwischen den einzelnen Wellenelemente des vertikalen Strahls bezüglich des Detektors auftritt. Dies hat Michelson als Fehler zweiter Ordnung eingestuft, was auch korrekt ist. Es handelt sich dabei nämlich um einen Cosinuseffekt. Die Animation mit ihrem großen v/c verleitet zu einer Überbewertung dieses Effektes, der proportional zu cos(v/c) und für die realen Verhältnisse cos(30/300000) nahe 1 ist, d.h. von zweiter Größenordnung (Auch bei Deinem CMB wäre der Faktor noch praktisch 1). Die Schrägstellung der Wellenfront ist "praktisch schon unendlich klein". Der erwartete zu messende Phasenversatz von ca. einer Wellenlänge ist daher "unscharf" um den Faktor cos(30/300000). Die Schräglage der Wellen hat unter den Bedingungen von MM keinen relevanten Einfluß auf das Meßergebnis.
PS.: Dein zweiter Punkt in der Animation ist zudem falsch animiert. Er muß schräge nach rechts weglaufen. Senkrecht laufen kann auschließlich der originale Punkt rote Punkt.
Gruß
Ernst
