Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » So 27. Feb 2011, 16:14

Harald Maurer hat geschrieben: Chief kann die Situation nicht mit einzelnen Photonen in den Fronten korrekt darstellen. Er müsste Wellenfronten mit vielen neben einander liegenden Photonen zeigen. Achte auf das von mir eingezeichnete herunterkommende Photon. Nur die Interferenz mit diesem Photon konnte Michelson aufzeigen und nicht mit jenem, das um den den Zeitversatz früher kommt und keine gemeinsame Linie zum Detektor einnehmen kann!

Richtig ist, daß ein endlicher Bereich der Kugelwelle für den Vorgang benötigt wird und deshalb zu betrachten ist. Anders ausgedrückt; jeder Strahl ist eine Fläche. Daß da alle interferierenden Strahlen auf einer gemeinsamen Linie laufen sollen, ist deshalb keine reale Bedingung.

Richtig ist auch, daß die vertikale Welle mit schräger Wellenfront einläuft. Daraus ergibt sich einen geometrischer Einfluß dieser Schräglage der Wellenfront auf das Interferenzmuster, da ein Phasenversatz zwischen den einzelnen Wellenelemente des vertikalen Strahls bezüglich des Detektors auftritt. Dies hat Michelson als Fehler zweiter Ordnung eingestuft, was auch korrekt ist. Es handelt sich dabei nämlich um einen Cosinuseffekt. Die Animation mit ihrem großen v/c verleitet zu einer Überbewertung dieses Effektes, der proportional zu cos(v/c) und für die realen Verhältnisse cos(30/300000) nahe 1 ist, d.h. von zweiter Größenordnung (Auch bei Deinem CMB wäre der Faktor noch praktisch 1). Die Schrägstellung der Wellenfront ist "praktisch schon unendlich klein". Der erwartete zu messende Phasenversatz von ca. einer Wellenlänge ist daher "unscharf" um den Faktor cos(30/300000). Die Schräglage der Wellen hat unter den Bedingungen von MM keinen relevanten Einfluß auf das Meßergebnis.

PS.: Dein zweiter Punkt in der Animation ist zudem falsch animiert. Er muß schräge nach rechts weglaufen. Senkrecht laufen kann auschließlich der originale Punkt rote Punkt.

Gruß
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Mo 28. Feb 2011, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » So 27. Feb 2011, 23:49

Harald Maurer hat geschrieben:Lieber Ernst, das was Du "Strahl" nennst, ist in Wahrheit eine Aufeinanderfolge von Wellenfronten, in welchen die Photonen im senkrechten Strahl neben einander liegen und jedes gegenüber dem nächsten einen Zeitversatz aufweist (bewegte Lichtquelle!). Die Breite des Strahls übersteigt die opt.Wegstrecke, aus welcher der erwartete Zeitversatz resultieren sollte, um mehr als das hundertfache! Alle nebeneinander liegenden Photonen erreichen sowohl den Spiegel als auch den Umlenker. In der Strahlbreite liegt das Photon, welches gegenüber jenem Photon im waagrechten Strahl einen Zeitvorsprung hat. Aber mit diesem Photon kann es gar nicht interferieren, denn die Photonen marschieren nach dem Umlenker wie man sehen kann hintereinander hinunter. Diese Phasenverschiebung kann deshalb interferometrisch gar nicht festgestellt werden. Interferenz tritt mit einem der Photonen auf, welche nebeneinander schräg im Wellenkamm des senkrechten Strahls liegen, es hat aber diesen Zeitvorsprung, den man messen möchte, nicht! Nur diese beiden am gleichen Punkt des Umlenkers eintreffenden Photonen können interferieren - und nur das konnte Michelson als Interferenzstreifen sichtbar machen! Da ist der erwartete Zeitversatz kompensiert.


Hallo Harald,
es werden keine Photonen und keine Wellenfronten verglichen.
Es existieren keine Photonen und auch keine Wellenfronten.
Es wird einzig das verglichen was an Wirkungen der beiden getrennen Wege an der Leuchtfläche ankommt.
Dabei spielt auch die Laufdauer keine Rolle, es zählt einzig das was an der Leuchtfläche an jeweiligem Orte wirkt.
Bei der Lichterzeugung werden Sinussignale kreiert, diese in zwei Wege aufgespalten, über getrennte Wege geführt, (leider) an einem Kristall umgelenkt bzw. nicht (Strahlteiler), weiter auf die Leuchtfläche geführt.
An dieser wirken sie.
Und zwar in der Art wie sie erzeugt worden sind, als Anreger für Resonanz an Materie.
Sie bringen je nach Intensität Materie zum Leuchten.
Ob es sich dabei um Spiegelung oder Neuerzeugung handelt ist egal, es ist immer die Wirkungsstärke wichtig.
Und diese setzt sich aus der Einwirkung von zwei ankommenden Signalen zusammen.
Die Signale werden dabei überlagert und wirken sich, je nach Phasenlage zueinanderer, entsprechnend aus.

