Frau Holle hat geschrieben:Rudi Knoth hat geschrieben:Frau Holle hat geschrieben:Physische Sinussignale im Rechteck ohne physische Schwingungen sind Blödsinn. Dass man sie mit Fourier hinrechnen und mit geeigneten Schaltungen sogar anregen und messen kann ändert daran nichts. Vorab enthalten sind sie nicht.
Weisst du überhaupt, wie Fourier-Reihen funktionieren? Sie bestehen aus dem Integral über das Produkt der Signalfunktion und der Kosinus- oder Sinusfunktion der zu testenden Frequenz über die Zeit einer Periode.
Die Mathematik musst du mir nicht erklären. Die kann man überall nachlesen.
Gegenfrage: Weißt du überhaupt, was der Unterschied zwischen Mathematik und Physik ist? Anscheinend nicht wirklich, wie man an deinen Beiträgen mit "Formelgeschubse" immer wieder sieht.
Da ich das eine Fach (Physik) mit dem anderen Fach als Nebenfach (Mathematik) studiert habe, kenne ich den UNterschied schon. Aber die Mathematik gibt den Physikern gute Hilsfmittel für die Beschreibung von Zusammenhängen und auch zur Berechnung von Geräten in die Hand.
Frau Holle hat geschrieben:
Ein ideales Rechtecksignal bestimmter Frequenz "enthält" physisch – also naturgegeben – die ungeradzahligen Wellen nur so, wie die Zahl 6 die Zahl 2 "enthält". Man kann eine 6 aus einer ganzzahligen Anzahl von 2en zusammensetzen, was soll's? Besteht deswegen eine physische, 6m hohe Mauer aus naturgegebenen, 2m hohen Teilen? Sicher nicht. Nur weil man die Mauer nachweislich aus 2m hohen Teilen bauen oder sie in 2m hohe Teile zerlegen kann, besteht sie eben nicht grundsätzlich daraus.
Die Analogie habe ich schon mal gebracht, aber du verstehst sie wohl nicht.="Frau Holle"
Bei einer periodischen Funktion hat man ein eindeutiges Ergebnis,, wenn die Perioden der ganzzahligen Vielfachen auch mit den Symmetrien der Signale wie im Falle des Rechtecksignals in der Phasenumkehr nach einer halben Periode entspricht. Daher die ungeradzahligen Vielfache.
Frau Holle hat geschrieben:Für das Integral brauchst du im Grenzfall bei senkrechter Flanke unendlich viele Oberwellen, und jeder Physiker wird dir bestätigen, dass das reine Theorie ist, nützlich zwar, aber nicht real. Bei der Unendlichkeit und den Singularitäten zeigt sich deutlich der Unterschied zwischen Mathematik und Physik. Schon die Heisenbergsche Unbestimmtheitsrelation setzt da deutliche Grenzen. Nicht alles, was man ausrechnen kann, hat auch eine physikalisch reale Entsprechung.
Hier sind wir an dem Punkt, wo Kurt gewohnheitsmäßig leichtfertig und aus Verlegenheit sein Standard-Totschlagargument "gibt's nicht" raushaut. Nur funktioniert es hier ausnahmsweise. Solche Oberwellen können vom idealen Rechteck angeregt und nachgewiesen werden, aber daraus folgt logisch nicht, dass das Signal sie grundsätzlic="Frau Holle"h physisch "enthält" oder daraus besteht. Die gibt's nicht naturgegeben irgendwie separat im Rechtecksignal, so dass es sich lediglich aus ihnen zusammensetzen würde.
wiki sagt: "Je steiler und schärfer die Rechteckschwingung ist, desto höher reichen die Harmonischen auf der Frequenzskala." Das bedeutet im Grenzfall werden die Frequenzen unendlich hoch, was dann auch unendlich hohe Energie bedeutet (E=hf). Es sollte klar sein, dass das physisch nicht möglich ist.
Dass das Rechteck nicht überall stetig und differenzierbar ist, hast du ja eingeräumt.
Nun das Rechteck mit "senkrechten Flanken" gibt es sowieso nicht in der Natur. Aber es einfach leichter zu berechnen, weil jeder Abiturient diese Integration durchführen kann.Mit "schrägen Flanken" bekommt man eher einen Frequenzverlauf mit schneller abfallenden Amplituden (1/n**2 anstelle 1/n ab einer bestimmten Frequenz).
Gruß
Rudi Knoth