Es handelt sich dabei um "Wellenartige" Signale, und diese wirken eben in ihrer -ganzen Welle-.
Nicht mit irgendeiner Front oder einem frontabhängigem Teilchen.
Darum greift dein Argument nicht.
Wenn es greifen würde wäre es nahezu unmöglich die Spiegel so einzustellen dass überhaupt irgendwas zu sehen wäre.

Deine Photonen oder Wellenfrontansicht überzeugt nicht.
Sie kann so nicht sein weil dann kein Muster zu sehen wäre, bzw. nur ein sehr unstetes.
Es ist richtig dass am Teilerkristall etwas geschieht was den Effekt niederbügelt.
Jedoch nicht in der Art wie du es darzustellen versuchst.
Es mag ja sein dass dadurch der "Ätherwindeffekt" unsichtbar wird, bzw. wie du andeutest, sehr klein.
Jedoch nicht in der Art wie du es behauptest.
Wenn MM richtig funktionieren würde dann wär, bei einer symmetrischen Ausrichtung der beiden Arme in O/W Richtung, eine Frequenz zu messen, ist aber nicht.
Darum geht auch das MMI nicht perfekt.
Bei einem der beiden eingestellten Filme war der Einrasteffekt gut zu erkennen.


Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Hannes » Mo 28. Feb 2011, 21:27

Hallo Chief !
Noch einfacher ist das MMI von der Firma Leybold.
Hier wird der Strahl erst vor dem Schirm aufgeweitet

Welches Meßergebnis bringt dieses Gerät ?

Hannes
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Mo 28. Feb 2011, 22:24

Hannes hat geschrieben:Welches Meßergebnis bringt dieses Gerät ?

Wie, welches? Es bringt das Ergebnis für die Aufgabe, für die es verwendet wird. Es wird beispielsweise zur Messung der Wellenlänge von LASERN verwendet. Das Meßergebnis ist dann die Wellenlänge.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Hannes » Di 1. Mär 2011, 21:27

Hallo Ernst !
Welches Meßergebnis bringt dieses Gerät ?
Wie, welches? Es bringt das Ergebnis für die Aufgabe, für die es verwendet wird. Es wird beispielsweise zur Messung der Wellenlänge von LASERN verwendet. Das Meßergebnis ist dann die Wellenlänge.

Ist mir schon klar, doch zu welchem Zweck muss ich die Wellenlänge eines Laserstrahles so genau kennen ? Die Farbe eines Laserstrahles (=Frequenz)
ergibt doch auch im Zusammenhang mit der LG c die Wellenlänge.
Die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes, das bei Lasern verwendet wird, ist doch schon sehr klein, da braucht man sehr genaue mechanische Meßvorrichtungen.
Ist ganz interessant, denn so ein Gerät ist eben nicht billig und wird sicher einen ganz speziellen Zweck haben.
Mit Gruß Hannes
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 1. Mär 2011, 21:56

Hannes hat geschrieben: Ist mir schon klar, doch zu welchem Zweck muss ich die Wellenlänge eines Laserstrahles so genau kennen ? Die Farbe eines Laserstrahles (=Frequenz) ergibt doch auch im Zusammenhang mit der LG c die Wellenlänge.

Wie willst Du die genaue Frequenz messen? Die Wellenlänge läßt sich eben relativ einfach messen.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Hannes » Di 1. Mär 2011, 22:03

Hallo Ernst !
Ist mir schon klar, doch zu welchem Zweck muss ich die Wellenlänge eines Laserstrahles so genau kennen ? Die Farbe eines Laserstrahles (=Frequenz) ergibt doch auch im Zusammenhang mit der LG c die Wellenlänge.
Wie willst Du die genaue Frequenz messen? Die Wellenlänge läßt sich eben relativ einfach messen.

Lasertechnik ist ein sehr interessantes Gebiet, mit dem ich mich noch nicht viel befasst habe.Etwas dazuzulernen kann nie schaden.
Mit bestem Dank
Hannes
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Ernst » Di 1. Mär 2011, 22:07

Highway hat geschrieben:Kann man das Teil eigentlich so einstellen, dass es keine Interferenz mehr gibt? Irgendwie fehlt das Negativ-Ergebnis. :-/

Wenn die Lichtlauflängen ganz genau gleich sind, entstände keine Interferenz. Das ist aber praktisch wohl unmöglich zu realisieren.

Gruß
Ernst
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Di 1. Mär 2011, 23:29

Highway hat geschrieben:Mit so einem schönen Mikrometer zur Verstellung und einer halbwegs genauen Armlänge des MMI sollte das doch ein Kinderspiel sein - oder? Zumindest nicht unmöglich.


Unmöglich nicht, jedoch müssten dann die beiden "Strahlen" am besten senkrecht auf einer Fläche auftreffen die nicht grösser ist als ein einziger Resonanzkörper benötigt.

Gruss Kurt
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Re: Michelson-Morley-E. widerlegt den Äther nicht!

Beitragvon Kurt » Mi 2. Mär 2011, 00:00

Highway hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Unmöglich nicht, jedoch müssten dann die beiden "Strahlen" am besten senkrecht auf einer Fläche auftreffen die nicht grösser ist als ein einziger Resonanzkörper benötigt.


Wovon redest du? :shock:

Wir reden von Mikrometern, die etwa ein millionstel Millimeter in eine Längenänderung von ca. 1 Millimeter auflösen. Wir reden weiterhin von ca. 500 nm als Wellenlänge des verwendeten Lichtes. Wir reden auch davon, dass der Abstand zwischen voller konstruktiver und voller destruktiver Interferenz 180 Grad, also ca. 250nm, ausmacht.
Wir reden davon, dass es durchaus möglich seine sollte, jedenfalls meiner Meinung nach, unter Annahme dieser Parameter, dass es möglich sein sollte die Interferenz zu eleminieren.


Davon rede ich auch.
Und davon wie man sie eliminiert, welche Voraussetzungen dazu notwendig sind.
Das heisst das man erstmal wissen muss wie sie zustande kommt.

Highway hat geschrieben:Was ich auch noch nicht so recht verstehe ist das kreisförmige Muster an sich. Weil bisher dachte ich immer wir reden von einem dt was in einer Ausbreitungsrichtung wirksam wird und nicht kugelförmig. :mrgreen:


Ganz einfach.
Stell dir einen Apfel vor, dessen gekrümmte Oberfläche.
Das Licht das auf ihn fällt hat unterschiedliche Wegstrecken durchlaufen, kommt also zu unterschiedlichen Zeiten, somit mit unterschiedlichen Phasenlagen, auf der gerümmten (kugelig gekrümmt) Oberfläche an.
Jeder Ring hat also eine andr Landefläche für das licht.
Das ergibt die ringartigkeit.
Und zwar erst dann wenn ein zweiter "Lichtstrahl" zum Vergleichen da ist.

Bei den gezeigten Bildern ist die Auftrefffläche eben, ein zweiter Strahl auch vorhanden, jedoch trifft das Licht nicht senkrecht auf die Fläche, sondern wurde -aufgeweitet-.
Nicht in einer Ebende wie beim MMi, sondern in jede Richtung.
Darum die Kreise.

Durch die Aufweitung hat das Licht unterschiedliche Wege bis es sein Ziel erreicht.
Denn die Aufweitung erzeugt -krumme- Lichtstrahlen, also abgelenkte Lichtwege.
Diese kommen dann wie beim Apfel einfach später an.
Und zwar kreisförmig um die Mitte verteilt.

Der zweite Strahl, der ja zum Vergleichen notwendig ist, machts ebenso.
Und wenn sich dessen Laufzeit in Bezug zum ersten verändert (die Mikrometerschraube machts) dann wandert das Überlagerungsmuster, denn es hat sich die Phasenlage der beiden "Strahlen" zueinander veränderet.

Jetzt müsste klar sein warum nur ein punktförmiger (so gross wie ein einziger Resonanzkörper für diese Lichtfarbe) Lichtfleck keine Interferenzerscheinung zeigen kann, dies so eingestellt werden kann.

Gruss Kurt
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